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Nach Boko Haram-Angriff verlassen MSF Stadt in Nigeria

Nach dem Angriff der islamistischen Terrormiliz Boko Haram auf einen nigerianischen Militärstützpunkt mit elf Toten am Donnerstag, ziehen Ärzte ohne Grenzen/Medecins Sans Frontieres (MSF) ihre Mitarbeiter aus Rann im Teilstaat Borno ab. Alle medizinischen Aktivitäten in der Stadt würden suspendiert und 22 nationale und internationale Mitarbeiter evakuiert, gab MSF am Samstag bekannt.

 

Es sei eine "extrem schmerzhafte Entscheidung, unsere Patienten, darunter 60 Kinder in unserem Ernährungsprogramm, ohne medizinische Hilfe, zurückzulassen", sagte die MSF-Nothilfekoordinatorin für Nigeria, Kerri Ann Kelly. MSF versorgten die 40.000 Einwohner Ranns seit Jänner 2017 medizinisch, andere Möglichkeiten einer medizinischen Versorgung gibt es in der Region fast keine. Die Bevölkerung zahle den Preis für den "rücksichtslosen Konflikt", betonte Kelly. MSF werde die Situation weiter evaluieren und sobald die Situation es erlaube, nach Rann zurückkehren, so Kelly weiters.

Bei dem Angriff am Donnerstag starben neben acht örtlichen Sicherheitskräften auch drei humanitäre Helfer. Im Nordosten Nigerias versuchen derzeit rund 3.000 Helfer die von Boko Haram ausgelöste humanitäre Krise zu bewältigen. UNO-Angaben zufolge sind dort etwa fünf Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Terrormiliz Boko Haram sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen.

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