Söder äußert Zweifel an Aussichten der deutschen Koalition

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich skeptisch zu den längerfristigen Aussichten für die vereinbarte Große Koalition in Deutschland geäußert. Bei den Bürgern überwiege zwar die Erleichterung, dass die Verhandlungen von Union und SPD zu einem Abschluss gekommen seien, sagte Söder der Zeitung "Passauer Neue Presse" (Mittwochausgabe).

© APA (dpa)
 

"Aber wenn man sich die derzeitigen Chaostage der SPD ansieht, dann bleibt ein Zweifel, ob das Projekt GroKo auf Dauer gelingen kann", so Söder. Von der Union forderte Söder eine entschlossene Standortbestimmung. Es sei ein Fehler gewesen, die Wähler rechts der Mitte vernachlässigt zu haben. "Die Union muss stattdessen klar machen, dass die bürgerliche Mitte und die demokratische Rechte ihr Standort sind", betonte der CSU-Politiker laut Vorabbericht. Dies sei kein Rechtsruck, sondern "die Rückkehr zu alter Glaubwürdigkeit".

Söder wird beim (heutigen) politischen Aschermittwoch in Passau ans Rednerpult treten. CSU-Chef Horst Seehofer hat seinen Auftritt wegen eines Infekts abgesagt.

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