EU-Bildungsrat im Zeichen von Erasmus und künftigem Budget

Der EU-Bildungsrat am Donnerstag steht im Zeichen von Erasmus und dem künftigen Mehrjahresbudget ab 2021. Österreich ist dabei erstmals durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) vertreten. Entscheidungen werden beim Rat keine erwartet.

© APA
 

In Österreich allein haben zwischen 2014 und 2017 mehr als 55.000 Studierende Auslandserfahrung durch das Austauschprogramm Erasmus absolviert. Dafür gab es 105 Millionen Euro. Für 2018 stehen Österreich 37 Millionen Euro zur Verfügung.

Die EU-Kommission möchte im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens ab 2021 das bisherige Ziel von insgesamt vier Millionen Jugendlichen, die Erasmus in Anspruch nehmen können, auf acht Millionen verdoppeln. Auch die EU-Staats- und Regierungschefs stehen dem Ansinnen der Stärkung von Erasmus positiv gegenüber. Ob die Einigkeit dann auch bei der finanziellen Ausstattung halten wird, ist unklar. Ziel von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und auch von Budgetkommissar Günther Oettinger ist, trotz eines durch den Brexit drohenden künftig knapperen Budgetrahmen den Bereich Erasmus nicht nur unangetastet zu lassen, sondern sogar stärker zu dotieren.

Die Bildungsminister werden auch über eine Stärkung der Fremdsprachen beraten. Das Ziel ist, dass jeder neben seiner Muttersprache noch zwei andere Sprachen lernen soll. Außerdem soll im Rahmen der Schaffung europäischer Hochschulen die Anerkennung von Universitäts- und Schulabschlüssen zwischen den Staaten gefördert werden. Die Grundidee ist jene des freien Bildungsraums in der EU. Dabei sollen sich beispielsweise mehrere Universitäten in verschiedenen EU-Ländern zusammenschließen und gemeinsame Programme ausarbeiten können. Das gibt es zwar teils heute schon, aber es soll ausgebaut werden.

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