CoronavirusDritter Todesfall in Italien, Gemeinden abgeriegelt

In der lombardischen Stadt Crema ist das dritte Todesopfer Italiens gemeldet worden. In Venedig musste der Karneval abgesagt werden, in Südtirol wurde Notverordnung unterzeichnet. Österreichs Innenminister Nehammer ließ wissen, man sei hierzulande "gut gerüstet". Der Live-Ticker zum Nachlesen.

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Das Coronavirus breitet sich in Italien aus - bereits drei Todesfälle
Das Coronavirus breitet sich in Italien aus - bereits drei Todesfälle © (c) AP (Claudio Furlan)
 

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter in Norditalien aus. In der  Stadt Crema ist das dritte Todesopfer Italiens gemeldet worden, das auf das Virus zurückzuführen ist.

Italien hat im Kampf gegen den schlimmsten Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in Europa drastische Maßnahmen gesetzt. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen nun die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt werden. Der Karneval von Venedig musste abgesagt werden, in Südtirol wurde eine Notverordnung unterzeichnet. In Österreich wird der Einsatzstab des Innenministeriums am Montag erneut zusammenkommen, um die Lage zu besprechen, "Wir sind gut gerüstet in Österreich", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei einem Medientermin am Sonntag.

21:45 Uhr: ÖBB stellt Zugsverkehr nach Italien ein

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugsverkehr mit Italien über den Brenner eingestellt. Die ÖBB teilte heute Abend mit, die Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt, weil bei zwei aus Italien kommenden Bahnpassagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

20:40 Uhr: Zug wegen Corona-Verdacht an Tiroler Brenner-Grenze gestoppt

An der Brenner-Grenze ist am Sonntagabend ein Zug angehalten worden, weil sich zwei Coronavirus-Verdachtsfälle im Zug befanden. Die italienische Staatsbahn (FS) hatte zuvor die ÖBB informiert, dass sich im Zug zwei Personen mit Fiebersymptomen befinden.

20:15 Uhr: EU-Präventionsbehörde überprüft Risikobewertung 

Die europäische Präventionsbehörde ECDC stellt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien ihre Risikobewertung zu dem Virus auf den Prüfstand. ECDC-Direktorin Andrea Ammon kündigte an, innerhalb der nächsten 24 Stunden eine aktualisierte Risikoeinschätzung herauszugeben.

20:00 Uhr: Armenien schließt Grenze zum Iran

Nach der Türkei und Pakistan schließt auch Armenien wegen der Coronavirus-Epidemie seine Grenze zum Iran.

19:15 Uhr: Keine Grenzschließung in Spanien

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien haben die zuständigen Behörden in Spanien zur Ruhe aufgerufen. Die Lage in Italien sei zwar besorgniserregend, in Spanien habe man derzeit aber überhaupt keine Probleme mit dem Virus, betonte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, am Sonntag vor Journalisten in Madrid.

18:00 Uhr: Dritter Todesfall in Italien 

In der lombardischen Stadt Crema ist das dritte Todesopfer Italiens gemeldet worden, das auf das Virus zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um eine krebskranke Patientin, berichtete Giulio Gallera, der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region Lombardei, bei einer Pressekonferenz am Sonntag.

Zuvor waren ein 78-jähriger Pensionist aus der Nähe von Padua und eine 75-Jährige aus der Provinz Lodi dem Virus erlegen. Gallera erklärte, dass die von der Lombardei ergriffenen Vorbeugungsmaßnahmen mit der Isolierung von rund einem Dutzend Gemeinden im Raum von Lodi vorerst sieben Tage in Kraft bleiben werden. In der am stärksten betroffenen italienischen Region Lombardei gibt es laut Gallera bisher 112 bestätigte Infektionsfälle.

17:00 Uhr: Mailänder Fashion Week sagt Schauen ab

Das neuartige Coronavirus aus China hat auch die Mailänder Fashion Week erwischt: Das italienische Modehaus Laura Biagiotti sagte für Sonntag seine Schau ab, Moncler verzichtete auf die öffentliche Präsentation seiner Kollektion Genius. Giorgio Armani entschied, seine Mode am Nachmittag ohne Publikum zu präsentieren: Journalisten und Einkäufer sollten die Schau online über Live-Stream verfolgen.

16.13 Uhr: Anschober bestellt Gesundheitslandesräte nach Wien

Die Gesundheitslandesräte werden am Montag in Wien mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zusammentreffen, "zur weiteren Verstärkung der Abstimmung der Maßnahmen" gegen das neuartige Coronavirus. Das teilte das Ressort am Sonntagnachmittag mit. "Wir nehmen die Entwicklung in Italien sehr ernst", betonte Anschober. "Wir sind gut vorbereitet und arbeiten eng innerhalb der EU zusammen."

16:10 Uhr: Grenzschließungen wegen Ausbreitung im Iran 

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Iran haben mehrere Staaten Schutzmaßnahmen wie Grenzschließungen und Einreiseverbote verfügt. Die Türkei und Pakistan schließen ihre Grenzen zum Iran.

15:30 Uhr: Kickl bei Verschärfung der Lage für Grenzkontrollen

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hat gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Montagsausgabe) Kontrollen an der italienischen Grenze gefordert, sollte sich die Lage im Nachbarland weiter verschärfen. "Das Wichtigste ist jetzt, das Einschleppen des Virus nach Österreich zu verhindern", sagte er laut dem Blatt.

14.55 Uhr: Australische Unis bieten chinesischen Studierenden Geld

Wegen des Verbots einer direkten Einreise nach Australien vom chinesischen Festland aus wollen Hochschulen des Landes Studierende mit Geld auf den Kontinentstaat locken. Wie die Zeitung "The Australian" am Wochenende berichtete, richtete sich die University of Adelaide am Freitag per Mail an rund 3.000 Studenten, die derzeit in China festsitzen und nicht wie geplant in Adelaide studieren können. In den Mails stellt die Hochschule demnach ein "Care-Paket" im Wert von 5.000 Australischen Dollar (3.050 Euro) in Aussicht - in Form einer Ermäßigung der Studiengebühren im ersten Semester sowie einer Beteiligung an anfallenden Flugkosten. Das Angebot könne in Anspruch genommen werden, sobald die Einreisesperre aufgehoben sei, hieß es.

14.45 Uhr: Xi: Größte Gesundheitskrise seit Staatsgründung Chinas

Das neuartige Coronavirus ist nach den Worten des chinesischen Staatschefs Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in China seit der Gründung der Volksrepublik 1949. Das Virus verbreite sich schneller als alle vorangegangenen, habe die höchste Zahl von Infizierten und sei am schwierigsten zu vermeiden und zu kontrollieren, sagte Xi am Sonntag bei einem Treffen zum Umgang mit der Epidemie. "Das ist eine Krise für uns und es ist ein großer Test", stellte der Präsident fest. Die Epidemie werde "unvermeidlich" große Auswirkungen auf Chinas Wirtschaft und Gesellschaft haben, es handle sich aber um kurzfristige und kontrollierbare Effekte. Die Behörden forderte Xi auf, aus den Versäumnissen im Umgang mit dem Virus zu lernen.

14.35 Uhr: Welche Städte in Norditalien abgeriegelt sind

Zu den abgeriegelten Gemeinden gehören zehn Gemeinden in der Provinz Lodi in der Lombardei rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand: Codogno, Castiglione d"Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano. Hier leben insgesamt rund 50.000 Einwohner. Die elfte Gemeinde ist die Stadt Vo in der Provinz Padua in Venetien mit rund 3.000 Einwohnern.

14.25 Uhr: Verletzung von Sperre wird strafrechtlich verfolgt

Eine Abriegelung der betroffenen Ortschaften in Italien bedeutet, dass das Betreten oder Verlassen verboten ist, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärte. Die Anordnung werde von der Polizei und notfalls auch der Armee durchgesetzt, jedwede Verletzung dieser Sperre werde strafrechtlich verfolgt.

14.20 Uhr: Auch Migranten kommen in Quarantäne

Auch jene 274 Migranten, die am Sonntag an Bord des Rettungsschiffes "Ocean Viking" im sizilianischen Hafen Pozzallo eingetroffen sind, müssen sich einer zweiwöchigen Quarantäne im Hotspot unterziehen, in dem sie aufgenommen wurden. Die Migranten waren in den vergangenen Tagen bei drei Einsätzen vor der libyschen Küste gerettet worden. Bisher gab es keinen Verdachtsfall unter den Flüchtlingen, so die sizilianischen Gesundheitsbehörden.

14.10 Uhr: Rätselraten um Ursprung des Epidemieherdes

Noch unklar ist der Ursprung des Epidemieherdes, der in der lombardischen Kleinstadt Codogno lokalisiert wurde. Die Ortschaft ähnelt inzwischen einer Geisterstadt, da alle Geschäfte und Lokale geschlossen sind. "Was an der italienischen Situation besorgniserregend ist, ist dass nicht alle Infizierten direkte oder indirekte Kontakte zu Personen hatten, die in China waren, oder mit bereits bestätigten Infektionsfällen", sagte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa, Hans Kluge, im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" (Sonntagsausgabe).

13.55 Uhr: Notverordnung in Südtirol unterzeichnet

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am Sonntagvormittag eine Notverordnung unterschrieben, durch die das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus im Südtirol minimiert werden soll. Demnach bleiben ab morgen, Montag, alle Kleinkindbetreuungseinrichtungen, die Freie Universität Bozen und weitere Bildungseinrichtungen geschlossen. Von der Schließung betroffen sind sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen zur Kleinkindbetreuung. Auch an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe "Claudiana" und am Konvervatorium "Monteverdi" wird der Unterricht ausgesetzt.

13.45 Uhr: Ständiger Austausch mit Ministerium

Das Land Kärnten steht laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ)  in ständigem Austausch mit dem Gesundheitsministerium. Die Zusammenarbeit mit Minister Rudi Anschober (Grüne) funktioniere hervorragend, der Informationsfluss sei ausgezeichnet. Wichtig sei es, dass alle Maßnahmen koordiniert ablaufen, sowohl auf regionaler als auch auf nationaler und europäischer Ebene, betonten die Politiker. Irgendwelche Alleingänge Kärntens werde es jedenfalls nicht geben. In Kärnten gebe es derzeit weder eine Erkrankung mit dem Coronavirus noch einen Verdachtsfall, sagte Prettner. Zwei Kärntner, die nach ihrer Rückkehr aus China zuhause in Quarantäne sind, werden laut Landessanitätsdirektor Heimo Wallenko "heute oder spätestens morgen" aus der Quarantäne entlassen. Beide hätten keinerlei Krankheitssymptome, sämtliche Tests seien negativ verlaufen.

13.40 Uhr: Maßnahmen "nach vorne" und "nach hinten"

Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts (BK), präzisierte das Vorgehen im Ernstfall: "Wenn aufgrund dieser Gefahrenlage die Grenzen geschlossen und Grenzkontrollen eingeführt werden, dann ist die spannende Frage, wie man das tut, welche gesundheitsbezogenen Maßnahmen führt man an der Grenze durch, ähnlich wie beim Flughafen zum Beispiel oder müssen wir spezifische Maßnahmen ergreifen. Das alles wird schon seit einiger Zeit beraten", sagte Lang. Grundsätzlich müssten "beim ersten Auftreten einer erkrankten Person" in Österreich gleichzeitig "die Maßnahmen nach vorne" erfolgen - mit funktionierender medizinischer Versorgungskette ab der ersten Minute, Quarantäne etc. Außerdem "die Maßnahmen nach hinten" - die genaue Abklärung, wie der Reiseweg verlief, welche Kontaktpersonen und Kontaminationsquellen es geben könnte, usw. Beides müsse gleich präzise erfolgen, um eine mögliche Ausbreitungsgefahr einzuschätzen, erklärte Lang.

13.25 Uhr: Landeshauptmann Kaiser rät von Reisen ab

Erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, aber keine Panik: Auch das offizielle Kärnten nimmt die jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus im Nachbarland Italien sehr ernst, sieht aber keinen Anlass zu zusätzlichen Maßnahmen. Landeshauptmann Peter Kaiser rät jedenfalls von Urlauben in den betroffenen Regionen ab: "In Gebiete, die als abgeschottet gelten, sollte man nicht fahren, wenn es sich vermeiden lässt."

13.15 Uhr: Weiterer "Diamond Princess"-Passagier tot

Ein weiterer mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Japaner in seinen 80ern war positiv getestet und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er verstarb. Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes.

13.05 Uhr:  Italien bereitet Kasernen für Quarantäne vor

Italiens Heer stellt Militärstützpunkte und Kasernen für die Isolierung von Coronavirus-Verdachtsfällen zur Verfügung. Tausende Betten seien bereits organisiert worden, teilte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mit. 132 Fälle und zwei Todesopfer wurden in Norditalien gemeldet, 26 Personen liegen auf der Intensivstation. 3.000 Kontrollen wurden bislang durchgeführt.

12.50 Uhr: Grenzkontrollen können schnell "hochgefahren" werden

Zur von Italien von verschiedenen Stellen bereits erhobenen Forderung nach Schließung der Grenzen im Stiefelstaat verwies Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) auf die Einschätzung der Experten, die auch morgen, Montag, wieder unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums im BMI zum Einsatzstab zusammentreten und die neuesten Entwicklungen abwägen werden. Grundsätzlich wäre ein solcher Schritt "sehr rasch umzusetzen". Binnen Minuten bzw. binnen einer Stunde könnten Grenzkontrollen "hochgefahren werden", erläuterte Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts (BK) - abhängig davon, welche Maßnahmen, vor allem gesundheitsspezifischer Natur, man durchführen wolle.

12.40 Uhr: Transportflieger mit Hilfsgütern von Wien nach Wuhan

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) gab bekannt, dass am Sonntag ein Transportflieger mit Hilfsgütern vom Flughafen Wien in Schwechat gestartet ist. Die Maschine soll rund 50 Tonnen medizinisches Material in die von der SARS-CoV-2-Epidemie hauptbetroffene chinesische Stadt Wuhan bringen.

12.20 Uhr: Italien bei Infektionen weltweit auf Platz vier

In ganz Norditalien wurden bisher 115 Coronavirus-Fälle gemeldet. Damit ist Italien weltweit auf Platz vier, in Europa gar auf Platz eins in der Liste der Länder mit den meisten Coronavirus-Erkrankungen aufgerückt. Weitere 19 Fälle wurden in der Gemeinde Vo' Euganeo bei Padua gemeldet. Aus dieser Ortschaft stammte der 78-jährige Pensionist, der am Freitag als erstes Todesopfer der Coronavirus-Epidemie in Italien gemeldet worden war. Das Krankenhaus von Schiavonia bei Padua, in dem der Mann gestorben war, wurde geschlossen. 300 Patienten und 150 Mitarbeiter wurden unter Quarantäne gestellt. 

12.10 Uhr: 180 Schüler in Israel in Quarantäne

Fast 200 israelische Schulkinder müssen zwei Wochen lang zuhause bleiben, weil sie mit südkoreanischen Touristen in Kontakt gekommen sein könnten, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Die zweiwöchige Quarantäne für 180 Schulkinder aus insgesamt drei Schulen beginne am Sonntag, teilte das israelische Bildungsministerium mit. Die Anweisung gelte auch für 18 Lehrer und einen Aufseher.

11.50 Uhr: Karneval in Venedig abgesagt

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Coronavirus-Epidemie im Norditalien abgesagt. Dies kündigte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag an, nachdem zwei Coronavirus-Fälle in der Lagunenstadt bestätigt wurden. Dabei handelt es sich um zwei Pensionisten im Alter von 88 Jahren, die sich auf der Intensivstation des Krankenhauses von Venedig befinden. Der Karneval lockt jährlich Hunderttausende Menschen in die Lagunenstadt. Mit der Absage des Karnevals wolle man die Verbreitung der Epidemie verhindern, sagte Zaia laut Medienangaben. In der Region Venetien wurden bis Sonntagmittag 25 Infektionsfälle bestätigt.

11.40 Uhr: Österreich "gut gerüstet"

"Wir sind gut gerüstet in Österreich", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei einem Medientermin im Innenministerium am Sonntagvormittag. "Es gibt keinen Grund zur Panik." Mit den italienischen Behörden sei man in enger Abstimmung. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass es keinen Fall in Österreich gibt." "Die Lage in Italien nehmen wir sehr ernst", so Nehammer. Der Einsatzstab des Innenministeriums werde morgen, Montag, erneut zusammenkommen. In Österreich gab es bisher 181 Verdachtsfälle, die sich alle nicht bestätigt haben.

Das Geschehen der letzten Stunden:

Italien hat im Kampf gegen den schlimmsten Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa drastische Maßnahmen gesetzt. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen nun die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt werden, wie die italienische  Regierung am Samstagabend mitteilte. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen nun die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt werden. Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit.

"Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' im benachbarten Venetien mit rund 3000 Bewohnern. Inzwischen wurde auch der weltberühmte Karneval in Venedig abgesagt. Österreichs Nachbarland zählt aktuell die meisten Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in Europa. Nach den beiden Todesfällen, die am Freitag und Samstag gemeldet wurden, ist die Zahl der Infizierten auf mehr als 100 gestiegen. 89 davon wurden in der Lombardei gemeldet, wie der lombardische Präsident Attilio Fontana am Sonntag in TV-Interviews mitteilte.

Bangen in Norditalien

Norditalien befürchtet gravierende wirtschaftliche Auswirkungen wegen des Coronavirus. Allein in der Provinz Lodi sind Unternehmen angesiedelt, die Milliarden erwirtschaften. Befürchtet wird, dass die Epidemie die Wirtschaftsleistung der ganzen Region Lombardei belasten könnte, die Italiens industrieller Motor ist. Der italienische Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri rief die G20-Länder auf, auf internationaler Ebene koordinierte Maßnahmen zur Eingrenzung der wirtschaftlichen Folgen der Epidemie zu ergreifen.

Erstmals wurden auch Fälle in den norditalienischen Regionen Piemont und Emilia Romagna registriert. Die italienische Regierung hat am Samstagabend die Isolation von etwa einem Dutzend Städten angekündigt. In den als Epidemiezentren geltenden Gebieten werde den Bewohnern weder die Einreise noch die Ausreise gestattet, sagte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Menschen könnten sich nur mit "besonderen Ausnahmeregelungen" bewegen.

Die Regierung weigert sich jedoch, die terrestrischen Landesgrenzen zu schließen, wie es einige Oppositionsparteien forderten. "Italien darf kein Lazarett werden", sagte Premier Conte. Er erklärte, dass Italien das Schengen-Abkommen nicht außer Kraft setzen werde. Conte kündigte jedoch die Schließung von Betrieben und Schulen sowie die Absage von öffentlichen Veranstaltungen wie Karnevalsfeiern und Sportwettbewerben an.

Hotline der Wirtschaftskammer

Das Wirtschaftsministerium richtet wegen des Coronavirus ab Montag eine Hotline für betroffene Unternehmen aus Österreich ein. Ziel sei es, den Firmen beispielsweise beim Kontakt zu chinesischen Behörden zu helfen, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Das Ressort organisierte auch eine "Task Force" namens "Wirtschaft COVID-19" zwischen der chinesischen Botschaft, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung. Rund 1.000 Firmen aus Österreich haben Niederlassungen in China, dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner in Asien.

"Wir müssen alles Erdenkliche unternehmen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Es tut mir wegen der betroffenen Menschen leid, die Isolierung ist der einzige Weg, um zu verhindern, dass eine Epidemie zu einer Pandemie wird", sagte der lombardische Präsident Fontana im Interview mit dem TV-Sender Sky. Über 50.000 Personen in elf lombardischen Gemeinden wurden unter Isolation gestellt. Die Region Lombardei suche nach Einrichtungen wie Hotels und Militärstrukturen, in denen Menschen in Quarantäne genommen werden könnten, sagte Fontana.

Noch unklar ist der Ursprung des Epidemieherdes, der in der lombardischen Provinz Lodi lokalisiert wurde. "Was an der italienischen Situation besorgniserregend ist, ist, dass nicht alle Infizierten direkte oder indirekte Kontakte zu Personen hatten, die in China waren, oder mit bereits bestätigten Infektionsfällen", sagte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa, Hans Kluge, im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" (Sonntagsausgabe).

Auch in Südtirol bereiteten sich die Behörden auf einen Notfall vor. Unter anderem empfahlen die Gesundheitsbehörden am Samstagabend dem Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Universität Bozen sowie Kitas und Kinderhorte für die kommende Woche zu schließen. Zudem sei ein medizinischer Notfallplan erstellt worden, berichtete die Website des Rundfunksenders Südtirol.

In der Lombardei und in Venetien wurden für Sonntag alle Sportveranstaltungen gestrichen. Davon betroffen sind auch drei Serie-A-Spiele zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua sowie zwischen Hellas Verona und Cagliari Calcio. Auch die Partie Atalanta Bergamo gegen Sassuolo wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Nachmittag war bereits das Zweitliga-Spiel zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese abgesagt worden.

Auch auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich indes die Lage zu: Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, wurden in Südkorea binnen eines Tages 229 weitere Ansteckungen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen. Damit stieg die Zahl erfasster Fälle auf 433. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet.

In China sind erneut fast 100 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Sonntag 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Covid-19 genannten Krankheit in China auf 2.442 gestiegen ist. Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bisher mehr als 1.500 Infektionen und 19 Todesfälle bekannt.

Kommentare (95)
mapem
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Die Beharrlichkeit der roten Strichln ist bemerkenswert …

dürfte ein Virus sein …?! … Vermutlich der Pisa-Virus – hm?!

mapem
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Haha – ja eh … schon wieder was Rotes …

machma noch eine Probe:

1+1=2 …

Mein Graz
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@mapem

Doch Pisa.

mapem
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Tja Graz …

hoffentlich hat der Virus – der ja angeblich nur die Schwachen letal erwischen soll - nicht sowas wie einen biochemischen IQ-Detektor … denn dann sima hier bald sehr einsam …

Allerdings veranstaltet die Natur immer wieder solch grausame darwinistische Selektionsmaßnahmen … … Oje!

minerva
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ich hoffe mapem...

dich hat der virus noch nicht erwischt

wollanig
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Na da wär

ich mir nicht so sicher, dass ihr 2 dann nicht betroffen seid.

Mein Graz
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@wollanig

Ja, ich wär auch betroffen, ich bin kein Superschlauer.
Nur: ich weiß es - andere leugnen es.

mapem
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Ist schon kurios …

ein mikroskopisch kleines Ding hebelt praktisch flott mal alles aus den Angeln, was sich die “Krone der Schöpfung” so zurechtgebastelt hat.

Die gesamte neoliberale Plutokratie mit all ihrer globalen Vernetzungen und den daraus resultierenden Abhängigkeiten wird quasi über Nacht ad absurdum geführt …

Und in der Tat – wenn man sich jetzt dieses Szenario so a bisserl weiterdenkt … es hat zweifelsohne etwas Apokalyptisches - und eigentlich haben wir Manderln auf unserer Kugel hier nichts mehr unter Kontrolle und auch keinen Schimmer, wie´s weitergeht …

mapem
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In China spricht gerade Staatschef Xi

von der “größten Gesundheitskrise” seit der Staatsgründung …

Tja – wenn selbst der chinesische Oberhirte das vor der Weltöffentlichkeit erklärt, gehe ich nicht mehr davon aus, dass es nur eine etwas härtere Grippe ist …

Wildberry
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Der Oberhirte Xi

Der sogenannte Oberhirte hat den Ausbruch und die jetzige Lage zu verantworten! Abgesehen von Vertuschungsversuchen, hätte der gute Herr schon vor Jahren gewisse Spezien zum Verzehr verbieten sollen und die Märkte die alles verkaufen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Vor allem wenn man genau weiß, dass dort die Virusherde sind.
Sollte das hier irgendwann vorbei sein, gehört Xi bis aufs Blut verklagt, abgesetzt, sanktioniert oder in irgendeiner Form bestraft!

mapem
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Tja weißt, wilde Beere …

am besten du checkst mal zuhause, wo überall “Made in China” drobensteht … denn wir “geiz-geilen” Konsum-Junkies hatten wohl kaum jemals ein Problem damit, wenn´s darum geht, unseren Wohlstand so billig wie möglich irgendwoher zu bekommen.

Jetzt über jene die moralische Lanze zu brechen, die das Zeugs billigst herstellen, das du brauchst, um jetzt das hier reinzuposten, ist erstens ziemlich arrogant – und zweitens auch ein Teil der Ursache und des Problems.

Vielmehr sollte man sich mal die Gretchenfrage stellen, ob genau dieses wirtschaftspolitische und gesellschaftspolitische System, das und durchs Leben watscht, das beste und gesündeste für die Menschen ist …

Wildberry
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mapem du möchtegern Oberlehrer

Ich spreche nicht von der Bevölkerung Chinas sondern von der Führung Chinas und dem Ausbruch. Man hätte von den Ausbrüchen davor (Sars, H1N1, H5N5 usw.) lernen können.
Die oberste Riege Chinas hat aber nichts daraus gelernt, sonst hätten wir heute nicht solche Zustände!

mapem
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Und du checkst offenbar nicht,

was der “Oberlehrer” schreibt und meint … mein immer wilder werdendes “Beerli” …

mapem
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Ihr wisst´s aber schon,

dass der ma-PE-M-Virus rotbuzzerresistent ist – liebe Freunde?!

Hahaha – ist das süß … draußen vor der Tür steht der riesengroße schwarze Mann und fuchtelt bedrohlich mit seiner Sense … und drinnen balgen sich a paar Zwerge mit ihrem MW-Komplex rum …

mapem
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… eine Hochrechnung …

hochgerechnet am Verhältnis zwischen Infizierten und Toten in Wuhan, ergäbe dies auf die Weltbevölkerung gerechnet, eine Opferzahl von rund 270 Millionen … das wär rund 34mal Österreich … oder 10mal Kanada … oder Halb Europa … …

Allerdings geht´s ja erst richtig los - und das Verhältnis wird sich vermutlich jetzt noch täglich verschlechtern, denn es gibt ja kein Gegenmittel ...

paulrandig
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Und was machen wir?

So gut internationale Verflechtung ist, wenn es darum geht, sich um Frieden zu bemühen, so schlecht kann sie für Autarkie sein. Derzeit bricht der Welthandel massiv ein, wir werden bis zum Spätsommer nicht genug Container (und zwar nur ein Viertel der benötigten) haben, weil sie aus China mangels dortiger Ausfuhren nicht zurückkommen. Stellen wir uns vor, was passiert, wenn der Lebensmittelhandel einbricht, weil kaum mehr Lebensmittel transportiert werden!
Und was machen wir? Betonieren die fruchtbarsten Flächen Österreichs mit eingeschoßigen Einkaufszentren und Logistikmonstern zu, weil's dort so schön flach ist.
Weit hergeholt? Genauso wie die Welt, hängen thematisch viel mehr Bereiche zusammen als auf den ersten Blick erkennbar sind...

PiJo
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Jedes Ereignis hat auch seine positiven Seiten

Vielleicht erfolgt auf Grund dieser Ereignisse und deren Folgen auch ein Umdenken in unserer Gesellschaft, das man auf die Regionalität der Produkte achtet und auch dem Österreichischen Produzenten von Lebensmitteln mehr Bedeutung schenkt.
Es muss nicht alles Exotisch sein was man im Supermarkt zu kaufen bekommt, oder das Billigprodukte die über hunderte Km transportiert werden müssen.
Genauso muss nicht jedes Jahr ein neuer TV oder ein neues Smartphon gekauft werden, ich weis schon , das hören manche nicht gern, aber die Abhängigkeit produzieren wir uns selber. Wir müssen nicht nur die Hektik, den Auslöser vieler Krankheiten, in unserer Gesellschaft entschleunigen, sondern auch unser Konsumverhalten verändern. Der Preis der Globalisierung ist oft ein zu hoher.

marktleiter
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Karneval in Venedig abgesagt

...na da bin ich aber froh dass es gestern doch noch einige tausend Italiener zu uns nach Villach geschafft haben um nochmals so richtig zu feiern...

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Coronervirus

Keinen zurück holen.

Wildberry
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Man hatte lange Zeit

Die Politik hatte jetzt fast zwei Monate Zeit sich darauf vorzubereiten. Ich hoffe das der uralte Pandemieplan Österreichs in der Zwischenzeit überarbeitet wurde. Sollten Maßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig gesetzt werden. Egal ob Bund oder Länder, dann gibt es keine Ausrede dafür!!

UDKS6IR7WXO05ZNM
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2018

25.000 Grippetote in Deutschland...wo waren da die Panikausbrüche?

Wildberry
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Grippe?

Ihre Grippetheorie könnens bald einstauben.
In 1-2 Monaten red ma weiter.

Amadeus005
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Produktion in China ist niedrig

Man stelle sich nun vor, dass China deshalb zuerst das Inland beliefert. Das kann bei uns mangels Werkbank dann knapp werden ...

Wildberry
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Wirtschaft

Die Wirtschaft ist das letzte was mich gerade interessiert!

Amadeus005
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Dann sind sie hoffentlich autark lebender Bauer

Wirtschaft ist ja nicht nur Geld verdienen.
Wirtschaft ist Versorgung mit Gütern.

Wildberry
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Vorschläge

Habens einen Vorschlag für den Einzelnen? Wenn's schon so gescheit daher reden? Ich nicht.

Zuerst kommt die Gesundheit. Wenn Sie andere Prioritäten haben, bitte

Mein Graz
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@Wildberry

Naja, wenn die Supermärkte keinen Nachschub erhalten, weil z.B. Lieferboxen (Made in China) nicht vorhanden sind oder Wurst/Fleisch/Käse nicht verkaufen können weil ihnen das beschichtete Papier (Made in China) fehlt kann das auch sehr ärgerlich sein.

Wildberry
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Stimme zu

Was glauben Sie warum sich die Italiener gerade mit Hamsterkäufen eindecken...

pinsel1954
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Wir sind gut gerüstet......

.....damit streut man uns Sand in den Augen.....
Niemand ist bis jetzt gegen diese Krankheit gut gerüstet, sonst würde sie sich ja nicht so rasch ausbreiten.....

Gerüstet wäre man nur dann, wenn es entsprechende Gegenmittel gebe...... aber die gibt es zur Zeit nicht.

Also sin das nur politische Beruhigungsfloskeln!

Amadeus005
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Wer wird der Erste Politiker sein?

Und sagen, dass wir Flüchtlinge wegen der Corona-Gefahr ausnahmslos an der Grenze abblocken müssen?
Er hat’s ja schon immer gewusst, dass die Balkanroute gefährlich ist und zu schließen ist.

Weltreisender
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Natürlich

unser BIMAZ

melahide
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Super

Man macht sich Sorgen um die Wirtschaft! Der Reiseverkehr gehört mal ein paar Wochen ausgesetzt! Zum Karneval in Venedig sind Hunderttausende gefahren. Braucht sich nur einer anstecken und es schwappt nach ganz europa

Amadeus005
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Und viele sind noch dort. Egal ob Karneval oder nicht.

Grenzkontrollen heute?

lieschenmueller
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heute?

Und die sehen wie aus bei einer Inkubationszeit von bis zu 4 Wochen?

mapem
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Alt – Lieschen …

alt seh ma aus … für uns verändert sich also nicht viel… aber nicht alle habens so gut …

pietrok5
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Ich glaube Herrn Nehammer nicht !

Wie ist man den in Österreich vorbereitet ? Am Flughafen Wien wird bei Passagieren aus China Fieber gemessen, aber nur bei den Direktflügen. Was ist mit denen, die nicht direkt aus China kommen ? Am Flughafen Mailand wird bei ALLEN Passagieren Fieber gemessen, sogar bei Inlandsflügen. Ob Österreich gut vorbereitet ist wird man sehen, wenn die ersten Fälle auftreten. Statt den völlig sinnlosen Grenzkontrollen in Spielfeld sollte man vielleicht besser in Tarvis oder am Brenner kontrollieren. Aber die Türkisen haben noch immer mehr Angst vor den nicht vorhandenen Flüchtlingen als vor dem gegenwärtigen Virus.

scaramango
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Welche Maßnahmen setzt Österreich/Kärnten???

Ich bin gerade in Singapur, eine Millionenstadt mit weit weniger Fällen (weniger als 20) und hier kommt man nirgendwo hin ohne Messung der Temperatur und Desinfektionsmittel für die Hände. Die Shoppingcenter, Hotels etc haben alle nur einen Eingang offen, mit Temperaturscan und Messungen der einzelnen Personen, zum Frühstück kommt keiner ohne Desinfektion der Hände.....

Welche Maßnahmen gibt es aktuell in Österreich, Kärnten, Klagenfurt, Villach???

Guccighost
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Singapur Reise

Wir haben im März 10 Tage Singapur gebucht sollen wir stornieren?
Bitte um Rat.

lombok
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Kein Grund zu stornieren ...

Ausser auf Reisen/Kteuzfahrten nach China, speziell Wuhan (da China viel zu groß ist, im das ganze Land in einen Topf zu werfen) gibt es weltweit keinen Grund, seine Reise zu stornieren. Es wird überall mehr kontrolliert und Fieber gemessen, als in unserem Land - leider!

In Panik zu verfallen und seine Reise zu stornieren, ist sicher falsch und unnötig.

Freuen Sie sich auf Singapur!

Guccighost
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singapur

dankeschön

Wildberry
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Außenministerium

Schauns nach auf der Seite der Reisewarnungen.
Und wie es vor Ort mit der Krankheit ausschaut.

umo10
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Was heißt: gut gerüstet

Corvid ist eine Lungenkrankheit. Wir werden viele, sehr viele lungenunterstützende Maschinen benötigen. Kann mir nicht vorstellen, dass die schon angeschafft wurden

mapem
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"Wir sind gut gerüstet in Österreich" …

na ja, Herr Nehammer, das könnte wohl eine Nummer zu groß für uns Manderln werden …

mapem
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Tja –der Mensch meint in seiner Arroganz …

er stünde ganz oben in der Kette … dabei: für die echten “Predatoren” braucht man ein Mikroskop …

Als ob die Natur da ihre eigenen Methoden hätte, um wieder mal was für´s Klima, die anderen Kreaturen und den Globus zu tun – in Wuhan sitzt nämlich niemand mehr in der Fabrik oder im Auto und bläst Dreck in die Atmosphäre … und in Codogno bei Cremona (600km entfernt) auch nicht.

Und nicht vergessen: Mama Erde ist´s vollkommen wurscht, ob´s uns Vollkoffer gibt – oder nicht …

(Auweh – und die Chantall bekommt ihr neues Handy jetzt auch nicht morgen … Apple hat leider Lieferschwierigkeiten, weil die in China “auf der faulen Haut” liegen … so ein Pech!)

Tja – beim heutigen Welthandel und Welttourismus “reist” einiges mit, was nicht auf der Passagierliste steht.

Weltreisender
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Sind

SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe und Corona nicht alle aus China. Riegelt das Land ab.

pinsel1954
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Warum ist immer China das Ausgangsland ????

Möglicherweise weil man dort alles isst was kreucht und fleucht, möglicherweise wird es in den ärmeren Gegenden mit der Zubereitung der Speisen nicht sehr genau genommen.
Es stehen ja gewisse Tiere im Verdacht, dass diese den Virus auf den Menschen übertragen haben.

Sam125
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Weitreisender, hat es nicht geheißen,wenn die Weltbevölkerung weiterhin so

wächst,dass unsere Mutter Erde,die vielen Menschen bald nicht mehr ernähren kann? Und ja,die Erde schlägt zurück und wir haben noch kein Gegenmittel gefunden um uns zu schützen! Da nehme ich noch einmal mit Bestimmtheit alle Impfgegner ins Visier und frage sie einfach einmal nach, ob sie im Angesicht dieser Tragödie, sich und ihre Lieben noch immer nicht impfen lassen würden,oder gerade SIE sich in die erste Reihe stellen, um geimpft zu werden? Gott schütze uns und die ganze Welt! Und noch was für alle,die stets auf die fast nicht mehr finanzierbaren Pensionen, durch die überaltete Bevölkerung schimpfen,die werden wenn es so weitergeht,bald keinen Grund mehr dafür haben!

Wildberry
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Zu spät für die Abriegelung Chinas

Das hättens ganz am Beginn des Ausbruchs machen sollen. Jetzt gibts ja schon Fälle in Iran, Italien und und und.. Jetzt kann man bei keinem Flug mehr sicher gehen!

PiJo
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Globalisierung

im 13 Jahrhundert haben sich auch Krankheiten (Pest) weltweit ausgehend von Zentralasien verbreitet, aber langsamer über Monate und Jahre und per Schiff oder auf dem Landweg entlang der Seidenstraße , heute geht es rasend schnell in ein paar Stunden rund um die Welt. Die Globalisierung fordert ihren Tribut und erfordert Gegenmaßnahmen.
Die wahren Ausmaße dieser Krankheit wird uns derzeit wohl noch verschwiegen.

scaramango
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Welche Maßnahmen setzt Österreich/Kärnten???

Ich bin gerade in Singapur, eine Millionenstadt mit weit weniger Fällen (nicht einmal 20), aber hier kommt man nirgendwo hin, ohne Temperaturscan bzw Messung!

Wie sieht's an der Italienisch-Österreichischen Grenze aus.... - warum werden hier keine Messungen durchgeführt? Ist keine große Hexerei, schnell und leicht durchzuführen und zumindest eine kleine Sofortmaßnahme.

Meine mitgenomme Schutzmaske werde ich dann wohl eher zu Hause brauchen...

erstdenkendannsprechen
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ja, singapur glaub ich ist recht streng, auch mit quarantänemaßnahmen

österreich/kärnten tut nicht viel, weil anschober meinte, dass ja alle fälle bisher negativ waren, die getestet wurden (so 187, glaub ich). fiebermessen bringt trotzdem nicht alles, weil ja viele patienten fieberfrei sind bzw. die inkubationszeit, in der man schon anstecken kann, lang und ebenfalls ohne fieber ist.

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