In der ersten Hälfte überraschte Mattersburg mit einer ambitionierten Offensive und Sturm Graz mit überforderten Spielern. Die Gäste aus dem Burgenland waren deutlich spielbestimmend, verkauften sich sehr gut und erspielten sich mehrere Chancen. Vor allem über die rechte Seite hatten Karim Onisiwo und Co. gegen Charalampos Lykogiannis, der außer Form war, sehr leichtes Spiel.

Es kristallisierte sich ein Duell zwischen Mattersburgs Angreifern und Sturm-Torhüter Michael Esser heraus - und in zumindest diesem behielt man aus Sicht des SK Sturm die Oberhand. Esser vereitelte mehrere Chancen, unter anderem gegen Lukas Rath (23.) und Michael Perlak (35.), und war verantwortlich dafür, dass die Halbzeit torlos endete. Die Grazer brachten in Hälfte eins keinen Schuss auf das Tor der Gäste.

Leichter Aufwind, dennoch zu wenig

Franco Foda reagierte und brachte nach der Pause mit Kristijan Dobras und Daniel Offenbacher zwei frische Kräfte. Und er bewirkte damit, dass sich die Grazer aus dem Angriffsstrudel der Mattersburger befreien konnten. Sturm stellte das ungenaue, meist hohe Passspiel aus der ersten Spielhälfte ab, die Ballbehauptungen in der Zentrale gelangen etwas besser - es dauerte jedoch, bis die Grazer auch gefährlich werden konnten. Erst ein Distanzschuss von Offenbacher (67.) und ein Freistoß von Michael Madl (Stange, 74.) strahlten Torgefahr aus. Mattersburg lauerte zunehmends auf Konter und verteidigte tiefer.

Und Mattersburg verteidigte geschickt. Sturm konnte sich im letzten Angriffsdrittel nicht entscheidend durchsetzen und blieb in Summe viel zu harmlos. Es war das erste torlose Unentschieden der beiden Mannschaften dieser Saison. Und aus der Sicht der Grazer war es, nach einer desolaten ersten Spielhälfte und einer mäßigen zweiten, ein glücklicher Punkt.