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Nach der Wien-WahlHäupl deutet Präferenz für Rot-Grün in Wien an - mit Änderungen

Wiens Altbürgermeister Michael Häupl kann sich in Wien keine Koaltion mit der ÖVO vorstellen. Bei den Neos sieht er viele inhaltliche Differenzen. Rot-Grün müsse man "unabhängig von den Personen" sehen.

© (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Ein "Balkon-Muppet" wolle er nicht sein. Das sagte Wiens Altbürgermeister Michael Häupl bei seinem Abschied aus der Politik und äußerte sich seither nur sporadisch in der Öffentlichkeit. Nach der Wien-Wahl meldet er sich nun doch zu Wort. Im Interview mit Ö1 sprach er über die möglichen Koalitionsvarianten, die der SPÖ in Wien nun offen stehen.

Rot-Pink in Wien?

Eine Koalition mit den Neos hätte den "Reiz des Neuen", sagt er. Aber: "Neues muss nicht immer gut sein, das Alte nicht immer schlecht." Inhaltliche Überschneidungen sehe er bei Fragen der Bildung, Integration oder Migration. Schwierig finde er ihr "neoliberalistisches  Wirtschaftsverständnis".

Keine Koalition mit "Sozialistenfressern"

Von einer Koalition mit der ÖVP, die in Wien stark zugelegt hat und auf Platz zwei liegt, hält Häupl wenig: „Ich war immer ein Großkoalitionär zwischen einer christlichsozialen ÖVP und einer sozialdemokratischen Partei. Ich bin das nicht mehr in der Form, wenn ich eine neoliberale, türkise Truppe da habe, die noch dazu im hohen Ausmaß auch von einem Sozialistenfresser geleitet wird.“

Neuauflage von Rot-Grün?

Bleibt die Koalition mit den Grünen, die Häupl selbst vor zehn Jahren erstmals eingegangen ist. Dieses Kapitel sei für ihn keineswegs abgeschlossen. "Man muss das auch ein wenig unabhängig von den Personen sehen", sagt er und stellt damit den Wunsch nach einer personellen Neuaufstellung in den Raum. Das Ergebnis hänge von den Gesprächen über das künftige Programm der Stadt ab, betont Häupl. Denn: „Das kann ja nicht in Bassins, die man am Gürtel aufstellt oder in Popup-Radwegen sich erschöpfen.“

Kommentare (11)
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Luger13
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Wenn schon, dann....

„Sozialdemokratenfresser" .Die Sozialistische Partei benannte sich 1991 in Sozialdemokratische Partei um , um Assoziationen mit den zuvor totalitär regierten kommunistischen Staaten Osteuropas zu vermeiden , ohne dass dies von der politischen Konkurrenz je thematisiert wird. Die Änderung der Parteifarbe der Volkspartei bietet für SPÖ-(Alt)Politiker aber gleich und vor allem ständig Anlass, (gerade noch geduldete)christlich-soziale Grundsätze durch eine ( verabscheuungswürdige) neoliberale Gesinnung ersetzt zu sehen. Dann ist der Weg zum Kannibalismus nicht mehr weit . Doch etwas übertrieben, oder ?

hbratschi
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nein, luger,...

...leider nicht...

KarlZoech
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Ich hätte es sehr begrüßt, hätte es der geschätzte Genosse Häupl geschafft,

sich tagespolitischer Kommentare zu enthalten. Sein Nachfolger Bgm. Ludwig wird es auch ohne seine Wortspende schaffen, eine Koalitionsentscheidung zu treffen.

Allerding bin ich, im Gegensatz zu Poster Hardy1 (weiter unten) der Ansicht, dass sich verdiente und kundige frühere Politiker zu allgemeinen Themen durchaus zu allgemeinen Themen zu Wort melden können und sollen; da kommen auch viel wahrscheinlicher wahre und klare Worte, da diese nicht mehr gewählt werden wollen.

heike.roth
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Also mit Frau Hebein sollte die SPÖ in Wien keine Koalition eingehen

Die Frage ist, ob die Grünen lieber Frau Hebein haben oder mitregieren wollen

Hardy1
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Wieder erscheint ein Muppet.....

..... auf dem Balkon. Nach Fischer, Androsch und Gneisser will jetzt auch noch Häupl seinen komplett überflüssigen Kommentar in die Politik einbringen. Ihr hattet eure Zeit, lasst doch die derzeitigen Entscheidungsträger ohne eure Einflüsterungen frei entscheiden!

Reipsi
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Ist jetzt er

noch immer der Anschaffer und der Andere sein Kuli.

hbratschi
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du verwechselst...

...das bestimmt mit der familie schüsselpröll...😉

tomtitan
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"...die noch dazu im hohen Ausmaß auch von einem Sozialistenfresser geleitet wird.“ -

Amen und Prost, Michi ;-)))

Stubaital
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Häuptling

Man kann von einem Spritzweintrinker keine besseren Aussagen erwarten.
Armes Wien

hbratschi
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na klar...

...manche stubaitaler patzen sich nicht mit einem spritzwein an, da bevorzugens' angeblich mehr den obstler, oder? 🤔😉

Leop
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MMM

Der Herr Dr. Häupl soll Ruhestand geniessen,Er ist ja Schuld sonst wären die grünen in Wien niemals in die Stadtregierung gekommen.Dr.Ludwig hat jetzt die Möglichkeit es wieder zu ändern,hoffentlich noch dazu mit Frau Hebein für mich eine unmögliche Frau nur provokant