ÖVP-FPÖ Wer sind die neuen Minister?

Die Koalitionsverhandlungen von ÖVP und FPÖ sind abgeschlossen. Alle Regierungsmitglieder sind jetzt fix.

Neuer Bundeskanzler wird Sebastian Kurz. Er entschied sich für die FPÖ und ging auf Augenhöhe auf den Juniorpartner zu. Das Außenministerium gibt er ab, die EU-Agenden behält er.

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Gesetzt als Vizekanzler war FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Dazu soll er die Agenden für Tourismus und Sport übernehmen, die sich gut mit der Doppelbelastung als Vizekanzler und Parteiobmann verbinden lassen könnten. 

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Uniqa-Vorstand Hartwig Löger, ein Steirer, der in Niederösterreich wohnt, wird Finanzminister, nachdem Lotterie-Chefin Bettina Glatz-Kremsner abgesagt hat. Löger wurde vor Wochen informell kontaktiert. Konkreter wurde es erst zu Wochenbeginn, definitiv erst am Vorabend der Präsentation des Teams.

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Heinz Faßmann wird für die ÖVP Bildungsminister. Er wird für Bildung, Universitäten und Kindergarten zuständig sein. Faßmann war Vorsitzender des Expertenrats für Integration und ist seit längerem ein Vertrauter von ÖVP-Chef Sebastian Kurz auch in Bildungsfragen.

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Margarete Schramböck wird Wirtschaftsministerin - sie hat sich als ehemalige A1-Chefin einen Namen gemacht und wurde erst in der Nacht vor dem Marsch zum Bundespräsidenten erkoren. 

 

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FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer wechselt in die Regierung. Der passionierte Pilot hat sein Interesse am Verkehrs- und Infrastrukturministerium angemeldet und wird dieses auch erhalten.

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Herbert Kickl, die rechte Hand von FPÖ-Chef Strache, war Favorit für das Amt des Klubobmanns, wechselt jetzt aber doch in die Regierung und übernimmt das wichtige Amt des Innenministers.

AP

Nahost-Expertin Karin Kneissl wird Außenministerin. Die FPÖ wollte die langjährige Diplomatin bereits als Präsidentschaftskandidatin ins Rennen schicken, doch Kneissl wollte nicht. Einst hatte Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein Veto gegen einen FPÖ-Außenminister angekündigt, Kneissl ist parteifrei und kandidierte 2005 auf der schwarzen Liste für den Gemeinderat von Seibersdorf. Die EU-Agenden will Sebastian Kurz als Kanzler selbst wahrnehmen.

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Sie war stellvertretende SVA-Generaldirektorin und saß für die FPÖ im steirischen Landtag und auch im Nationalrat. Jetzt wird Beate Hartinger-Klein Ministerin eines Mega-Ressorts für Gesundheit und Soziales.

Heimo Binder

FPÖ-Verhandler Hubert Fuchs hat sich offenbar gut geschlagen, er wird von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als Staatssekretär für Finanzen in die Regierung geschickt.

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Der steirische FPÖ-Chef Mario Kunasek übernimmt das Amt des Verteidigungsministers und bezeichnet das als "große Ehre".

Juergen Fuchs

Fixstarter bei der ÖVP: Wiens ÖVP-Chef Gernot Blümel wird als Kanzleramtsminister dem künftigen Bundeskanzler Kurz  assistieren, Blümel gehört dem türkisen Verhandlungsteam an. Bei Blümel sollen nicht nur die Medienagenden zusammenlaufen, er könnten auch den Bereich Kultur übernehmen.

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Gegen Ex-Rechnungshofpräsident Josef Moser legten sich die ÖVP-Landeshauptleute quer. Finanzminister wird er jetzt  tatsächlich nicht, dafür wird er einem Ministerium für Justiz und Staatsreform vorstehen.

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Die enge Vertraute von ÖVP-Chef Kurz, Elisabeth Köstinger, wird nach einem kurzen Intermezzo als Nationalratspräsidentin in die Regierung wechseln - als Zukunftsministerin für die Bereiche Digitales, Umwelt, Landwirtschaft.

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Kurz hat zuletzt signalisiert, dass er vor allem auf Frauen setzen will. So kam mit der Grazer Molekularbiologin Juliane Bogner-Strauss eine Steirerin für das Wissenschaftsressort ins Gespräch. Sie soll jetzt aber  Frauen-, Familien- und Jugendministerin werden.

ÖVP

Die Salzburgerin Karoline Edtstadler wird für die ÖVP Staatssekretärin im FPÖ-Innenministerium.  Sie ist derzeit Juristin am Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg.

NEUE VOLKSPARTEI/JAKOB GLASER

Noch-Innenminister Wolfgang Sobotka wird der neuen Bundesregierung nicht mehr angehören. Er bleibt aber in Wien und soll das Amt des Nationalratspräsidenten übernehmen.

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Erstmals seit 50 Jahren bedient sich die Regierung wieder  eines Regierungssprechers. Der österreichische Diplomat Peter Launsky-Tieffenthal übernimmt diese Rolle. Er wirkte dereinst  vorübergehend als Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) werden künftig nur bei besonderen Anlässen selbst vor die Presse treten.

APA/HERBERT NEUBAUER
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Hohenwanger
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Was man glauben könnte, ist:

Die FPÖ kommt in keine Regierung. Van der Bellen wird es den Herrn Kurz schon lange wissen lassen.
Herr Kurz kann eine Minderheitsregierung bilden.
Er hat für seine Vorhaben 183 Abgeordnete im Nationalrat. Er kann jederzeit Neuwahlen im Nationalrat
stellen und beantragen.
Der Herr Dr. Van der Bellen wird für die Grünen kein Verräter sein wollen.

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UHBP
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Regierungssprecher

Aus inoffiziellen Kreisen hört man, dass Peter Eppinger Regierungssprecher werden soll.

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voit60
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Egal wer da Minister wird

Es wird wahrscheinlich leider eine Horrorregierung

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Zeitgenosse
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Den

RAUCHERMINISTER KENNEN WIR JA SCHON!

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Schwupdiwup
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Der neue Stil

Erlaube mir Herrn Strache Gesundheitsminister vorzuschlagen. Auf diesem Gebiet hat er sich ja jetzt schon ziemlich ins Zeug gelegt und arg Staub aufgewirbelt.

Herr Kurz sollte sich meiner Meinung nach um das Ministerium für Wissenschaft und Forschung kümmern. Im Rückgrat muss da irgend eine neuartige Gummimischung drinnen sein. Die könnt er sicher irgendwie zu Geld machen und unsere Staatsfinanzen damit sanieren.

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tannenbaum
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Bei den Koalitionsverhandlungen muss es immer recht heiß hergehen! Kurz kommt immer mit großen roten Ohren zur Pressekonferenz!

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Irgendeiner
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Also das Bild des Messias da oben schaut

aus wie die kitschigen Götterbilder die die Hare Krishna früher auf der Straße verteilt haben, da ist wer mit dem Photoshop Amok gelaufen.Den Heiligenschein hättens auch noch gleich drüberstellen können,dagegen war der sozialistische Realismus ein pathosarmer Schmarrn.Segne uns, alles geht auf die Knie nur ich greif mir wieder an den Kopf.

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mapem
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Tja body, hast wohl während des Wahlkampfes nicht aufgepasst?

Das gelbe Giebel-Kreuz hat sich die Franchising-Rechte erworben – die Schwestern und Jünger in wallende türkise Gewänder drapiert und ihnen leere gebrauchte Glyphosat-Dosen aus dem Lagerhaus zum Trommeln in die Hand gedrückt. Und zudem hat man die begeisterte Menge mit Gratis-Mosantos-Reis-Mais-Scheix bis 15. Oktober weichgekrishnat – bei nur kleinen Textänderungen:
.
“Hare Krishna – Krishna hare,
Rama - Raika,
Agrosserta ...”
.
Okay – jetzt tauscht man allerdings schon wieder die Räucherstäbchen gegen blauen Dunst – und man wird sich wundern, was sonst noch so alles anders wird. Aber wie lautet ein Slogan bei Mosantos-Seed: „Die Saat, die immer aufgeht!“ …

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Irgendeiner
7
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Ja,mapem, die Drachensaat,nur kommen keine Krieger raus sondern

realitätsentzogene Betriebswirte und die erschlagen uns,mit der chemischen Keule.Und wenn ich mehr von den Sachen verstehen würde würd ich dem da oben noch vier Handerln verpassen und Wischnu drüberschreiben, der Gott der Wischer die die Straßen füllen und die Bibliotheken leer lassen,aber man traut sich gar nicht mehr zu blödeln, sonst nehmen die es und machens als Werbung wirklich,nichts ist unmöglich.Und ja mapem,die Lage ist in Wirklichkeit todernst,eigentlich müßte schon eine Grundsatzdiskussion toben,so frei nach Schiller "Was heißt und warum erdulden wir Turbokapitalismus" denn die Schriften der Kapazunder sind weder geheim noch apokryph, die Geschichte lang und wohlbekannt und alles was ich höre ist,naja Schweigen und die werkeln fröhlich im Hintergrund und niemand erwähnt auch nur publizistisch, daß etwa Moser einem turbokapitalistischen Lobbyingverein vorsteht und eines seiner Gegenüber dem zweiten und ich will nicht enden wie die Amis.Und Webers stahlhartes Gehäuse schließt sich,
Strange days have found us
And through their strange hours
We linger alone
Bodies confused
Memories misused
As we run from the day
To a strange night of stone
Doors

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tannenbaum
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Strache treibt den unerfahrenen Kurz vor sich her, dass es nur so eine Freude ist! Was sagen die ÖVP Parteigranden dazu?

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walterkaernten
3
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MOSER

Schade, dass KURZ und STRACHE sich nicht gegen die unnötigen LÄNDER durchsetzen können.

MOSER wäre ein wichtiger mann der reformen umsetzen könnte.

Das wäre für uns steuerzahler gut.

Es sieht derzeit so aus, als doch ALLES beim ALTEN bleiben würde.
SCHADE SCHADE.

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Irgendeiner
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Moser ist der Präsident eines der drei in Österreich

agierenden turbokapitalisten Babbletanks,der wäre für die IV gut, für niemanden sonst. Aber er verhandelt die Linie eh mit seiner Gegenüberin vom Hajek-Institut
und nichts wird beim alten bleiben weils die nächste Schoxktherapie versuchen werden und die sind ausnahmslos immer schief gegangen, aber bluten werdet ihr das.

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voit60
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was

anderes war ja wohl auch nicht zu erwarten von der schwarzen Kindertruppe.

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