Pro & ContraIst die Energiewende ohne Atomkraft zu schaffen?

Um das Pariser 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, soll Europa bis 2050 komplett auf umweltfreundliche Energien umsteigen. Kann das gelingen, ohne auch die Atomkraft für Investoren als „grüne Anlageform“ freizugeben?

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Ist die Energiewende ohne Atomkraft zu schaffen?
Ist die Energiewende ohne Atomkraft zu schaffen? © APA/AFP/FABRICE COFFRINI
 

Pro

Ein Blick auf Fakten und Risiken zeigt, dass eine
nachhaltige Energiezukunft ohne Atomkraft
gestaltet werden kann und auch sollte. 

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Danke für Ihr Verständnis.

Kuan_abc
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Energiesparen

Ich denke das die Diskussion darüber in die falsche Richtung geht. Der Energiebedarf muss reduziert werden. Solange nur über Produktionsstätten gesprochen wird wird es Atomreaktoren geben, leider! Bei unseren Projekten versuchen wir zuerst die Energiebilanz zu optimieren und dann über Alternativenergie nachdenken. Zb Brutto- anstatt Nettomieten, es gibt für Vermieter keine Anreize zu optimieren.

Nora
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Der Strom aus der Steckdose

Vor Jahren hat man uns aufgefordert Strom zu sparen. Und jetzt? Jetzt haben wir plötzlich Strom im Überfluss?
Ohne Atomstrom wird es nicht gehen,leider!

Morpheus17
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Irgendwann wirds dann ein EU Verfahren gegen Ö geben

... weil wir keinen ökologischen Atomareaktor haben

Laser19
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Für den Beitrag von Herrn Pfistner muß man sich genieren,

insbesonders, da er sich als Physiker ausgibt.
Seine Fakten sind ja soweit ok und auch der Schluß, daß es eventuell sogar ohne Atomkraft geht. Dabei aber die Grundlastproblematik und die fehlende Speicherproblematik der Erneuerbaren vollkommen zu verschweigen, ist grob fahrlässig und eines Physikers unwürdig.
Natürlich könnte man die Atomkraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen, und die auszubauenden Erneuerbaren müssen ebenfalls durch zusätzliche Gaskraftwerke ergänzt werden, bis es großtechnisch möglich ist, die überschüssige grüne Energie des Sommers plakativ ausgedrückt in den Winter zu retten.

sam125
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Pro & Contra Atomkraft!?Eines MUSS uns allen klar sein,solange man gnadenlos die

Regenwälder abholzt,wird sich so die"Golfströmung"auch gravierend ändern und sich die Meeresströmung und damit auch das Weltklima nachhaltig und zum Nachteil der gesamten Welt für immer verändern!Die Klimakatastrophe wird daher leider auch nicht zum aufhalten sein!Es ist schön,wenn wir fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen wollen,was natürlich nur in Ländern möglich ist,wo keine AUTOBATTERIEEN,wie in China hergestellt werden,denn in China wird wegen der florierenden Wirtschaft(E-Mobilität!)fast täglich ein neues Kohlekraftwerk hochgefahren und die westlichen und "fortschrittlicheren" Länder verbieten bald was mit fossilen Brennstoff fährt und heizt! Daher will man leider den ATOMSTROM forcieren!Die gute Luft vom"Westen"wird durch die schlechte Luft vom "Osten",gesehen fürs WELTKLIMA,wieder aufgehoben! Schöne Aussichten für uns alle!Deutschland verbraucht ALLEIN 40 % vom Palmöl und ist so auch für die Abholzung der Regenwälder verantwortlich!RETTET UNSERE"GRÜNEN LUNGEN"

peso
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Da hat der Physiker natürlich Recht

Selbstverständlich geht es ohne Atomkraft ........aber halt nur in der Theorie.
Wenn man dem unwissenden Endverbraucher nur die Schlagwörter "wir brauchen nur Solar- und Windenergie ausbauen" hinwirft, klingt das sehr gut und natürlich logisch. Wenn man allerdings die Zahlen dafür (auch nur ungefähr) kennt, dann wird aus dem "wir brauchen nur" ein "wir müssten, aber es wird teuer, sehr teurer und der Mensch muss außerdem mit wirklichen Einschränkungen leben lernen"

schlue
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Atomstrom - wie ohne?

Leistungsstark und effektiv sind v.a. Wasserkraftwerke, Flusskraftwerke für die Grundlastabdeckung und pumpspeicherkraftwerke für die Spitzenlastabdeckung. Nur solange dafür sinnloserweise UVP notwendig sind und die Grünen alles blockieren geht hier nichts weiter. Die Politik versteift sich stattdessen auf E Mobilität, ein komplett falscher Ansatz, zuerst muss die Infrastruktur einmal grün sein.

Jeder spricht nur von der Erschließung neuer Energiequellen. Ohne Energieeinsparung wird es aber nicht gehen. Die Gesamtenergieeffizienz von alten Gebäuden müsste einmal erhöht werden, dafür sind keine neuen Technologien notwendig. Alte Fahrzeuge müssten aus dem Verkehr gezogen werden, anstatt moderne, effiziente Diesel zu verteufeln.

Ohne die großen Brocken anzugehen, wird es leider ohne Atomkraft nicht gehen in Europa. Es gibt einfach zu wenig Strom am Markt ohne Atomstrom. Und selbst dann sind wir nur ein kleiner Tropfen. Weltweit sind mehrere Hundert Atomkraftwerke in Planung und in Bau. In China geht täglich ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb.

Ernst Sittinger bringt es heute im Denkzettel auf den Punkt.

Stratusin
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Ein großer Schritt um Strom zu sparen,

wäre schon mal Kryptowährungen zu verbieten. Das Mining dafür braucht extrem viel Strom, mittlerweile kann keiner mehr Abschätzen wieviel Prozent es weltweit sind. Man weiß nur das der Verbrauch rasant steigt und es mehr ist, als man für Elektroautos benötigt. Und wofür? Am Ende des Tages wird damit im wahrsten Sinn des Wortes nur heiße Luft produziert ( die großteils wieder mit Klimaanlagen gekühlt wird) ohne das jemand was davon hat, außer ganz wenige die damit Reich werden. Da laufen Millionen von Computer 24h am Tag um nicht anderes zu machen, eigentlich nichts außer sinnlose Berechnungen.

tannenbaum
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Wenn

die europäischen Politiker auf Teufel komm raus uns zum Umstieg auf E-Mobilität zwingt und uns gut gewartete und abgasarme zwanzig Jahre junge Öl u. Gasheizungen abmontieren lässt, wobei dann die meisten durch Luft-Wärmepumpen ersetzt werden, wird am Weg zur Atomkraft nichts vorbei fahren. Das kommt mir so vor wie wenn jemand einen Kredit aufnimmt und hinterher drauf kommt, dass das ja Schulden sind, die man zurückzahlen muss.

PoetschSt
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Und die Lösung?

Bei den Zielvorgaben war man forsch. Aber jetzt kommt der Katzenjammer, da es sich schön langsam herumspricht, mit alternativen Energien alleine schafft man die Wende nicht. Mit Verzicht übrigens auch nicht!

future4you
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Ohne Verzicht wird es nicht gehen,

ohne gemeinsames Bemühen schon gar nicht. Die Atomkraft ist nicht nur nicht gelöst, sondern sündteuer und brandgefährlich. Corona zeigt uns demaskierend auf, dass die scheinbar grenzenlose technische Machbarkeit eben nicht gegeben ist. Die Auswirkungen der Gier, der Ausbeutung und Zerstörung unserer Lebensgrundlage Erde spüren wir noch nicht schmerzhaft genug. Wenn es schmerzen wird, wird es allerdings zu spät sein. Sehr wahrscheinlich würde es allen besser gehen, wenn wir weniger hätten, denn Lebensqualität und Glück haben nichts mit HABEN zu tun, sondern mit SEIN.

wjs13
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Welche Fakten zählt dieser PRO-Physiker auf?

ad 1:
"Ausbau der erneuerbaren Energien ........ ausgebaut werden muss und kann." Wunschdenken vor allem das "kann". Die Menschen lassen sich einfach nicht mehr die hässlichen lärmenden Windräder vor die Haustüre stellen.
ad 2:
Die aktuelle Situation ist ein Fakt für die Zukunft. Schreibt selbst von +51 TWh, Atom, Kohle und Gas müssen ersetzt werden. Ob er schon etwas von Dunkelflaute gehört hat? Für den gesamten Wind- und PV-Strom braucht es Alternativen/Speicher und wie die aussehen sollen verschweigt uns der liebe Hr. Pistner. Es gibt nach wie vor nur 2, nämlich Kernkraft oder Einsatz fossiler Energien, die man doch wegbringen wollte.
ad 3:
Vermutungen. Im radioaktiven Teil kann es keinen Verschleiß geben. ....das Schutzniveau auch gegen Erdbeben, Extremwetterereignisse oder Angriffe von außen anheben ..... ist Larifari, war bis jetzt ausreichend und wird es auch in Zukunft sein. Allerdings dieser „Fakt“ gehört in die Rubrik Thema verfehlt, denn es geht um Neubau und nicht um die bestehenden Anlagen.
ad 4:
Jede Art Strom zu erzeugen wird teuer. Bei den ach so billigen Windanlagen sollte man vielleicht auch die Landschaftszerstörung bepreisen, dann sieht es nicht mehr so gut aus. Außerdem werden kleinere Kernkraftanlagen in Modularbauweise "von der Stange", einmal abgenommen und genehmigt, sicher deutlich billiger ausfallen.

Es handelt sich also bei allen 4 um alternative Facts.

Lodengrün
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Auf

der einen Seite wollen wir den CO2 Ausstoß runterfahren und forcieren E-Autos auf Teufel komm raus. Auf der anderen Seite stellen wir dem Windräder entgegen. Geht diese Rechnung auf?

wjs13
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Sicher nicht

Und den Begriff Versorgungssicherheit hat Hr. Pfistner tunlichst vermieden. Warum wohl?

huckg
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Wir sind zu egoistisch, zu bequem und zu dumm

Die Energiewende "wäre" zu schaffen, wenn ...
wir wirklich wollten. Aber das würde Anstrengend sein und wer will sich schon anstrengen wenn die "Belohnung" erst die nächsten Generationen kassiert?
Um uns zu rechtfertigen kommen Argumente wie: "Es funktioniert nur global, Wir brauchen gar nichts machen, weil die Anderen machen ja auch nichts!" oder "Es ist gar nicht so schlimm, uns geht's doch so gut wie noch nie!" Oder "Die wollen uns nur was wegnehmen!"
Technisch ist die Energiewende zu schaffen, zumindest hier bei uns in Europa. Und was das Wichtigste daran wäre: Wir müssen ein Wirtschaftssystem schaffen welches auch auf aufstrebende Länder skalierbar ist. Wir können auf Dauer nicht 90% der Weltbevölkerung "klein" halten um unseren Luxus zu finanzieren. Wenn wir nicht bald Aufwachen und anfangen Umzudenken und Verantwortung übernehmen dann haben unsere Kinder kein Zukunft.

Laser19
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"Technisch ist die Energiewende zu schaffen"

Es wäre wirklich wichtig, wenn Sie der Welt erklären könnten, wie in den nächsten Jahren technisch die Energiewende zu schaffen ist, die Sie postulieren. Die ganze Welt kennt die Lösung nähmlich noch nicht.

vitruvius
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"Um das Pariser 1,5-Grad-Ziel zu erreichen,..."

...dank definiere mal Energiewende.
Um irgend ein Grad-Ziel zu erreichen wird Österreich, Deutschland, ja die ganze EU machen können was sie wollen. Selbst alles auf Null gestellt, es wird scheitern wenn das alles nicht global erfolgt. Und beim derzeit weiterlaufendem globalen Wachstum? ...vergesst es. Mit oder ohne Atomkraft.

Griesson
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@ Kleine Redaktion:

... freundlicher Hinweis > "Martin Selmayr, asdfdfhgztku"