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Polizeieinsatz Anschlag bei Gay-Pride-Parade in Tel Aviv vereitelt

Die Polizei nahm einen Mann fest, der auf dem Weg zur Veranstaltung mehrere Waffen bei sich trug. Darunter waren ein Elektroschocker und ein Würgeholz.

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© APA/AFP (Archiv)
 

Zehntausende Menschen feierten bei der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv. Mit dem Marsch am heutigen Freitag forderten die Teilnehmer gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT).

Kurz vor Beginn der Veranstaltung nahm die Polizei nach eigenen Angaben einen bewaffneten Mann aus Tel Aviv fest, der einen Angriff auf die Parade geplant hatte.

Die Stadt Tel Aviv als Veranstalter hatte rund 200.000 Teilnehmer zu der Parade erwartet. Der verdächtige Mann sei auf dem Weg zur Veranstaltung gewesen und habe mehrere Waffen für Attacken dabei gehabt, hieß es in einer Mitteilung. Darunter seien ein Elektroschockgerät und ein Würgeholz, ein sogenanntes Nunchaku, gewesen. Die Polizei teilte mit, der Mann stamme aus Tel Aviv und sei in seinen 30ern.

Viele Corona-Neuinfektionen

Aktuell dürfen wegen der Corona-Pandemie nur in begrenzter Anzahl geimpfte Touristen in Gruppen einreisen. Diese Woche waren die Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 pro Tag gestiegen. Am Donnerstag wurden laut Gesundheitsministerium 227 Neuinfizierte registriert. Am Freitag verhängte die Regierung erneut die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Dazu empfahl sie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Großveranstaltungen wie der Gay-Pride-Parade. Zuvor waren wegen niedriger Infiziertenzahlen die Corona-Beschränkungen fast komplett aufgehoben worden. Mehr als 5,5 Millionen der 9 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen auch die zweite Dosis.

Abschlussparty am Meer

In Tel Aviv sollte bei der Abschlussparty am Meer unter anderem Eden Alene, die diesjährige israelische Teilnehmerin des Eurovision Song Contests, auftreten. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung wegen der Coronakrise ausgefallen.

2015 hatte ein strengreligiöser Jude bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem eine 16-Jährige erstochen. Ein Gericht verurteilte den Mörder später zu lebenslanger Haft plus 31 Jahre.

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