Schlagabtausch im ParlamentKeine Mehrheit für Misstrauensantrag gegen Kurz

Erwartungsgemäß keine Mehrheit fand ein Misstrauensantrag gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie ein Antrag auf Ministeranklage gegen Finanzminister Blümel im Plenum des Parlaments.

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SONDERSITZUNG NATIONALRAT: KURZ/KOGLER
Im Fokus der Opposition: Kurz © APA/ROBERT JAEGER
 

SPÖ-Fraktionschef Kai Jan Krainer warf in seinem Eröffnungsstatement zu Beginn der von ihm beantragten Sondersitzung der ÖVP und dem Kanzler "einen schlampigen Umgang mit der Wahrheit" vor. So habe es sich in der Zwischenzeit als falsch erwiesen, dass im Zuge der Schredderaffäre nur Druckerfestplatten vernichtet worden seien. Heute wisse man, dass zumindest zwei Festplatten von Laptops stammen.

In der Causa Kurz dürfe die ÖVP nicht den Konsens der zweiten Republik aufkündigen, wonach jeder angeklagte Spitzenpolitiker den Rücktritt einreichen müsse. „Die rote Linie darf nicht nur für SPÖ-Bundeskanzler, sondern auch für alle Kanzler, Regierungsmitglieder oder Landeshauptleute gelten", sagt Krainer.

„Es gibt von Ihnen zwei Gesichter. Wenn die Kameras eingeschalten sind, sind Sie höflich und respektvoll. Wenn die Kameras ausgeschaltet sind, sind Sie ohne Anstand, ohne Respekt, ohne Moral. Sie erinnern mich an die Beteuerungen von Karl-Heinz Grasser.“  

Kurz: "Es geht nicht um die Wahrheitsfindung"

Kanzler Sebastian Kurz fuhr in seiner Wortmeldung gegen die Opposition schwere Geschütze auf. „Es geht nicht mehr um einen Wettbewerb der besten Ideen, es geht nur noch darum, andere zu diffamieren und zu vernichten.“ Auch im U-Ausschuss gehe es „nicht um Wahrheitsfindung, sondern um die Diffamierung des politischen Gegners“. Kurz wiederholte einmal mehr, dass er bereits zweimal von der Bevölkerung mit großer Mehrheit gewählt wurde. Und an die SP gerichtet: „Die Macht in Österreich liegt bei den Wählern.“

Rendi-Wagner: "Die Justiz entscheidet, nicht das Volk"

SPÖ-Chef Pamela Rendi-Wagner ging auf die Details nicht ein, meinte nur: „Ob Sie angeklagt werden, entscheidet nicht dieses Haus, nicht die Opposition, nicht der Bundespräsident, die Bevölkerung, sondern die unabhängige Justiz.“

Kickl: "Sie wandeln auf den Spuren des HC Strache"

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl erinnerte am zweiten Jahrestag des Ibiza-Videos an die damaligen Aussagen des Kanzlers, dass er nicht mit einem Regierungsmitglied zusammenarbeiten könne, wenn gegen dieses ermittelt werde. „Schämen Sie sich nicht angesichts der Wendehalsigkeit!“ Niemand habe der ÖVP eine Falle gestellt, es gab keinen Lockvogel, zum Verhängnis sei der ÖVP das Handy von ÖBAG-Chef Thomas Schmid geworden. „Sie haben beim Schreddern der Festplatten auf das Handy des Herrn Schmid vergessen.“ Der Kanzler wandle in Sachen Selbstmitleid „auf den Spuren des HC Straches.“

Maurer: "Hochnotpeinliches" Manöver 

Die grüne Klubchefin Sigi Maurer klagte darüber, dass der  Verfassungsgerichtshof an der Nase herumgeführt worden sei. Es sei hochnotpeinlich, dass der Finanzminister eine Aufforderung des Bundespräsidenten gebraucht habe, um die Akten an den U-Ausschuss zu liefern. Es sei nicht in Ordnung, das Parlament mit der Klassifizierung der Unterlagen  zu "papierln". Maurer berichtet auch, dass die Dokumente nun auch auf digitalem Wege ans Parlament geliefert werden sollen. 

Keine Mehrheiten

Für die Opposition brachte der Freiheitliche Christian Hafenecker einen Misstrauensantrag gegen Blümel ein, der am Ende der Sitzung mit Koalitionsmehrheit abgeschmettert wurde. Der Misstrauensantrag der FPÖ gegen Kanzler Kurz fand außerhalb der eigenen Reihen keine  Unterstützung.

Ausgangslage für die Sondersitzung

Eigentlicher Anlass für die außertourliche Zusammenkunft am Montag war, dass Finanzminister Gernot Blümel Unterlagen erst an den U-Ausschuss geliefert hatte, nachdem der VfGH Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Exekution aufgefordert hatte. Die Opposition will hier eine Ministeranklage gegen Blümel einbringen, die aber wie in solchen Fällen üblich so gut wie keine Erfolgsaussichten hat. Inzwischen ist noch die möglicherweise bevorstehende Anklage gegen Kurz wegen angeblich falscher Zeugenaussage vor dem U-Ausschuss hinzugekommen. Zumindest die FPÖ erwägt einen Misstrauensantrag gegen den Kanzler, den ein ähnliches Schicksal wie jenen zur Ministeranklage ereilen dürfte. 

Wann sind Konsequenzen angebracht?

Diskutiert wird derzeit vor allem, wann Konsequenzen angebracht wären. Kurz bekräftigte, dass er auch im Fall der Anklage nicht an Rücktritt denkt.

  • Sebastian Kurz selbst geht von einer Anklage aus, rechnet aber mit einem Freispruch.  Einen Rücktritt schon bei Anklage schließe er "definitiv aus".
  • ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger hält einen Rücktritt auch im Falle einer Verurteilung nicht für nötig.
  • Die Grünen vermieden bisher eine Festlegung: "Jetzt sollen einmal die unabhängigen Staatsanwälte arbeiten", so Vizekanzler Werner Kogler.
  • Auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wich dem in der ORF-Reihe "Im Journal zu Gast" aus: Jetzt sei "nicht Zeit über irgendwas zu spekulieren", jetzt müsse die Justiz prüfen und die Grüne Justizministerin Alma Zadic sei "Garant, dass nix daschlogn wird".
  • Eine "rote Linie" wäre ein Strafantrag für die SPÖ: "Eine Anklage wäre mit der Amtsfähigkeit nicht vereinbar", sagt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Dies sei unabhängig von Partei oder Amt, und gelte daher auch für ihren Parteifreund, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, gegen den wegen des Verdachts der Falschaussage im Commerzialbank-U-Ausschuss ermittelt wird. „Und es würde auch für mich selber gelten.“
  • Der SPÖ-Fraktionsführer im Ibiza-U-Ausschuss, Jan Krainer, formuliert: „Ein Kanzler kann nicht gleichzeitig auf der Regierungs- und auf der Anklagebank sitzen.“
  • Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hielt sich bei der Rücktrittsfrage auffällig zurück. Eine Anklage gegen einen Kanzler wegen vermeintlicher Falschaussage im U-Ausschuss wäre "das erste Mal in der Zweiten Republik. Von daher wäre das eine sehr ernste Situation", sagte er nur - und schloss für den Fall einer Neuwahl eine Koalition mit der ÖVP nicht aus.
  • Er könne sich "beim besten Willen nicht vorstellen, dass Kurz bewusst die Unwahrheit gesagt hat im U-Ausschuss", sagt der von der ÖVP in die Regierung geholte unabhängige Arbeitsminister Martin Kocher. Für Spekulationen über Konsequenzen sei es "viel zu früh".
  • Aus Sicht der FPÖ kann der Kanzler "im Falle einer Anklage mit seinem Team nicht länger im Amt bleiben", betonte Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Entlastungsgutachten: Anklage unwahrscheinlich?

Das Kanzleramt selbst unternahm gestern eine Entlastungsoffensive: Ein Gutachten des Strafrechtsexperten Hubert Hinterhofer kommt zum Schluss, dass eine Anklage unwahrscheinlich sei, weil sich den bisherigen Mitteilungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) kein dringender Tatverdacht entnehmen ließe, wonach der Kanzler im U-Ausschuss absichtlich und aktiv die Unwahrheit gesagt habe. Der Tatverdacht wäre aber Voraussetzung dafür, dass eine gewisse Verurteilungswahrscheinlichkeit – und damit die Basis für eine Anklage – gegeben sei. Die WKStA-Ausführungen seien „spekulativ und unterstellend“.

Das Gutachten zitiert Passagen wie "mit 'er' dürfte aus dem Gesamtkontext offenbar Sebastian KURZ gemeint sein", "lässt darauf schließen, dass auch Sebastian KURZ dieses Dokument bekannt sein musste" oder "mit dem "sideletter" ist offenbar die Einigung zwischen Mag. SCHIEFER und MMag. SCHMID gemeint", die auf "spekulative Schlussfolgerungen" der WKStA schließen ließen. Eine Verurteilungswahrscheinlichkeit in Bezug auf eine falsche Beweisaussage sei bei jenen Passagen in der Mitteilung der WKStA, in denen sie Spekulationen darüber anstelle, wie die wahre Sachlage gewesen sein könnte, von vornherein zu verneinen.

Es seien auch Zweifel daran angebracht, dass der Kanzler vorsätzlich falsch ausgesagt habe, da „ihm klar sein musste“, dass dies „unweigerlich eine Strafanzeige nach sich gezogen hätte“, was auch laufend angekündigt worden sei. Wenn aber seine Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss seiner subjektiven
Wahrnehmung nach tatsächlich die Geschehnisse rund um die Bestellung des Vorstandes und der Aufsichtsräte der Beteiligungsgesellschaft korrekt wiedergegeben haben, so hätte er ohne Vorsatz gehandelt.

Experte in ZiB2: Auch Diversion unwahrscheinlich

Etwas anders sieht das der Vorstand des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht an der WU Wien, Robert Kert. Im Interview mit der Zeit im Bild 2 sagt er, er könne sich vorstellen, dass die WKStA einen Strafantrag stelle, weil sie der Meinung sei, dass die Causa gerichtlich geklärt werden müsse. Ob es auch zu einer Verurteilung kommen könnte, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so Kert. Die Staatsanwaltschaft müsse noch den Beschuldigten und weitere Zeugen befragen, dass könne noch mehrere Monate dauern. Eine Diversion hält Kert derzeit nicht für wahrscheinlich, einerseits weil der Sachverhalt noch nicht geklärt ist, andererseits wegen der generalpräventiven Wirkung.

Strafrechtsexperte zu Kurz-Ermittlungen

Ausgangspunkt Ibiza-Ausschuss

Ausgangspunkt für die aktuellen Entwicklungen ist die Arbeit im Ibiza-Untersuchungsausschuss. Unterschiedlicher in Bezug auf deren Bewertung könnten die Auffassungen nicht sein: Für Jan Krainer, SPÖ-Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss, hat der Ausschuss "viel Überraschendes" zu Tage gefördert. Es sei sein sechster U-Ausschuss, und einer der erfolgreichsten U-Ausschüsse überhaupt.

"Man ist am Schluss viel klüger als zu Beginn", erklärte Jan Krainer in der Sendung "Hohes Haus".  Begonnen habe es mit dubiosen Verbindungen der Novomatic zu FPÖ-Funktionären.

"Wie Weihnachten und Ostern zugleich"

Heute wisse man, dass die Verbindungen von ÖVP-Leuten zur Novomatic viel dichter gewesen seien, dass diese unter der Ägide des Finanzministeriums mit Hartwig Löger "hinter dem Rücken der FPÖ" ein Gesetz vorbereitet hätten, das für die Novomatic "wie Ostern und Weihnachten zugleich" gewesen wäre. "Zum Tanzen gehören eben immer zwei", so Krainer, "zum Tango corrupti auch".

ÖVP-Mandatar Klaus Fürlinger, seines Zeichens auch Anwalt, sieht die Lage naturgemäß weniger dramatisch. Für ihn "hat der Ausschuss nichts hervorgebracht, was wesentlich ist", es habe daher keinen Sinn, ihn über Mitte Juli hinaus zu verlängern. Krainer ist selbstredend für eine Verlängerung "auf jeden Fall".

Grüne warten ab

Entscheidend für eine Mehrheit werden die Grünen sein, und Vizekanzler Werner Kogler ließ bereits erkennen, woher der Wind weht: Man werde nicht unbedingt einer Verlängerung zustimmen, "weil wir können ja eh jederzeit einen neuen Ausschuss einsetzen". Spricht: Mann will es sich mit der ÖVP nicht verderben, hält sich aber offen für eine Mehrheitsbildung mit der Opposition, wenn damit grundsätzlich der Aufklärung gedient ist.

 

Kommentare (99+)
SoundofThunder
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🤔 Ist es möglich?

Ob Österreich aus dem Knast heraus regiert werden kann?😏

voit60
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Na h dem Vorwurf,

dass wenige türkise Minister anwesend sind, sind jetzt ein paar schnell her geordert worden, unter anderem Löwinger Eli.

Lodengrün
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Man beobachte Herrn Blümel

Zumeist mit dem Handy beschäftigt gibt er sonst in der übrigen mit jeder Geste den Hinweis wie widerlich diese Reden und Leute der Opposition ihm sind. Er sitzt halt da weil er muss.

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Und

war das ein Reisekatalog, den er da besichtigt hat ?

voit60
31
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Es geschehen noch Wunder,

dass ich den Blauen einmal zustimme. Gefallen hat mir, dass er meint, es muss keine Neuwahl gemacht werden, um diese Türkisen aus der Regierung zu vertreiben. Es gibt im Parlament auch andere Möglichkeiten, die den Türkisen überhaupt nicht schmecken würde, nämlich andere Mehrheiten.

SagServus
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Es gibt im Parlament auch andere Möglichkeiten, die den Türkisen überhaupt nicht schmecken würde, nämlich andere Mehrheiten.

Das Spiel kann man machen, wenn man Neuwahlen ausgerufen hat.

Keine Neuwahlen ausrufen und eine Grün-Rot-Pinke Minderheitsregierung unter Duldung der FPÖ zu veranstalten, hilft den Türkisen mehr als den anderen Parteien.

voit60
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Sicher nicht

Da kann dann der türkise Sumpf trocken gelegt werden. Da kann dann wirklich geprüft werden, wohin die Milliarden der Corona Hilfen gewandert sind. Da können dann die Schwarzen Ministerien gelüftet werden. Nach 34 Jahren an der Zeit.

SagServus
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...

In der Zeit legens erstens nix trocken und die ÖVP kann noch lauter auf der Opfergeige spielen.

Noch dazu kann man dann genüsslich ausschlachten, dass sich Grüne und SPÖ, nur um die ÖVP zu verhindern sogar mit der FPÖ ins Bett legen und dazu sogar Neuwahlen verweigert damit der Bürger entscheiden kann.

Keine der derzeitigen Oppositionsparteien hat eine Person, die hier Kurz entsprechend kontra geben könnte und glaubhaft darlegen könnte, wieso man keine Neuwahlen macht.

Also nein. Diese Variante ist für die Opposition die gefährlichste.

X22
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Was macht Kurz besonders ?

Ich finde nichts, was ihm irgendwie mehr qualifizieren würde als andere.
Eher im Gegenteil, es gibt mehrere die besser qualifiziert wären als Kurz.

SagServus
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P.S.:

Abgesehen davon, dass bei so einem Spiel VdB sicher nicht mitspielen wird und der Bitte zur Auflösung des Nationalrats durch die Regierung sicher nicht verweigern wird nur um direkt jemand anders mit den Regierungsgeschäften zu beauftragen.

voit60
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In über 3 Jahren

Sollte wohl genug Zeit sein.

voit60
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Zu fürchten wäre jedoch,

dass der Kurz dann wieder antritt, denn am Arbeitsmarkt wäre der Ungelernte schwer vermittelbar.

SagServus
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Zu fürchten wäre jedoch, dass der Kurz dann wieder antritt

Natürlich wird Kurz dann wieder antreten und sich Land auf Land ab als Opfer hinstellen.

Oder glaubens leicht wirklich, dass der sich dann sagt "gut, die wollen mich wirklich nicht im Parlament, ich hör auf"?

voit60
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Nach der Rede der Maurer

Bei der es ihr sichtbar sehr schwer fiel hat man das Gefühl, dass alle Parteien im Parlament gegen diese türkise Truppe ist.

Civium
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Frau Maurer, das war eine gute

Rede. !

KatharinaXII
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Es ist unglaublich........

was in unserem Land politisch abgeht. Ich kann nur jedem die letzte Satiresendung von Jan Böhmermann ans Herz legen, sich zu verinnerlichen und bei der nächsten Wahl zu reagieren. Das grosse Problem ist jedoch, die Alternativen sind ebenfalls eine Katastrophe. Wir haben ein wunderschönes Land, die letzten Jahrzehnte lebten wir in Sicherheit, Freiheit und Wohlstand. Solitarität war noch spürbar. Jetzt geht alles irgendwie verloren............

SoundofThunder
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Tja

Wenn Jan Böhmermann über die ÖVP berichtet ist es mittlerweile keine Satire mehr sondern eine Dokumentation. Nur mehr das Ausland kann über unsere Regierung noch lachen.

Stony8762
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Krainerchen

Tu nicht so, als wäre die SPÖ für Wahrheitsliebe bekannt!

mahue
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Manfred Hütter: Verweis auf Bürger

Nach 50 Minuten frage ich mich, welche Bürger Krainer, Kickl und Co. Fragen stellen, welche Bürger? Habe schon lange keinen Nationalrat öffentlich auftreten sehen. Sind nur bei Parteifestln mit ausgewählter Bürger und wenn es gratis Getränke und Essen gibt. Sollen nicht von der Mehrheit der österreichische Bürger sprechen, weil die lassen sich von einer Partei nicht einvernehmen. Und Kickl hat nach der Hälfte der Redezeit 2 Ordnungsrufe. Und den Spruch mit dem Krug und Brunnen kann er vergessen, weil er wird vorher politisch einbrechen und versinken.

Patriot
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@mahue: Ein Ordnungsruf vom Herrn Präsidenten Sobotka

hat in der Zwischenzeit überhaupt keine Bedeutung mehr!
Denn Sobotka hat zur Genüge bewiesen, dass er nicht in der Lage ist, das Amt des Nationalratspräsidenten und des Vorsitzenden des U-Ausschusses objektiv und neutral auszuüben.

mahue
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Manfred Hütter: Zitierung in Reden Patriot und Graz

Mir platzt der Kragen, wenn mir Politiker unterstellen ich gehöre zur "Mehrheit der Bürger", auch andere die diesen beliebten Begriff in Parlamentsdebatten verwenden, mit welchem Recht. Wer die Mehrheit ist werden sie bei Wahlen sehen, aber nicht mit geflügelten Vermutungen.
So ist es bei uns in Kärnten und glaube auch in der Steiermark.

Mein Graz
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@mahue

Hat was mit meinem unten stehenden Posting zu tun?

Mein Graz
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@mahue

Hm.
Deine Aufforderung vor 45 Minuten:
"Fernseher einschalten ORF III Und die Sondersitzung mitverfolgen, was die Redner von sich geben, aber ohne Parteibrille, und am Abend einen Kommentar schreiben."

36 Minuten später gibst du ein Statement mit Türkis/Schwarz-gefärbter Brille ab.

Findest du dich selbst glaubwürdig?

Stony8762
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---

Es braucht nur eine Minipartei, die schreit, damit manbei der plärrenden Meute als schuldig gilt. Zumindest in diesem Punkt ist Österreich im finsteren Mittelalter steckengeblieben.

werner.soelkner
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Kurz hat der Republik nicht geschafet

Im Gegensatz zu Fr. Meinl-Reisinger behaupte ich, dass einzig die Oppositionsparteien mit ihrer Anzeigenflut gg. der Regierung und mit ihren laufenden Beschmutzungen dem Ansehen Österreichs schaden. Wenn die Oppositionsparteien nichts anderes zu tun haben, so darf es einen nicht wundern, dass Österreich als Bananenrepublik bezeichnet wird. Wenn hier wer zurücktreten sollte, dann vor allem Fr. Meinl-Reisingrr und Hr. Kickl.

X22
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Das klingt so kehr ma alles unterm Teppich

und spielen heile Welt,

Mein Graz
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@werner.soelkner

Hast du in letzter Zeit ein wenig ins Ausland gehorcht?
Ich schon.
In Deutschland sind Kurz & Co. sogar bei denen, die ihn uns mit Handkuss vor 2 Jahren noch abgenommen hätten heute unten durch. Die wollen ihn nicht einmal mehr geschenkt - und Österreich ist zur Lachnummer verkommen.

Balrog206
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Was

Die Deutschen wollen interessiert genau wen ??

Stony8762
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werner

...nicht geschafet...? 😊 Ich weiss, ein Fipptehler.😝

hbratschi
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stony,...

...deine kommentare sind noch nie meines gewesen, aber der war witzig. weiter so...

Civium
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Mir kommen die

Tränen.

mahue
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Manfred Hütter: Fernseher einschalten ORF III

Und die Sondersitzung mitverfolgen, was die Redner von sich geben, aber ohne Parteibrille, und am Abend einen Kommentar schreiben. Erinnert mich an unsere pro und kontra-Posts.

HRGallist
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Sondersitzung sb 13 Uhr

Jetzt werden „unabhängige“ parteinahe Gutachter beschäftigt. Aus welcher Kasse werden die üppig für ihre Mühe belohnt? Etwa aus der vom Steuerzahler bezahlten, von den Parteien selbst festgesetzten und zwangsweise eingetriebenen höchsten Parteienförderung Europas oder aus der „Privatschatulle“ des jeweiligen Auftraggebers?

SoundofThunder
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Macht braucht Kontrolle

Das gilt heute mehr denn je!

hbratschi
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"willst du den charakter...

...eines menschen erkenn, dann gib ihm macht" (abraham lincoln). das hat im fall kurz prächtig funktioniert. leider (für uns alle) steigt er dabei nicht sonderlich gut aus...

Stony8762
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hbratschi

Den Charakter sieht man auch, wenn man ihm die Macht nimmt! Sieh dir Kickl & seine FPÖ an! Sag bloss, die steigen da besser aus! Die kommen aus ihren Schreikrämpfen nicht mehr raus!

Gotti1958
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Stony

Keine Angst, die türkisen haben den Hanger. Der schafft auch noch den Kickl.

Mein Graz
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@Stony8762

Mit einem Unterschied: die Blauen hatten noch nie Charakter.
Kurz hingegen hat den Österreichern vor der Wahl einen "neuen Stil" versprochen. Er hat nur nicht dazu gesagt, dass dieser Stil mit Ungeheuerlichkeiten gepflastert ist.

mobile49
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@Mein Graz

aber charakter ?
hatte er den ?
da kommen mir arge ..............
ironie off

Mein Graz
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@mobile49

Nein, hatte m.E. auch Kurz nicht. Das sah ich schon nach der Demontage von Mitterlehner, die mehr als ekelhaft abgelaufen ist.

Leider ist es jedoch so, dass die Kurz-Hörigen dem BK noch immer nachsagen charakterlich gefestigt zu sein, denn er ist ohne Fehler - nur "die anderen" sind schuld und er ist das Opfer.

gehtso
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wie jetzt?

"Das Kanzleramt selbst unternahm gestern eine Entlastungsoffensive: Ein Gutachten des Strafrechtsexperten Hubert Hinterhofer kommt zum Schluss, dass eine Anklage unwahrscheinlich sei, ...."
-Beauftragt das Kanzleramt mit öffentlichen Mitteln einen Gutachter noch VOR der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ob überhaupt Anklage erhoben wird?
-Müssen wir jetzt die mit der "Verteidigung" beauftragten Mitarbeiter des Kanzleramtes, zusätzlich zu seiner Beratertruppe, aus dem Staatshaushalt finanzieren?
-Wollte der geliebte Kanzler die Justiz nicht IN RUHE arbeiten lassen?

SoundofThunder
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So ist es

Der Kanzler denkt nicht daran die Justiz in Ruhe arbeiten zu lassen. Er führt geradezu einen Kleinkrieg gegen die Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Stony8762
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Sound

Jeder hat das Recht, sich selbst zu verteidigen!

SoundofThunder
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😏

Regierungsbank oder Anklagebank. Die Türkisen kennen den Unterricht eh nicht.

Stony8762
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Sound

Unterricht? Jaja, Montag und der Überhänger. Oder ist die Autokorrektur scheibe.

lieschenmueller
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Frage

Wer tut sich eine solche Übertragung an? Also als Zuseher?

Um zu wissen, was los ist - und das ist wahrlich nicht unwichtig - muss ich auf Geschriebenes hier zurückgreifen. Mit Bild und Ton schwierig - ab einem gewissen Alter muss man seine Magennerven gut behandeln und mit seinem seelischen Gleichgewicht freundlich umgehen.

Obwohl - letzteres ist robuster als in jüngeren Tagen. Jetzt MUSS ich fast nichts mehr, sondern KANN ....

pescador
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Das frage ich mich auch

Mir hängt das gegenseitige Gekeife, sowohl hier im Forum als auch im Parlament und auch in TV-Diskussionen zum Hals raus. Würden alle Beteiligten ihre Energie und Zeit für den Fortschritt des Landes einsetzen, wäre uns allen wesentlich mehr geholfen.

lieschenmueller
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"sowohl hier im Forum"

Stimmt. Obwohl Sie und ich Mitbeteiligte in dem sind ;-)

pescador
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Ich hab mir vorgenommen

mich bei diesem Polit-Kasperltheater nicht mehr zu beteiligen. Das heißt aber nicht, dass ich das politische Geschehen in Österreich nicht mitverfolge.

hbratschi
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obwohl du dich nicht beteiligst, pesador,...

...beteiligst dich. dieses lustige "ich bin fort, ich bin wieder da" - spiel. kennen wir aus der vergangenheit...

lieschenmueller
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Beteiligt sind wir ohnehin nur indirekt, also mit unserer getippten Meinung

Könnten unter Umständen aber als Vorlage für Strategien hergenommen werden. Weil wo könnte man sich ausgiebiger bedienen als in Foren? Berücksichtigt natürlich die jeweilige Richtung der Poster, die im Rosafarbenen anders ist gegenüber dem, was man adeligen Häuptern aufsetzt. Von den Gratisblättern ganz zu schweigen, vorausgesetzt in denen gibt es überhaupt die Möglichkeit, seine Präferenzen schriftlich auszuleben. Weiß ich nämlich nicht.

Der Leseranteil gibt dann vielleicht eine Vorlage in Bezug auf Förderungen.

PS: Hier im Kleine Zeitungforum hält es sich für mein persönliches Empfinden ziemlich die Waage. Also ob man DIE mag, oder JENE, oder GAR KEINE usw.

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