Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Mitten im LockdownAnschobers Ausblick: Mehr Testungen, Maske im Freien, dann der Impfschutz

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hält heute Bilanz über das Corona-Jahr und gibt einen Ausblick darauf, was im kommenden Jahr zu erwarten ist. Die Zahl der Corona-Toten stieg mit dem heutigen Tag auf über 6.000.

CORONA: PK NACH DEN ERSTEN COVID-19-IMPFUNGEN IN OeSTERREICH
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Jahresrückschau und Ausblick auf das Jahr 2021 - das ist der Titel der Bilanzpressekonferenz des Gesundheitsministers. Es war ein Jahr, das völlig anders verlief als Rudolf Anschober (Grüne) es wohl erwartet hatte. Ein Jahr, in dem ein Krisenszenario das andere jagte und all das, was Anschober vorausschauend im Bereich Gesundheit und Soziales geplant hatte, über den Haufen warf.

Am Tag zuvor hatte Anschober die Impfkampagne präsentiert und Hoffnung gegeben. Hoffnung darauf, dass ab Mai wieder ansatzweise ein normales Leben möglich sein könnte und wir uns nicht vor dem nächsten Winter fürchten müssen.

Die Zahl der Corona-Toten stieg mit dem heutigen Tag auf über 6.000:

Trauriger Rekord

  • Am Montag lag die Zahl jener, die an oder mit Corona verstorben sind, noch bei 5.931, heute bei 6.059.
  • Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aber sehr stabil zwischen 148 und 155.
  • Das Ziel für die nächsten Wochen sei es, die Sieben-Tages-Inzidenz auf einen Wert unter 100 zu bringen und einen Reproduktionsfaktor von 0,8 zu halten.
  • Bei den Intensivbetten will Anschober auf eine Belegung von 200 Corona-Betten kommen (derzeit 411).

"Das Jahr war ein sehr schwieriges Jahr, für uns alle, in Österreich, in Europa und darüber hinaus", begann Anschober. "Es war ein Jahr der Veränderung, der Sorgen, des Verzichts, der Ängste, aber auch des Zusammenhalts und der Solidarität, das hat uns stark gemacht." Herausfordernder hätte dieses Jahr für einen Gesundheits- und Sozialminister nicht sein können.

Das Gesundheitsministerium sei das Steuerungszentrum der Bekämpfung der Pandemie, die Mitarbeiter hätten im zu Ende gehenden Jahr enormes geleistet:

  • 149 Verordnungen, die meisten zu Covid-19. "Ja, 3 bis 4 sind vor dem Verfassungsgerichtshof gelandet, eine ist wirklich nicht gelungen, aber es waren 149!"
  • 12 Bundesgesetze und unzählige Erlässe
  • 676 schriftliche Anfragen, die man beantwortet habe, die meisten davon bestehend aus 10 - 15 Einzelfragen
  • 132.434 Anfragen, die die Bürgerservicestelle im Haus beantwortet habe, davon 49.000 mit konkreten Telefongesprächen

Die Ziele für die kommenden Wochen:

  • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem harten Lockdown noch einmal erheblich zu reduzieren
  • Das Kontakt-Personen-Management umfassend zu digitalisieren und jetzt, in Zeiten niedrigerer Zahlen, auch zu beschleunigen
  • Den Mund-Nasen-Schutz auszubauen: Am Arbeitsplatz ist er ja bereits Pflicht, an der Verordnung für die Vorschreibung im Freien werde gearbeitet
  • Die Testungen zu intensivieren und damit Patienten ohne Symptome aus dem Infektionszyklus herauszuholen
  • Die Covid-Schutzimpfung auszurollen und ab April damit in die Breite zu gehen. Ein zweiter Impfstoff sei kurz vor der Zulassung, "der 6. Jänner wäre ein gutes Datum". Mit dem Impfstoff von AstraZeneca sei im Februar zu rechnen.

Folgende Schwerpunkte nimmt sich Anschober für das Arbeitsjahr 2021 vor:

  • Weitere Bekämpfung der Pandemie
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit der EU, "die EU wird gestärkt aus der Krise hervorgehen": Es gebe viele Kooperationsprojekte im Sozial- und Gesundheitsbereich, ebenso im Tier- und Konsumentenschutz - hier nannte Anschober Sammelklagen als Beispiel
  • Fortführung der Organisationsreform im Ministerium
  • Ausbau der psychosozialen Versorung
  • Novelle des Mutter-Kind-Passes
  • Ausrollung des elektronischen Impfpasses innerhalb der ersten drei Monate des Jahres - viel schneller als geplant
  • Umfassende Pflegereform mit Ausbildung, Umschulung und Zurückholung von Pflegekräften
  • Bekämpfung von Kinder- und Altersarmut
  • Nationaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderung
  • Stärkung des Konsumentenschutzes mit Absicherung des VKI
  • Verschärfung der Vorschriften für Tiertransporte und Ausbau tierfreundlicher Haltungsformen vor allem im Bereich der Schweinezucht

Zwischenbilanz über Corona-Hotline

Auch das Bundesministerium für Finanzen zog eine Zwischenbilanz über die Corona-Hotline, die im April 2020 eingerichtet wurde, um heimische Unternehmen zu beraten und zu unterstützen. Mehr als 150.000 Anfragen per E-Mail und Telefon habe man verzeichnet. 99 Prozent der Fälle hätten schon beim Erstkontakt gelöst werden können. Die durchschnittliche Wartezeit für Anrufer habe nur 30 Sekunden betragen.

Die Fragen würden im Schnitt binnen zwei Minuten beantwortet, wobei der Großteil der Anrufe aktuell den Umsatzersatz und den Fixkostenzuschuss betreffe. Zu Beginn der Krise wurden vor allem Fragen zum Härtefallfonds, dann zu den Hilfskrediten und Garantien sowie zur Kurzarbeit gestellt.

Die Hotline (Tel.: 050 233 770) ist von Montag bis Donnerstag von 07:30 bis 15:30 Uhr und am Freitag von 7:30 bis 12:00 Uhr erreichbar, zusätzlich können auch schriftliche Anfragen via Kontaktformular auf der Website des BMF oder unter der E-Mail-Adresse corona.hotline@bmf.gv.at gestellt werden.

Kommentare (49)
Kommentieren
wippel41
29
7
Lesenswert?

Quelle

Und wenn sie hundertmal ihre Beiträge kopieren werden sie nicht wahrer.

Expat
6
19
Lesenswert?

@wippel, Ich bin bei Gott kein Fan vom Peter Pilz

aber ich habe festgestellt, dass der Mann, woher auch immer, sehr gute Infos bekommt.

VH7F
5
36
Lesenswert?

Die Ziele für die kommenden Wochen hätte er sich im Sommer 2020 setzen sollen

nicht erst jetzt? Was haben wir für eine Verwaltung? 50 Mrd stehen zur Verfügung und die machen nichts?

derhannes
18
20
Lesenswert?

Verantwortung

Es ist sehr einfach, die Verantwortung, die alle tragen, auf die Politik abzuwälzen. Ich denke, alles ist immer ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren, wovon die Politik eine ist.

Anndrea
12
27
Lesenswert?

Werde mich impfen lassen,

wenn mir einer sagen kann, wer für mögliche Schäden/Nebenwirkungen verantwortlich gemacht werden kann. Ich meine damit nicht die normalen, geplanten Impfreaktionen des Körpers wie zu Bsp. Fieber.

Ist es der Impfstoffhersteller, der wie bei einer Produkthaftung die Verantwortung übernehmen muss? Oder ist es der Österreichische Staat der einspringt?

aToluna
2
7
Lesenswert?

Mögliche Schäden/Nebenwirkungen

Niemand außer Sie selbst, die Impfung ist ja freiwillig. Vor der Impfung werden Sie über mögliche Schäden/Nebenwirkungen aufgeklärt, und mit Ihrer Unterschrift erklären sie sich damit einverstanden es ist Ihnen auch bewußt, das mögliche Schäden/Nebenwirkungen auftreten können, und somit hat sich jede Haftung erledigt. Anders wäre es bei einer Impfpflicht.

Anndrea
1
4
Lesenswert?

@aToluna

Und wer haftet bei einer Impfpflicht?

Bill Gates hat im Frühjahr in einem Interview dieses Jahres gemeint, die Staaten sollten für die Schäden aufkommen. Aber die momentane Regierung in Österreich will dies aber nicht und hat deshalb den Antrag einer Oppositionspartei dazu bereits 2x abgelehnt.

Normalerweise haftet ein Hersteller für sein Produkt , nur hier hat sich die Pharmaindustrie "befreien" lassen.

unterhundert
0
3
Lesenswert?

Wer haftet,

Kein Mensch, da Sie vor der Impfung , so wie heutzutage üblich für jeden Schmarrn Ihre Unterschrift auf ein jeweiliges Papier geben müssen.

Hazel15
0
3
Lesenswert?

Wer haftet bei einer Impfpflicht?

Wer wohl, immer, der sie anordnet. Ja, dafür gibt es bei jedem Medikament einen Beipackzettel. wo alle bekannten Nebenwirkungen angegeben sind. Wenn Sie den gelesen haben und trotzdem das Medikament einnehmen, sind Ihnen die Folgen bewußt. Zweitens liegt die Verantwortung bei Ihrem Arzt, der entscheidet, ob es für Sie geeignet ist. Nicht jedes Medikament ist für jeden geeignet. So sichern sich Pharmafirmen ab. Anders bei einer Notzulassung wie in den USA und GB. da könnte man bei Nebenwirkungen und Schäden, den Staat dafür verantwortlich machen.

ralfg
25
11
Lesenswert?

.

Extreme Impfschäden 0.1-0.2 von 1 millionen Geimpften.
Coronatote in Österreich 660 von 1 Million Leuten.
Dummheit von Impfgegnern 1 Million von 1 Million Impfgegnern.

Für den statistisch 1 mit hohen Impfschaden wenn sich ganz österreich impfen lässt gibt es Gesetze die eine lebenslange Versorgung sicherstellen.

urbanisting
4
12
Lesenswert?

Die Glaskugel ist wieder en vogue

Extreme Impfschäden auf 1 Million hochgerechnet nach 3 Tagen nach gerade 10.000 Impfungen? Gratuliere! Und wenn Du schon dabei bist , schick mir auch gleich die Lottozahlen von 2025. Danke

ralfg
2
0
Lesenswert?

.

Man hat 200 Jahre Aufzeichnungen über Impfungen die gibt es nicht erst seit 2020 sondern tatsächlich schon seit 200 Jahren. Die meisten Schäden von Früher (unsaubere Nadel Hygiene falsche Methode(luftimpfung) allergieauslösende Nebenstoffe... ) gibt es nicht mehr. Experten können Schäden abschätzen. Idr. hat ein Facharzt oder ein hab. Professor 12 Jahre Schulbildung und 12 Jahre reine Berufsausbildung. Aber im Internet wissen irgenwelche Leute die 2-3 Infografiken angeschaut haben alles besser.

scionescio
1
1
Lesenswert?

@ralf: wie du auf 12 Jahre Berufsausbildung bei einem Facharzt kommst, ist mir schleierhaft - oder meinst du die Durchschnittsdauer, weil sie im Studium bummeln ...

... aber selbst diese Ausbildung ist absolut wertlos, wenn etwas Neues erforscht wird und es nicht ausreichend getestet wird.
Selbst im viel einfacheren technischen Bereich, werden Produkte in verschiedenen Situation ausgiebig getestet, bevor sie auf den Markt kommen - da reicht es auch nicht, dass ein Entwicklungsingenieur mit langer Berufserfahrung hinschaut und meint, es wird schon passen ...

scionescio
3
9
Lesenswert?

@ralfg: deine Zahlen bzgl extremen Impfschäden belegen eindeutig, dass es viel vernünftiger ist, sich impfen zu lassen als sich dem Risiko einer Krankheit auszusetzen ...

... allerdings beruhen deine Zahlen auch auf Impfstoffen, die zuvor lange getestet wurden und das ganze Verfahren aus guten Gründen mehrere Jahre gedauert hat - da genau das für die Impfstoffe gegen COVID-19 nicht gilt, ist es unredlich, mit diesen Zahlen zu argumentieren - allein schon, weil in den Versuchen nicht Millionen unterschiedliche Menschen aller Altersgruppen, Rassen, mit Vorerkrankungen, mit Allergien, die schwanger waren, hohen Blutdruck, Diabetes, Übergegewicht, Raucherlungen, etc haben, getestet wurden, sondern ein paar Zig-Tausend gesunde und durchgecheckte Probanden zwischen 16 und 55 Jahre.

ralfg
4
0
Lesenswert?

..

Man testet Impfungen nur so lange weil es nicht notwendig ist die Präperate schnell auf den Markt zu bringen und weil paralell laufende und beschleunigte Studien exponentiell mehr kosten verursachen. Wennst ein zwei Jahre Vorlaufzeit für eine Studie hast, ist das natürlich deutlich billiger durchzuführen.
Die Impfungen die in den letzen Jahren zugelassen wurden sind fast nur neue Versionen und Kombipräperate von bereits existierenden Impfungen. Da braucht es keine Eile :) Die Zulassung von den Covid Impfungen durchlauft die gleichen Prozesse wie jede andere Impfung nur das die deutlich teurer ist.
und Medikamente werden grundsätzlich nie bei allgemeinen Risikogruppen getestet weil das ethisch nicht vertretbar ist. Aber eben für Risikogruppen ist der Nutzen deutlich über dem Risiko.

scionescio
1
1
Lesenswert?

@ralf: das ist mit Abstand der größte Blödsinn, den ich in letzter Zeit gelesen habe ...

... es wundert mich, dass so ein an den Haaren herbeigezogenes Elaborat nicht sofort gelöscht wird.
Deiner Meinung nach ist es also ethisch nicht vertretbar bei kleinen Risikogruppen vorher zu testen, sondern es ist ethisch viel besser, gleich Millionen damit zu impfen und dann zu schauen, was mit ihnen passiert - echt jetzt?
Erklär mir bitte auch, wie man den Test auf Langzeitfolgen (deshalb laufen die anderen Zulassungen über Jahre!) auf ein paar Wochen abkürzen kann - ohne Zeitmaschine wird das nicht funktionieren ....
Wie kannst du behaupten, dass der Nutzen deutlich über dem Risiko liegt, wo das Risiko nicht einmal getestet wurde?

kukuro05
74
7
Lesenswert?

Frage:

gibt es eigentlich im Moment eine Ausgangsbeschränkung?
Ich war gerade im Augarten (mit Hund, den ich mir nicht eigens wegen der Ausgangsbeschränkung angeschafft habe!!!!!) und da waren haufenweise Menschen OHNE Hund.

Also: gibt es im Moment eine Ausgangsbeschränkung und wenn ja wie schaut die österreichisch aus?

kukuro05
0
3
Lesenswert?

70

70 Grazer Wutbürger die eine Frage als Zumutung beurteilen.
GG (Grazer Grant)

Expat
2
22
Lesenswert?

Sie dürfen auch mit ihrem Vogel spazieren gehen

Falls Sie einen haben. 🐤

Lepus52
4
44
Lesenswert?

Auch wenn Sie auf den Hund gekommen sind,

dürfen Sie auch allein oder mit Katze spazieren gehen, vorausgesetzt, Sie finden allein wieder nach Hause.

Carlo62
1
68
Lesenswert?

Jeder darf sich (auch ohne Hund)

im Freien bewegen! Das war immer so und wird auch immer so bleiben. Nicht erlaubt sind Treffen (auch nicht im Freien) und andere Zusammenkünfte.

hermannsteinacher
0
1
Lesenswert?

Treffen

mit fremden Hunden sind nicht erlaubt!;-)

Armergehtum
37
31
Lesenswert?

Warum hat er keine Maske auf?

Gibt es dann beamtete Kontrollore, die diese Schwerverbrecher ohne Maske im Wald zurechtweisen und ggf. gefangennehmen?
Warum haben wir noch kein Coronaministerium?`

Steira111
14
58
Lesenswert?

Endlich einmal eine Pressekonferenz!🙈

.

Kommentare 26-49 von 49