Künstler für FlüchtlingshilfeAppell an Regierung: "Wir sollten uns zu Tode schämen"

Daniel Glattauer, Pia Hierzegger, Lukas Resetarits und Chris Lohner in einem Boot, und viele Künstler mit ihnen: Die Front gegen den Kurs der Bundesregierung wird immer breiter. Künstler appellieren an die Politik, Flüchtlinge aus Lesbos aufzunehmen.

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"Retten statt Reden", so das Motto der Initiative zahlreicher Prominenter.
"Retten statt Reden", so das Motto der Initiative zahlreicher Prominenter. © (c) The Skills Group/APA-Fotoservice
 

Morgen ist Weihnachten, das Fest der Nächstenliebe. Diese reicht heuer allerdings nicht über die eigenen Grenzen hinaus. Trotz vorhandener Bereitschaft will die Bundesregierung nach wie vor keine Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos aufnehmen. Die ÖVP setzt stattdessen weiter auf Hilfe vor Ort, ungeachtet der katastrophalen Zustände. Umso lauter forderten gestern zahlreiche Prominente einmal mehr einen Kurswechsel – und stellten ein Zelt am Ballhausplatz auf.

Emotionaler Promi-Protest am Ballhausplatz

"Das Soziale geht mir schon Jahrzehnte ab, aber das Christliche habe ich ihnen noch geglaubt“, singt der Wiener Liedermacher Ernst Molden in Richtung Bundeskanzleramt. Burgschauspieler Cornelius Obonya hält ihm während seines Abgesangs auf die ÖVP den Regenschirm, der Neos-Abgeordnete Sepp Schellhorn das Mikrofon. Es ist nass und grau, als sich gestern prominente Unterstützende, Politikerinnen und Politiker zu einer Kundgebung am Ballhausplatz versammelten. Die zentrale Forderung: Geflüchtete, vor allem Kinder, aus den griechischen Lagern aufzunehmen.

Am Mittwoch, einen Tag vor Weihnachten, drängten noch einmal zahlreiche Kulturschaffende in einem flammenden Appell die Bundesregierung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus den griechischen Lagern. "Wir Kunst- und Kulturschaffende setzen uns ein für eine Kultur des Mitgefühls, der Menschlichkeit und der Hoffnung. Deshalb fordern wir die Evakuierung des Camps Kara Tepe. Jetzt!", heißt es in dem am Mittwoch verbreiteten Schreiben.

Bis dato haben den Offenen Brief über 600 Personen unterzeichnet, darunter Prominente wie Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, ihre Autorenkollegen Daniel Glattauer, Michael Köhlmeier und Robert Menasse, Komponistin Johanna Doderer und Friedrich Cerha, die Schauspielerinnen Andrea Eckert, Pia Hierzegger und Birgit Minichmayr, die Künstlerin Eva Schlögl, Kabarettist Lukas Resetarits oder Moderatorin Chris Lohner. Initiiert wurde die Aktion von Heidrun Primas, Leiterin des Grazer Forum Stadtpark, die seit dem 6. Dezember in Kara Tepe auf Lesbos ehrenamtliche Arbeit leistet.

Appell an Regierung

"Nehmen wir in Österreich Menschen aus dem Camp Kara Tepe auf, so, wie es sich viele Bürgermeister*innen mit ihren Gemeinden zutrauen, samt Verantwortung für friedensstiftende Integrationsmaßnahmen, die auch jene Menschen erreichen, die sich durch die Aufnahme von Geflüchteten bedroht fühlen", heißt in dem Appell. Es gehe um ein europäisches Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung von Griechenland und den Geflüchteten: "Lesbos steht stellvertretend für viele menschenunwürdige Situationen an den Grenzen Europas. Überall dort braucht es eine Kultur des hoffnungsstiftenden gemeinsamen Handelns."

„Wir haben lange genug zugesehen“, sagte einen Tag zuvor Ex-Fußball-Nationalspieler Marc Janko am Ballhausplatz. Er appellierte „nicht an Parteifarben, sondern an die Menschlichkeit“. Joseph Hader, Florian Scheuba, André Heller, die Autorin Julia Rabinovich, ihr Berufskollege Doron Rabinovici – sie alle arbeiteten sich vor allem an der ÖVP und Bundeskanzler Sebastian Kurz ab. Fehlenden menschlichen Anstand attestierte etwa Percussionist Martin Grubinger dem Bundeskanzler, Kabarettist Thomas Maurer bezeichnete den Bundeskanzler als „empathielosen Zyniker“.

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Stadtpolitik appelliert an Bundesregierung

Die Wortspenden der Anwesenden waren emotional und bewusst kurz, denn „der Worte wurden genug gewechselt“, sagt Schauspieler Cornelius Obonya im Interview mit Wien.Memo. „Retten statt reden“ so das Motto der Solidaritätsaktion. Initiiert wurde sie vom Verein Courage – dem Obonya angehört – und Neos-Nationalratsabgeordneten Sepp Schellhorn. Dementsprechend breit aufgestellt erschienen die Neos zur gestrigen Aktion. Der Wiener Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos) hält insbesondere die von der ÖVP geplante Kinderbetreuungseinrichtung auf Lesbos für zynisch: „Wenn Kinder angebissen werden und im Dreck schlafen, dann geht es nicht um Kinderbetreuung sondern darum, die Lager zu evakuieren.“ Eine „hirnrissige Aktion“ nennt auch Obonya das Vorhaben. Und schließlich appellierte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) an die Bundesregierung, zumindest Wien die Aufnahme von Flüchtlingen zu erlauben.

Blümel für Hilfe vor Ort, "sonst kommen immer mehr"

Schon in den letzten Tagen verhärtete sich die Front gegen den Kurs der Bundesregierung. Bundespräsident Alexander van der Bellen, kirchliche Organisationen, Hilfsorganisationen, ÖVP-Bürgermeister und jetzt auch zahlreiche Prominente – sie alle forderten eine Flüchtlingsaufnahme, zumindest von Familien und Kindern. Selbst Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat in einer gestrigen Aussendung das Wort gegen den Koalitionspartner gerichtet und plädiert für die Aufnahme von 100 Flüchtlingsfamilien aus Lesbos. Es gehe darum, Erste Hilfe zu leisten. „Da fällt der türkisen Hälfte kein Zacken aus der Krone.“ Den Koalitionspartner überzeugen konnte man aber bisher offenkundig noch nicht. Im Gegenteil, Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) verwies in einem Interview mit Wien Heute erneut auf die Hilfe vor Ort als „das richtige Instrument, sonst kommen immer mehr“.

"Wenn ein Kind stirbt, sollten wir uns zu Tode schämen"

Im Mittelpunkt der gestrigen Kundgebung stand auch ein Zelt, das am Ballhausplatz aufgebaut wurde. Mit Wünschen und Forderungen signiert, soll das Zelt versteigert werden. Der Erlös kommt Hilfsorganisationen vor Ort zugute. „Dieses Zelt schützt nicht vor Überschwemmungen, Kälte, Ratten und Schlangen. Das ist die Realität in der Menschen jetzt gerade leben“, sagt Cornelius Obonya. An sogenannte Push- und Pull-Effekte glaubt er nicht: „Migration passiert. Und man kann sich jetzt entscheiden, auf der richtigen Seite zu stehen oder Leute sterben zu lassen, so einfach ist es.“ Eines sei aber klar: „Die Temperaturen sinken und wenn auch nur ein einziges Kind stirbt, sollten wir uns zu Tode schämen.“

Kommentare (99+)
dieRealität2020
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Bei Betrachtung der Realität

ein stimmiger Beitragsinhalt. Mag dieses Problem aus Sichtweise der Menchlichkeit auch unmenschlich erscheinen, aber es hat mit einer effektiven Hilfe nichts zu tun.

rouge
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Blabla

Billige Ausreden.

dieRealität2020
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Hier wird einfach die Sache selbst, eigentlich das Wichtigste vergessen und nur emotionell mit persönlichen Gefühlswerten reagiert.

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Wir kennen und sehen tagtäglich weltweit die Realität der Sache und versuchen trotzdem schlicht und einfach das tatsächliche Problem von uns zu schieben. Nicht nur Österreich, auch andere Länder haben die bereits seit 20 Jahren im Endeffekt immer mehr ansteigende Völkerwanderung erkannt und versuchen hier gegenzulenken und zu verzögern. Im Sinne der ansässigen Gesellschaft und ihrer Menschen.
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Blicken sie in einen Großteil der europäischen Gesellschaften welche Veränderungen es bereits gegeben hat und die genaugenommen nicht mehr aufzuhalten sind. Falls sie es nicht wissen, die arbeitende Bevölkerung in der europäischen Gemeinschaft wird immer kleiner im Gegenteil zur nicht arbeitenden Bevölkerung die immer wehr anwächst. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache (u.a. eurostat.eu).
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Täglich sichtbare und durch Zahlen belegte Schlussfolgerungen. Ein in Europa immer kleiner werdender arbeitender Teil der Gesellschaft muss für einen immer mehr ansteigenden Teil (in allen wirtschaftlichen Bereichen) der nicht arbeitenden Bevölkerung aufkommen. Und das alles bei jährlich steigenden Ausgaben des Staates und ihrer politischen Ebenen. Wo und wann kommt das Ende der Fahnenstange?

dieRealität2020
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hier spricht Blümel die sichtbare tägliche Realität an,

Blümel für Hilfe vor Ort, "sonst kommen immer mehr".
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Keine Frage man kann um Hilfe suchenden Menschen nicht einfach in den Graben werfen. Einerseits ist diese Aussage eine klare Ansage zur Situation und spricht den Sinn und Zweck an. Andererseits wäre es an der Zeit das weltweit geordnete und kontrollierte Maßnahmen für eine zielführende Einwanderungspolitik und das Asylwesen insgesamt geschaffen werden.
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Was sicherlich eine Fantsyvorstellung ist. Daher muss jedes Land für sich selbst eigene Entscheidungen betreffend Asylwesen und Einwanderung treffen. Was natürlich nicht immer populär ist.
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Wir können doch (vor allem in der EU und einigen Länder weltweit) nicht den Großteil der Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, da ihre Heimatländer wirtschaftlich in einen korrumpierten System versagt haben und ein Teil daher auswandern möchte.
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Es kann nicht sein, das die persönlichen Interessen einer Handvoll Menschen von einer Mehrheit der Gesellschaft erfüllt werden müssen. Hallo?

tim29tim
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Intrgrationsfähigkeit

Nicht die Aufnahmekapazitäten sind das Problem sondern die Integrationsfähigkeit. Wer Kinder in städtischen Schulen hat weiß, daß wir noch längst nicht dort sind, wo wir als aufgeklärtes europäisches Land sein sollten.

Unsere Lehrer arbeiten immer noch an den Altlasten der letzten Flüchtlingswelle.
Dazu kommen Kinder aus 2. Generation, die nicht Deutsch sprechen, weil sie in Parallelgesellschaften aufwachsen.

smithers
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@tim

Sie haben natürlich völlig recht. Nur hat eben keiner dieser Promis seine Kinder in einer öffentlichen Schule. Diese privilegierten Kids gehen selbstverständlich in eine private Schule und haben keinen Kontakt zum Pöbel und wissen daher natürlich auch überhaupt nicht was sich dort in den öffentlichen Schulen abspielt.

2a9ef19f20c4af4e69a80a6a85886217
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Die Profis leben in Vierteln wo sie kaum Kontakt mit diesen Zuwanderer kommen..

Wasser predigen und Wein saufen diese sogenannten Z Profis..

Pelikan22
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Selber Nutznießer!

Diese selbsternannten Promis springen bei jeder Gelegenheit auf einen Zug auf, der ihnen selber hilft! Unterstützung für Künstler die wegen Corona weniger verdienen! Ich denke, mit diesem Geld werden sie die Kinder auf Lesbos unterstützen!

hermannsteinacher
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Promi

und Profi ist nicht das Gleiche!

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Wenn die zig tausenden Nichtaslylberechtigten..

Endlich abgeschoben werden, der Zuzug von 100ten täglich ins Sozialnetz unterbunden wird, dann hat man Platz für 100 Kinder. Der Steuerzahler zahlt bereits genug für diese Parallelgesellschaft

wischi_waschi
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Leute

Also ich sehe nur eine handvoll Leute , also von Massen keine Rede.

rand
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wischi waschi

1/3 der Wiener haben keine Österreichische Staatsbürgerschaft. Sie leben anscheinend am Land und haben keinen Bezug zur Wirklichkeit.

2ae0034172a8647356c2ff760ba3b141
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Fragen Sie mal in Favoriten nach

Die Massen sind schon da

bachmus
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Zustimmung

Es ist meiner Meinung nach gut, wenn sich Promis für dieses Thema einsetzen.
Ich vermisse aber von genau diesen Promis, dass sie sich für unsere Grundrechte öffentlich einsetzen, die uns zur Zeit nach und nach genommen werden!

tim29tim
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SOS Kinderdorf

Die Kooperation der österreichischen Bundesregierung mit SOS-Kinderdorf zur Errichtung einer Betreuungsstätte vor Ort für 500 Kinder ist wesentlich effizienter und menschlicher als eine medienwirksamen Aufnahme von ein paar Kindern, die später ihre Großfamilien nachholen.

zweigerl
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Urlaubsinseln wollen kein Flüchtlingslager

Wird auch von Griechenland torpediert. Die möchten nicht ihre Inseln zu Kinderdorfs- und sonstigen Flüchtlingslagern verwenden, sondern zur geldbringenden Urlaubsdestination. Die Österreicher sollen als Urlauber kommen, Geld dalassen und dann wieder heimfahren. Flüchtlinge sind natürlich überhaupt eine volkswirtschaftliche Katastrophe.

klaus59
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tim blim

es gibt auch in Österreich SOS Kinderdörfer.

joschi41
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Druck steigt

Die Straßenaktion zeigt, dass der Druck auf die Aufnahmeverweigerer zunimmt, zumal auch Kommentatoren wie CR Hubert Patterer von der Kleinenzeitung sich eindeutig positionieren und dem BK mit deutlichen 'Worten vor Augen führen, wie seine Bestemmhaltung gesehen wird.

dieRealität2020
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sorry, was faseln sie da? weltweit täglich sichtbar, Straßenaktionen sind im Endeffekt genaugenommen wert- und bedeutungslos,

ausgenommen es liegt auf der Linie einer Regierung und in das gesellschaftspolitische Konzept und Leben passt.
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Es wäre eigentlich ganz einfach, eine Volksabstimmung betreffend Grundsatzfragen zu Einwanderung, Asylwesen. Keine Regierung würde diese Fragen stellen, warum nicht? da die Mehrheit unserer Gesellschaft ablehnend beantworten würde. So einfach ist das. Die grundsätzliche Problematik wäre tatsächlich, dass damit eine Regierung in Zugzwang kommen würde.
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Daher gibt es verständlicherweise weltweit von Regierungen keine Volksabstimmungen oder Volksbefragungen zugrundsätzlichen Fragen zum Asylwesen und zur Einwanderung.

ichsags
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Entsetzlich...

... und unfassbar sind die mehr als 50% der Kommentare und deren Bewertungen. Mir kommt das Grauen... unter dem Leitartikel von H. Patterer offenbart sich der bösartige, inhumane, abscheuliche Teil unserer Gesellschaft... Unserer? NEIN, die sind NICHT Teil der Gesellschaft, den die ist menschlich, die sind nur bösartige Kreaturen!!

dieRealität2020
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hier sehe ich keine tatsächliche Hilfe,

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es kann nicht sein, dass immer wieder eine handvoll Menschen schlicht und einfach anderen Mitmenschen ihren Mitbürger, ihren Willen, ihre Meinung, ihren Standpunkt und Blickrichtung "aufzwingen" und unser Land und unsere Gesellschaft abwerten möchten. Einfach letztklassig Menschen Mitbürger abzuwerten.
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Das hat mit einer tatsächlichen HIlfe an diesen Menschen nichts zu tun. Im übrigen gibt es unzählige Hilfsmöglichkeiten vor Ort zu helfen. Z.B. die Errichtung eines Containerdorfes mit allen sanitären und gesundheitlichen Einrichtungen. Hier kann sich diese handvoll Menschen ihren Selbstdarstellungs- und Geltungsdrang befriedigen.
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Sorry, es ist genaugenommen so primitiv, dass eine handvoll Menschen versucht ihre Mitbürger für die eigenen Zwecke zu mißbrauchen.

joschi41
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Nachgefragt

Die Meinung, man richte vor Ort ein menschenwürdiges Lager ein, und das wars dann, täuscht. Will man die Menschen dort verkommen lassen, womöglich für immer und ewig in Lagern ohne Perspektive und jede Zukunft für die Jugend? Allein dieser Gedanke sollte Gewissheit schaffen, dass das Festhalten der Menschen in Lagern nicht die Lösung sein kann. So gesehen sind die Hilfen vor Ort zwar gut und richtig aber nicht wirklich zu Ende gedacht.

klaus59
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Primitiv...

...ist es auch immer den gleichen Schmarren, wie ihn die türkisen Politiker mit der Hilfe vor Ort von sich geben. Wurde Griechenland gefragt, was ihnen lieber wäre - Leute auf Europa zu verteilen oder Hilfe vor Ort zu geben. Wenn die Österreicher hier nicht helfen wollen, in dem sie ein paar Leute aufnehmen, dann sollen sie es sagen. Ehrlichkeit wäre hier angebracht. Wenn wir keine Leute wollen, dann ist das so, aber dann soll man nicht mit dieser Fadenscheinigkeit der Hilfe vor Ort daher kommen.
Oder glaubt diese Regierung, die ja sich nicht mehr der christlichen Lehre verpflichtet fühlt, dass ein paar DIXI Klos,, natürlich in türkis blau gehalten, die Sanitäre Not vor Ort mildert. Wenn ja, dann soll sich doch Kurz und Nehammer vor solchen abbilden lassen und erklären, welche Hilfe sie gerade hier den Flüchtlingen zukommen lassen.

dieRealität2020
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Leere Phrasen die sie hier von sich geben, sorry primitiv und inhaltslos

wert- und bedeutungslos. Unabhängig davon die Zahlen sprechen hier eine klare Sprache, Österreich das Land Österreich mit ihrer Politik hat in den letzten Jahrzehnten mehr geleistet, sie sollten sich informieren, als wesentlich finanziell und größere Staaten Europas und weltweit.
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Falls sie und Konsorten es nicht wissen, unabhängig persönlicher Gefühlswerte, die Regierungen auf allen drei politischen Ebenen vertreten die gesamte Gesllschaft Östereichs und somit das ganze Land.

jg4186
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Danke

Es gibt also doch noch Österreicherinnen und Österreicher mit Herz, Gewissen, mit Barmherzigkeit und Anstand. Danke!
Allen kann man nie helfen, alle Probleme der Welt können wir nicht lösen - aber was wir tun können, das sollten wir tun.

Guccighost
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Wir sollen uns schämen?

Statt einem Danke an das Land für dass was wir schon geleistet haben.
Eine einzige Frechheit.
Warum fliegen sie nicht in die Golfstaaten und demonstrieren dort um Hilfe?
Die Hotels sind dort alle leer und Platz genug.

Estarte
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IN ÖSTERREICH LEBEN 270.000 MENSCHEN VON DER MINDESTSICHERUNG UND 1,5 MILLIONEN MENSCHEN UNTER DER ARMUTSGRENZE

Ein "Promi" oder "Star" der außerordentlich gut "verdient" und auf die Straße geht, und armen und arm gewordenen Österreichern verkündet, dass sie wieder und wieder und weiter und weiter helfen sollten, obwohl Österreich schon mehr als genug geholfen hat, verschließt eigentlich vor der Armut im eigenen Land, die Augen und Ohren, und sollte sich selbst schämen, das nicht wenigstens wahrzunehmen. und bitte einfach selbst helfen bevor man demonstriert.
Beim Ö3 Weihnachtswunder kann man für "Familien in Not" spenden-um nur ein Beispiel zu nennen.
Österreich hat 312 Milliarden Euro Schulden. Wer nichts mehr hat, der kann nicht weiter und weiter zahlen.
Ja es gibt auch Not und Elend und Armut im eigenen Land ! Wir haben 14.000 Obdachlose in Österreich-dafür könnten und sollten wir uns schämen. Man muss diesen Menschen erst einmal helfen, wenn dann noch etwas bleibt kann man weiter helfen. Die EU besteht nicht aus Österreich, und Österreich kann nicht die Welt retten. 80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und die EU wird bald selbst verarmt sein, wir sind auf dem besten Weg dorthin.....,

rebuh
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Wobei bei den 14.000 die frage gestattet sei

WIEVIELE sind zugewandert aus dem ehemaligen osten europas!

martinx.x
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wenn jeder dieser Demo-Promis eine Familie aufnimmt anstatt zu demonstrieren,

wäre das Problem gelöst. Aber es sollen ja immer " die anderen" konkret etwas unternehmen - nicht die Demonstrierenden selbst....

Estarte
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WIR MÜSSEN UNS NICHT SCHÄMEN AUCH NICHT ZU TODE SCHÄMEN ÖSTERREICH HAT MEHR ALS GENUG GELEISTET UND HILFT WEITER VOR ORT

In Österreich leben bereits: 1,5 Millionen Ausländer, 270.000 Mindestsicherungsbezieher
Wir haben in Österreich 1,5 Millionen Menschen, die unter der Armutsgrenze leben müssen, bald haben wir 1 Million Arbeitslose und Kurzarbeiter, wir haben 14.000 Obdachlose, die Männer und Frauenhäuser sind randvoll, jede Woche kommen ca. 20.000 Arbeitslose dazu. Die Wirtschaft wird weiter ruiniert, etliche Firmen können nicht mehr aufsperren, viele Menschen wissen gar nicht, wie es im Jänner weitergehen soll, viele Menschen können sich die Miete und die Heizung nicht mehr leisten und haben enorme Einschränkungen zu bewältigen. Wir müssen Kollateralschäden aufarbeiten, über die noch nicht einmal gesprochen wurde und wir wissen nicht wie die 312 Milliarden Schulden jemals zurückbezahlt werden können.
Wir haben über 2 Millionen gespendet wir haben Soforthilfe geleistet, wir haben 55 Tonnen Hilfsgüter gesendet, wir haben die Auslandshilfe auf 60 Millionen 2020 verdoppelt , wir haben uns an der EU Hilfe für Griechenland beteiligt, Griechenland hat 180 Millionen für die Flüchtlinge bekommen und 278 Milliarden….
Der Ausländeranteil ist in Österreich schon überaus hoch, allein in Wien gibt es 50 % Ausländer, in vielen Schulen spricht kein Kind mehr Deutsch, wir können 33.000 anerkannte Flüchtlinge nicht zu einer Arbeit animieren….
Würden wir weitere 100 Familien aufnehmen, werden daraus rasch 1000 Menschen und das Lager wird wieder gefüllt, und die nächsten wollen Sozialhilfe beziehen.....

ichsags
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Wenn es einen ...

.... Teufel geben würde, er hätte Freude mit Dir!!!

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Tja, diese armen Leute haben sich aber auch eine unpassende Zeit zum Flüchten ausgesucht …

wo wir alle doch jetzt so dermaßen an all diesen Covid-Einschränkungen leiden. Da gehen ja all die Reste an Mitgefühl und Empathie für´s Selbstmitleid drauf – gell! …

Verdammt – man kann sich nicht einmal mehr gscheid im Weihnachtsrausch in den Einkaufstempeln gegenseitig niedertrampeln – das Ballermann-Apres-Ski ist abgesagt … und unsere lieben Kleinen bekommen ein Trauma nach dem anderen ab, weil sie täglich den Seelenschmerz zu ertragen haben, von der Playstation mal kurz ins online-learning wechseln zu müssen. Bei so viel Schmerz und Selbstmitleid, ist´s halt schwer Mitleid für Menschen zu haben, die es regelmäßig nach Regengüssen aus den Zelten auf irgendeiner griechischen Insel schwemmt.

Außerdem zahlen wir eh diesem Ali am Bosporus regelmäßig Unsummen – gerade hat er sich wieder mal 6 Milliarden in der EU abgeholt … was passiert eigentlich mit dieser ganzen Kohle? … Man möchte fast glauben, der kauft sich ja nur irgendwelche russische Drohnensysteme von diesem Geld, um immer wieder mal zB. den Kurden oder den Armeniern einzuheizen …?!

Also dann – meine herzlichen Weihnachtsgrüße an uns, ins christlich-soziale Abendland!

ichsags
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@ gonzolo...

...dem ist nichts hinzuzufügen!

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