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Interview Lojze Wieser: „...dann ist man kein Mensch mehr“

Interview. Die Muttersprache sei das Rückgrat des Menschen, sagt Lojze Wieser. Es zu brechen, habe fatale Folgen. Hier erzählt der Verleger, wie die vergangenen Monate der Zurückgezogenheit bei allen Beklemmungen doch auch gerade sein Selbstverständnis als Kärntner Slowene weiteten.

Lojze Wieser, geboren 1954 in Klagenfurt, aufgewachsen in Tschachoritsch/Cahorce, hat Wieser sich nach dem Gymnasium und einer Buchhandelslehre als Verleger ganz der Vermittlung mittel- und südosteuropäischer Literatur verschrieben
Lojze Wieser, geboren 1954 in Klagenfurt, aufgewachsen in Tschachoritsch/Čahorče, hat Wieser sich nach dem Gymnasium und einer Buchhandelslehre als Verleger ganz der Vermittlung mittel- und südosteuropäischer Literatur verschrieben © Stefan Winkler
 

Herr Wieser, wie haben Sie als Vagabund, der die Welt durchstreift, die Monate der Zurückgezogenheit erlebt?
LOJZE WIESER: Die Klausur war eine Herausforderung. Ich habe immer wieder klaustrophobische Anwandlungen gehabt, war viel im Garten. Am Vormittag haben wir intensiv gearbeitet, um die Liquidität und das Überleben des Verlags zu sichern. Zu Mittag habe ich dann mit meiner Frau gekocht.

Kommentare (5)

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Civium
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Die

Granitztaler Mehlsuppe koche ich auch,um ab und zu um aus unseren übersättigten Wohlstandgebräuchen auszubrechen.

Zutaten.
WASSER
SALZ
KÜMMEL
MEHL
SÜSSE ODER SAURE MILCH!

Plantago
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Ich wünschte, ich könnte so gut Slowenisch sprechen und lesen wie Herr Wieser Deutsch.

Aber es hat für mich wenig Sinn, Slowenisch zu lernen, weil ich diese Sprache kaum im Alltag verwenden kann. Für Slowenen allerdings ist es wichtig, sich ihre Sprache und die Kultur zu erhalten. Zu viel Streit hat es in der Vergangenheit gegeben, wir sollten auf eine bessere Zukunft gemeinsam hinarbeiten.

Civium
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Sie können die slowenische Sprache auch im

Alltag brauchen, sie müssen sie nur sprechen.

Plantago
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Schon, aber mit wem?

In Kärnten ist es anders.

BernddasBrot
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Kompliment , gospod....

Ogris usw./ in tako dalje...... die historische Aufarbeitung hat schon längst begonnen , das Eigentümliche gibt es überall , wo die Wurzeln verdeckt wurden.....Beispiel Elsaß , Istrien......