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Vatikan-Diplomat mahntNuntius fordert von Politik mehr Engagement im Klimaschutz

Appell von Erzbischof Lopez Quintana bei Neujahrsempfang des Bundespräsidenten für das Diplomatische Corps: "Lassen Sie uns etwas tun, bevor es zu spät ist."

Nuntius Lopez Quintana beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Van der Bellen
Nuntius Lopez Quintana beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Van der Bellen © APA/Robert Jäger
 

Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, hat die Politik dazu aufgerufen, ihren Einsatz gegen den Klimawandel zu verstärken und dem "Schutz des gemeinsamen Hauses" eine größere Priorität beimessen. "Lassen sie uns etwas tun, bevor es zu spät ist", appellierte der Erzbischof am Dienstag beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hofburg. Für Lopez Quintana, dessen Amtszeit im Vorjahr begonnen hat, war dies die erste Rede in seiner Funktion als Doyen des Diplomatische Corps.

Das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhundert werde von "einer besonderen Sorge um den Umweltschutz und die Klimakrise geprägt sein", sagte der offizielle Vertreter von Papst Franziskus in Österreich. Aber schon das Jahr 2020 werde mehr Einsatz und konkretere Schritte in Punkto Klimaschutz bringen, zeigte sich Lopez überzeugt. Das Denken an die "jüngere Generationen" müsse im Zentrum der Umweltschutz-Bemühungen stehen. Die politischen Umweltbestrebungen im Rahmen der UNO-Klimakonferenz im Dezember kritisierte er hingegen als "lediglich Minimalbeschlüsse".

Flucht vor untragbaren Zuständen

Lopez Quintana mahnte, nicht die Augen vor Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Armut, Hunger weltweit zu verschließen sowie vor der Realität jener, "die aufgrund von Konflikten und Gewalt, religiösem Hass, Elend und den Folgen des Klimawandels ihre Länder verlassen und einem oft traurigen Schicksal entgegengehen". Nötig sei der politische Willen im "Dienst des Friedens", der die konkrete Realität nicht außer Acht lasse, verwies der spanische Vatikandiplomat auf Forderungen des "unermüdlichen Friedenswerbers" Papst Franziskus in dessen Botschaft zum Weltfriedenstag (1. Jänner).

Das Vertrauen in den Dialog sei letztlich unverzichtbar "für den Aufbau einer friedlichen Welt". Die Diplomaten sah der Nuntius darum "von Berufs wegen angehalten", sich für gegenseitiges Vertrauen einzusetzen und Brücken zu bauen, "damit der Friede sowie die solidarischen Beziehungen zwischen den einzelnen Ländern und Völkern gefestigt werden können". Schließlich sei es "notwendig, dass wir uns alle als eine einzige Menschheitsfamilie erkennen und unser Land, das von Generation zu Generation von Gott in Obhut gegeben wurde, pflegen damit wir es bebauen und unseren Kindern vererben können".

Turbulentes Jahr 2019

Rückblickend auf das Jahr 2019 sprach Lopez von einigen "politischen Überraschungen" für Österreich, die zu vorgezogenen Nationalratswahlen führten. Der vor einer Woche angelobten neuen Bundesregierung, die u.a. durch Außenminister Alexander Schallenberg vertreten war, wünschte der Doyen des Diplomatischen Corps "Glück und Erfolg".

 

 

Kommentare (1)
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georgXV
0
1
Lesenswert?

Diözese / Bistum Gurk

und wir fordern vom Nuntius, daß ENDLICH die Ergebnisse des Berichtes Franz Lackners über die Vorgänge und Zustände im Bistum Gurk offengelegt und umgesetzt werden !
LEIDER gewinne ich immer mehr den Eindruck, daß auch hier wieder alles ausgesessen und unter den Teppich gekehrt wird.