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Gegen RegierungStreik und Proteste stürzen Hongkong ins Chaos

Nach einem erneuten Wochenende mit Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten stürzte am Montag die Sonderwirtschaftszone ins Chaos. Bahn- und Busdienste wurden eingestellt. Demonstranten blockierten Gleise und Bahnhöfe.

HONG KONG-CHINA-POLITICS
Protestierende werfen der Polizei Tränengas zurück © APA/AFP/ANTHONY WALLACE
 

In Hongkong haben die anhaltenden Proteste gegen Regierungschefin Carrie Lam und den Einfluss Chinas mit einem Generalstreik einen Höhepunkt erreicht. Nach einem erneuten Wochenende mit Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten stürzte am Montag die Sonderwirtschaftszone ins Chaos. Bahn- und Busdienste wurden eingestellt. Demonstranten blockierten Gleise und Bahnhöfe.

Mit Tränengas gegen Demonstranten

Auf den Straßen bildeten sich lange Staus. Pendler kamen nicht zur Arbeit. Am Flughafen von Hongkong wurden mehr als 200 Flüge gestrichen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Protestierer vor. 82 Menschen wurden festgenommen. Die Demonstrationen sollten im Laufe des Tages auf weitere Distrikte ausgedehnt.

 

Lam wandte sich zum ersten Mal seit zwei Wochen an die Öffentlichkeit und warnte, die Proteste seien eine Herausforderung für die Souveränität Chinas und würden eine "extrem gefährliche Situation" heraufbeschwören. Lam, die von der Regierung in Peking unterstützt wird, erklärte mit versteinertem Gesicht, die Demonstranten wollten eine Revolution. Damit werde die Vereinbarung "ein Land, zwei Systeme" infrage gestellt. Ihre Regierung werde entschlossen Recht und Ordnung durchsetzen.

Der früheren britischen Kronkolonie Hongkong wurden nach der Übergabe an China 1997 besondere Freiheitsrechte eingeräumt, die die Regierungsgegner gefährdet sehen. "Es ist totale Zeitverschwendung, ihr zuzuhören", sagte der 20 Jahre alte Student Jay Leung über Lam. "Ich glaube, die Regierung tut gar nichts, um die Gesellschaft zu heilen."

Der 49 Jahre alte Geschäftsmann Mark Schmidt sagte, die Regierung schaffe eine Situation, die für jedermann unerträglich werde. "Jetzt etwas Geld zu verlieren, ist nicht so ein großes Problem im Vergleich zum Verlust von allem, wofür die Freiheit von Hongkong steht."

Die Kundgebungsteilnehmer fordern den Rücktritt Lams, was diese ablehnt. Auch den vollkommenen Verzicht auf das ausgesetzte Gesetz zur Auslieferung Verdächtiger an China will Lam nicht zusagen. An diesem Gesetz hatten sich die seit Wochen anhaltenden Proteste entzündet. Mittlerweile wenden sich die Demonstranten grundsätzlich gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Führung in Peking. Zudem soll eine unabhängige Kommission den Umgang der Hongkonger Regierung mit der Krise untersuchen.

In der Nacht zum Montag hatte die Polizei bei gewaltsamen Zusammenstößen nach eigenen Angaben 44 Menschen festgenommen. Sie setzte wieder Tränengas ein, um die Proteste aufzulösen. Am Wochenende hatten Protestierer Polizeistationen belagert, Wände mit Losungen besprüht und Schaufenster eingeworfen. Seit dem 9. Juni sind nach Polizeiangaben 420 Menschen in Gewahrsam genommen worden.

 

Kommentare (5)

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schadstoffarm
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wenn die Dame das Gesetz nicht zurücknimmt

ist sie wohl eher Festlandchinesin als Hongkongerin. Und die Chinesen verschleppen Missliebige mit oder ohne Paragrafen, eh wurscht.

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wirklichnicht
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Die Demonstranten zerstören lieber selbst Hongkong, bevor China das machen kann

Es scheint auch so zu sein, dass viele ohne Ziele protestieren, da ja die Regierung ohnehin das geplante Abschiebe-Abkommen auf Eis gelegt hat.
Aber es ist ja bei uns auch gleich. Es gab in Graz nach (!) dem Rücktritt der Schwarz-Blau Regierung auch eine Donnerstagsdemonstration gegen die Regierung. Ziel: keines, Radau machen ist lustig.

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thj123
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Ganz so schlimm ist es zwar nicht,....

Interessant, dass sie Schwarz/ blau mit dem diktatorisch, chinesischen System vergleichen.
Ganz so schlimm ist es zwar nicht, jedoch gab es auch bei uns in der vergangenen Regierung solche Tendenzen.

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Reipsi
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Lang wirds nicht

dauern und die Chinesen maschieren auf.

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schadstoffarm
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keine Eile

Taiwan, südchin. Meer und USA-Beziehungen müssen erst geklärt werden, HK kann eh nicht weglaufen.

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