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Wahl 2020Offen schwuler Bürgermeister Buttigieg will US-Präsident werden

Der Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, startet als einer von Dutzenden Demokraten in die Vorwahlkampagne, um im November nächsten Jahres Donald Trump herausfordern zu dürfen.

© APA (AFP/Getty)
 

Der offen homosexuelle US-Demokrat Pete Buttigieg hat am Sonntag seine Präsidentschaftskampagne offiziell eingeläutet. Der 37-jährige Bürgermeister der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana kündigte vor Anhängern in der Stadt an, im kommenden Jahr für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen.

"Ich bin hier, um eine andere Geschichte als 'Macht Amerika wieder großartig' zu erzählen", sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten - viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. "Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision", sagte die 35-jährige Jenn Watts, die ihre dreijährige Tochter auf den Schultern trug.

Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht, steht der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen. Er wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der großen Parteien der USA.

Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärtsging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Außenseiter ein - mittlerweile ist seine Bekanntheit stark angestiegen.

In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen.

Kommentare (3)

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duerni
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Mir graut vor dem Gedanken, dass Trump...

. noch einmal vier Jahre sein Unwesen treiben könnte. Seine Chancen wachsen, wenn es bei den Demokraten wieder nur um Einfluss und eigene Vorteile geht - deshalb war Mrs. Clinton schon die falsche. Wenn sich Mr. Buttigieg als Bürgermeister bewehrt, muss er das nicht zwingend auch als Präsident. Die USA brauchen einen "Moderator", einen Vermittler als "Guide" durch den Jungle von mächtigen Interessensgruppen und Rassisten der Vereinigten Staaten. Das Problem für uns Normalbürger/innen ist - weltweit: Kanzler/Präsidenten sind - auch wenn demokratisch gewählt - jenen "Sponsoren" verpflichtet, die das Geld gegeben haben damit sie gewählt wurden.

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paulrandig
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Großes Problem:

Die Demokraten haben sicher viele gute Leute, sie werden sich aber gegenseitig aufreiben. Unterstützer von einem bestimmten Kandidaten, der es nicht schafft, werden einen anderen vielleicht nicht wählen.
Die Repuplikaner haben Trump. Punkt. Mehr braucht's nicht, der ist ein Selbstläufer.
Die beste Chance der Demokraten ist es tatsächlich, das derzeitige Image der Vielfalt, der Toleranz, der demokratischen Vernunft, der harmonischen internen Zusammenarbeit zu betonen und es sich nicht intern durch Grabenkämpfe zu versauen.

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Civium
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Yes we can!!!

Das wird den derzeitigen Macho im weissen Haus nicht gefallen.
Ein rosa Anstrich könnte dem weissen Haus nicht schaden!

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