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Auch Kinder als OpferErbitterte Gegenwehr und Tote bei Luftangriffen in Syrien

Laut Aktivisten wurden bei den Luftangriffen der US-geführten Koalition am Montag in Syrien 16 Zivilisten getötet. Die Offensive gegen die Reste der IS-Miliz stößt auf erbitterte Gegenwehr.

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Syrische Flüchtlinge © APA/AFP/FADEL SENNA
 

Bei Luftangriffen der von den USA angeführten Koalition auf die letzte Bastion der IS-Miliz in Syrien sind am Montag 16 Zivilisten getötet worden, darunter mindestens sieben Kinder. Das teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Sie bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete vier getötete Zivilisten. Wie die Beobachtungsstelle weiter meldete, wurden bei Kämpfen zwischen der Jhadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und der von den USA unterstützen Rebellenallianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF) auch 19 IS-Kämpfer getötet.

Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) unter kurdischer Führung hatten am Wochenende eine Offensive auf die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die internationale Koalition unterstützt die Angreifer aus der Luft. In Baghuz sollen sich nach unterschiedlichen Angaben noch Hunderte Zivilisten aufhalten. Die IS-Extremisten benutzten sie als menschlichen Schutzschild, meldeten die Menschenrechtsbeobachter weiter. Die Kämpfe um den Ort an der Grenze zum Irak seien am Montag weitergegangen.

"Dutzende Geiseln"

Die Rebellenoffensive gegen die Bastion der IS-Miliz stieß am Montag weiterhin auf erbitterte Gegenwehr. Die Jihadisten hätten in der Früh von ihrem Unterschlupf im Dorf Baghuz (Bahus) aus eine Gegenoffensive gestartet, sagte der Sprecher der Rebellenallianz SDF, Mustafa Bali. Erschwert werde die Lage dadurch, dass die IS-Kämpfer "Dutzende von SDF-Geiseln" in ihrer Gewalt hätten. Bali dementierte Berichte, denen zufolge SDF-Kämpfer hingerichtet worden seien.

Über Baghuz stieg am Montag schwarzer Rauch auf, Explosionen und Gefechtslärm waren kilometerweit zu hören, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Das von den USA unterstützte kurdisch-arabische SDF-Bündnis hatte am Samstag seine Offensive gegen das letzte IS-Rückzugsgebiet in Syrien gestartet. Es sprach von einer "Entscheidungsschlacht", in der die IS-Miliz endgültig besiegt werden solle.

Vom früheren "Kalifat" des Islamischen Staats im Osten Syriens ist nur noch die kleine Bastion um das Dorf Baghuz übrig geblieben. Dort halten die IS-Kämpfer ein etwa vier Quadratkilometer großes Gebiet, das bis an die Grenze zum Irak reicht. Frühere Versuche der SDF zur Rückeroberung waren gescheitert.

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