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Trotz unsicherer Lage520 Asylsuchende aus Europa nach Afghanistan abgeschoben

Europäische Staaten haben in diesem Jahr bereits 520 abgewiesene Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben. Auch Österreich schob vermehrt ab - allerdings auf Basis eines höchst umstrittenen Gutachtens.

Gefährliches Afghanistan: Insbesondere junge Rückkehrer haben laut Gutachterin Friederike Stahlmann kaum eine Chance aufs Überleben © AP
 

Diese Zahl gab am Samstag der afghanische Flüchtlingsminister Said Hussein Alimi Balki bekannt. Er erwarte, dass diese Zahl bis Ende 2018 auf etwa 800 steigen werde. Seit Jahresbeginn seien auch knapp 1.500 Asylsuchende freiwillig nach Afghanistan zurückgekehrt.

Am Mittwoch erst landete eine Gruppe von 17 abgewiesenen Asylbewerbern aus Deutschland in der Hauptstadt Kabul. Es war dies der 16. Abschiebeflug aus Deutschland seit Dezember 2016. Auch Österreich schiebt abgelehnte afghanische Asylwerber trotz der prekären Sicherheitslage zurück in ihre Heimat.

Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich der Krieg gegen die Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan ausweitet und die Islamisten Territorien gewinnen.

Auch Österreich hatte zuletzt verstärkt abgeschoben, und zwar auf Basis der Gutachten eines umstrittenen Experten, der die Lage als sicher eingeschätzt hatte.  Das Gericht entschied jetzt, dass dieser Gutachter nicht mehr zum Einsatz kommt. Zuletzt hatten die Richter aufgrund der Skepsis gegenüber seiner Expertise vermehrt den Aussagen eines Gutachtens der deutschen Expertin Friederike Stahlmann Glauben geschenkt.

Kommentare (3)

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ichbindermeinung
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wie viele hat Ö abgeschoben

interessant wäre noch zu erfahren, wie viele davon Österreich abgeschoben hat. Wobei als mögliche Verteidigung zu sagen ist, dass Ö die höchste Asylanerkennungsquote in Europa hat und im Verhältnis zu den EW Ö bzw. der österr. Steuerzahler fast die meisten Kriegstraumatisierten und Verfolgten aufnimmt. Alleine 2017 hat Ö 34.000 positive Bleibebescheide ausgestellt und pro Tag suchen bis zu 50 arme Menschen in Ö um Asyl an weil scheinbar andere EU-Länder kein Mitleid od. andere EU-Asylentscheidungsgesetze haben. Ö hat alleine von Jän.-Juni 2018 wieder über 7.000 Menschen in d.Grundversorgung neu aufgenommen die hier um Asyl angesucht haben

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Mein Graz
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@ichbindermeinung

Jeder Mensch, der bewusst in einen Krieg geschickt wird, ist einer zu viel.

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Mein Graz
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11:30 Uhr

2 User die meinen, dass man Menschen in den Krieg schicken darf und das ist OK?

Leute, was ist los mit euch?

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