Vor dem CSU-ParteitagVorgänger Huber tritt Personaldebatte über Horst Seehofer los

Ein "sehr negatives" Wahlergebnis könnte die Diskussion über den CSU-Chef befeuern, meint dessen Vorgänger Erwin Huber.

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Vor dem Parteitag unter Beschuss: CSU-Parteichef Horst Seehofer © APA/AFP/dpa/KAY NIETFELD
 

Ex-CSU-Vorsitzender Erwin Huber hat Parteichef Horst Seehofer einen Großteil der Verantwortung für die aktuell schlechten Umfragewerte der Christsozialen in Deutschland gegeben. Beim morgigen Parteitag in München werde Seehofer deshalb im persönlichen Gespräch gesagt, "dass die Disziplin auf der Bundesebene auch mit ausschlaggebend ist für das Landtagswahlergebnis", so Huber im Südwestrundfunk.

Das Erscheinungsbild der Bundespolitik und auch der CSU auf Bundesebene sei seit einem halben Jahr "miserabel". Huber hatte vor zehn Jahren nach dem Verlust der absoluten Mehrheit der CSU bei der damaligen Landtagswahl den Parteivorsitz an Seehofer abgeben müssen. Falls es bei der kommenden Landtagswahl ein "sehr negatives Ergebnis für die CSU" geben sollte, werde das dann "natürlich" auch personelle Diskussionen über Seehofer auslösen, sagte er heute, Freitag.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nahm Huber dagegen trotz seiner nachlassenden persönlichen Umfragewerte ausdrücklich in Schutz. Söders Werte seien beeinflusst von der Gesamtbewertung der CSU. "Eines ist auch klar, unabhängig vom Wahlergebnis: Die CSU wird an Ministerpräsident Söder festhalten, denn aus unserer Sicht macht er eine sehr gute Arbeit in der Landespolitik", sagte der Landtagsabgeordnete.

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