AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Golan-VideoKunasek erweitert Auftrag der Untersuchungskommission

Nach dem Bericht der Kleinen Zeitung über die Verwendung des Golan-Videos zu Schulungszwecken soll geklärt werden, wer davon Kenntnis hatte.

Einsatz des Bundesheeres am Golan 2013
Österreichische UN-Soldaten 2013 auf den Golanhöhen © Wilfried Rombold
 

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) will nach einem Bericht der Kleinen Zeitung über die Verwendung des Golan-Videos als Schulungsvideo zur Einsatzvorbereitung von Soldaten dies untersuchen lassen. Der Verteidigungsminister wolle nun aufklären lassen, welcher Personenkreis der verantwortlichen Kommandanten zu welchem Zeitpunkt von dem Video Kenntnis hatte, erklärte er am Freitag in einer OTS-Aussendung.

Kunsaek hatte nach dem Bekanntwerden des Videos, das zeigt, wie österreichische UNO-Blauhelme am 29. September 2012 auf den Golanhöhen syrische Geheimpolizisten in einen Hinterhalt fahren ließen, eine Kommission eingesetzt. Die Kommission untersuchte bisher primär die Befehlslage, den konkreten Ablauf des im Video gezeigten Vorfalls sowie die Meldekette an die vorgesetzten Kommanden.

Kunasek betonte: "Ich stehe weiter hinter jenen Soldaten, die nach bestem Wissen und Gewissen einen schwierigen Auftrag zu erfüllen hatten. Ich möchte aber lückenlos aufgeklärt haben, wie sich die Befehlslage darstellte und welchen Kenntnisstand die Verantwortungsträger zu den Vorfällen hatten!"

Kritik an Video-Debatte

Ex-Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ), unter dessen Ägide das Bundesheer 2013 vom Golan abzog, kann nicht bestätigen, dass das Golan-Video zur Einsatzvorbereitung verwendet worden sei. Klug kritisierte gegenüber dem "Standard" (Online-Ausgabe) die Debatte über das Video. "Diese Arroganz vom Schreibtisch aus, darauf jetzt eine eindeutige Antwort zu geben, besitze ich nicht!", betonte Klug auf die Frage, wie er selbst am 29. September 2012 auf der UNO-Position Hermon Süd gehandelt hätte, bevor es zu dem Blutbad kam. "Bildlich ziehe ich jedenfalls den Hut vor allen Soldaten, die sich für Auslandsmissionen melden. Denn alle wissen zum Zeitpunkt der Kontingentverabschiedung, dass sie sich auf gefährliche Einsätze begeben. Da kann man nur dreimal 'Danke!' sagen."

Laut dem Generalstabschef Othmar Commenda handelte es sich bei dem Video "um kein offizielles Ausbildungsvideo des Verteidigungsministeriums". Commenda wehrte sich via Twitter außerdem gegen Äußerungen des Militärexperten Gerald Karner in der Frage. Karner habe das Bundesheer vor zwölf Jahren verlassen. "Er ist also weder Experte noch Fachmann. Was ihm aber im konkreten Fall völlig fehlt, ist die Einsatzerfahrung aus einem Auslandseinsatz", so Commenda. Karner hatte Medien gegenüber erklärt, die österreichischen Blauhelme hätten die syrischen Polizisten auf jeden Fall warnen müssen.

Gemäß dem Video haben die Österreicher zuvor beobachtet, wie syrische Schmuggler oder Rebellen einen Hinterhalt errichteten und später die syrischen Polizisten, die an ihrem Checkpoint anhielten, weiterfahren lassen. Die neun Polizisten wurden daraufhin aus dem Hinterhalt erschossen.

Kommentare (5)

Kommentieren
picciona
2
4
Lesenswert?

weiss nicht, ob das jetzt im rahmen des auftrags richtig oder falsch war

aber sehr niveauvoll die bezeichnung de hund für die syr. polizisten. passt zu trumps "animal assad". .
und wenn ich die syr. regierung wär, ich glaub nach diesem vorfall könnte ich auf ein vermittlerrolle österreichs im syr.konflikt verzichten.

Antworten
hermannsteinacher
2
7
Lesenswert?

Wichtig ist, dass den Österreichern nichts passiert ist und dass es dann relativ bald ...

... zum Gesamtabzug der Österreicher vom Golan gekommen ist.
Ob dort Verbrecher andere Verbrecher abschießen, ist sekundär.

Antworten
Irgendeiner
3
4
Lesenswert?

Hermann, mein Christ, ein Menschenleben ist

nie sekundär, ist wie mit den Kreuzen, hat jeder nur eins. Und biblisch gibts da kein Ranking nach Nationalitäten, sie schreien alle gleich, sie sterben alle gleich,sie klammern sich verzweifelt an was, das niemand halten kann,aber den Tod, die Beleidigung jedes denkenden Wesens kriegma nicht weg,aber bei der gewaltsamen Variante könntma was drehen,durch Unterlassung.Und Du urteilst so leicht über Leben und Tod, Hermann,vielleicht verstehst das eines Tages besser wenn Du selbst vor dem endlosen Abgrund stehst, da ist schon mancher Groschen gefallen,aber natürlich können dann nicht alle davon erzählen weils mitgefallen sind,ist kein Spiel, Hermann, ist die ultimative Realität,kein Reset, Finito.

Antworten
Irgendeiner
6
11
Lesenswert?

Kunasek soll das politische Kleingeldmachen lassen,

das haben die Zuständigen zu entscheiden und die richtende Behörde ist mit Sicherheit nicht er,wurst woraufs rausläuft.Und in Österreich ist es halt oft so daß von einer Sache von der niemand wußte halt doch alle wußten.Womit zu dem Ursprungsproblem des Handelns drüben noch jenes hinzutritt, was schult man mit sowas,wars mehr ein Sogehtsnicht oder ein Somachtmans, wird noch interessant.

Antworten
picciona
0
3
Lesenswert?

würde mich auch interessieren

was genau da geschult wurde..

Antworten