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Die Scheinwahl des DiktatorsIn Syrien ist keiner sicher, solange Assad an der Macht ist. Leider.

Bashar al-Assad hat eine Wahl-Farce inszeniert, an der die Opposition gar nicht teilnehmen durfte. Gegner müssen weiter mit Verhaftung oder Folter rechnen. Nach zehn Jahren Krieg liegt das Land am Boden.

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Syriens Machthaber Assad © AFP
 

95 Prozent. Soviel Stimmen will Syriens Staatschef Bashar al-Assad bei der Präsidentschaftswahl eingefahren haben. Und Assad nutzt sie bereits, um seinen - neuerlichen - Machtanspruch zu legitimieren. Seit 1970 regiert die Assad-Familie in Syrien. Im Jahr 2000 "erbte" Bashar das Amt des Staatschefs von seinem Vater. Damals ließ er sich mit einem Referendum "bestätigen" - bei dem er der einzige Kandidat war. Jetzt, 21 Jahre später und nach zehn Jahren Krieg, bei dem mehr als 390.000 Menschen ums Leben kamen und Millionen weitere vertrieben wurden, ist immer noch Assad an der Spitze. Dank der Militärhilfe Russlands kontrolliert er heute wieder zwei Drittel des Landes. "Es ist zum Weinen und zum Lachen", sagte ein Oppositioneller über die jetzige Wahlfarce. In Wahrheit ist es zum Verzweifeln.

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