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An Corona erkranktFPÖ-Landeschef Haimbuchner wird auf Intensivstation künstlich beatmet

Zwei Tage vor seinem positiven Testergebnis war der stellvertretende Landeschef auf einer illegalen Babyparty mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Nähe von Wels.

© FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM
 

FPÖ-Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner wurde, aufgrund des Verlaufs seiner COVID-19-Infektion, am Donnerstagabend in die intensivmedizinische Betreuung des Kepler Universitätsklinikums verlegt. Es wird derzeit eine künstliche Beatmung durchgeführt und sein Gesundheitszustand ist stabil. Die intensivmedizinische Behandlung wird sich nach aktuellem Erkenntnisstand noch über mehrere Tage erstrecken.

Haimbuchner hatte sich am Donnerstag auf Anraten seines Arztes ins Klinikum Linz begeben, wie die FPÖ Oberösterreich Donnerstagfrüh mitteilte. Er war - wie auch FPÖ-Landesrat Günther Steinkellner - vor der Landtagssitzung vergangene Woche, positiv getestet worden.

Illegale Babyparty

Zwei Tage vor seinem positiven Testergebnis war der stellvertretende Landeschef auf einer illegalen Babyparty mit rund 30 Teilnehmern in der Nähe von Wels. Die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land hat dazu  Erhebungen eingeleitet. Es wird geprüft, ob die Party gegen geltende Corona-Regeln verstoßen hat. Bei Verstößen drohen den Anwesenden, Geldstrafen von bis zu 1.450 Euro.

Die FPÖ-Landespartei wies am späten Dienstagvormittag in einer Aussendung darauf hin, dass Haimbuchners Corona-Infektion "nach derzeitigen Erkenntnissen" nicht in Zusammenhang mit dem Besuch der Babyparty stehe. Alle dort anwesenden Personen seien negativ getestet worden, den Behörden seien auch keine, damit in Zusammenhang stehenden Infektionen, bekannt. Wahrscheinlich habe sich der Landesparteichef "im Rahmen der politischen Tätigkeit" im Landhaus Linz angesteckt, so die Freiheitlichen.

Die Parteigeschäfte von Haimbuchner in der oberösterreichischen FPÖ wird bis auf weiteres der Welser Bürgermeister und Landesparteiobmann-Stellvertreter Andreas Rabl übernehmen. In der Landesregierung übernimmt bis auf weiteres Landesrat Günther Steinkellner, teilt die Partei am Freitag mit. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zeigte sich aufgrund der schweren Erkrankung seines Stellvertreters besorgt: "Ich wünsche Manfred Haimbuchner eine rasche, vollständige Genesung und seiner Familie viel Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit."

Corona: Diese österreichischen Politiker haben sich bereits infiziert

Die zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) hat sich Mitte März 2021 mit Corona infiziert, Ende März  muss nun auch sie in stationäre Behandlung.

APA/Roland Schlager

Oberösterreichs stv. Landeshauptmann Manfred Haimbuchner (FPÖ) liegt auf der Intensivstation, eine Nachrichtensperre wurde verhängt.

fotokerschi.at/Werner Kerschbaum

FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer infizierte sich im Herbst 2020 und fiel danach einige Zeit aus. 

APA/Helmut Fohringer

Als bislang einziger Minister wurde Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) positiv getestet. Er zeigte aber keine Symptome und konnte seine Arbeit bald wieder aufnehmen.

APA/Georg Hochmuth

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil wurde im November 2020 positiv getestet. Er hatte nur mit milden Symptomen zu kämpfen.

APA/Roland Schlager

In Tirol wurde im Oktober 2020 Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler positiv getestet.

APA/EXPA/Johann Groder

Der Seilbahn-Obmann und ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Hörl lieferte im Jänner 2021 einen positiven Test ab. Davor nahm er an einer ÖVP-Sitzung im Landhaus teil.

APA/Roland Schlager

ÖVP-Mandatar Johann Singer war im März 2020 der erste Nationalratsabgeordnete, der positiv auf Corona getestet wurde.

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Die Infektion der Nationalratsabgeordneten Maria Großbauer (ebenfalls ÖVP) wurde im April 2020 bekannt.

Parlamentsdirektion/Johannes Zinner

Der ÖVP-Abgeordnete Martin Engelberg erkrankte schwer an Corona und musste im Spital behandelt werden. "Es waren heftige Tage – sieben Tage hohes Fieber, mit Medikamenten rauf, runter", erzählte er danach.

Parlamentsdirektion/Photo Simonis

ÖVP-Umweltsprecher Johannes Schmuckenschlager hatte im Herbst 2020 nur leichte Symptome. Wo er sich angesteckt hat, weiß er aber nicht.

APA/Roland Schlager

Die NEOS-Abgeordnete Karin Doppelbauer erwischte es ebenfalls vergangenen Herbst. 

Parlamentsdirektion/Photo Simonis

Der SPÖ-Abgeordnete Alois Schroll legte sein Amt als Bürgermeister von Ybbs zurück, weil ihm die Erkrankung seine Grenzen gezeigt habe.

Parlamentsdirektion/Photo Simonis

Die Corona-Erkrankung von Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) war besonders von einer "anstrengenden Atemnot" geprägt, erzählte er danach.

APA

Der prominenteste Fall auf kommunaler Ebene betraf den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). 

APA/Erwin Scheriau

In der Wiener Stadtregierung erwischte es SPÖ-Stadträtin Katrin Gaal bereits im März 2020.

APA/Helmut Fohringer

In Bregenz infizierte sich Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) mit Corona. Als am schlimmsten empfand auch er die Atembeschwerden.

APA/Dietmar Stiplovsek

Der SPÖ-EU-Abgeordnete Günther Sidl wurde im Herbst 2020 positiv getestet.

Martin Peterl

Die grüne EU-Abgeordnete Sarah Wiener spürte nach ihrer Infektion im Herbst lange die Folgen davon. Zu starkem Husten habe sie eine Erschöpfung gespürt, "die teilweise bis heute andauert", so Wiener.

APA/Hans Klaus Techt
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