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FlüchtlingeErdogan droht erneut mit dem "Öffnen der Türen"

Am Rande seines Besuchs bei Viktor Orban in Budapest hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einmal mehr den Europäern angedroht, "die Türen zu öffnen" für Flüchtlinge.

Erdogan am Rande seines Besuchs bei Orban in Budapest
Erdogan am Rande seines Besuchs bei Orban in Budapest © APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei einem Besuch in Europa einmal mehr damit gedroht, "die Türen zu öffnen" für Flüchtlinge. "Ob Unterstützung kommt oder nicht, werden wir unsere Gäste weiter beherbergen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt", sagte Erdogan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Budapest.

Ohne mehr Unterstützung werde die Türkei die Grenzen öffnen müssen. "Wenn wir sehen, dass dies nicht funktioniert, werden wir keine Option haben, als die Türen zu öffnen. Wenn wir die Türen öffnen, ist es klar, wohin sie gehen", sagte Erdogan. Der türkische Staatschef dringt seit Jahren auf mehr Unterstützung der Europäer zur Versorgung der 3,6 Millionen syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge in der Türkei.

In den vergangenen Monaten drohte Erdogan wiederholt damit, die Grenzen nach Europa zu öffnen. Im Zuge eines Abkommens zwischen der Türkei und der EU wurden von EU-Seite Milliardenzahlungen für die Versorgung der Flüchtlinge zugesichert und teils auch geleistet.

Erdogan will nun einen Teil der Flüchtlinge in einer sogenannten Sicherheitszone an der türkischen Grenze in Nordsyrien ansiedeln, welche die türkische Armee von der syrischen Kurdenmiliz YPG erobert hat, doch gibt es international große Bedenken gegen das Vorhaben. "Die Sicherheitszone, die wir schaffen wollen, soll ermöglichen, dass die Migranten in unserem Land in ihre Häuser, in ihr Land zurückgehen", sagte Erdogan nun an der Seite von Orban.

Der ungarische Regierungschef ist ein scharfer Kritiker der Aufnahme von Flüchtlingen in Europa. Der Rechtspopulist lehnt insbesondere die Einwanderung aus muslimischen Ländern ab. Er unterstützt daher die Pläne Erdogans, die Syrer in ihre Heimat zurückzuschicken

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SoundofThunder
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Uns kann nichts passieren

Unser KurzIV hat ja die Balkanroute geschlossen!

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picciona1
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erdogan wurden 6 mrd zugesagt

geflossen sind bis jetzt ca 3 mrd.
war ein paar wochen im fernsehen:
die eu kommission und die länder können sich nicht einigen wer zahlt.
die länder sagen die eu kommission und die eu sagt die länder sollen zahlen.
das geld ist für die versorgung der flüchtlinge, damit werden essensgutscheine ausgegeben und die flüchtlingslager sollen recht ordentlich sein.
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habe es ehrlich gesagt, sehr anständig gefunden, dass erdogan den pakt eingehalten hat.
und an die eu: verträge sollte man einhalten, andere länder könnten auf die idee kommen, die eu nicht mehr ernst zu nehmen.

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duerni
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Den entscheidenden Fehler hat Frau Merkel gemacht, indem...

.. sie Erdogan, das Zurückhalten der Flüchtlinge abgekauft hat. Die EU ist erpressbar und unsere Drohungen gegen Erdogan sind in Wahrheit zahnlos. Syrien und der Irak stehen unter dem Einfluss Putins - und der hat kein Interesse, Europa zu helfen - der will seinen Zugang zum Mittelmeer - schon vergessen?
Nachdem auch die Amis abgehauen sind, hat Europa keine Möglichkeit, auf die Abwanderung aus diesen Gebieten Einfluss zu nehmen.
Europa - die EU - hat mit dem Brexit die stärkste Militärmacht verloren und sich damit von der Weltbühne verabschiedet.
Der eigentliche Hohn: Die Türkei ist NATO Mitglied!!!!!!!

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gerbur
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Offene Türen in der Türkei?

Fraglich, ob die Türen wie von Erdogan angedacht nur in eine Richtung benutzt werden könnten. Was, wenn die EU türkischen Staatsbürgern die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis entzieht?

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tomtitan
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"Was, wenn die EU türkischen Staatsbürgern die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis entzieht?" -

Das wird leider schwer gehen, nachdem ein Großteil bereits EU-Bürger sind...

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Horstreinhard
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Europa muss dann mit dem Schließen der Türen für die Türkei antworten

Ohne die Handelsbeziehungen mit der EU ist die Türkei rasch pleite. Und wenn für alle türkischen Bürger die Einreise in Europa gesperrt wird, holt sich der Sultan heiße Ohren ;-)

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heku49
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Und den Fremdenverkehr lahm legen,oder?

Das wär's wohl!

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