Ab 1. Dezember soll in ganz Österreich die Strompreisbremse gelten. Bis Juni 2024 werden pro Jahr und Zählpunkt 2900 Kilowattstunden mit bis zu 30 Cent gefördert. Einen Antrag muss niemand stellen, die Förderung soll automatisch von der Stromrechnung abgezogen werden. Auf der Stromrechnung wird eine eigene Zeile eingezogen, die ausweist, wie viel der Kosten vom Staat übernommen werden. 

Wie hoch die Ersparnis genau ist, hängt sowohl vom individuellen Verbrauch als auch vom Stromtarif ab. Und hier gibt es große Unterschiede.

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Subventioniert wird jedenfalls nur der tatsächliche Stromverbrauch. Auf den meisten Stromrechnungen wird der als "Energiekosten" ausgewiesen, manchmal heißt er auch "Arbeitspreis". Dieser Preis ist niedriger als der Tarif, den Vergleichsportale häufig anbieten - beim Strompreisvergleich wird meistens der Gesamtpreis aus Energiekosten, Netzgebühren, Steuern und Abgaben angegeben.

Für alle Menschen, die aus sozialökonomischen Gründen von der GIS-Gebühr befreit sind - insgesamt etwa 300.000 - wird zusätzlich die Netzgebühr um 75 Prozent reduziert. Das soll noch einmal bis zu 200 Euro Ersparnis bringen.

Welcher Betrag subventioniert wird

Der Strompreisdeckel ist folgendermaßen aufgesetzt: Für die ersten 2.900 Kilowattstunden zahlen Kundinnen und Kunden nur 10 Cent, die Differenz auf den tatsächlichen Preis wird aus dem Staatsbudget bezahlt. Wenn der Strompreis allerdings über 40 Cent pro Kilowattstunde liegt - oder im Lauf der nächsten Monate so hoch steigen sollte - werden nur 30 Cent abgezogen. Was darüber liegt, müssen die Kunden bezahlen. Auch für den Energieverbrauch, der über 2.900 Kilowattstunden hinaus geht, zahlen Endverbraucher den Preis laut Tarif.

Zu wissen, wie hoch der eigene Preis pro Kilowattstunde ist, ist wichtig, um abschätzen zu können, wie hoch die Subvention ausfällt. Wenn der Tarif-Preis pro Kilowattstunde Strom auf der Rechnung nicht ausgewiesen ist, lässt er sich leicht berechnen: Dazu einfach die Energiekosten durch den Stromverbrauch dividieren.

Etliche Stromtarife bieten Rabatte, Gratis-Stromtage oder einen Bonus an. Das wird bei der Berechnung des geförderten Kontingentes abgezogen. So soll verhindert werden, dass Energienunternehmen ihren Kunden und Kundinnen hohe Rabatte gewähren, die sie sich vom Staat finanzieren lassen.

Am Ende werden noch 20 Prozent Umsatzsteuer aufgeschlagen - und zwar auch auf den geförderten Tarif.

Vier Beispielrechnungen