Eine Rekordzahl an Gedenk-, Friedens- und Sozialdienern hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Mittwoch in der Hofburg verabschiedet. Mehr als 250 Jugendliche werden in den nächsten Wochen in alle Erdteile ausschwärmen, um – vielfach als Ersatz für den Zivildienst – bei unterschiedlichsten Projekten mitzuwirken. Rund 150 kamen zur Feier in die Hofburg. Viele sind als Gedenkdiener bei den unterschiedlichsten Holocausteinrichtungen, (Museen, Archiven, KZs) in aller Welt tätig, über alle Kontinente sind auch die Sozialdiener verstreut. Friedensdiener kommen bei den Genozid-Gedenkstätten in Ruanda oder in Srebrenica zum Einsatz.

Van der Bellen zog in seiner Rede den Hut vor den Jugendlichen. "Es gehört ein gewisser Mut, in so jungen Jahren in alle Welt zu gehen. Feig und träge darf man nicht sein, wenn man das tut." Die meisten Gedenk- und Sozialdiener haben einjährige Vorbereitungskurse durchlaufen. Der Bundespräsident würdigte das "bemerkenswerte Engagement". Die Beschäftigung mit den Opfern und den Folgen des Holocaust trage zur Sensibilisierung bei, um bedenkliche Entwicklungen zu erkennen. "Sie machen die Welt ein Stück besser."