Absturz von 44 ProzentÖVP in Tirol laut Umfrage nur noch bei 32 Prozent

Würde die Bevölkerung bereits jetzt zu den Urnen gerufen, hätte die seit Jahrzehnten regierende Tiroler ÖVP offenbar ein veritables Problem: Sie käme nur mehr auf 32 Prozent.

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© APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL
 

Mehr als ein Jahr ist die Tiroler Landtagswahl – voraussichtlich im Februar oder Frühjahr 2023 – noch entfernt. Doch würde die Bevölkerung bereits jetzt zu den Urnen gerufen, hätte die seit Jahrzehnten regierende Tiroler ÖVP offenbar ein veritables Problem: Sie käme nur mehr auf 32 Prozent, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Dienstagsausgabe) über das Ergebnis einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage. Bei der Landtagswahl 2018 hatte die ÖVP 44,26 Prozent eingefahren.

Auch eine mögliche neuerliche schwarz-grüne Koalition – diese Konstellation regiert Tirol seit 2013 – würde sich nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Gallup" (600 befragte Tirolerinnen und Tiroler, Schwankungsbreite +/- 4,1 Prozent) damit nicht mehr ausgehen. Denn die Grünen würden zwar etwas zulegen, kämen auf zwölf Prozent (2018: 10,67 Prozent), würden aber die offenbare, derzeitige Schwäche der ÖVP von Landeshauptmann Günther Platter mehrheitsmäßig nicht wettmachen.

Einzug der MFG

Indes fragte "Gallup" auch das Potenzial der impf- und maßnahmenkritischen MFG (Menschen – Freiheit – Grundrechte) ab: Die Partei käme demnach auf sieben Prozent und würde auf Anhieb in den Landtag einziehen.

17 Prozent fährt die SPÖ laut der Umfrage ein und liegt damit im Bereich ihres letzten Landtagswahlergebnisses von 17,25 Prozent. Dasselbe gilt für die FPÖ: Sie kommt auf 15 Prozent (2018: 15,53 Prozent). Deutlich zulegen würden die NEOS mit neun Prozent laut Umfrage (2018: 5,21 Prozent). Die Liste Fritz würde mit fünf Prozent annähernd dasselbe Ergebnis einfahren wie beim letzten Urnengang (5,46 Prozent).

Lösungskompetenz

Abgefragt wurde auch die Lösungskompetenz: Hier würden derzeit nur ein Viertel der ÖVP zutrauen, die Herausforderungen und Probleme im Land am besten zu lösen. Im Vorjahr waren es noch 34 Prozent. Laut "Gallup" würden vor allem Corona-Maßnahmenkritiker und Impfskeptiker der Volkspartei den Rücken kehren und sich der MFG anschließen. Die Neo-Partei würde zudem auch in Tirol die FPÖ politisch bremsen.

Platter hatte im Frühsommer im Zuge einer Regierungsumbildung angekündigt, 2023 noch einmal anzutreten. Der Landeschef regiert Tirol bereits seit 2008 – zunächst fünf Jahre mit der SPÖ und seitdem mit den Grünen. Bei der Landtagswahl 2018 hatte der frühere Verteidigungs- und Innenminister seinen bisher größten politischen Triumph eingefahren. 2028 werde er dann nicht mehr antreten, kündigte der 67-Jährige an. In den vergangenen zwei Jahren standen der Landeshauptmann und seine Regierung vor allem wegen des Corona-Krisenmanagements rund um die Causa Ischgl teils im Dauerfeuer.

Nachfolger rar gesät

Mögliche politische Nachfolger im LH-Sessel sind derzeit rar gesät. Einzig WK-Chef Christoph Walser werden Ambitionen für die Zeit nach Platter nachgesagt. Walser hatte zuletzt im APA-Interview Platter unter anderem als geeigneten ÖVP-Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl 2022 ins Spiel gebracht – sollte Alexander Van der Bellen nicht mehr antreten.

In nicht allzu ferner Zukunft findet übrigens in Tirol ein weiterer Urnengang und damit wohl ein kleiner Testlauf für die Landtagswahl statt: die Gemeinderatswahlen am 27. Februar. Nicht gewählt wird allerdings in der Landeshauptstadt Innsbruck.

Kommentare (31)
netsurfer10
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Das kann

man nicht verstehen. Es kommen doch eh nur die qualitativ höchsten Meldungen von den führenden Proponeten aus dem Bundesland. Vielleicht denken sich einige doch was.

Hieronymus01
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Man muss es anders betrachten.

32% glauben dass die ÖVP und Platter eine gute Politik machen.

Ich bekomme eine Gänsehaut..

voit60
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noch immer 32 Prozent

für den Dorfgendarmen?

kritik53
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Leider

nicht verwunderlich, bei diesen Repräsentanten der Tiroler Regierung mit Platter und Hörl.

Pragmatikus
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Wieso noch wählen,

wenn die Experten der Meinungsumfragen eh alle Ergebisse bereits im Vorhinein kennen

Lodengrün
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Er ahnte

ohnehin seinen politischen Tod. Was kann er überhaupt auf der Habenseite vorweisen? War schon als Minister eine Zumutung. Flog zwar privat Heeresmaschinen, bei den Abfangjägern war er total daneben.

hortig
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@lodengruen

Und als ÖVP Sympathisant muss ich dir vollkommen recht geben. Der wohl unnötigste ÖVP Spitzenpolitiker derzeit

Lodengrün
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Mein Freund @hortig

wir haben doch beide den gleichen Ansatz. Die Arbeit soll gut und ehrlich erledigt werden. Was glaubst wie mich Voves auf die Palme brachte. „Wo kommen wir hin wenn ich meine Bezugserhöhung rechtfertigen muss“. Und dann schließlich als er seinen Kritikern empfahl auf einen der doch zahlreichen Bäume zu verschwinden.

hortig
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@lodengruen

Ich weiß, Voves war schon als Eishockeyspieler eine Vorgabe. Ich kannte Leute aus seiner engeren Umgebung, da könnte ich Dir ges erzählen....

Lodengrün
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Und

wie er dann bei der Merkur das wurde ist mir bis heute noch nicht ganz erklärlich. Viele sagen die Frau.

hortig
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@lodengruen

Die Geschichte kann ich dir erzählen, aber nicht hier. Bist Du auf FB?

Lodengrün
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Nein

ich lehne die sozialen Netzwerke ab. In meiner Branche wäre dies ein Flächenbrand würde ich da beitreten. Denke aber nach wie wir das managen. Ich denke ich werde da einmal bei Deiner Musi den Kontakt aufmachen.

Horstreinhard
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Am meisten daneben bei den Abfangjägern war der Darabos

Der hat einen Millionenschaden angerichtet - und muss nicht einmal dafür gerade stehen!

voit60
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hat gar der Burgenländer

diesen Schwachsinn gekauft? Oder war gar der Herr Schüssel und Herr Grasser damit beauftragt?

Lodengrün
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Guter @voit

sie kommen mit allen verfügbaren Argumenten aus ihrem türkisen Schlamm hervor. Da setzt Nehammer schon einmal dennAustrofaschismus mit dem Austromarxismus gleich. Haben verständlicherweise eine schwere Zeit. Unterm Strich hat Kurz dieser Partei mehr geschadet als genutzt. Sie hatte ihre Macken, war aber stets seriös. Das ist Geschichte.

Lodengrün
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Der

wollte etwas korrigieren und trat noch mehr ins Näpfchen. Es ging aber von platter aus. Da führt kein Weg vorbei.

goergXV
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genauso ist es !!!

...

fdaxner
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So gfoit ma des

So gefällt mir das!

blendent
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Wieso Problem...

Ehrlich gesagt wäre nach den Ereignissen um Kurz und sie ÖVP alles über 10% noch überraschend gut ..

blendent
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Naja,

eigentlich ist das auch noch zu hoch gegriffen denn wer sollte sie denn eigentlich überhaupt noch wählen außer die Reichen, ihre Freier sozusagen...

tomskleine1
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Politiker

Wird Zeit das wir diese abgehobenen „Politiker“ endlich rausschmeissen und versuchen endlich Personen in diese Positionen zu bekommen, die diese Verantwortung für uns Bevölkerung auch erkennen und leben.
Weg mit diesen überheblichen Selbstdarstellern ……

Hausverstand100
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Das Problem ist nur:

In welcher Partei findest solche Menschen? Wollen eh alle nur sich selbst profilieren und zum Trog....

heri13
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Bis zur Wahl,

Müssen sie froh sein,wenn sie noch 13% bekommen.

UHBP
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ÖVP in Tirol laut Umfrage nur noch bei 32 Prozent

Immer noch 32%? Das muss wohl am geringen Sauerstoffgehalt in der Höheluft liegen.

Zeitgenosse
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Auch die Tiroler

werden gscheiter!!!!

gehtso
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Angesichts der

letzten Entwicklungen immer noch erstaunlich viel.

 
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