CoronaKardinal Schönborn zeigt Verständnis für Impfpflicht

Kardinal Schönborn: "Freiheit ohne Pflichten gibt es nicht." Kritik übt er an Vergleichen mit einer Diktatur.

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++HANDOUT++ ORF-SILVESTERANSPRACHE VON KARDINAL SCHOeNBORN
© APA/HERBERT MARTINSCHITZ
 

Wiens katholischer Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat Verständnis für die von der Regierung geplante Impfpflicht gezeigt. Natürlich sei diese, auch wenn sie temporär sein soll, ein Eingriff in die Freiheit, sagte er in der am Sonntag ausgestrahlten Sendung "Club 3" von "Kronen Zeitung", "Kurier" und "profil". "Aber jedes Gesetz ist ein Eingriff in die Freiheit." Kritik übte Schönborn an NS-Vergleichen von Corona-Maßnahmengegnern.

"Impfen ist absolut eine Sache der Nächstenliebe", stellte Schönborn den Standpunkt der katholischen Kirche klar und weiter: "Alle Maßnahmen, die wir jetzt einhalten müssen, dienen dazu, andere zu schützen und anderen die Krankheit zu ersparen." Die Ängste relativ vieler Menschen vor der Impfung müssten aber ernst genommen werden. Gleichzeitig hätten Regierung und beratende Experten auf die Gesundheit aller zu achten.

Konkret auf die Impfpflicht angesprochen meinte der Kardinal: "Es scheint eben so zu sein, dass ohne ein gewisses Maß an Durchimpfung der Bevölkerung diese Pandemie nicht zu überwinden ist." Freiheit sei ein "unglaublich kostbares Gut", habe aber eine Grenze, "und das ist die Freiheit des anderen", so Schönborn. Zu den auch von der FPÖ aufgebrachten Diktatur-Vergleichen im Zusammenhang mit staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen kritisierte Schönborn: "Die Frage einer temporären Impfpflicht kann man doch nicht mit dem Nationalsozialismus vergleichen."

Kommentare (5)
wischi_waschi
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Kirche

In diesen Verein trete ich nie mehr ein , Nie mehr. Hat ja eh viel zu lange gedauert!

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Danke Herr Kardinal für die Wortspende, aber die Kirche soll Kirche bleiben und da
hat sich der Staat nicht einzumischen, aber die Kirche hat sich nicht in Staatliche
Dinge einzumischen. Kardinal Innitzer war das beste Beispiel für Kirchliche
Einmischung die zum Untergang Österreichs beigetragen hat. Schauen Sie besser
das Sachen wie Grohr, Krenn und dem ehemaligen Bischof von Kärnten nicht mehr
passieren.

HansWurst
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WAS ist denn ihr Problem?

Über Kardinal Innitzer wissen sie offensichtlich nicht sehr viel.
Einfach nachlesen: im hervorragenden Buch von Prof. Liebmann über Innitzer.

Schubarsky
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Wie gut,

dass ich schon lange aus diesem Verein ausgetreten bin! Sonst wär's spätestens jetzt Zeit dafür...

HansWurst
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Kluge Worte

unseres Kardinals.