Krankenversicherungsbeiträge Steuerreform: Geplante KV-Beitragssenkung bringt bis zu 300 Euro

Die von der Regierung geplante Maßnahme sieht vor, dass die Krankenversicherungsbeiträge für kleinere Einkommen abgesenkt werden.

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© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die im Zuge der Steuerreform angekündigte Senkung der Krankenversicherungsbeiträge für niedere Einkommen können im Einzelfall bis zu rund 300 Euro netto pro Jahr bringen. Das geht aus der APA vorliegenden Berechnungen der Agenda Austria hervor. Daten des Momentum Instituts sehen einen Maximal-Effekt von bis zu 270 Euro.

Die seitens der Regierung geplante Maßnahme sieht vor, dass die Krankenversicherungsbeiträge für kleinere Einkommen um bis zu 1,7 Prozentpunkte der allgemeinen Beitragsgrundlage (je nach Einkommensstufe) abgesenkt werden. Bei ASVG-Versicherten bedeutet dies beispielsweise, dass bei einem Monatseinkommen bis 1.100 Euro der Beitragssatz von derzeit 3,87 Prozent auf 2,17 Prozent sinkt. In der höchsten Stufe (zwischen 2.400 und 2.500 Euro) beträgt die Reduzierung noch 0,2 Prozentpunkte. Bei einem Verdienst über 2.500 Euro bleiben die Beiträge gleich.

Laut den Berechnungen der Agenda Austria bedeutet die Maßnahme, dass Monatseinkommen von 1.000 Euro brutto um 238 Euro netto pro Jahr entlastet werden. Bei einem Einkommen von 1.500 Euro bringt die Senkung rund 258 Euro jährlich, bei einem von 2.000 Euro in etwa 217 Euro. Knapp unter der Grenze von 2.500 Euro, ab der die Beiträge gleich bleiben, sinkt der Effekt auf unter 50 Euro pro Jahr. Den Maximal-Effekt sieht Agenda Austria mit rund 300 Euro bei einer Einkommenshöhe von 1.750 Euro.

Ähnliche Werte brachten die Berechnungen des Momentum Instituts: Bei 1.000 Euro Einkommen bringt die Entlastung demnach rund 240 Euro, bei 1.500 Euro profitiert man von der Maßnahme mit rund 260 Euro, bei 2.000 Euro mit rund 200 Euro und knapp unter 2.500 Einkommen mit rund 50 Euro. Die maximale Entlastung berechnet das Momentum Institut mit 272 Euro für Einkommen von 1.700 Euro.

Kommentare (4)
schteirischprovessa
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Man kann jede Maßnahme anzweifeln oder als zu gering wirksam bezeichnen.

Oder auf dem Neidkomplex herumreiten, weil es andere gibt, für die eine Maßnahme noch mehr bringt.
Auch mir bringt eine Minderung der SV nahezu nichts, da ich ja als Pensionist nur die 5,1 % Krankenversicherung zu tragen habe.
Doch für eine sachliche Bewertung sollte man alle Maßnahmen gemeinsam heranziehen und nicht auf Einzelpositionen herumreiten.
Aber auf jeden Fall wäre die Steuerreform eine rundere und ehrlichere Sache, wenn gleichzeitig die kalte Progression abgeschafft wird.

deCamps
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Wie ich oft schreiben muss. @Hazel15

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Sorry, ich vermute einerseits uninformiert, ahnungslos und daher unwissend in der Materie zur Sache. Andererseits vermute ich, wenn man den Artikel nicht richtig liest, dann kann er auch nicht verstanden werden.
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".......Laut den Berechnungen der Agenda Austria bedeutet die Maßnahme, dass Monatseinkommen von 1.000 Euro brutto >>>>>> um 238 Euro netto pro Jahr <<<<<< entlastet werden........" Jetzt verstanden? Insgesamt netto Ersparnis 238 Euro PRO JAHR.
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Bei ASVG-Versicherten bedeutet dies beispielsweise, dass bei einem Monatseinkommen bis 1.100 Euro der Beitragssatz von derzeit 3,87 Prozent auf 2,17 Prozent sinkt. Und das rechnet man dann auf das gesamte Jahr um.

Hazel15
2
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Geplante KV-Beitragssenkung bringt bis zu 300 Euro

Wie kommt man bei 1000 Euro brutto auf 238 Euro entlastung????
Bei monatlich 1000 Euro brutto beträgt die Sozialvericherung 151,20 Euro
Erleichterung um 1,7 % 2,57 Euro
Jährliche Entlastung sage und schreibe inkl. 13. und 14. Geh. 35,64 Euro
Wie die 238 Euro zustandekommen, ist mir ein Rätsel.

Hausschuh
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Falsch gerechnet

Der Beitragssatz sinkt von 3,87 auf 2,17 von 1.100,— , das macht pro Monat
1100.— : 100 x 1,7 = 11x1,7 = 18,7 Euro pro Monat.