Bald 400 belegte IntensivbettenAntigentests könnten in rund einer Woche ihre Gültigkeit verlieren

Experten gehen davon aus, dass der Schwellenwert von 400 Corona-Intensivpatienten demnächst überschritten wird. Das würde zu weiteren Einschränkungen nicht Geimpfter führen.

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Sollte der Schwellenwert von 400 überschritten werden, tritt 2G in Kraft
Sollte der Schwellenwert von 400 überschritten werden, tritt 2G in Kraft © 
 

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein geht davon aus, dass in rund einer Woche der Schwellenwert von 400 mit Corona-Infizierten belegten Intensivbetten überschritten wird. Aktuell liegt Österreich bereits bei 280. Dann würden Stufe zwei und drei des Fünf-Punkteplans zusammenfallen und sofort aktiviert werden - ohne einwöchige Frist, so der Minister in einer Stellungnahme gegenüber der Kleinen Zeitung.

Das hieße, dass in allen Bereichen mit 3G in ganz Österreich die Antigentests ihre Gültigkeit verlieren würden. Zutritt zur Gastronomie etwa hätten dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem PCR-Test. In der Nachtgastro und bei Großveranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze hätten nur noch Geimpfte und Genesene (2-G-Regel) Zutritt.

„Durch die Prognosen der Experten sind wir auf die aktuell steigenden Infektionszahlen gut vorbereitet. Der Stufenplan gibt klar die Richtung vor. Für geimpfte Menschen wird sich durch die anstehenden Verschärfungen nichts ändern. Ich appelliere daher einmal mehr an alle, die noch nicht geimpft sind: Bitte tragen auch Sie dazu bei, dass wir diese Pandemie bald hinter uns lassen können!“

2,5G-Regel am Arbeitsplatz

Aus der 3G-Regel am Arbeitsplatz, die ab 1. November gilt, soll laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bereits Mitte November 2,5G werden. "Das heißt, auch hier werden wir mit der 14-tägigen Übergangsfrist, wo noch alternativ FFP2-Masken akzeptiert werden, ab 15. November eine 2,5G-Regelung am Arbeitsplatz machen", sagte Mückstein am Freitagabend in der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild". Zur Umsetzung der 2,5G-Regel am Arbeitsplatz gebe es noch weitere Gespräche mit den Sozialpartnern, hieß es aus Regierungskreisen Freitagabend zur APA.

Der 5-Stufen-Plan - die Maßnahmen im Detail

STUFE 1:

Stufe eins des erstmals Anfang September präsentierten Regelwerkes ist seit 15. September in Kraft, als die Zehn-Prozent-Auslastung an den Intensivstationen (ICU) mit Covid-Patienten erreicht wurde (bzw. 200 belegte Betten). Zuletzt lagen gut 220 Corona-Patienten auf Österreichs ICUs (bzw. 11 Prozent Auslastung). Die Politik befürchtet angesichts der stark wachsenden Infektionszahlen allerdings einen baldigen Anstieg in Richtung Stufe zwei.

In Phase eins ist überall dort, wo vor Einführung des "Stufenplans" ein einfacher Gesichtsschutz anzulegen war, die höherwertige FFP2-Maske zu tragen. Das gilt etwa in Supermärkten und sonstigen Lebensmittelgeschäften, Apotheken, Trafiken und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Im sonstigen Handel (beispielsweise Kleider- oder Elektrohandel) dürfen Geimpfte und Genesene ohne Maske in die Geschäfte, Ungeimpfte müssen hingegen eine FFP2-Maske anlegen. Schärfere Bestimmungen gelten bereits in Wien und in Salzburg, dort ist im gesamten Handel die FFP2-Maske Pflicht.

Die 3G-Regel wurde mit Inkrafttreten der Stufe eins von den schon gewohnten Settings (z.B. Gastronomie oder Events) auf Veranstaltungen ab 25 Personen ausgedehnt (davor ab 100 Personen). Antigen-Tests sind in Stufe eins nur 24 Stunden lang für einen 3G-Nachweis gültig (statt zuvor 48 Stunden). PCR-Tests können wie auch davor 72 Stunden lang verwendet werden. In Wien gibt es allerdings auch in diesem Bereich strengere Vorgaben als in Rest-Österreich: Antigen-Tests haben (außer für Kinder unter 12 Jahren) keine Gültigkeit. Der PCR-Test gilt nur 48 Stunden (für Kinder unter 12 Jahren 72 Stunden).

STUFE 2:

Stufe zwei bleibt unverändert: Sieben Tage nach Überschreitung einer Intensivstations-Auslastung von 15 Prozent (300 Betten) gilt in der Nachtgastronomie (und "ähnlichen Settings") sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen eine 2G-Regel, d.h. nur mehr Geimpfte oder Genesene haben Zutritt. Außerdem sind in Stufe zwei Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3G-Eintrittsregel gültig. In der Bundeshauptstadt Wien sind genau diese Verschärfungen bereits abseits des "Stufenplans" in Kraft gesetzt worden.

STUFE 3:

Sollte es zu einer Auslastung von 20 Prozent (400 Betten) kommen, folgt Stufe drei. In Bereichen mit 3G verliert der Antigentest dann in ganz Österreich seine Gültigkeit. Zutritt hätten damit überall nur mehr Geimpfte, Genesene oder Personen mit aktuellem PCR-Test. Seit Freitag neu ist, dass diese Maßnahme sofort bei Überschreiten des Grenzwertes in Kraft tritt. Die bisher vorgesehene Sieben-Tages-Wartefrist fällt weg.

STUFE 4:

Die neue Phase vier des Planes wird bei einer Auslastung von 25 Prozent bzw. 500 belegten ICU-Betten schlagend. Vorgesehen ist dann eine "2G"-Regel in allen "3G"-Bereichen: Ungeimpften wird damit der Eintritt etwa in Gastronomie, Hotellerie, zu Veranstaltungen, Kultureinrichtungen, Freizeiteinrichtungen oder Sportveranstaltungen untersagt. Das gilt dann auch bei Vorlage eines negativen Tests - egal ob Antigen oder PCR. Genaue Details werden laut Gesundheitsministerium noch ausgearbeitet, betroffen sein könnten aber etwa auch körpernahe Dienstleister wie beispielsweise Friseure, für die man derzeit einen 3G-Nachweis braucht.

STUFE 5:

Sollte die Intensivstations-Auslastung sogar 600 Betten übersteigen (bzw. 30 Prozent), dann kommt es zu Phase fünf, in der die als "kritisch" geltende 33-prozentige Auslastung der Intensivkapazitäten mit Covid-Patienten nahezu erreicht wäre. Diese Stufe bringt "Ausgangsbeschränkungen" für Ungeimpfte - den bereits aus früheren Pandemie-Phasen bekannten Lockdown.

Damit wäre für all jene, die weder eine Impfung noch einen aufrechten Genesungs-Status vorweisen können, das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs nur noch in Ausnahmefällen gestattet. Erlaubt ist dann etwa noch die Grundversorgung (wie Einkäufe) oder der Weg zur Arbeit.

 

Kommentare (45)
Minny
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Überfüllung der Intensivbetten!

Ich möchte das mal gerne selbst sehen. Ich glaube den Daten überhaupt nicht mehr. Eigentlich ist alles schon unglaubwürdig. Hab mich für ein bißchen mehr Freiheit impfen lassen. 1und 2.Impfung und jetzt soll ich noch eine 3 impfen lassen,nö da spiel ich nicht mit. Laufe im Beruf denn ganzen Tag mit Mundschutz trotz Impfung.Die ,die ich schützen soll,lassen sich nicht impfen weil sie meinen "so einen Dreck lass ich mir nicht spritzen." Sie braucht keinen Mundschutz tragen.

griesbocha
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Der typische Impfverweigerer sagt, man kenne die Langzeitfolgen nicht,

während er sich nach Schnitzel und Pommes das dritte Bier zusammen mit der Marlboro gönnt.

100Hallo
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freie Meinung

Und hat er nicht Recht. Auch Sie kennen die Langzeitfolgen nicht. Oder behaupten Sie etwas anderes?

FRED4712
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es gibt keine langzeitfolgen

wegen der Impfung, allerdings schon wegen Corona.....aber es ist hoffnungslos mit Menschen, denen die geringsten medizinischen kenntnisse fehlen....

anonymus21
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Selbiges gönnen sich auch viele Geimpfte

während sie lautstark danach grölen ungeimpften Sozialversicherten die KH Aufenthalte selbst zahlen zu lassen.

X22
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Ich frage mich wie dies in der realen Wirtschaft ohne Antigentest ablaufen soll. Mitarbeiter müssten am SA bzw. SO einen PCR Test machen um am Mo arbeiten zu dürfen.

Wie soll das zB. im Baugewerbe ablaufen?
Baustelle X ist am Ort Y, wenn das übers Wochenende mit dem PCR Test nicht klappt, können die nicht mal irgendwo übernachten bzw. essen gehen. Da auf vielen Baustellen und Betrieben der Großteil der Arbeiter ihren Wohnsitz gar nicht in Österreich haben, erscheint mir das in ein Desaster zulaufen, ein Lockdown der kein Lockdown ist, wie stellt man sich das vor, wenn auf Grund dieser Regelungen Betriebe in Verzug kommen, bzw. Betriebe aufs Brechen der Gesetze angewiesen sind um nicht in Verzug zu kommen, wer trägt die Kosten für den Fall des Falles.
Aus persönlicher Sicht, 75% sind in meinem Betrieb geimpft, bei den 25% sind auch 70% bereit sich Impfen zu lassen, jedoch beachtet man die Frist bis man als geimpft gilt, vergeht ein Monat, bei Vollauslastung, wie es momentan ist kann kein Betrieb auf seine Mitarbeiter verzichten, da greift ein Rädchen ins andere und ist nur im kleinsten Maß kompensierbar, übergeordnet betrachtet, ist der Betrieb auch nur ein Rädchen vom Ganzen, da sind Abhängigkeiten im Spiel, die man erst verstehen muss, dh. hängt der X aus Graz nach, kann der Y und Z aus Tirol, Oberösterreich nicht weitermachen und der Z in Klagenfurt nicht aufsperren. Das sollte allen irgendwie bewusst sein, Regelungen sind ok, von mir aus auch ein Antigentest mit 12 Stunden Gültigkeit, es soll nur praxisorientiert machbar sein, theoretisch (PCR T am Wochenende) mags funktionieren, praktisch, sehe ich ein Chaos

duMont
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Die Bauleuet sind ja nicht so dumm wie sie das in ihren Bemerkungen beschreiben.

Sie müssen sich einfach nur impfen lassen und dann den PCR test machen.

checker43
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Einfache Lösung:

Impfen.

Elli123
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Vorschlag...

Montags Homeoffice.

X22
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Die Lösung, großartig

"Die Zimmerer bekommt einen Leimbinder, die Metalltechniker ein Rohr, die Installateure, Fliesenleger, Tischler, Elektriker, Klimatechniker, Ladenbauer, Maurer, Fassadenbauer, Dachdecker, Asphaltierer, Stahlbauer, .....
bekommen ihr Material von der Baustelle nach Hause geliefert und am nächsten Tag nehmens es mit auf die Baustellen bzw. in die Betriebe"

Ein Genieblitz, der in der Kurz-Zeit, sicher, zumindest medial umgesetzt worden sein würde, in der Nichtkurz-Zeit erwarte ich mehr, besonders weil es nicht mehr Neuland ist, außerdem bezweifle ich die Ernsthaftigkeit ihrer Meinung

Balrog206
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Xx

Danke für deine tolle absolut richtige Beschreibung ! Impfquote ist auch bei uns so ! Jedoch ob sich die paar noch impfen lassen wage ich bei uns zu bezweifeln 🙈

X22
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Ich sehe das Problem in der Infrastruktur der PCR-Tests

auch wenn der Gurgeltest (wenn lieferbar), den Ablauf etwas beschleunigen kann, wird die Engstelle bei den Laboren liegen, logisch betrachtet wird diese Überbelastung genau am Übergang des Wochenendes passieren, was mich ärgert, die WKO und Interessensvertretungen (das sollen ja die Praktiker sein ) schlafen, rein theoretisch hätte man diese Situationen schon längst durchspielen können und für Klarheit und Lösungen zu Sorgen, so hängt man wieder in der Luft und hangelt sich durch

pianofisch
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Nur aus Interesse:

Ist der Antigen-Test eigentlich schlechter/ungenauer als der PCR ?
Oder ist das nur eine Maßnahme, um es für Ungeimpfte komplizierter zu machen ?

anonymus21
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Ist der Antigen-Test eigentlich schlechter/ungenauer als der PCR ?

Ja, hohe Fehlerquote, auch selbst erlebt, falsch positiv mit dem ganzen Rattenschwanz an anschließendem Theater.

CloneOne
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Testen, testen, testen

hiess es noch vor Monaten….ein Test ist der einzige Nachweis um die Krankheit schnell nachzuweisen.
Jetzt verliert der Test seine Gültigkeit-WARUM!?
Man merkt die Inkompetenz unserer Politiker aller Farben.

owlet123
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Damals...

...als es "Testen testen testen" hieß, schrie ein Teil der Bevölkerung auch laut auf, dass sie das niemals machen werden, die Tests vollkommen ungenau und deswegen sinnfrei und sicher auch schädlich seien und der Staat hier nur unnötig Geld verschwende. Ob diese Aufschreier-Menge von damals sich zum (großen) Teil mit der Menge deckt, die heute für den Erhalt der Gültigkeit der kostenlosen Antigentests plädiert?

Klaus19
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Impfen

beendet die Pandemie!

Die Pandemie ist beendet, wenn 80% der Weltbevölkerung geimpft ist (WHO).

Spaltung ist besser als Gleichschaltung, oder?

Message Controll wirkt zu 100%

😊

anonymus21
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80% der Weltbevölkerung

schauns sich mal die weltweiten Zahlen an. Wir in Europa leben in unserer Blase, können froh sein wenn wir hier auf annähernd 80 kommen.
Grad in den Ländern mit höchster Einwohnerzahl pro km2 ist die Quote am niedrigsten - Bangladesh, Indien, Pakistan etc. alle um die 20% oder darunter. Von Afrika mal ganz zu schweigen.

selbstdenker70
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..

OK... Antigentest verliert die Gültigkeit. Und jetzt zum Thema Kinder. Muss jetzt zb ein ungeimpffter 13 jähriger , nonstop in die Apotheke zum PCR testen? Was ist dann mit den Antigentests in den Schulen? Da sitzen täglich über 20 Kinder in einem Raum, und dort ist er anscheinend recht Zuverlässig. Und die werden mit Sicherheit auch in den Schulen bleiben. Der gleiche Test beim Erwachsenen gilt aber nicht mehr. Aha....

tenke
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Ich mag

Stufe 4. Alles weitere klingt auch sympathisch.

steirischemitzi
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metoo

da sieht man dann anhand der Frisur wer geimpft ist und wer nicht :D

DergeerdeteSteirer
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@tenke, ............... es ist eigentlich bei diesem Umstand und der Faktenlage uninteressant was "sympathisch" ist, .....................

es ist von Nöten um Herr der Lage zu bleiben und schlimmeres zu verhindern!

Die Stufe 4, wie sie hier dargestellt ist, sollte bei solch Fallzahlen das einzig anwendbare sein um nicht in Teufels Küche zu kommen, auch wenn mir da eine Redewendung immer auf den Lippen liegt .......... "a wenn's ned hülft, schod'n tuat's a ned"................

DergeerdeteSteirer
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Für mich stellt sich ohne Zweifel die Frage ob Teile der/die Bürger wirklich so begriffsstützig und von ignorantem Ego behaftet sind und noch immer nicht begreifen was Sache ist, ..................

es geht einzig und allein nur um Selbstverantwortung und solidarischer Verantwortung anderen gegenüber, wie verbohrt und dämlich muss man sein auf der Klinge eines Messers herumzutanzen, es fehlt niemanden etwas was wichtig für's Leben wäre, da und dort mal kürzer treten zu müssen macht keinen unüberwindbaren Einschnitt, leider stellt sich immer mehr heraus wie wohlstandsverwahrlost immer mehr Teile in der Gesellschaft sind, es ist traurig es so hart aber treffend benennen zu müssen!!

hfg
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Wir sind in Italien

Und überall gibt es keine Kontrolle für Geimpft, Getestet oder Genesen, aber man muss in jedem Geschäft eine Maske ( Mund Nasenschutz) tragen, das wird sehr streng verlangt. Ansonsten gibt es den Corona Wahnsinn überhaupt nicht.

Patriot
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Die Devise muss lauten:

Impfung gratis, PCR-Test selber zahlen!

VH7F
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Unsere Apotheke freut sich über den österreichischen Testirrsinn

Das Geschäft läuft und läuft und läuft.

 
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