800 BefragteErste Umfragen nach Kanzlerwechsel: ÖVP stürzt ab

Am meisten profitiert die FPÖ, aber auch SPÖ und Neos können zulegen. Als einzige Partei neben der ÖVP verlieren die Grünen, wenngleich in ungleich geringerem Maße.

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Für SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner und FPÖ-Chef Herbert Kickl hat sich die Korruptions-Affäre rund um die ÖVP gelohnt: Beide Parteien fahren in Umfragen nach oben, die ÖVP verliert.
Für SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner und FPÖ-Chef Herbert Kickl hat sich die Korruptions-Affäre rund um die ÖVP gelohnt: Beide Parteien fahren in Umfragen nach oben, die ÖVP verliert. © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Wie nicht anders zu erwarten, schlagen sich die jüngsten Ereignisse rund um die ÖVP auch im Stimmungsbild innerhalb der österreichischen Bevölkerung nieder. In Umfragen rutscht die Kanzlerpartei von 31 Prozent im August auf 26 bis 27 Prozent ab. Der Wechsel an der Regierungsspitze von Sebastian Kurz auf Alexander Schallenberg lässt die ÖVP somit geschwächt zurück, gegenüber der Nationalratswahl vor zwei Jahren würde sie rund zehn Prozentpunkte verlieren.

Laut einer Erhebung von Market im Auftrag des "Standard" würde die ÖVP auf nur mehr 27 Prozent kommen, was mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Wahlergebnis liegt. SPÖ, FPÖ und NEOS gehen gestärkt heraus, auch die Grünen verlieren.

Durchgeführt wurde die Online-Befragung von Market mit 800 Beteiligten von 11. bis 12. Oktober, also nach dem Rücktritt von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz als Bundeskanzler. Zwar bleibt seine Partei darin noch immer stärkste Fraktion, allerdings rückt die SPÖ mit 25 Prozent recht nahe und verbucht einen Zugewinn im Vergleich zur Nationalratswahl im Jahr 2019 (21,2 Prozent) von fast vier Prozent. Noch mehr legt die FPÖ zu und kommt von ursprünglich 16,2 auf 21 Prozent.

Auch die NEOS konnten von der Regierungskrise profitieren, gewinnen in der Sonntagsfrage von Market rund 5 Punkte und würden nun bei 13 Prozent liegen. Verluste - wenn auch nur leichte - verzeichnen die Grünen, die nach dem von ihnen forcierten Abgang des Kanzlers die Koalitionsarbeit fortsetzen: Bei einer Nationalratswahl würden sie laut Market nur mehr auf 11 Prozent kommen, was ein Minus von 2,9 Punkten und den letzten Platz unter den Parlamentsparteien hinter den NEOS bedeuten würde.

Ähnlich sieht die Situation eine am Dienstag in der "Krone" publizierte Umfrage, die unter 1.099 Personen vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) durchgeführt wurde - allerdings zum Teil noch vor dem Kurz-Rücktritt. Dort käme die ÖVP auf 26 Prozent, die SPÖ auf 25 Prozent (und damit noch knapper an die Kanzlerpartei), die FPÖ auf 21 Prozent, NEOS und Grüne gleichauf auf 11 Prozent.

Umfragen sind, nicht nur in jenem Zusammenhang, wie ihn die jüngsten Ereignisse dokumentierten, mit Vorsicht zu genießen: Relevant für die Glaubwürdigkeit sind das Sample (in diesem Fall relativ niedrig) und die Qualität der Befragung, in diesem Fall nur Online. Mit dem Umstand, dass die ÖVP im Gefolge der Affäre stark verliert, war jedoch zu rechnen.

Kommentare (87)
deCamps
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Korrekt. Sorry.

Die Links und Rechts stehen um so Bewegung in die Mitte zu bringen.

mahue
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Manfred Hütter: schon wieder eine Umfrage mit nur 800 Leuten

Diese soll repräsentativ sein (lache), gute Nacht für die Meinungsforscher und Medien die solche veröffentlichen. Wen man befragt hat steht auch in den Sternen.

SagServus
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...

Sie haben offensichtlich keine Ahnung von Umfragen und der Größe eines Samples.

So zur Info: Ab einer Umfragepopulation von 100.000 Personen reicht ein Sample von min. 1100 um einen Fehlerbereich von +-3% zu haben. Mit 400 Befragten haben sie eine Fehlerbereich von +-5%, mit 100 einen Fehlerbereich von +-10%.

Das weitaus wichtigere ist die Qualität des abgefragten Datensatzes. Je mehr Daten sie von ihrem Sample für ihre Umfrage sammeln können, desto besser ist es natürlich.

Und, was natürlich hinzukommt ist, dass eine Umfrage halt schwer zu erstellen ist wenn die Antworten der Propanden nicht stimmen.

Das war unter anderem bei der ersten Trump Wahl so, wo viele einfach nicht zugegeben haben, Trump zu wählen oder jetzt bei der Graz Wahl, wo viele Wähler offensichtlich ins Nichtwählerlager gewechselt sind und dies bei der Umfrage nicht gesagt haben.

checker43
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Lernens

Umfragestatistik. Man muss nicht 100.000 befragen.

madermax
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@checker43

Hat man ja bei der Graz Wahl bestens gesehen wie "genau" Umfragen so sind...

checker43
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Die

letzte war sehr genau, nur wurde die nicht mehr abgedruckt oder von der ÖVP (ich glaube die hat die beuaftragt) an die Zeitungen gegeben. Die sagte bereits, dass es knapp wird zwischen ÖVP und KPÖ:

"Unsere aktuellen Umfragewerte lassen darauf schließen, dass sich eine dunkelrot-rot-grüne Koalition gegen die ÖVP nicht nur ausgeht, sondern immer wahrscheinlicher wird."

hansi01
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Ist das eine seriöse Umfrage?

Oder stecken die Fellner Brüder dahinter?

Kleine Zeitung
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Umfrage

Sehr geehrte(r) hansi01,
dies ist eine Umfrage laut einer Erhebung von Market im Auftrag des "Standard". Dies steht auch deutlich ausgeschildert im Artikel.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

Stony8762
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Kleine

Sind Sie ein Roboter? Ja/Nein!
Sie wiederholen sich!

wischi_waschi
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Glauben

Schön wäre es ja!

mschloegl
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Ach die lieben Umfragen

Bitte immer gleich den Auftraggeber dazu anführen!

Kleine Zeitung
3
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Umfrage

Sehr geehrte(r) mschloegl,
dies ist eine Umfrage laut einer Erhebung von Market im Auftrag des "Standard". Dies steht auch deutlich ausgeschildert im Artikel.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

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