Katerstimmung in der OppositionDoskozil kritisiert Rendi-Wagner wegen Treffen mit Kickl

Der Opposition ist der Wechsel an der Regierungsspitze zu wenig: In der morgigen Sondersitzung werden Misstrauensanträge eingebracht, ein Untersuchungsausschuss zu ÖVP-Skandalen wird vorbereitet. In der SPÖ führt die angedachte Allianz mit der FPÖ zu Verwerfungen.

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© (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Obwohl Sebastian Kurz als Bundeskanzler zurückgetreten ist, will die Opposition in der morgigen Sondersitzung des Nationalrats Misstrauensanträge einbringen. SPÖ, FPÖ und NEOS geht die Kanzlerrochade nämlich nicht weit genug, sie sehen das „System Kurz“ fortgesetzt. Heute soll entschieden werden, welche Anträge eingebracht werden.

Kommentare (59)
UHBP
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Das größte Glaubwürdigkeitsproblem in der SPÖ ist wohl Dokozil selbst.

Der Rechtsaußen in der SPÖ hat Probleme mit der FPÖ? Schon seltsam sein Verhalten. Erinnert irgendwie an die ÖVP die auch mit der FPÖ in Koalition waren und diese jetzt so furchtbar finden.
Könnte sich aber auch um ein "Aufmerksamkeitsdefizit" handeln ;-)

strohscw
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Ich verstehe nicht

wieso sich so viele mit der Art von Doskozil einverstanden erklären.
Man kann PRW mögen oder nicht, Tatsache ist aber, dass sie die gewählte Parteichefin ist. Jeder in der SPÖ hat die Möglichkeit sich zur Wahl zu stellen.
Dann muss man aber auch so demokratisch sein, dass man sich einer demokratischen Wahl beugt, oder einfach die Partei verläßt. Aber mit diesem undemokratischen Verhalten schadet er der ganzen Partei. Und kein Wähler wählt eine Partei die nur mit sich selbst beschäftigt ist.
Und wir haben selten so dringend eine wirkliche Alternative gebraucht wie in diesen Zeiten.

HASENADI
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Was will der Burgenländer?

Angenommen, das PRW-Manöver mit Kickl war nur als Rute im Fenster gedacht, für die Türkisen... was tatsächlich zu der beschleunigten Abfuhr von Kurz geführt haben kann. Wie immer, ein Ausschluss von der Regierungsverantwortung wäre für Türkis, in Zukunft wieder Schwarz, der "worst case". Der Schock darüber, dass ihnen jemand die Option mit der Kickl-Partie streitig macht, war bei der ÖVP noch nicht abgeklungen, da meldet sich der Burgenländer mit einer seiner Wortspenden, natürlich gegen seine Parteivorsitzende. Dabei ist es noch nicht lange her, dass er schmollend bekannt gab, sich zum bundespolitischen Geschehen nicht mehr äußern zu wollen... Sagt ihm das niemand in seinem Umfeld, dass sein foulverdächtiges Hineingrätschen in der eigenen Partei nur den politischen Gegenspielern hilft, spürt der sich nicht selber, ist er Teil eines anderen Systems, will er mit allen unfairen Mitteln seine Parteichefin zermürben, der eigenen Partei schaden...? Mit sollen Prügeln zwischen den Beinen kommt keine politische Bewegung vom Fleck, dabei tun sich wg. der korruptionsverdachtgebeutelten ÖVP soviele Spielräume auf.

homerjsimpson
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Gut dass Doskozil seiner Partei nie schadet... der Mensch ist inzwischen so jenseitig....

.... dass er der beste Helfer aller anderen Parteien ist. Da hat sich die SPÖ ein Eigentor geschossen mit dem Mann, dank dem sie in jedes Spiel mit 0:1 Rückstand gehen. Und Rendi-Wagner legt dann oft noch ein Eigentor im Spiel nach.

lieschenmueller
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inzwischen so jenseitig

Relativ gut angefangen und dann nicht mal stark, sondern nur mehr nachgelassen.

plolin
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Lieschen,

ich war auch einmal ein "Fan" von ihm

strohscw
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Für mich

ist das Verhalten von Doskozil gegenüber der gewählten Parteichefin identisch abzulehnen wie das Verhalten von Kurz gegenüber seinem damals gewählten Parteichef Mitterlehner.
Gewürzt wird diese Heuchelei mit der Tatsache, dass er mit der FPÖ in einer Koalition sitzt.

HASENADI
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Den Vergleich mit Kurz-Mitterlehner finde ich...

sehr zutreffend, auch in der Wirkung, um nichts besser, dass es der Burgenländer öffentlich von sich gibt. Jetzt, da die SPÖ im Burgenland absolut regiert, zeigen sich charakterlich Parallelen mit dem geschassten Kurz.

Lamax2
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Kikl als Retter?

Kikl hat sicher an Bedeutung gewonnen, wenn sogar eine Koalition mit ihm angedacht war. PRW war wie immer zu direkt und bezieht jetzt die Prügel. Wären nicht auch die Grünen dabei gewesen? Da sagt niemand etwas. Ich glaube, dass dieses Manöver sowieso nur eine Rute im Fenster war, denn diese Koalition wäre faktisch unmöglich gewesen.

Lodengrün
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Er spricht zu viel

Gift für die ramponierte Stimme.

Baldur1981
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ach

Ach das Burgenland. Wer ist da Landespatron? Richtig, der heilige Irrelevantius

lieschenmueller
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"Schilf-Kickl" mag das Original nicht

Da haben wir etwas gemeinsam!

umo10
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Solange Rendi u Doskozil an der SPÖ-Macht sind

herrscht Stillstand. Sie sind diametral in ihren Ansichten. Da sollte die SPÖ dran arbeiten Hr Kaiser

Rot-Weiss-Rot
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Heute in Puls 4 ein Interview mit H.C. Strache.

Es ist ja bekannt, dass ich alles andere als ein Freund der FPÖ bin, aber ehrlich, das Interview mit H.C. hat mich beeindruckt.
Er hat die Situation wirklich treffend analysiert.

Herr Doskozil sollte sich das ansehen, bevor er wieder Furze zu schießen beginnt.
Strache:
„Die Grünen sagten mit Kurz geht es nicht und die Türkisen antworteten, "ohne Kurz keine ÖVP in der Regierung".
Diesen Druck konnte die ÖVP aufbauen, da keine andere Mehrheit ohne die ÖVP in Sicht war.

Erst als die SPÖ signalisierte, mit der FPÖ auch zu reden, schrillten bei der ÖVP die Alarmglocken und Köstinger wurde sofort vorgeschickt um vor einem 4-Parteien Bündnis mit der FPÖ zu warnen.
Erst als das geschah kam Bewegung in die ÖVP und nach einem Tag begann Minister Kocher und auch Landesräte aus Tirol und Vorarlberg (das sind Schwarze, keine Türkisen) die "Kurzmauer" bröckeln zu lassen.“
Ich wette, dass es nie zu einem Bündnis von SPÖ und Kickl gekommen wäre, doch die Opposition hat jetzt das was sie wollte.
KEINE Neuwahlen und eine zerstrittene Regierung ohne gegenseitiges Vertrauen. Nicht von Ungefähr wird jetzt fast minütlich gesagt, wie vertrauensvoll die neuen Verhältnisse sind.
So wie beim Fußball. Wenn sich der Obmann in der Öffentlichkeit für den Trainer ausspricht, ist er in der Regel nach einigen Tagen Geschichte!

Heike N.
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Das glaube ich nicht Tim

Was hätte PRW davon das die Regierung an der Macht bleibt? Das Ziel der SPÖ müssen Neuwahlen gewesen sein, alles andere wäre unlogisch. Und das hätten die Grünen sozusagen verursachen müssen.

So hat sie den schwarzen Peter und keine Regierungsarbeit. Nö, ich glaube sie dachte Kurz wird nicht fallengelassen

Rot-Weiss-Rot
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@Heike N., das kann ich mit Sicherheit ausschließen!

Sie haben da scheinbar nicht alles gehört und gelesen was PRW gesagt hat! In der ZIB2 hat sie klar gesagt, dass sie einen eventuellen Antrag auf Neuwahlen der ÖVP NICHT unterstützen würde. Genau wie die NEOS.
Dies ist auch einfach erklärt. Die Umfragewerte der SPÖ sind so schlecht, dass sie mit Sicherheit ohne FPÖ (wenn man mit der ÖVP nicht will) keine Koalition zu machen ist. NEOS, GRÜNE, SPÖ haben keine Mehrheit im NR.
Daher ist es besser wenn die SPÖ die zerstrittene und vertrauenslose Regierung arbeiten lässt, da dadurch die Chancen auf bessere Wählerzustimmung für die Opposition gegeben ist.

Lepus52
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Sie denken wie Doskozil und Kickl!

Rendi-Wagner denkt anders und nicht primär an ihren persönlichen Vorteil.

rochuskobler
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Womit

..soll diese Frau denken?

Nobbs
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@rochuskobler, mit dem was du nicht hast!

Jetzt darfst raten, was das sein könnte. Ich wette du kommst nicht d'rauf. Dazu benötigt man genau das.

Patriot
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Ich habe Frau Rendi-Wagner

immer wieder gegen unqualifizierte, oft gehässige Angriffe verteidigt.
Dass sie aber auch nur im Entferntesten daran dachte, mit Kickl in eine Regierung zu gehen, hat mich erschüttert!

STEG
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ÖVP

hätte nie auf Kurz als BK verzichtet, weil sie sich in sicherer Position wusste. Dass aber alle Oppositionsparteien an einem Strang ziehen, damit hat die ÖVP nicht gerechnet. Ein kluger Schachzug von RW.
Macht ist der ÖVP wichtiger als Kurz als Kanzler, trotz 99,4% Ergebnis als Obmann.

Ich korrigiere
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dosko

soll seine stimme schonen und im burgenland regieren. hat er schon vergessen, dass die spö durch der isolierung der blauen ziemlich alle wahlen verloren hat? ich bin kein absolut freund der blaunen. und werde sie auch nie wählen!

zweigerl
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Rendi!

Was darf die FRau Rendi-W noch alles anstellen? Sie zeigt sich öffentlich medial als ferngesteuerte Kompromisskandidatin, zettelt Neuwahlen an und verliert sie mit Donner und Blitz, holt sch bei den eigenen Genossen eine Parteitagsabfuhr, die sich gewaschen hat, und klüngelt zwecks eigener Politkarriere mit dem ideologischen Erzfeind. Sie führt mit dem Impfgegner Kickl "vertrauliche" Gespräche, als bereits absehbar wird, dass die Chaoskoalition Geschichte ist. Die SPÖ scheint derart handlungsunfähig, dass sie nicht einmal das Offensichtlichste zu managen versteht. MIt dem Finger auf das "System Kurz" zu zeigen, ist zu wenig. Doskozil empört sich zu Recht.

Adler48
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Chaoten

Diese SPÖ "Strategie" zeigt doch wieder deutlich, dass diese Partei einfach unwählbar ist. Gott sei Dank, wir wurden von einer BK PRW verschont!

HASENADI
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@Chaoten. Lieber korruptionsverdächtig, machtgeil und...

die eigenen Parteifreunde meuchelnd, als jemand wie PRW, die eloquent, charakterlich gefestigt, sozial kompetent, sich für das Land und seine Menschen einsetzt? Die Ansprüche mancher gehen ins Bodenlose. Ich entschuldige mich.

hortig
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@HASENADI

Eloquent, sozial kompenten..... Wer soll das sein. Rendi will nur mit Gewalt die erste Kanzlerin im Land werden, sonst wäre sier schon längst zurück getreten

 
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