Ab 1. Oktober Ungeimpfte dürfen nicht mehr in die Staatsoper oder ins Burgtheater

Die 2G-Regel in Wien hat zur Folge, dass ab 1. Oktober Ungeimpfte weder in die Staatsoper und ins Burgtheater noch ins Austria- und Rapid-Stadion dürfen. Bundestheater-Chef begrüßt die Regelung.

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Das Burgtheater
Das Burgtheater © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Die Entscheidung der Wiener Stadtregierung, nur noch Geimpfte oder Genesene den Zutritt zu Großveranstaltungen zu gewähren, hat folgenschwere Auswirkungen für die Bundestheater, die Wiener Fußballklubs oder die Wiener Stadthalle.

Bei den Bundestheatern geht man davon aus, dass ab 1. Oktober nur noch Geimpfte oder Genese in die Staatsoper oder ins  Burgtheater dürfen. Christian Kircher, Chef der Bundestheater, meint zur Kleinen Zeitung. "Wir befürworten die Regelung. Sie ist streng, aber notwendig, um den Spielbetrieb über den Winter aufrechterhalten zu können." Kircher schätzt, dass rund 90 Prozent des Publikums ohnehin geimpft ist.

Von der Verschärfungen sind auch die beiden Wiener Traditionsklubs Rapid und die Austria betroffen. Für beide Vereine sind es schmerzhafte Einschnitte. Bei Rapid sind die Besucherzahlen seit Corona von durchschnittlich 19.000 bereits auf 13.000 heruntergerasselt, wahrscheinlich dürfte ab Oktober nur noch 7000 bis 8000 ins Hanappi-Stadion gehen. Betroffen von der Regelung ist auch die Stadthalle.

Ob die Regelung auch von den Religionsgemeinschaften übernommen wird und Ungeimpfte etwa heuer nicht in die Christmette dürfen, sofern die Maßnahme über den Winter aufrecht bleibt, ist offen.

Kommentare (67)
Katharina L
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Schräge Zweiklassengesellschaft

Die Gerüchteküche unter Musikern behauptet, von den Wiener Philharmonikern sind nur 50% geimpft.
Bestimmt bleiben die Viren brav im Orchestergraben. Oder die ehrwürdigen Philharmoniker sind davor sicher, in solche Höhen begibt sich das gemeine Virus nicht.

Corona ist eine Geisteskrankheit.

Nachteule
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Risiko für Musiker

Sie haben völlig Recht, wenn Sie von einer Zweiklassengesellschaft sprechen. Allerdings kann ich es auch gut verstehen, dass die Musiker der Wiener Philharmoniker oder Symphoniker äußerst vorsichtig und zögerlich mit dieser experimentellen, gen-basierten Impfung umgehen müssen. Wenn es bei Berufsmusikern oder Sängern zu schweren Nebenwirkungen kommt (und diese können ja vielfältig sein: von Thrombosen und Embolien bis hin zu Lähmungserscheinungen), dann kann das für sie existenzgefährdend sein und zu Berufsunfähigkeit führen. Daher muss man mit diesem Thema gerade bei dieser Zielgruppe (wie auch bei anderen Berufsgruppen) äußerst sensibel umgehen.

Katharina L
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Exakt

Ich bin selbst Orchestermusikerin und ungeimpft :)
Ich meinte rein die Irrationalität der Entscheidungen.
Bisher gab es 0 Cluster in Opernhäusern. Ich sitze seit Jahrzehnten neben Flötisten, die eine zeitlang als besonders arge Virenschleudern galten. Ich habe mich nie mit irgendetwas angesteckt, weder Grippe Schnupfen noch Magen Darmviren und anderem Ungeziefern. Es ist einfach lächerlich, wie mit dieser überschaubar gefährlichen Krankheit umgegangen wird!

merch
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...

Ich wünsche Ihnen auch weiterhin eine gute Gesundheit.

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So ist es!

Bin ebenfalls Musikerin und Sängerin. Ich gehöre keinesfalls zu den Menschen, die das Virus verharmlosen. Aber was da jetzt abgeht - dieser unerträgliche Druck auf Ungeimpfte, ist an Zynismus, Irrationalität und Hysterie nicht mehr zu überbieten.

heuteneu
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Staatsoper und Burgtheater mögen mich nicht

Gut, das macht gar nichts, dafür bekomme ich sicher einen Teil meiner Steuern zurück. Denn auch als Nichtgeimpfter bezahle ich die Subventionen für diese Staatsunternehmen mit.
Es wird ja nicht so schwer sein, das auszurechnen, wieviel Geld mir daher vom Vater Staat zurücküberwiesen wird, weil es kann ja nicht sein, dass Ungeimpfte dann für diese Subventionsunternehmen bezahlen müssen.
Abgesehen davon, wie geht das mit dem angeblich vorhandenen Gleichheitsgrundsatz zusammen?
Fragen über Fragen, aber Hauptsache die Bürger können wieder sekkiert werden.

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Gleichheitsgrundsatz wird verletzt

Dem kann ich nur zustimmen. Schon lange frage ich mich, ob diese Art von Diskriminierung nicht auch ein Fall für die Gleichbehandlungsanwaltschaft sein könnte. Vielleicht könnte man sich mal mit einer Beschwerde an die GAW wenden. Hier ist der Link: https://www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at/
Und hier ist die Adresse für Wien, NÖ und Burgenland:
Taubstummengasse 11
1040 Wien
Telefon: +43 1 5320 244 (für allgemeine Anfragen, Infomaterial- und Schulungsanfragen)
Fax: +43 1 5320 246

E-Mail: gaw@bka.gv.at

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Wahn, Wahn, überall Wahn!

Nachtrag aus künstlerischer Sicht: Erstens habe ich es als ausübende Sängerin nicht nötig, mich in der Staatsoper ins Publikum zu setzen. Zweitens werden die Inszenierungen mit ihren Auswüchsen des modernen Regietheaters selbst an der Wiener Staatsoper von Jahr zu Jahr schlimmer, und drittens ist das Niveau der Sänger auch nicht mehr das, was es einmal war! Somit habe ich mich längst damit abgefunden, dass die Abschiedsgala von KS José Carreras am 14. September wohl die letzte Vorstellung war, die ich in der Wiener Staatsoper erleben durfte. Es hat eben alles seine Zeit. Und wenn jetzt auch noch die großen Kulturbetriebe bei diesem ganzen Wahnsinn mitmachen und zur weiteren Spaltung der Gesellschaft aktiv beitragen, dann brauche ich dieses ganze Theater nicht mehr! Dann verzichte ich lieber auf die Wiener Staatsoper (ebenso das Burgtheater) und hole mir die Live-Streams der Mailänder Scala oder der New Yorker MET ins Wohnzimmer. Das habt ihr nun davon! Nur weiter so! Auf diese Weise werdet ihr auch noch die treuesten Opernfreunde vergraulen. Und eines Tages werdet ihr womöglich ganz vor dem Bankrott stehen. Aber dann habt ihr es nicht anders verdient. Dazu kann ich nur Richard Wagner bzw. Hans Sachs aus der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ zitieren: „Wahn, Wahn, überall Wahn!“

heuteneu
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Zu Wahn, Wahn, überall Wahn

Ein Staatsunternehmen geht bankrott? Doch nie und nimmer, da werden die Staatsbürger doch nur weiter gemolken, Und wenn nur mehr drei Leute im Publikum sitzen, der Steuerzahler kommt doch für alles auf, auch für die Staatsoper und das Burgtheater. Da wird gemolken, so lange es etwas zu melken gibt.

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Die Auslastung spielt aber auch eine Rolle

Es stimmt zwar, dass Staatsoper und Burgtheater (alle Bundestheater) kräftig vom Staat Österreich subventioniert werden. Wenn aber die Auslastung nicht mehr stimmt, dann werden auch diese Häuser es zu spüren bekommen. Schon jetzt wird ja in der Kulturbranche überall der Rotstift angesetzt, und diese Entwicklung dürfte sich dann noch verschärfen.

Nachteule
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1-G oder 2-G-Regel wissenschaftlich nicht evidenz-basiert

Es wird immer abstruser: Ungeimpfte sollen jetzt also aus der Staatoper und dem Burgtheater ausgesperrt werden. Diese Regelung ist diskriminierend, verfassungswidrig und außerdem wissenschaftlich nicht evidenz-basiert. Die bisherige 3-G-Regel hat sich bewährt, denn von Ungeimpften, die einen negativen PCR-Test vorlegen, geht keine Gefahr aus. Von den Geimpften dagegen kann sehr wohl eine Gefahr ausgehen, da sie sich ja nicht einmal mehr testen lassen müssen, obwohl doch längst bekannt ist, dass auch sie das Virus weiterverbreiten können. Gerade auch deshalb, weil sie sich aufgrund ihrer doppelten Impfung sicher fühlen, verhalten sich Geimpfte in manchen Fällen sehr unvorsichtig und rücksichtslos. – Aber was macht das schon? Das scheint ja niemanden zu stören. Die wissenschaftlichen Fakten scheinen in diesem Corona-Wahnsinn ja niemanden zu interessieren, und um unsere Gesundheit geht es schon lange nicht mehr.

mahue
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Manfred Hütter: Sport ist wichtig aber auch kulturelles Leben und Traditionsfeste

Ich werte alle gleich, nur werden Leugner einer sehr ansteckenden Viruserkrankung bald in allen Bereichen im "Abseits" landen, um eine Fußballregel zu zitieren. Schade aber leider wahr.

KVKG
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KVKG

Rapid kann mit Zuseherschwund noch leben. Solltens mit dem Irrsinn auch zB in Salzburg anfangen, werden die roten Bullen nur mehr Geisterspiele austragen.

wischi_waschi
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Strafe

Staatsoper oder Burgtheater , wäre für mich keine Strafe..........
Wieder ein Grund mich nicht zu impfen.....

KVKG
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Wischi

Arbeitsverbot und Streichung der AMS-Bezüge auch nicht?

voit60
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Richtig so

Man muss die Dummköpfe einfach schützen.

4773iglk
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Ich glaube kaum dass das Auswirkungen haben wird.

Das typische Kulturpublikum sind diese Menschen ja nicht unbedingt.

597d9dec92ec7a16808b398aa9fdf4a7
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Irrsinn

Da sperrt man einen Teil der Bevölkerung von öffentlichen Orten aus und tritt unsere Verfassung mit Füßen, ohne dass der Verfassungsgerichthof aufschreit. Die ganzen ‚Künstler‘ kassieren aber weiter ungeniert die Mega Unterstützung aus unseren Steuergeldern. Schämt euch! Weiter sinken könnt ihr nicht mehr.

mtttt
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Ach was, öffentliche Orte.

in die geistige Kloake der Schwurbler habt Euch ihr Leugner verzogen. Der Herbert wird Euch schon sagen wohin es lang geht ...

VH7F
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Da wird es in Wien dann einige 2G Parties geben,

wie vor Kurzem in Münster?

mahue
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Manfred Hütter: Da werden noch viele Freizeitveranstalter dieser strengen Maßnahme folgen

In der guten Gastronomie, Tourismusbetrieben und Betrieben, wo kein Home-Office möglich ist, werden diese teilweise schon umgesetzt oder sind in Planung. Machen dies aber unabhängig von Vorgaben von Bund und Ländern. Sind ihren eigenen Umsätzen und nach Betriebsausgaben und Steuern ihrem Gewinn nicht Feind. Wer nicht blind ist, wird erkennen nur solche Maßnahmen bringen uns aus der Corona-Gefahr und halten das Wirtschaftsleben im Schwung. Auch die Chance das es keine Schulschließungen oder einzelner Klassen gibt und das Distance-Learning von vorne beginnt, mit massiven Problemen für Eltern und ihren Arbeitgebern.

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz

Anderer Bericht in der KLEINEZEITUNG
Luxusdinner" in New York wegen Corona-Regeln: Ungeimpfter Bolsonaro isst Pizza auf dem Gehsteig!!!!!!

Bobby_01
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Bitte dem Beispiel folgen

Herr Landeshauptmann Schützenhöfer und Frau Gesundheitslandesrätin denken Sie bitte auch an die Bevölkerung und folgen dem Beispiel der Wiener.

mtttt
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Gute Gastronomie...

Ja, ist so, war schon immer mehr Distanz, Desinfektion und Hygiene. Aber die Spaltung der Gesellschaft, die einen im Tankstellentschecherl, die anderen im gepflegten Restaurant hinterlässt ein eigenartiges Gefühl.

UHBP
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Welche Gefahr geht von einem negativ PCR Getesteten aus?

Oder müssen die zu Hause bleiben, damit sie von Geimpften und Genesenen nicht angesteckt werden können?
Was kommt als nächstes? Pensionisten, wo die Corona Impfung schon 6 Monate her ist, müssen wohl auch bald zu Hause bleiben, wenn sie nicht gleich wieder impfen gehen. Menschen mit Vorerkrankungen werden wohl auch bald nicht mehr zu Veranstaltung gehen dürfen.
Die müssen wir alle schützen, ob sie wollen oder nicht.
Ich hab da meine Bedenken, auch wegen der Verfassung!

Zwiepack
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Eine Gefahr für die Staatskasse

Wenn sich die Ungeimpften jetzt ihr Leben lang alle paar Tage testen statt 2 mal impfen lassen, geht das in die Milliarden!

 
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