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Mord in WienKurz weist Rassismus-Vorwürfe von NGOs scharf zurück

Drei NGOs sehen in der politischen Debatte um den Tod eines 13-jährigen Mädchens in Wien "rassistische Ablenkungsmanöver". Bundeskanzler Kurz sieht eine Täter-Opfer-Umkehr und falsch verstandene Toleranz.

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© APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in der politischen Debatte um den gewaltsamen Tod eines 13-jährigen Mädchens in Wien-Donaustadt die Vorwürfe dreier NGOs scharf zurückgewiesen und seinerseits der asylkoordination, dem Verein Autonome Frauenhäuser und ZARA eine Täter-Opfer-Umkehr vorgeworfen.

Er zeigte sich über die Haltung der NGOs, die die Diskussion über ausländische Straftäter als "rassistisches Ablenkungsmanöver" bezeichnet hatten, "schockiert".

"Es gibt Wahrheiten, die ausgesprochen werden müssen und die werde ich auch weiterhin aussprechen und nicht zur Tagesordnung übergehen. Es gibt keine einzige Entschuldigung oder Ausrede, die diese bestialische Tat rechtfertigt. Daher verwehre ich mich erneut gegen jede Form der Täter-Opfer-Umkehr und falsch verstandener Toleranz", sagte Kurz in einer Stellungnahme.

Auch der Forderung der NGOs, einen Abschiebestopp nach Afghanistan zu verhängen erteilte er eine klare Absage. "Es muss mehr und nicht weniger abgeschoben werden, besonders dann, wenn es sich um straffällig gewordene Asylwerber handelt", so Kurz, der darauf verweist, dass afghanische Staatsbürger in Österreich laut Sicherheitsbericht (2019) die größte ausländische Tätergruppe bei Sexualstraftaten darstellen.

"Hier von einem 'rassistischen Ablenkungsmanöver' zu sprechen, ist eine Verhöhnung der Opfer und ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen. Das lehne ich zutiefst ab."

Die drei NGOs hatten in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag von "rassistischen Ablenkungsmanövern" gesprochen. Politische Akteure würden "eine Asyldebatte vom Zaun brechen" und zudem "pauschalierende, rassistische Vorurteile" gegenüber 40.000 in Österreich lebenden Menschen afghanischer Herkunft schüren. Die Tötung einer jungen Frau würde politisch instrumentalisiert und zusätzlich ein schwer rassistischer Angriff auf eine Bevölkerungsgruppe gestartet, die sich dagegen nicht zur Wehr setzen kann - "das ist pietätlos und verwerflich".

Darüber hinaus könne Abschiebung keine Strafe sein: Es wäre verfassungswidrig, Menschen aufgrund einer Verurteilung im laufenden Verfahren nach Afghanistan abzuschieben - ein Land in dem Tod oder Folter drohen würden. Die drei Organisationen fordern den Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan, den sofortigen Ausbau der Anlaufstellen für Gewaltopfer, mehr Ressourcen für Prävention, ein Ende der rassistischen Pauschalverurteilungen seitens Politik und Medien.

Kommentare (8)
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gehtso
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1
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unser echtes Problem

ist, das wir von einer Marketing- und Werbeagentur regiert werden, deren Besitzer die Reichen und Mächtigen im Land sind.
Es zeigt sicher wieder einmal, dass unser 3 G- Kanzler (geliebt, gesalbt, gepriesen) zu einem furchtbaren Drama große Reden schwingt und alle Schuld bei den "Anderen" sucht, wohl wissend, dass auch in seiner Zeit als Integrationsstaatssekretär und als Außenminister nicht alles optimal gelaufen ist.

Irgendeiner
19
8
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Nein Kurz, Sie werden die Klappe halten in einem laufenden Rechtsverfahren

weil Studienabbrecher weder Juristen noch Virologen Belehrungen geben, Sie werden belegen welche NGO geschleppt hat und welche Staatsanwälte Akten ausgegeben haben,beides eine Unterstellung einer Straftat,und dann redma noch über die freche Erfindung von Aufstehzeiten von Mindestsicherungsbeziehern die kein empirischer Sozialforscher je erhoben hat,über die unverschämte Lüge Kurden seien Stalinisten die Jahrzehnte vorher der Idee explizit abgeschworen hatten,nur weil sie die Roten anpatzen wollten mit denen die an einem ersten Mai mitgingen, über die freche unwahre Behauptung,Kopftücher die Teil unserer Trachten sind und die als starlet scarf die Mode der 60er und 70er bei Damen dominierten hätten wir hier nie gehabt,Kurz, haben sie irgendwann was gesagt was der Wahrheit entspricht.Es reicht jetzt.

Irgendeiner
13
3
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Strichle doch nicht,

hechte Dich dazwischen und rette Dein Idol, auf daß sich seine Mama nicht grämt.

crawler
1
1
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Ich glaube

wegen Kurz wirst du dich noch mehr ärgern oder wundern.

SoundofThunder
21
10
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Aber er benutzt es zum Wechseln von politischem Kleingeld

Die Täter sind ein Paradebeispiel für misslungene Integration. Wer war der Integrationsminister als diese Verbrecher ins Land kamen? Wer stellte den Innenminister als die ins Land kamen? Wer hat die nicht abgeschoben nachdem die einen negativen Asylbescheid bekamen? Integrierte Kinder schieben die Scheinkatholiken ab (da marschiert die Wega samt Kampfhundestaffel und Scharfschützen auf) , aber die Gauner behalten die hier (ja,die werden schließlich für ihre Propaganda benötigt. Irgendwann wird schon einer durchdrehen). Die Türkisen brauchen sich nicht als die Beschützer Österreichs aufspielen,dass glauben denen nur mehr deren Wähler.

dieRealität2020
8
19
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Drei NGOs sehen in der politischen Debatte um den Tod eines 13-jährigen Mädchens in Wien "rassistische Ablenkungsmanöver".

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Letztklassig. Erbärmlich, aber was kann man von diesen Menschen erwarten? Eigentlich benutzen missbräuchlich diese Menschen den Tod der 13-Jährigen und die damit verbundenen emotionellen privaten und politischen Reaktionen. Ein vermutlich schon krankhafter Selbstdarstellung und Geltungsdrang.

Hgs19
7
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An die NGOs…

Wir können nicht abschieben weil dort Tod und Folter droht, also bleiben sie da und foltern und töten bei uns…oder sieht irgendwer von diesen NGOs den Tod von Leonie anders, abstoßend diese Ansagen!

Irgendeiner
11
2
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Ich würd dir schwer raten einen Prozeß abzuwarten,

denn der Anwalt der Beklagten könnte u.U dasselbe tun wie Blümel,aber mit mehr Recht, denn Blümel ist eine Person von öffentlichem Interesse,was ihm nicht gefällt wenn das interesse nicht jubelnd ist.