FPÖ-ParteitagHofer an Nachfolger Kickl: "Wir übergeben die Partei in Freundschaft"

Bei ihrem Parteitag demonstriert die FPÖ Einigkeit und wählt Herbert Kickl in den Chefsessel. Der versichert: „Ich bin nicht so böse. Eine Reportage aus Wiener Neustadt.

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FPOe-AUSSERORDENTLICHER  BUNDESPARTEITAG: HOFER / KICKL
© APA/HANS PUNZ
 

Damit dürfte Herbert Kickl wohl selbst nicht gerechnet haben. Als der FPÖ-Klubobmann die in Blau gehaltene Bühne der Arena Nova in Wiener Neustadt betritt, wird er von tosendem Applaus empfangen. „Ich bin von diesem Empfang tief berührt“, erklärt er und rückt sich die Brille zurecht.

Dass die Querelen um den Rückzug seines Vorgängers Norbert Hofer vom Parteichefsessel vergessen scheinen, zeigt sich bereits eine Stunde vor Beginn des außerordentlichen Parteitages der Freiheitlichen. Als die 760 Delegierten, die in der grellen Vormittagssonne in Bussen und Autos ankommen, eint sie die Zuversicht. „Herbert ist genau der richtige Mann zur richtigen Zeit“, sagt ein Delegierter aus Tirol. „Er wird das machen“, erklärt ein anderer und beißt in sein Frankfurter.

Hofer: "Es geht mir ausgezeichnet"

Unweit von ihm bildet sich plötzlich eine Menschentraube. Kickl und Hofer treten aus dem Schatten eines Seitenaufganges. „Es geht mir ausgezeichnet“, erklärt ein sichtlich gut gelaunter Hofer. „Ich bin genau da, wo ich hingehöre – auf unserem Parteitag.“ Denn er sei „ein loyaler Mensch“, versichert er. Später wird der scheidende Parteichef mit zwei Sätzen in seiner Ansprache für tosenden Applaus und sichtliche Erleichterung bei den Delegierten sorgen. „Mich hat es immer gestört, dass die Obmänner unserer Partei ausgetreten sind oder hinausgeworfen wurden. Diesmal ist das anders – wir übergeben die Partei in Freundschaft.“

Aus eben dieser Partei sind bei den Wortmeldungen fast ausschließlich Unterstützungsbekundungen zu hören. Auch Oberösterreichs Landesparteichef Manfred Haimbuchner, der sich im Vorfeld kritisch geäußert hatte, spricht von Zusammenhalt. Seine Meinung werde er aber „weiterhin in den Gremien kundtun“.

Nur eine kritische Stimme - aus Niederösterreich

Nur ein Delegierter, der stv. niederösterreichische Landesvorsitzende Karl Wurzer, traut sich, Kickl die Stimme öffentlich zu entziehen. Unmuts an der Basis wegen, sagt er und wird dafür lautstark ausgebuht. Kickl selbst begrüßt die offenen Worte, wie er bei seiner eineinhalbstündigen Brandrede im Anschluss betont. „Diskussion ist das Salz in der Suppe. Und wer mich kennt, weiß: Salzig ist immer besser als zu süß.“ Am Parteifrieden hege er jedoch keinen Zweifel „Wir schwitzen hier in der Halle wegen der Hitze. Aber die anderen schwitzen wegen der Einigkeit, die wir hier an den Tag legen.“

Am politischen Mitbewerber ÖVP („Ausgeburt der Korruption“, der SPÖ („Staatsabschaffer“) und den Grünen („Eingekiffte“) lässt der gebürtige Kärntner kein gutes Haar. Ebenso wenig wie an den Medien, deren anwesenden Vertretern das Betreten des Sitzungssaales erstmals untersagt worden war. Kritik äußert er auch an den Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregelungen, an die sich dank mahnender Sicherheitskräfte aber jeder in der in blaues Licht getauchten Halle hält.

Kickl: Hofer "hat schon Blut geleckt"

Viel Lob hat er für seinen Vorgänger Hofer übrig. An den er aber auch eine klare Bitte richtet: Er möge in sich gehen und sich „unbedingt“ für die Bundespräsidentschaftswahl im kommenden Jahr aufstellen lassen. Die Partei werde ihn dabei mit Sicherheit unterstützen. „Ich kenne ihn, er hat schon Blut geleckt“, sagt Kickl. Hofer selbst lächelt unter seiner Maske. Die anwesenden Delegierten bittet Kickl um ihr Vertrauen. Und versichert: „Wenn ich nur halb so böse und halb so wild wär, wie ich oft dargestellt werde, wäre meine Frau schon geflüchtet und meine Mitarbeiter würden in Scharen davonlaufen.“

Am Ende sind es 88,24 Prozent der Delegierten, die dieser Aussage Glauben schenken. Mit diesem Abstimmungsergebnis wird Kickl zum neuen Bundesparteiobmann der Freiheitlichen gewählt. Er erreicht damit um zehn Prozent weniger als Hofer, als dieser vor zwei Jahren die Partei übernommen hatte. Mit ihm und Kickls frisch gewähltem Stellvertreter Udo Landbauer schwenkt der neue FPÖ-Chef wenig später große Österreich-Fahnen. Und den applaudierenden Delegierten verspricht er: „Wo ihr mich braucht, bin ich an eurer Seite.“

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Danke für Ihr Verständnis.

Hildegard11
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Erfolgreich sind solche Politiker,...

....weil Regierende korrupt, arrogant, ideologisch und unglaubwürdig sind.

Heike N.
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Sind 88,24% in so einem Fall

nicht etwas wenig? Bei einer so einigen Partei? Kurz bekam 98,irgendwas

SoundofThunder
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😏

Der FPÖ Gesangsverein

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Kasperlepartei, schade um die Staatlich Parteienförderung !

Lodengrün
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Der eine

ein amtlich bestätigter Dampfplauderer mit Ambition für den BP, der andere ein großer Bevölkerungschichtenspalter vor dem Herrn. Lambauer, Waldhäusl, Salvini Freund Hambuchner,…dahinter nicht minder grausam. Kurz gesagt eine Partie unnötig wie der oft zitierte Kropf.

Reipsi
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Der Kickl hat

Angst vor Ansteckung ? Ungewöhnlich, oder steckt was anderes dahinter vor dem er Angst hat .

future4you
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Unwürdig

„Am politischen Mitbewerber ÖVP („Ausgeburt der Korruption“, der SPÖ („Staatsabschaffer“) und den Grünen („Eingekiffte“) lässt der gebürtige Kärntner kein gutes Haar.“

Wer so ein niedriges sprachliches Niveau hat, wer sich nur verletzend gegenüber seinem Mitbewerber verhält, ist eines Amtes in der Republik unwürdig. So zerstört sich die Politik selbst. Null Vorbildfunktion!!!

Mein Graz
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Am Foto: Kickl mit Maske!

Wie geht das zusammen mit seinen Wortmeldungen, dass "die Maske reine Schikane ist und nichts bringt"? (21.7.2020)
Mit seiner Aussage "Aber die [...] verordnete Maskenpflicht ist ein Symbol des Maulkorbs, den die Regierung Kritikern umhängt und sie ist ein Marketing-Schmäh der ÖVP, um die Menschen weiterhin unter dem Deckmantel des Coronavirus in Angst zu halten und die Storyline des Erlösers Sebastian Kurz nur ja aufrechterhalten zu können." (18.5.2020)
Noch am 27. 4. 2021 forderte Kickl: "u.a. eine komplette Aufhebung der FFP2-Maskenpflicht abseits von medizinischen Einrichtungen."

Warum trägt Kickl plötzlich Maske?

vanhelsing
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Mit Maske??

Wos is'n do passiert???

madermax
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Nach Außen Hardliner und Hetzer…

…und nach Innen… desinfiziert er sich wahrscheinlich 5x am Tag die Hände, und hat sich seine Impfung schon vor den ersten Bürgermeistern geholt. Irgendwie könnte man ihm das sogar so zutrauen.

Typischer Blender halt, aber seinem Wahlklientel gefällts anscheinend.

Reipsi
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Vielleicht ist er

gegen den Hofer nicht resistent ?