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KlimaschutzGewessler: 2040 verschwindet der letzte Benziner von Österreichs Straßen

Die grüne Klimaministerin sieht derzeit kein einziges Regierungsmitglied rücktrittsreif. Das 1-2-3-Ticket soll bis Ende Oktober stehen.

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Klimaschutz- und Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) rechnet damit, dass spätestens 2040 das letzte benzinbetriebene Auto von Österreichs Straßen verschwunden sein wird. Im "Interview in Zahlen" mit dem Wiener Wochenmagazin "biber" nennt Gewessler diese Jahreszahl - wohl nicht zufällig das Jahr, in dem Österreich dem türkis-grünen Regierungsabkommen zufolge klimaneutral sein soll.

Ebenfalls bemerkenswert: Bis zur Einführung des 1-2-3-Tickets (gemeint dürfte nur die bundesweite Stufe sei) sollen maximal noch fünf Monate ins Land ziehen, das wäre Ende Oktober. Größtes Hindernis zur Umsetzung ist, dass es noch keine Vereinbarung mit der Steiermark und den Bundesländern der Ostregion, Niederösterreich, Wien und dem Burgenland, gibt.

Gewessler ist auch sichtlich auf den Koalitionsfrieden bedacht: Kein einziges Regierungsmitglied sei derzeit rücktrittsreif, so die Ministerin - allerdings habe sie persönlich schon dreimal darüber nachgedacht, ob die Zusammenarbeit mit der ÖVP noch sinnvoll sei.

Korrektur: In der ursprünglichen Version des Artikels war die Rede von Verbrennern - die Antwort der Ministerin bezog sich auf "Benzinautos", nicht auf alle Verbrenner.

Kommentare (51)
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Miraculix11
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Ah ja

2040 gibts dann keine Oldtimer mehr. Alle verboten. Glaubt sie das wirklich?

timmi1
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ganzobjektivgesehn

Hat diese Gewässer keine anderen Sorgen.Hat jahrelang im Untergrund gelebt weil sie eh nichts zu sagen hatte. Zu Hause vielleicht auch nicht.Jetzt wichtig machen.Hat sie noch alle.Das sind die Politiker die mit aller Macht die Menschen in die Armut treiben.Wie sagte kurz koste es was es wolle.Klimaschutz,okay,aber dann soll die Frau gewisser zuerst nach Afghanistan fahren wo tagtäglich Autoreifen brennen,in pakistan das Öl über die Straße läuft, die Chinesen mit ihrem smog wo kaum 20m sichtherrscht.Dort fährt sie natürlich nicht hin weil man sie mit nasse fetzn nach Hause jagd.Aber uns ausnehmen.Schämen sie sich.Sie haben wir noch gebraucht.Mir wird übel.

Apulio
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Und dann nur mehr Elektroautos,

aber woher kommt dann der viele Strom?? Atomkraftwerke bauen??

checker43
11
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Nein

Strom zum Laden in der Nacht verwenden, wo die Kraftwerke derzeit kaum ausgelastet sind. 1 Million E-Autos erhöhen den Strombedarf um wenige Prozent, die stehen in der Nacht ohne Probleme zur Verfügung, allenfalls zwischenspeichern für Tagladungen. Sie brauchen da keine neuen Kraftwerke, sie müssen nur die bestehenden in den Nachtzeiten nützen.

menatwork
2
6
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welche Kraftwerke sind wann nicht ausgelastet?

In Österreich verwenden wir den Überschuss aus Laufkraftwerken zum Raufpumpen in den Speicherkraftwerken und den Rest verkaufen wir auch in der Nacht, weil wir zu Spitzenzeiten importieren müssen. In beiden Fällen gefährdet der Klimawandel überdies auf mittlere Sicht die Leistung und Verlässlichkeit dieser Wasserkraftwerke.

Die nicht ausgelasteten Gas- oder Kohlekraftwerke werden Sie ja wohl nicht meinen?

checker43
2
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Alle

Kraftwerke sind in der Nacht nicht ausgelastet, weil die Nachfrage wie zu Spitzenzeiten nicht da ist. Deshalb gibt es den günstigeren Nachtstromtarif, weil die Nachfrage gering ist und man damit eine solche schaffen wollte. Gas- und Kohlekraftwerke wird es 2040 nur noch wenige geben, die Wasserkraft und andere erneuerbare Energien werden bis dahin weiter ausgebaut. Sie sagen ja selber, dass sonst nicht benötigter Nachtstrom zum Raufpumpen in die Speicherkraftwerke verwendet wird, mit nur einem Bruchteil davon lassen sich die wenigen Prozent mehr an benötigter Energie leicht aufbringen.

Rapid796
2
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Bis 2040?

Weisse, Weisse Mäuse.....

menatwork
3
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Nie im Leben glaube ich, dass bis 2040

der gesamte europäische Fuhrpark durch Nicht-Verbrenner ersetzt werden wird.
Die E-Mobilität krankt an einer ganzen Reihe ungelöster Probleme, theoretisch war sie schon zu Beginn der Automobilität eine Option, aber damals wie heute (bei weitem) nicht massentauglich.

Ehrlicherweise müsste sie sagen, evtl verleiden wir Euch das private Auto aus Klimaschutzgründen, das ist schon eher denkbar.

melahide
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Hab auch

ein E-Auto. Und im Gegensatz zu meinen früheren Skoda/VW Diesel kein Problem.

PiJo
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2040 ein Wunschdenken

Es wird immer nur über PKW geredet. Nur zum Nachdenken
Was wird mit den zigtausend Motorsägen, Rasenmähern sonstigen Benzin oder Diesel betriebenen Stromaggregaten sowie über die landwirtschaftlichen Traktoren , Erntemaschienen etc etc .....
Bin gespannt wie die tausende LKW, nicht nur die Österreichischen, die täglich unsere Strassen benützen elektrifiziert werden .
Wenn nicht einmal das 1 und das 2 Ticket möglich ist das vielen helfen würde, das 3 Ticket als 1. Schritt benötigen im Vergleich sehr wenige , ist demnach leichter durzusetzen , weil billiger

menatwork
1
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melahide, Dein E-auto finanzieren wir über die Mineralölsteuer mit

das wird man für einen Komplettumrüstung nicht aufrecht erhalten können, auch nicht den Gratisstrom, der natürlich billiger wie bezahlter Sprit ist.

Nicht zuletzt bricht bei einer Komplettumstellung der Gebrauchtwagenmarkt zusammen - mit einem Export nach Afrika hätte man ja klimatechnisch nix gewonnen, von der Perfidie mal abgesehen.

Geweslers Ansage ist schlicht populistisch - wir sollten schon froh sein, wenn wir es bis 2040 schaffen, den notwendigen Individualverkehr drastisch zu reduzieren ohne gleichzeitig durch Lieferdienste immer mehr Lastenverkehr zu schaffen, für den es wie gesagt überhaupt kein bis zu Ende gedachtes Konzept gibt.
Oder ein funktionierendes Glasfasernetz, an dem arbeiten wir auch schon über 20 Jahre und bei mir mitten in Graz wird es wohl mindestens noch weitere 10 Jahre dauern.

bmohr53
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UNSINN!

Eine Reihe von Problemen, da stimme ich Ihnen zu. Unlösbare Probleme? Fehlanzeige!

menatwork
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Unlösbar wird sein, dass eine einzige Generation das stemmen soll

Die Probleme sind theoretisch lösbar - in der Realität sind wir bei der viel wichtigeren Sanierung von Gebäuden im Schneckentempo unterwegs, bauen weder klimaneutrale Stromproduktion noch ÖPNV, weder Netzinfrastruktur und Ladeinfrastruktur bei weitem nicht im dafür notwendigen Tempo aus.

Wir verfügen auch nicht über ausreichend Rohstoffe für außerhalb von Laboren funktionierende Akkutechnologien, geschweige denn über Ansätze für schwere Maschinen wie Bagger, die abseits der Infrastruktur operieren müssen.

E-Mobilität kann nur dann eine Lösung sein, wenn wir uns vom privaten Fahrzeug zur Gänze verabschieden und alle in die Ballungsräume ziehen, wo ein ÖPNV finanzierbar und ein shared Minicar für den Sonntagsausflug zur Verfügung steht.

Das Hauptproblem ist aber, dass eine einzige Generation diesen Umbau bis ins hinterste und ärmste Eck von Europa von Grund auf stemmen soll, wiewohl diese Generation schon jetzt kaum mehr Wohlstand aufbauen kann.

Geweslers 19 Jahre sind Träumerei, sie ist seit 2 Jahren im Amt und im selben Tempo werden die verbleibenden 19 Jahre vergehen

baldi39
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Welche Problem sind das?

Welche Problem sind das?

qualtinger
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Synthetische Treibstoffe, CO²-neutral

Daran wird bereits geforscht und wird das Dasein der Verbrennungsmotoren wohl auch in Zukunft ermöglichen. Sicher ist derzeit nur, dass Fr. Gewessler 2040, sehr wahrscheinlich aber schon viel früher nicht mehr in einer Regierung sitzen wird.

checker43
6
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Der Zug

ist schon abgefahren. Das wird noch von der Zuliefererlobby forciert, VW etwa interessiert das null.

baldi39
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Synthetische Treibstoffe

haben einen Gesamtwirkunngsgrad von 10%.
Brauchen also sieben mal soviel Strom wie E-Autos.
Diese E-Fuels sind keine neue Technologie und man sollte sich auch keine Wunder erwarten. Ein paar hundert Prozent Effizienzsteigerung wird sich nicht spielen. Auch nicht wenn man viel Werbung dafür macht und ganz fest dran glaubt...

melahide
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@baldi

Und die Herstellung ist so aufwändig, dass E-Fuels bis 2040 nicht realisierbar sein werden. Glück hätte man, wenn Flugzeuge, Schiffe und LKWs damit betankt werden können. Ist e ein komisches Konzept. Ich stelle etwas unter enormen Aufwand her, damit es dann verbrennt. Dann kann man auch gleich wieder mit Holz heizen/Autos antreiben…. Die Luft in den Städten wird damit auch nicht besser, es wird ja weiterhin CO2 ausgestoßen … (das wo anders eingesaugt wird). Also ist es global gesehen Klimaneutral. Lokal werden aber dennoch Probleme entstehen, vor allem, wenn E-Fuels mit Strom aus Kohlekraftwerken in China hergestellt werden

Toyota11000
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da werden sie

sich schwer täuschen.

checker43
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Eher

nein, weil die Hersteller bis dahin nichts anderes mehr als E-Autos produzieren werden.

Miraculix11
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Selbst wenn das so wäre...

....verschwinden ja nicht die schon gebauten Autos. Ist Dir nicht aufgefallen dass auch die alten Häuser nicht verschwinden obwohl die Hersteller sie nicht mehr produzieren?

one2go
10
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Vorher (2040)

verschwindet aber Gott sei Dank Gewessler von der politischen Bühne👍👍👍😀

melahide
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Ah

Die Menschen hängen gar nicht so am Verbrenner. Ihr mögt E-Möbilität nicht, weil das eine Idee der Grünen ist. Und ihr hasst die Grünen. Weil wenn Basti Kurz „Wasserstoff“ sagt dann jubeln alle.

Toyota11000
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gottseidank

ist grün bald Geschichte.

checker43
35
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Was

nichts am Verbrennerende ändert.

melahide
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Sehr gut

Frau Ministerin!! Vielen dank! Am liebsten wäre mir, wenn 2025 keine neuen Verbrenner für fossile Kraftstoffe mehr zugelassen werden. Individualverkehr auf E-Mobilität reduziert wird, Flugzeuge, Schiffe und Züge mit Wasserstoff/synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, WENN diese unweltfreundlich und in entsprechender Anzahl produziert werden können.

Leider verhindert die ÖVP im Klimaschutz - WO WIR EINEN KLEINEN BEITRAG ZUM ERHALT DER WELT LEISTEN KÖNNEN - viel zu viel. Aber nach der nächsten Wahl haben wir ja hoffentlich SPÖ-Grün-Neos!

 
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