Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Kaufhaus Österreich und Co.Warum scheitert die Republik am digitalen Seuchen-Management?

Kaufhaus Österreich, Pandemiedaten-Chaos, analoges Contact Tracing, neun Impf-Plattformen: Warum scheitert die Republik am digitalen Seuchen-Management?

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© terovesalainen - stock.adobe.com
 

Es ist ja nicht so, dass Österreich es nicht versucht hätte: Von Beginn der Pandemie an hatte die Politik große digitale Werkzeuge versprochen, um Corona unter Kontrolle zu bringen.

Kommentare (23)
Kommentieren
mahue
0
2
Lesenswert?

Manfred Hütter: Eigeninteressen

Wenn 8 Landesfürsten und 1 Landesfürstin und die SV-Träger für Nichtselbständige, Land-Forstwirte, Selbständige und Gewerbetreibende ihr eigenes Süppchen kochen, und IT-Firmen ihrer Wahl bevorzugen, bleibt der Bund mit seinem BRZ auf der Strecke. Dort müsste man kritisieren und nicht den Bund. Ist halt Folge unseres Feuderalismus-Systems, das für mich persönlich schon lange überholt ist.

mahue
0
0
Lesenswert?

Manfred Hütter: Zusatz

"Feuderalismus" im Gegensatz zu "Föderalismus" gewählt. Das erste betrifft das Gehabe der von mir genannten Länder und SV-Träger. Das zweite Wort und System ist aber auch schon längst im kleinen Österreich abzuschaffen.

RonaldMessics
0
5
Lesenswert?

Nur will...

.... der Mensch ein Mehr an Demokratie, und dafür spricht wiederum der Förderalismus.
Weitere wollen die meisten Österreicher, dass die Welt so bleibt wie sie ist, und weitere haben die meisten Österreicher Angst vor den Möglichkeiten der Digitalisierung.
An alle, die hier zurecht Kritiken aussprechen.
HELFT BESSER MIT VIELEN MENSCHEN DIE ANGST VOR DER DIGITALISIERTEN WEKT ZU NEHMEN.
Übrigens hatten vor ca. 120 Jahren die Menschen auch Angst vor den hohen Geschwindigkeiten ca. 30KMH BEI Autos und Zügen.

Veränderung macht Angst, ist aber das einzig Stabile.

SagServus
0
1
Lesenswert?

Wenn ich neun Mal eine mediokre Plattform baue, habe ich neun Mal dieselben Fragen, dieselben Schnittstellen usw. Warum bauen wir so ein System nicht gleich gemeinsam, das ist eigentlich verrückt

Amüsant wirds dann vor allem wenn der Betreiber eines dieser Systeme meint, ein Feature wäre nicht möglich und viel zu teuer zu implementieren, während die 8 anderen Betreiber genau dieses Feature ohne Probleme betreiben.

So als schmankerl aus den Impfanfängen:
8 Bundesländer haben es geschafft die Impfung so zu gestalten, dass man sich anmeldet und dann von der Impfstelle benachrichtigt wird.

Nur ein Bundesland meinte, sowas wäre nicht möglich und viel zu kompliziert, deswegen geben wir die Impftermine bekannt und wenn die freigeschalten sind, dürfen sich alle drum raufen.

homerjsimpson
0
18
Lesenswert?

In der Digitalisierung + Kundenbetreuung ist Ö Entwicklungsland

Die Bedürfnisse des Kunden zu befriedigen, das ist in Ö Ausnahme und nicht Standard. Und im IT-Bereich, was Usability angeht plus einer miesen Logistik, sind wir schwach. Es gibt Ausnahmen, aber die sind selten.

UHBP
6
16
Lesenswert?

„Ich habe den Eindruck, dass man in Österreich bemüht ist, Dinge sehr schnell anzukündigen, und die technischen und rechtlichen Implikationen unterschätzt“

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, wie uns die Pandemie in geballter Form vor Augen geführt hat.
Vielleicht, dass sie nicht nur unterschätzt sondern sogar bewusst, parteipolitisch unterdrückt wurden.

ichbindermeinung
7
3
Lesenswert?

keine EU-Digitalsteuer/Digitalabgabe

was es nicht braucht als neue zusätzliche Belastungswelle für die Bürger in Österreich, ist die geplante Einführung u. Einhebung der EU-Digitalsteuer als neue zusätzliche Eigenmittelfinanzierungsquelle der EU...................consilium europa eu vom 25 03 2021 .."In diesem Zusammenhang wird auch auf den bevorstehenden Vorschlag der Kommission für eine Digitalabgabe verwiesen, die spätestens zum 1. Januar 2023 eingeführt werden soll.

GanzObjektivGesehen
2
8
Lesenswert?

Wenn man ein ordentliches Geschäftsgebaren und eine entsprechenden Steuermoral voraussetzt...

.....kann man Amazon & Co keine Konkurrenz machen. Und nur für einen Bruchteil der Bevölkerung ist, und das nur für Produkte die auch in Österreich hergestellt werden, Das "Made in Austria" eine Kaufentscheidung. Billig muss es sein, weil Sonderangebot und "Geiz ist ge.....".
Auch schon vor der Pandemie, als es den meisten finanziell besser ging.

Abgesehen davon ist die Denkweise mancher Menschen, sagen wir es einmal so, eher negativ angelegt. Man sieht gerne zuerst das Schlechte, den möglichen Missbrauch und die Gefahren, bevor man die positiven Aspekte überlegt. Natürlich ist Skepsis berechtigt und auch notwendig, aber oft stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht.

Und das kaum ein Programm bei der Einführung, wenn überhaupt, technisch einwandfrei und völlig gesetzeskonform ist wissen wir ja. Siehe Updates, Batches, Geschäftsbedingungen....

pwebhofer
2
19
Lesenswert?

Das Gute?

Den Ansatz in Ehren, oft stimmt das auch. Nur Kaufhaus Österreich und die 9 Impfplattformen sind so weit vom State of the Art entfernt, dass das mit ein wenig positivem Denken und Kinderkrankheiten rein gar nichts zu tun hat. Das ist sorgloser Umgang mit Steuergeld, sonst nichts!

GanzObjektivGesehen
1
2
Lesenswert?

Kaufhaus Österreich hätte man natürlich....

unter Einbeziehung der Bevölkerung bis zur Reife weiterentwickeln können und dann erst einführen. Vermutlich wäre der Start erst weit nach Ende des Lockdowns gelegen und hätte, wenn es überhaupt angenommen worden wäre, eher Kunden vom Handel abgezogen als Amazon rin Konkurrenz zu bieten.

Das Zentralismus und Föderalismus für völlig unterschiedliche Aufgaben geeignet sind (oder auch nicht) ist bekannt. Am Einsatz der beiden Systeme sollte mit den Erkenntnissen aus der Pandemie nachhaltig gearbeitet werden.

Und obwohl die meisten Bürger selbst eine schmerzbefreite Datenschleuder sind, reagieren sie, auf Zuruf oft übersensibel auf vernünftige Datennutzung. Ich persönlich hätte gerne alle meine Gesundheitsdaten auf einer Karte. Es hätte für mich sehr viel an täglichem Nutzen im Vergleich zu einem möglichen Datenmissbrauch, den man ohnehin nicht völlig garantieren kann....

pwebhofer
0
0
Lesenswert?

ja

Das stimmt, ich hab vielleicht oben deinen Text ein wenig falsch interpretiert. Kaufhaus Österreich ist aus meiner Sicht nicht an fehlender Kundeneinbindung gescheitert. Die wird heute gern als Allheilmittel verkauft. Kaufhaus Österreich hat aus meiner Sicht kein wirkliches Konzept, kein konkretes Ziel und ist btw. auch wirklich schlecht umgesetzt (Usability etc.).

Und ja, ich hätte mir eine Impfplattform gewünscht, die Termine ausgesucht hätte, eine gemeinsame Plattform aller meine Gesundheitdaten. Das sehen wir sehr ähnlich.

feringo
9
2
Lesenswert?

@pwebhofer : Den Ansatz ...

pwebhofer, Sie tun jetzt genau das, wovon GanzObjektivGesehen schreibt.
Sie schmeißen "sorglos" hinein, ohne besseren Gegenvorschlag.
Zeigen Sie auf, wie Amazons Einfluss gedämpft werden könnte.

pwebhofer
0
0
Lesenswert?

Was genau?

Was genau meinen Sie was ich so tun würde, wie es der GanzObjektivGesehen schreibt? Es ging m.E. nicht um die Frage, wir wir Amazons Einfluss dämpfen sollten. Ideen dazu gibt es aber genug. Keine Sorge.

eston
1
1
Lesenswert?

GISA

Gewerbeinformatiinsystem ist ein positives Beispiel: Man führte die dezentrale Daten der Bundesländer in einem System zusammen.

walterkaernten
7
24
Lesenswert?

LÄNDER

Das zeigt wieder, dass es nicht sinnvoll ist, dass wir im kleinen ÖSTERREICH

10 regierungen haben.
Schade ums geld und um die verwirrungen die entstehen.

Das ganz dient nur um bestbezahlte posten in der politik und im verwaltungwesen haben.

Zahlen muss ALLES der steuerzahler und bekommt dafür sehr sehr viel verwirrung.

DESHALB:
Die länder ersatzlos abschaffen
Parlament auf 80 reduzieren.

und und und

Mit dem ersparten STRASSEN sanieren,
Schulden zurück zahlen
und und und

RonaldMessics
2
1
Lesenswert?

Nur will...

.... der Mensch ein Mehr an Demokratie, und dafür spricht wiederum der Förderalismus.
Weitere wollen die meisten Österreicher, dass die Welt so bleibt wie sie ist, und weitere haben die meisten Österreicher Angst vor den Möglichkeiten der Digitalisierung.
An alle, die hier zurecht Kritiken aussprechen.
HELFT BESSER MIT VIELEN MENSCHEN DIE ANGST VOR DER DIGITALISIERTEN WEKT ZU NEHMEN.
Übrigens hatten vor ca. 120 Jahren die Menschen auch Angst vor den hohen Geschwindigkeiten ca. 30KMH BEI Autos und Zügen.

Veränderung macht Angst, ist aber das einzig Stabile.

Hirsemann
19
11
Lesenswert?

Türkis über allem

Solange alles Türkis eingefärbt werden muss, ohne entsprechende Expertise, wird alles, was diese Regierung angreift, mit Pauken und Trompeten scheitern... Ist aber egal, kostet eh alles nix...

andal18
1
32
Lesenswert?

Digitalisierung wird von jeder Regierung neu

"gedacht" - auf bestehendes will keiner aufbauen, da ja jeder seine eigene Innovation verkaufen möchte. Kaufhaus Österreich und die Corona Datenbanken haben nur gezeigt, wieviel Geld verschwendet werden kann, wenn es in die falschen Hände gerät.
Zu feige/faul für Ausschreibungen, dann doch wieder mutig genug für Direktvergabe ...
Leider war Frau Schramböck auch in der Privatwirtschaft nicht überzeugend, bei NextiraOne hatte sie noch eine sehr gute Führungsrige, die ihre Unfähigkeit und Abwesenheiten ausbgebessert haben, bei der Telkom Austria war der politische Weg schon offensichtlich und spätestens seit der Direktvergabe der luxus Corona Datenbanken an die Telekom.
Der Grüne Pass zeigt auch wieder den Start von Null weg und man übersieht die Basics und setzt nicht auf Erfahrungen und dabei gebe es schon seit Jahren ein einsetzbares Produkt der Staatsdruckerei (MIA App).
Schade das die an sich gut gedachten Initiativen so schlecht verlaufen und das Steuergeld versenkt wird.

GanzObjektivGesehen
0
3
Lesenswert?

Interessanter Kommentar.

Die MIA App sieht eigentlich vielversprechend aus. Ich kann zwar nicht sagen, ob diese den Anforderungen eines "grünen Passes" im Moment erfüllen würden, aber das Know-How scheint in der OeSD auf jeden Fall vorhanden.

Dissentio
1
31
Lesenswert?

Amtliches Denken

"Ich binde den Nutzer viel zu spät ein. Ich entwickle etwas, bringe es auf den Markt und sehe dann erst, das gefällt dem Nutzer nicht.“

...ist DAS denn nicht das generelle Grundproblem unser österr. Politik?!??....

mobile49
7
19
Lesenswert?

das wird doch nicht mit "partei-nepotismus" zu tun haben ?

oder doch , oder nicht ?

in der privatwirtschaft wird man einen fachman dafür holen - man bezahlt ja aus der "eigenen" tasche ..............

ironie off

Dissentio
1
30
Lesenswert?

ad Kaufhaus/Shöpping

....liegt evtl. auch einfach daran, dass Versanddauer und vor allem Preise dort um bis zu 300% höher ausfallen als bei "A".... Dass man bei "A" direkt mit dem Kundendienst chatten kann und bei Problemen innerhalb weniger Minuten eine zufriedenstellende Lösung findet (vollen Betrag zurück, neues Ersatzprodukt, sehr kulante Preisnachlässe,....), während man bei heimischen Anbietern als A*** der Nation und ggf. sogar Lügner hingestellt wird, sobald man Beschwerden hat, hat im letzten Jahrzehnt halt auch seine Spuren hinterlassen....

Dissentio
1
13
Lesenswert?

Mobile49

wollte eigentlich kommentieren und nicht auf deinen Beitrag antworten.... sorry 🤦