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Impfpersonal muss länger arbeitenImpfungen sollen schneller gehen: Kocher hebt Arbeitszeitregeln auf

Das Arbeitsministerium will die Corona-Impfungen beschleunigen und hebt die Arbeitszeitregelungen für Personal im Impfprogramm auf.

© APA
 

Per Erlass werde seit Freitag, 26. März geregelt, dass das für die Impfungen unerlässliche Krankenhauspersonal sowie Beschäftigte in der Impfstofflieferung ab sofort auch außerhalb der gesetzlich geregelten Arbeitszeiten arbeiten können. Die Arbeitsruhe dürfe unterschritten und die tägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeit überschritten werden.

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) hofft dadurch auf mehr Tempo im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Durch mehr verfügbares Personal solle eine schnellere Impfung der Bevölkerung ermöglicht werden. "Wir befinden uns bedingt durch die Pandemie in einer Ausnahmesituation, die besondere Maßnahmen erfordert. Durch eine Arbeitszeitflexibilisierung ermöglichen wir, dass Lieferungen des Impfstoffes und Impfungen selbst durch geschultes Personal auch außerhalb der gesetzlichen Regelarbeitszeit möglich sind. Wir tragen damit dazu bei, dass alle Impfwilligen so schnell wie möglich eine Impfung erhalten," so der Minister.

Auch sollen mit den zusätzlichen personellen Ressourcen Impfstoffanlieferungen an Wochenenden und Feiertagen leichter bewerkstelligt werden können. Bisher hieß es immer, das eher gemächliche Tempo bei den Impfungen in Österreich liege an Impfstoffmangel und nicht an zu wenig Personal.

Eine Ausnahme

Im Erlass gibt es eine Ausnahme: In Krankenanstalten darf die durchschnittliche Wochenhöchstarbeitszeit von 48 Wochenstunden nur mit schriftlicher Zustimmung der betroffenen Person überschritten werden. Außerdem gilt die Sonderregelung nur während der ersten Durchimpfungsphase, also bis alle impfwilligen Personen die erste und die zweite Teilimpfung erhalten haben. Sie gilt somit nicht für die gesamte Dauer der Pandemie, betont das Arbeitsministerium in einer Aussendung. Einzusehen ist der Erlass ab dem 29. März auf der Homepage der Arbeitsinspektion.

Kommentare (41)
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laster
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@scara....

genau, zuerst mitdenken, dann.....
Der Pfizer-Impfstoff wurde sowohl bei den Hausärzten, als auch bei den Impfstraßen bereits verimpft. Soviel bekannt, muss er nur innerhalb weniger Stunden verimpft werden sobald die Kühlung unterbrochen.
Die Apotheken bekommen oft 2x täglich die Lieferung vom Großhandel. Warum soll das nicht auch beim Impfstoff an Hausärzte funktionieren. Also ein rein Logistisches Versagen.

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@scaramango, vorweg, ein weitere Kommentar von mir mit Linkangabe folgt.(Wird vermutlich von der KLZ gerade geprüft)

Du bist das typische Beispiel eines Schreihalses der nichts weiß. Die -70 Grad sind seit Februar schon Schnee von gestern, doch schon damals war der Impfstoff in der mitgelieferten Box 30 Tage haltbar und weitere 5 Tage im normalen Kühlschrank. In der Zwischenzeit wurde schon mitgeteilt, das der Impfstoff in den Apotheken- und Arztekühlschränken ohne Probleme gelagert werden kann. (-15 bis -25 Grad)
Bevor du dich vollmundig in die Nesseln setzt und "zuerst mitdenken, dann schreiben" an andere User sendest, nimm dir das zu Herzen und ---- informieren, dann schreiben.

Artikel der KLZ vom 19.2.2021 !!!

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@scaramango, falsch! Zuerst informieren, dann schreiben !

Das ist ersten schon lange nicht mehr aktuell, da Pfizer mitteilte, dass der Impfstoff in den Kühlvoerrichtungen der Apotheken gelagert werden kann. Die -70 Grad sind Schnee von gestern, mein Bester.
Nimm' den Mund nicht so voll, wennst nichts weißt! Siehe Link unten. Lesen sollte man können!

Kleine Zeitung vom 19.2.2021
https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/5939830/Minus-25-bis-15-Grad_BiontechImpfstoff-braucht-weit-weniger

elloco1970
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Yes

Kann nur beipflichten ....extreme Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen

Oma2013
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@walterkaernten

und an alle Rotstrichler!
Jeder, der der Freigabe der Arbeitszeit zustimmt ist aufgefordert, sich sofort für diese Tätigkeit zu melden. Auch in Zeiten wie diesen, hat jede/r ArbeitnehmerInnen ein Recht auf ein Leben ohne täglichen 10-15 Stunden-Job. Nur Egoisten geht's eben zu langsam, vll für den geplanten Urlaub?? Da ist wohl jedes Mittel Recht? Schämen muss man sich für solche Zeitgenossen 😠.

Maske tragen, Abstand halten, Händewaschen UND Solitarität!

erstdenkendannsprechen
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ähm - nein.

dafür gibt es dann zeitausgleich.
schon mal in der privatwirtschaft gearbeitet?

elloco1970
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Schwachsinn....

Eine Pandemie ist eine kriegsähnliche Situation....und dann zeig mir mal wer in einem Krieg auf die 10 H Regel schaut....also lieber ruhig sein und hoffen dass wir das ganze einigermaßen in den Griff bekomnen ....Xsund bleiben!!

GanzObjektivGesehen
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Auch wenn sie schon alt sein sollten.....

....ist das keine Entschuldigung. Sie können offensichtlich einen Computer bedienen, also können sie auch lesen. Es handelt sich um eine Arbeitszeitflexibilisierung welche ein gängiges Instrument in unserem Alltag ist.

Eine Überschreitung von Normarbeitszeiten ist damit zwar möglich, ist aber an verlängerte Ruhezeiten und andere ausgleichende Maßnahmen gebunden. Begriffe wie Diktatur und Zwangsarbeit haben hier keine Berechtigung.

Für sie nur ein Beispiel aus dem Katastrophenschutz. Wenn nach einer Naturkatastrophe Menschen unter Trümmern verschüttet sind hören die Helfer nicht nach 8 oder 10 Stunden zu suchen und graben auf. Sie überschreiten in einem zeitlich begrenzten Zeitraum ihre Normarbeitszeiten, auch deshalb, weil einfach nicht genug Personal zur Verfügung steht um einen regulären Schichtbetrieb zur Verfügung steht. Wie auch bei den Ärzten in Spitälern.

Diese Menschen leisten große Dienste für die Bevölkerung und es gibt genug Institutionen die auf ihre Rechte achten. und sollten sie jemals versagen wartet schon eine Schar an Anwälten um diese zu wahren....

Oma2013
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weder alt, noch senil

und des Lesens bin ich auch mächtig. Apropos, Krieg schaut sicher anders aus und ist mit Pandemie nicht vergleichbar.
Auf die Impfung oder Medikament warte ich genauso wie alle Anderen. Ich lass mich meiner Intelligenz nicht von Angstmacherei oder ähnlichem berauben.
Ich vertrete in diesem Forum lediglich meine Meinung

Welche Unterstellungen etc. in den Postings zu lesen ist, zeigt wiederum, in welcher Gesellschaft wir leben.

schteirischprovessa
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Oma, sind Sie schon geimpft?

Wenn ja, können leicht blöd reden oder schreiben.
Doch jene, die auf eine Impfung warten und um ihre Gesundheit bangen, sehen das etwa anders.
Und je früher die Durchimpfung erledigt ist, desto früher haben die Menschen ihre Normalität zurück und können jene Berufsgruppen, die geschlossen haben, ihre volle Tätigkeit aufnehmen.

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@schteirischprovessa, die könnten auch zum Hausarzt gehen, wenn diese endlich beliefert werden würden.

Wäre für viele der einfachere Weg! Für so etwas fehlt aber der Plan!

scaramango
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Nicht der Plan, sondern der Impfstoff - wenn Sie mal die Nachrichten verfolgen würden,

oder auf der Homepage des Sozialministeriums nachsehen, wüßten Sie, dass AstraZeneca schlichtweg nicht viel liefert !!!

Was soll dann der Hausarzt verimpfen ?

45b7f4c094a1f0cc4c5d7996f0fd980
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@scaramango, sie schreiben so viel Unsinn, dass es schon schmerzt!

Wenn wir keine Impfstoffe haben und dadurch der Hausarzt nicht impfen kann, für was benötigen wir dann eine Arbeitszeitflexibilisierung im KH? Wir diskutieren hier nicht über das jetzt und heute, sondern über den Zeitpunkt, wenn die Liefermengen einlangen. Ist doch logisch.
Nimm dir deinen Leitspruch zu Herzen. Zuerst denken, dann schreiben.

Oma2013
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das schlägt dem Fass den Boden aus

Das Krankenhaushauspersonal sowie das Personal der Impfstofflieferung arbeiten jetzt schon an der Grenze der Belastbarkeit. 10 bis 12 sogar bis 15 Stunden sind da sicher kein Einzelfall. Jetzt kommt noch ein Erlass zu, dass sie mehr arbeiten "dürfen". Das ist unzumutbar.
In diesen Sparten zuerst den Sparstift ansetzen und dann diesen Fehler den Arbeitenden aufbürden. Geht s noch?????

kropfrob
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Wenn es war ist,

dass Sie bisher schon 15 Stunden gearbeitet haben, dann stellt dieser Erlass doch nur die bestehnde Praxis auf juristisch korrekte Beine. Bisher hat sich der Arbeitgeber *strafbar* gemacht (nach dem Stragesetzbuch!), auch wenn Sie sich freiwillig bereit erklärt haben, so lange zu arbeiten; durch diesen Erlass wird die Vorgangsweise nun legalisiert.

CloneOne
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Gebe vollkommen Recht

do wen will die Regierung sonst zur Zwangsarbeit verpflichten? Die Fixer vom Karlsplatz? Ich hoffe nur, dass das Personal auch anständig dafür entlohnt wird. Ein gemeinsames Balkonklatschen ist hier fehl am Platz!

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