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Zeuge ausgeforschtProzess Bierwirt gegen Sigi Maurer in der nächsten Runde

Im Verfahren gegen die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer konnte ein Bekannter des beschuldigten Bierwirts mit passendem Vornamen gefunden werden - ob dieser tatsächlich etwas mit den gegenständlichen Nachrichten zu tun hat, ist unklar.

PROZESS GEGEN GRUeNE KLUBOBFRAU SIGRID MAURER: MAURER / WINDHAGER/HOLLAENDER
Rechts der Bierwirt als Kläger und sein Anwalt, links Sigi Maurer mit Anwältin © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Am heutigen Montag wird am Wiener Landesgericht der Prozess gegen die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer fortgesetzt, die ein Bierwirt wegen übler Nachrede geklagt hatte. Sie hatte diesem unterstellt, ihr Ende Mai 2018 via Facebook obszöne Privatnachrichten geschickt zu haben, was Maurer selbst über ihren Twitter-Account publik machte. Beim bisher letzten Verhandlungstermin in dieser Causa hatte der Bierwirt behauptet, für die Nachrichten sei ein gewisser "Willi" verantwortlich.

Der Wirt präsentierte dem Gericht ein angebliches Bekennerschreiben eines Kunden und Freundes namens Willi aus der Stromstraße in der Brigittenau. Dieser müsse in seinem Lokal, wo alle Gäste Zugang zu seinem Computer gehabt hätten, die anstößige Nachricht abgeschickt und sich dabei seines Facebook-Accounts bedient haben, erklärte der Wirt. Daraufhin wurde die Verhandlung zur Ausforschung dieses Mannes vertagt.

Auf der Zeugenliste für die anstehende Verhandlung findet sich nun tatsächlich ein Mann mit dem Vornamen Wilhelm. Dieser habe seine Zeugenladung übernommen, von seinem Erscheinen sei daher auszugehen, teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn im Vorfeld der Verhandlung mit. Offen ist, ob dieser unter Wahrheitspflicht die Darstellung des Bierwirts bestätigen wird. Es steht keineswegs fest, ob der Zeuge - abgesehen von einem passenden Vornamen - überhaupt etwas mit der gegenständlichen Sache zu tun hat.

Maurer war in dieser Causa im ersten Rechtsgang im Oktober 2018 wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verurteilt worden. Weitere 4.000 Euro wurden dem Lokalbetreiber für die "erlittene Unbill" zugesprochen. Zudem hätte Maurer die Kosten des Verfahrens übernehmen müssen. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hob allerdings im März 2019 diese Entscheidung auf und ordnete eine Neudurchführung des Verfahrens an.

Kommentare (1)
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gonzolo
0
1
Lesenswert?

Unglaublich

Die Wahrscheinlichkeit dürfte hier wohl äußerst groß sein, dass hier jemand aus dem Tiefgaragen-Niveau nicht nur eine Bürgerin, sondern auch die Justiz und den Rechtsstaat rotzfrech frotzelt. Das hat alles eine signifikante Ähnlichkeit zum Procedere, wie man´s aus einem gewissen politischen Lager hinlänglich kennt … und - eh klar - vermutlich (noch) unschuldig ...