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Chief Medical OfficerKatharina Reich zieht Lockdown-Ende in Zweifel

Die Sektionschefin im Gesundheitsministerium sagte im "Standard": "Es gibt vielleicht eine kleine Abmilderungsmöglichkeit, aber so wirklich aus einem Leben mit starken Einschränkungen kommen wir so nicht heraus".

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PK SOZIALMINISTERIUM 'PERSONELLE UND STRUKTURELLE NEUAUFSTELLUNG DES SOZIAL- UND GESUNDHEITSMINISTERIUMS': REICH
Katharina Reich, Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Katharina Reich, Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium, zieht angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen mitten im dritten Lockdown dessen geplantes Ende per 24. Jänner in Zweifel: "Es gibt vielleicht eine kleine Abmilderungsmöglichkeit, aber so wirklich aus einem Leben mit starken Einschränkungen kommen wir so nicht heraus", sagte sie der Tageszeitung "Der Standard".

"Etwas anderes zu sagen, wäre unseriös. Ich weiß, dass die Menschen sich danach sehnen, einen Lockdown am 24. Jänner komplett zu beenden, allerdings können wir es uns mit den derzeitigen Zahlen einfach nicht leisten", zitierte die Zeitung die vor dem Jahreswechsel neubestellte Sektionschefin.

Aktuelle Zahlen

2.278 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind am Samstag österreichweit binnen 24 Stunden gemeldet worden. Weitere 46 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, damit stieg die Zahl der Corona-Todesfälle auf insgesamt 6.687, ergaben die täglich veröffentlichten Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium.

"Wettlauf zwischen Impfung und Mutation"

Auch sie sieht einen "Wettlauf zwischen der Impfung und der Mutation" des Coronavirus. "Und deswegen müssen wir jetzt, solange die Impfungen noch dauern, unsere Schutzmaßnahmen fast noch einmal verstärken: FFP2-Maske überall, wirklich nur die Kontakte, die notwendig sind." Bei der heimischen Impfkampagne sei man "so im Plan, wie wir es im November vorgesehen haben". Verändert habe sich nur, "dass einzelne Pflegeheime gesagt haben, sie können ein paar Tage früher loslegen".

Zu den Plänen, nunmehr auch Über-80-Jährige außerhalb der Heime schneller als zunächst vorgesehen zu impfen, sagte Reich: "Wenn Länder sich in der Lage sehen, in ihren Impfstellen diese Patienten früher zu impfen, dann gerne." Dies sei "eine Freiwilligkeit, damit wir einzelne Länder oder Institutionen nicht überfordern". Die Abwicklung sei "direkte Ländersache. Die Betroffenen werden in Kürze informiert. Es waren noch letzte Abstimmungen etwa mit den Ärztekammern nötig, so dass auch jedem einzelnen Arzt oder Ärztin klar ist, wie er oder sie die Patienten informieren kann". Für die Über-80-Jährigen sei diesbezüglich der Hausarzt "eine verlässliche Quelle".

Koordination der Impfung durch die Länder

Dass die Koordination der Impfungen verstärkt die Länder übernehmen, ändere "de facto nichts. Bei der Videokonferenz der Bundesregierung mit den Landeshauptleuten wurde das Bekenntnis zum gemeinsamen Vorgehen beim Ausrollen der Corona-Schutzimpfung präzisiert. Die Beschaffung, zentrale Steuerung, Logistik und die Strategie der Impfaktion liegen beim Bund, die Länder setzen in der Region um".

Ein zentrales Einmeldesystem für Impfungen sei "gerade in Abstimmung. Wir haben den E-Shop (der Bundesbeschaffungsagentur, Anm.), der die zentrale Datenquelle ist bezüglich dem, wie viel ist da ist, abgerufen ist und ausgeliefert wurde. Derzeit geht es darum, wie wir eine Rückmeldung bezüglich Verimpfungen erhalten, die auch die rückmeldenden Stellen nicht überfordert".

FFP2-Masken als Alternative

Zum Thema "Belohnungen" für Getestete meinte Reich: "Ich glaube persönlich, dass das nicht nachhaltig ist. Dass es vielleicht für einen ersten Run ein nettes Zuckerl wäre, aber sowas hält nicht an." Es müsse immer mehrere Möglichkeiten geben, "wie ich am aktiven Leben teilnehmen kann. Das Tragen von FFP2-Masken als Alternative zum Test ist natürlich da". Zum geplanten Zutrittstesten hielt sie weiters fest: "Prinzipiell wird dieser Test für 48 Stunden als verlässlich angesehen. Aber in diesen 48 Stunden muss ich mich auch sicher verhalten."

Kommentare (28)
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Stefan123
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Wurde der Auftrag die Wirtschaft zu ruinieren noch nicht erfüllt?

Die Infektionszahlen haben NICHTS mit Kranken zu tun.
Natürlich gehört jeder geschützt, dem der Virus gefährlich werden kann.
Nur es gibt auch ein Leben nach Corona.
Die Schulden die uns diese Regierung aufbürdet, zwingt uns zu Einsparungen in der Zukunft.
Die Frage, ob für Pensionen und das Gesundheitswesen dann noch Geld da ist!

blackpanther
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Nach ihrer Blamage

traut sich die „Chief Medical Officer“ schon wieder in die Öffentlichkeit mit Interviews? Wie wäre es mit Tempo bei den Impfungen?Diese würden die Fallzahlen entlasten. Aber es ist einfacher, mit einer Verlängerung zu drohen als selbst zügig zu arbeiten! So schlafmützig, wie bei den Impfungen gehandelt wird, werden wir noch im Sommer im Lockdown sein!

Expat
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Chief Medical Officer

Ich dachte immer wir leben in Österreich, und unsere Amtssprache ist deutsch.

bam313
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Diese sinnbefreiten englischen Titel

nehmen in Österreich immer mehr überhand.
Nicht nur im medizinischen Bereich, auch überall sonst - Master of engineering war früher ein Diplom Ingenieur (M. Eng. vs. Dipl. Ing.) ...
Das ist krank!
In meiner letzten Firma hatten sie unsere Visitkarten nur mehr auf Englisch gedruckt.
Da stand dann bei mir M. Eng. drauf (ich bin aber nur Ing.), bei einem Kollegen MSc (Master of Science), obwohl er Dipl. Ing. ist und kein Dr. Dipl. Ing. und wir haben ihnen diesen Schmarrn um die Ohren geworfen und sie mussten unsere Visitkarten neu drucken lassen.
Die hatten aufgrund ihrer Unwissenheit uns hochgestuft und somit Urkundenbetrug begangen.

Sollte nur zur Erklärung dienen, denn unseren Chief Medical Officer haben sie auch bald verheizt, wenn sie dies nicht selbst erledigt.
Zuerst dieser TV-Auftritt und jetzt tolle Prognosen.
Lange wird es nicht dauern und sie hat eine Horde wütender Menschen, mit nassen Handtüchern bewaffnet, hinter sich herlaufen.
Die Stimmung ist schon so aufgeladen, sodass unsre Politfuzzis wirklich aufpassen müssen, dass die Stimmung nicht kippt.

VH7F
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Es gibt derzeit keinen Engpass in den Krankenhäusern,

Darum ist ein längerer Lockdown gesetzlich nicht gedeckt? Aber die Roten wurden eh schon gekauft?

ritus
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Falsch!

Woher haben Sie diese falschen Angaben? Es gibt in chirurgischen und inneren Abteilungen sehr wohl schon einen Engpass, an Kapazitäten und an Personal. Weiß ich aus erster Hand von einem Arzt an der Klinik. Sicher nicht in jeder Klinik, aber wenn die Zahlen wieder steigen, dann sicher.

Helga Baurecht
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wie lange denn noch???

dieser ganze Lockdown ist der totale Humbug, man siehts an den Zahlen, die nicht und nicht runter gehn, auch nicht in Deutschland. Die Leute gehn nicht mehr ins Restaurant, nein sie treffen sich zu Hause!!!
Sperrt bitte die Restaurants bis 10 Uhr wieder auf, aber ohne FFP 2 Maske oder Test kein Eintritt .

Schwoazasteira92
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Nein zum Impfzwang

Das wird nie aufhören, wenn die Menschen nicht anfangen umzudenken und sich nicht dauernd von nichtssagenden absoluten Fallzahlen verrückt machen lassen. 0,2% der Österreicher sind positiv getestet und deswegen sollen 99,8% sich seit fast einem Jahr von einem ungelernten Studienabbrecher oder einem gescheiterten Volksschullehrer sekkieren lassen?

kukuro05
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Und?

waren Sie auch bei der Demo heute?

ichsags
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Deine polemischen...

.... Unterstellungen korrespondieren mit Deinen
falschen Zahlen. 0,42 Prozent sind es aktuell.
Eine bewusste Falschinformation mit über 100%
Abweichung erübrigt jede weitere Aueinandersetzung mit Deiner Meinung!!.

voit60
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29.000

Sind keine 0,2 Prozent, aber sicher auch keine 0,42 Prozent.

Flogerl
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Chief Medical Officer ???

Naja, ka Wunda, wenn die nicht mal deutsch können, wie sollens dann was beim impfen zusammen bringen ?!

georgXV
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Katharina Reich

daß sich Katharina Reich nach ihrem äußerst peinlichen Auftritt in ZiB2 schon wieder in die Öffentlichkeit traut ...

Lupoo
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Einmal

peinlich ist keinmal - einmal gehts noch.

kukuro05
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Sie muss

....sie ist die erste Adresse nach Anschober.

gm72
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Verständlich auf Basis der Zahlen, ABER:

Warum dürfen sich dann tausende Schifahrer vorm Lift zusammenrotten? Dort wo vorsichtige Abstandhalter aufpassen, wird erfolgreich vorgedrängt und der Abstand passt nicht mehr. Erinnert mich ans "Urlauben" in Kroatien im Sommer. Wer aber im Lockdown brav zu Hause bleibt und sich nicht in die Menge schmeißt (ich und meine Familie), der ist eigentlich der voll gelackmeierte! Lockdown und Ausgangssperre einzuhalten kommt mir mittlerweile als Strafe vor, ohne dass ich etwas angestellt hätte, wenn ich mir das rege Treiben auf den Pisten und bei Anti-Corona-Demos so anschaue.

Also: Lockdown verlängern JA, aber für alle rigoros, sonst hört das Drama nicht auf!!!

Lupoo
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LOL, den

Esel habens in Ihrer Aufzählung vergessen zu erwähnen.

Stony8762
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gm

Genau! Alles zu für 2 Wochen, auch Lebensmittelgeschäfte! Zur Not Lieferdienste!

kukuro05
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geht mir genau so!

Ich schlage langsam Wurzeln, und andere machen sich einen Spaß aus der Sache.

Aber ein gutes Gewissen und die Überzeugung dass man sich selbst und anderen nicht schadet ist auch in Ordnung!

plolin
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Gm,

Sehr gut geschrieben!. Ich komme mir auch oft verarscht vor, wenn ich brav zu Hause sitze und dem Treiben auf den Pisten oder auf der Alm , via Medien, verfolge.

Super123
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Selbst

schuld wenn man die Panik mache von Kurz und Co verfällt denn Spazieren gehen und Sport an freier Luft ist erlaubt wenn sie sich in Angst einsperren lassen von einem Lehrer der Gesundheitsminister spielt und einem Schulabbrecher mehr glauben dann viel spass in den eigenen vier Wänden wo das Risiko sich anzustecken Laut ärztlichen Nachweis 10mal höher ist als im freien.

scionescio
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Mit hat gestern ein lieber Freund schon versichert, dass im Jänner nicht mehr aufgesperrt wird - woher er das weiß?

Er schaut immer bei den Restaurants von Martin Ho (der sehr besondere Freund unseres Bundeskanzlers, wo man auch schon mal während des Lockdowns in den Restaurants Parties - wie zuletzt zu Sylvester- feiern kann, ohne dass man sich wegen der Polizei Sorgen machen müsste....) nach, ab wann man wieder Tische reservieren kann ... und das startet erst wieder im Februar!

HannesK
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Ho ein besonderer Fall

Dieser Ho ist ein besonderer Fall, ein besonderer Freund des Kurz. Dieser Ho ist wiederholt wegen arger Missachtung der Corono-Regeln aufgefallen. Man müsste ihn endlich an die Kandare nehmen.

tannenbaum
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Nach

den Bildern zwischen Weihnachten und Neujahr von so machen Liftanlagen und anderen Freizeiteinrichtungen wird ja niemand etwas anderes erwartet haben. Höchsten absolute Ignoranten beziehungsweise Nutznießer dieser Situation. Ich verstehe noch immer nicht, warum man Maskenverwigerer nicht konsequent die Liftkarte wegnimmt bzw. von den Freizeiteinrichtungen ausschließt.

kukuro05
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warum?

weil es um WÄHLERSTIMMEN geht !!!!!

donots1
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Chief Medical Officer

........was ist das, ich hab´s im Duden nicht gefunden?

Ach so, das ist englich...

"ironie off"

 
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