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Wegen Virus-MutationAmpel bleibt trotz oranger Bezirke rot

Die Corona-Ampel bleibt auch im Neuen Jahr österreichweit auf Rot gestellt, und das obwohl sechs Bezirke gemäß Richtlinien der zuständigen Kommission Orange geschaltet werden müssten.

++ THEMENBILD ++ CORONA-AMPEL
© APA/BARBARA GINDL
 

Begründet wird dies in der Bewertung unter anderem damit, dass die Auswirkungen der Kontakterweiterungen während der Weihnachtsfeiertage ebenso wenig abschließend zu beurteilen seien wie die Folgen der neuen vermutlich ansteckenderen Virus-Mutationen.

Hervorgehoben wird, dass Wien, Krems-Stadt und -Land, Hollabrunn, Horn, Korneuburg und Innsbruck-Stadt eigentlich gemäß dem Handbuch der Kommission orange zu bewerten gewesen wären. Überdies wird positiv erwähnt, dass bei der reinen 7-Tages-Fall-Inzidenz ohne Einrechnung weiterer Faktoren noch zahlreiche andere Bezirke etwa in Nieder- und Oberösterreich, der Steiermark und Vorarlberg unter die Grenze von 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern gesunken sind.

Andererseits wird aber festgehalten, dass sowohl innerhalb als auch zwischen den Bundesländern "sehr unterschiedliche" Entwicklungen zu vermerken sind. Auch gebe es teils deutliche Anstiege der Fallzahlen, was die allgemeine Einschätzung der Risikolage schwieriger mache. In allerdings sehr kleinen Rust beträgt der Anstieg 450 Prozent, in der Region Montafon/Brandnertal wird in Plus von 119 Prozent während der vergangenen 14 Tage verzeichnet, in Waidhofen/Ybbs immerhin noch von 73 Prozent.

Was ebenfalls wenig positiv stimmt: Die Infektionszahlen gehen im 14-Tage-Trend in fast allen Bundesländern wieder nach oben. Nur in Wien und der Steiermark gibt es einen rückläufigen, in Oberösterreich einen stagnierenden Trend. Am ungünstigsten ist die Entwicklung in Salzburg, wo ein Plus von 29 Prozent vermeldet wird.

Niedrig ist in Wien auch die Zahl der positiven Fälle unter den Getesteten, nämlich nur 1,9 Prozent. Der Österreich-Schnitt liegt bei 8,9 Prozent. Den Höchstwert hat Kärnten mit 31,1 Prozent. Große Unterschiede gibt es auch bei der Zahl der Tests. In Wien wurden knapp 5.900 von 100.000 Einwohnern getestet - ein Wert, an den nur Vorarlberg annähernd herankommt (4.845), in Kärnten sind es nicht einmal 700.

Dass das ganze Land rot bleibt, fand nicht in der ganzen Kommission Zustimmung. So soll sich etwa nach Informationen aus dem Gremium nicht nur Wien selbst sondern auch Vorarlberg dafür ausgesprochen haben, ein Zeichen zu setzen und zumindest die Bundeshauptstadt auf Orange zu setzen. Immerhin leuchtet die Ampel nun bereits seit zehn Wochen ohne Ausnahme Rot.

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Danke für Ihr Verständnis.

bam313
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Sich jetzt um eine Ampelfarbe zu streiten grenzt an Blödheit!

Worauf wir jeden Tag hoffen können ist schönes Wetter und die zunehmende UV-Strahlung, welche die Viren killt.
Außerdem drückt dieser Nebel auf das eigene Gemüt und unsere eigenen Abwehrkräfte nehmen auch schon ab, weil wir nicht genügend Bewegung machen.
Ich zieh mir jetzt Vitaminbrausetabletten rein, weil ich so mein Immunsystem auch stärken kann.
Meine Vorhersage:
Ende April, Anfang Mai wird es besser werden ...
Bis dahin müssen wir uns am Riemen reißen - es hilft nichts.
Und daran ändert auch keine Ampelfarbe etwas ...

tim29tim
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Die ganze Zerrissenheit der SPÖ zeigt sich am Umgang der Roten Landeshauptmänner mit der Corona-Impfung.

Während der Wiener Bürgermeister den Impfauftakt zu einem PR-Termin machte, kritisierte der Burgenländische LH die Impfung lauthals und Kärnten verweigerte den gemeinsamen Impfstart der Bundesländer.
Die angebliche Chefin der 3 Joy Pamela hat dazu wieder keine Meinung.

jackass85
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Ampel

.....gibts es die auch noch.........

maddogglucky
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Wien

Wien hätte schon lange vor dem Herbst-Lockdown als einer der ersten Regionen auf Rot geschaltet werden müssen.
Doch es stand ja noch die Landtagswahl bevor.
Ich vermute dass neben der epidemiologischen Parameter auch, nicht gerechtfertigterweise, auch politische Gründe einfließen.
Ansonsten würde z.B. Innsbruck schon längst wieder in Orange leuchten.
Natürlich muss Wien bei den ersten dabei sein, da fast alle Bundespolitiker Wiener sind.

tannenbaum
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Die

Zahlen sind zwar noch immer drei mal so hoch wie im Frühjahr, als die Reserwisten einrücken mussten, die Zivildiener nicht abrüsten durften , die Bundesgärten gesperrt wurden, aber wir reden schon wieder von Lockerung! Wahrscheinlich wird die Regierung einen vierten Lockdown provozieren.

lombok
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Scheinbar haben wir Weihnachten und Silvester ...

... mit einem blauen Auge geschafft. Also ganz echt: ich hätte mir nicht gedacht, dass die Zahlen dennoch so stabil bleiben. Ab nächster Woche sind wir dann sicher sogar auf dem Kurs, der uns weiter deutlich nach unten bringt.

Der aktuelle (insgesamt beinahe) 3-Monats-Lockdown, die Impfungen und nicht zuletzt die ab April steigenden Temperaturen stimmen mich positiv.

daberni
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Die letzten Tage

die letzten Tage hatten wir bereits einen kleinen Anstieg der Infektionen, und das obwohl wir jetzt fast 2 Wochen im Lockdown sind. Dass die Zahlen im Lockdown nicht dramatisch zurück gehen ist eigentlich ein schlechtes Zeichen und die nächsten Tage "werden entscheidend". spätestens wenn B117 bei uns angekommen ist wirds sowieso problematisch...

marcneum
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Mutation

Es wäre falsch zu denken, dass diese (genau wie andere Mutationen) nicht schon längst unter uns sind! Da hilft es jetzt auch nichts mehr Flüge aus Großbritannien zu untersagen...

Immerkritisch
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Die Auswirkungen

kommen erst zeitverzögert!

plolin
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Ich hoffe, du hast recht.

Ich bin nur neugierig, ob die Zahlen dann auch so bleiben, bzw sinken, wenn die Schulen wieder aussperren.

marcneum
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Schulen?

Die Schulen waren weder im Frühjahr, noch im Herbst der Treiber der Infektion! Warum sollte dies jetzt anders sein?