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Corona-WendeSo kommen die Menschen zum Impfstoff: Gratis, freiwillig, regional

"Die Schwächsten zuerst": Die Regierung will zunächst über die Impfung informieren, dann dazu animieren. Die Hürden zur Impfung sollen möglichst gering sein, auch die Hausärzte sollen ab Februar impfen. Menschen, die schon erkrankt waren, sollen sich ebenfalls impfen lassen.

Ärzte, Pfleger und Bewohner von Seniorenheimen gehören zu den Ersten, die geimpft werden
Ärzte, Pfleger und Bewohner von Seniorenheimen gehören zu den Ersten, die geimpft werden © APA/LAND SALZBURG/FRANZ NEUMAYR
 

"Die Schwächsten zuerst" - unter diesem Motto ist heute, Montag, eine Informationskampagne der Regierung zur Impfung gegen Corona angelaufen. In einer ersten Phase will man auf sachliche Aufklärung setzen, hieß es aus dem Bundeskanzleramt. Dann soll eine Aktivierungskampagne folgen, zumal "erst nach und nach eine größer werdende Anzahl an verfügbaren Dosen" der Vakzine verfügbar sein werde.

Die Eckpunkte der österreichischen Impfstrategie:

  • Die Impfung ist gratis.
  • Die Impfung erfolgt freiwillig.
  • Und die Impfung soll möglichst regional verfügbar sein.

Voraussetzung dafür sei eine optimale Logistik, für die man professionelle Partner an die Seite geholt habe, um in den Ländern und Gemeinden breit aufgestellt zu sein. Nach dem symbolischen Start am Sonntag werde die Impfung Schritt für Schritt ausgerollt, so "dass es möglichst wenig Barrieren für die Bevölkerung gibt", erläuterte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. 2021 solle zum Jahr des Erfolges bei der Bekämpfung der Pandemie werden.

Im Zuge einer Pressekonferenz mit Anschober wurde über Bestellung und Verteilung der Covid-19-Impfdosen via e-Shop informiert. Mit dabei waren der Sonderbeauftragte für Gesundheit, Clemens Martin Auer und die Leiterin der Impfabteilung, Maria Paulke-Korinek, sowie Gerhard Zotter, Geschäftsführer der Bundesbeschaffung GmbH, und Andreas Windischbauer, Präsident der österreichischen Arzneimittelgroßhändler (Phago).

Clemens Martin Auer, quasi "Chef-Einkäufer" Österreichs, erläuterte, man hätte im Juni nie zu träumen gewagt, dass im Dezember bereits mit den Impfungen begonnen werden kann. Europa habe ein breiteres Portfolio als alle anderen, sechs bis sieben Impfstoffe seien in der Pipeline und würden früher oder später alle eine Zulassung bekommen.

Es sei auch deshalb so schnell gegangen, weil die EU insgesamt 2,7 Milliarden Euro als Anzahlung, gleichzeitig auch Kapital, mit dem man ein gewisses Risiko eingegangen sei, zur Verfügung stellen habe können - Geld mit dem die Firmen arbeiten konnten. Deshalb konnten auch riesige Investitionen in die Produktionskapazitäten getätigt werden - in Kürze werde eine zusätzliche Anlage im deutschen Marburg an der Lahn eröffnet.

Drei Kriterien seien bei der Auswahl der Impfstoffe zentral:

  • die Qualität
  • die rasche Verfügbarkeit
  • der Preis

Nach einer breiteren Verfügbarkeit des Impfstoffes sollen möglichst viele Menschen zur Teilnahme animiert werden. "Die Kampagne setzt von Beginn an auf die Einbeziehung führender Fachleute aus der Medizin", hieß es aus der Bundesregierung.

Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung erläuterte, wie der Impfstoff wirkt:

  • Es handelt sich um einen sogenannten "mRNA-Impfstoff", quasi eine "Bauanleitung" für das Spike-Protein des Virus.
  • Gegen dieses Protein bildet der Körper dann Antikörper.
  • Diese Antikörper bieten Schutz vor einer tatsächlichen Erkrankung.

Nebenwirkungen wie Kopfweh, Fieber, auch Muskelschmerzen oder Müdigkeit seien - wie bei anderen Impfungen auch - normal, denn sie zeigten, dass der Körper tatsächlich reagiere. Sie verschwinden normalerweise sehr rasch von selbst.

Die Impfung sei sicher und wirksam. Dass der Impfstoff so rasch zugelassen werden konnte liege daran, dass bereits seit 20 Jahren an der Technologie geforscht wurde, dass im Rahmen der Studien und mit der Zulassungsbehörde bereits laufend alle Daten ausgetauscht und evaluiert wurden. "Zugelassen wird ein Impfstoff immer nur dann, wenn Nutzen und Risiko dafür sprechen."

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch der Beschaffungsvorgang in Phase 1 (Impfung in Alten- und Pflegeheimen) detailliert erläutert, der sicherstelle, dass alles reibungslos funktioniere:

  • Die Bestellung solle sechs Tage vor dem Impftermin erfolgen.
  • Es könnten auch kleine Mengen (bis hinunter auf 15 Stück) bestellt und geliefert werden, damit sei die kleinräumige Versorgung gesichert.
  • 120 Stunden nach der Entnahme aus dem Ultrafreezer (minus 70 Grad) müsse die Bestellung ans Ziel kommen.
  • Bis dahin werde sie durchgehend bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert. Sämtliches Material, das die Impfstelle zusätzlich benötige, werde mitgeliefert, um zusätzlichen Organisationsaufwand zu vermeiden.

Ab Phase 2 - vermutlich Ende Februar - werde auch der in der Lagerung weniger aufwendige Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung stehen, "da bringen wir dann die Impfung über die niedergelassenen Ärzte zu den Menschen", so Clemens Martin Auer. Die Ärzte würden dann auch alle zu Hause lebenden Menschen über 65 sowie Risikogruppen aktiv ansprechen.

Auch in Phase 3 werde dezentral vorgegangen - hier vor allem auch über Impfungen in den Betrieben. In den Gemeinden und Städten sollen dann Impfstraßen eingerichtet werden, das könne in einer kleinen Gemeinde auch der Turn- oder Pfarrsaal sein. Die Erfahrungen, die man im Zuge der Massentests gesammelt habe, seien dabei sehr nützlich.

Auch Menschen, die bereits einmal erkrankt waren, sollen sich übrigens impfen lassen. Expertin Paulke-Korinek: "Wir wissen nicht, ab welchem Antikörper-Spiegel noch ein Schutz besteht." Wenn der Impfstoff knapp werde, gehe man von einer Drei-Monats-Frist aus, innerhalb derer Genesene noch geschützt seien und die Impfung aufschieben könnten.

Start der Impf-Kampagne

Im ersten, breit gestreuten Spot erklärt der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Markus Müller, die drei Phasen der Corona-Impfaktion. Damit sei gewährleistet, dass "die Schwächsten zuallererst versorgt werden", so der Mediziner. Die Impfung werde für alle verfügbar, gratis, "sehr sicher und wirksam sein und einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten".

Die drei Phasen erläutert Müller im Spot konkret: "In der ersten Phase werden vor allem Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sowie Personal im Gesundheitswesen geimpft; in Phase zwei ältere Personen, Personen mit Risikoerkrankungen und Personal in kritischer Infrastruktur. In Phase drei wird die gesamte Bevölkerung die Gelegenheit haben, sich impfen zu lassen."

Kommentare (72)
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bam313
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Und wieso sollen sich dann Personen,

welche die Krankheit schon hatten, ebenso impfen lassen?
Mir hatte man nach Anfrage gesagt, ich solle mich nicht impfen lassen, da ich noch genügend Antikörper besitze!
Jetzt kennt sich wirklich niemand mehr aus.

Außerdem käme ich eh erst frühestens im Herbst für eine Impfung in Frage.
Leute, das Jahr 2021 wird noch schlimmer als 2020 werden.

Ach ja - noch ein Tipp von mir:
Wollt ihr eine kostenlose Antikörperbestimmung erhalten, dann geht Blutplasma spenden.
Denn sonst kostet diese Untersuchung 400€ und für das Plasmaspenden bekommt man sogar 70€.

Was mir jedoch dermaßen auf den Zeiger geht sind die andauernd widersprüchlichen Aussagen.
Zumindest konnte ich jetzt schon in Erfahrung bringen, dass die Impfung eine Infektion nicht verhindern, sondern nur den Krankheitsverlauf abschwächen kann.
Tja - ich hatte bei meiner Erkrankung nahezu keine Symptome, also wozu benötige ich dann diesen Schwachsinn?

Könnte die KLZ nicht einmal etwas sinnvolles schreiben, indem man den Beipacktext einer Impfung hier abdruckt?
Es kennt sich nämlich wirklich niemand mehr aus.

Hazel15
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Beipacktext

Weil es schlichtweg bis jetzt keinen gibt. Deswegen sind auch viele Hausärzte nicht bereit, zu impfen. Denn die wissen genau so viel wie jeder Laie.

wedef1
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Beipacktext

Wie kommen Sie darauf, dass es keinen Beipacktext gibt? Es gibt seit der Zulassung sowohl die Fachinformation als auch die Gebrauchsinformation (Beipacktext) sowohl seitens der EMA als auch von swissmedic. Bitte lesen, dann erledigen sich viele hier gestellten Fragen.

Hazel15
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Beipacktext

Dann fragen Sie Ihren Hausarzt, ob er die nötigen Informationen, und zwar die, die ein Arzt braucht, nicht die, die für alle zugänging sind, hat. Dann posten Sie wieder. So wie bei jedem Medikament ein Arzt weit mehr Informationen darpber hat, als auf einem Beipackzettel steht

wedef1
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Fachinformation

Leider haben Sie offenbar keine Ahnung, aber posten fröhlich vor sich hin. Die Fachinformation ist jene Info, die Arzt oder Apotheker bekommen. Sobald ein Medikament zugelassen wird, gibt es diese Fachinformation, die jedem Arzt oder Apotheker zur Verfügung steht,. Ich hab sie gelesen, sowohl die von der EMA, als auch die britische und die von swissmedic. Wenn Sie ihr Arzt nicht gelesen hat, sollten Sie ihn dazu motivieren.

Hazel15
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Fachinformation

Dann empfehle ich Ihnen dringend einmal einige Diskussionen mit Hausärzten im deutschem TV anzusehen. Genau wegen dieser fehlenden Informationen, sind viele nicht bereit in den Impfzentren fremde Menschen ohne hinreichendes Wissen über den Impfstoff, speziell bei Menschen mit Vorerkrankungen, Risikopatienten usw., zu impfen. Diese Informationen werden Sie NIE zu gesicht bekommen, außer Sie sind Arzt. Oder steht in "Gachblatt" drinnen, wie sich der Impfstoff bei gewissen Erkrankungen und Medikamenten (kann ja nicht sein, denn es gibt keine Daten dazu, da er nur bei gesunden 14 -55 jährigen Personen getestet wurden. Denn ob ich als Risikoperson mich impfen werde lassen, wird mein Facharzt und ich und nicht ein hergelaufener Politiker entscheiden.

wedef1
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Winklers Morgenpost

Es ist beachtlich mit welcher Konsequenz Sie Falschmeldungen verbreiten. Der Impstoff ist für alle Personen ab 16 Jahren für alle Altersgruppen zugelassen und getestet. Und noch ein Tipp um Ihr Fernsehwissen upzudaten. Habe soeben Winklers Morgenpost gelesen. Sogar da findet sich ein Link zur FI der EMA.

hetore
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Freiwillig

Ich 82 Coronagefährdet ersten Ranges, will mich schon seit Mitte November als Impffreiwilliger in Villach, auch bei Dr, Prettner registrieren lassen. Die belegbare Antwort beider Behörden - das ist nicht möglich - wir wissen selbst nichts.Leider auch die Redaktion der Kleinen, von mir informiert, meldet sich nicht, trotz mitgesendeten Schriftverkehr mit den zuständigen Behörden. Also - alter Mann - sterben ist angesagt. Was bleibet mir ? ein >hALLELUJAH 1

auer47
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Kaiser

Landeskaiser LH Kaiser belieben erst am 5.1. zu impfen. Alle anderen Bundesländer haben am 27.12. begonnen.........

lieschenmueller
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Ich weiß nicht, warum Sie dafür so viele Rotstriche bekommen, hetore

Ihr Ansinnen ist ja nichts Unanständiges. Sie bekommen aber wie so viele, ziemlich egal um was es coronamäßig geht, bei den Behörden erstmal die Antwort, dass man nichts weiß. Das stimmen wird und nicht deren Schuld ist.

Meine Mutter selig hat in verschiedenen Situationen gesagt: "und jetzt sterbe ich erst recht nicht!"

Hat sie durchgezogen bis sie 88 war. Da bleiben Ihnen noch einige Jährchen :-)

Alles Gute und dass es bald klappt mit der von Ihnen herbeigesehnten Impfung.

scionescio
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@Hetore: wie wäre es mit konsequenter FFP2 Maske, Schutzbrille, Hygiene und Abstandhalten?

Damit ist zumindest das Risiko an COVID-19 zu sterben so minimiert, dass es wahrscheinlicher ist, an etwas anderem zu sterben - wenn es denn überhaupt jetzt schon sein soll ... ungerechtfertigte Panik ist sehr schlecht für das Immunsystem und daher höchst kontraproduktiv.

Reipsi
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. . . . und net zuviel

unter die Leute gehen und nochwas unbedingt Coronaleugner und Impfgegner meiden, die kennen kein Erbarmen.

hetore
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HETORE

klarstellung, meine frau 80, und auch ich wir verwenden ausschliesslich FFP3 Masken. Halten uns konsequent für alle Anticorona-Massnahmen. Unser Problem ist - wir sind Gottseidank immer noch Selbstversorger, für uns denkt keine Soziale Einrichtung, kein Verein. Wir kümmern uns selbst ! Gottseidank sind wir noch keine Last für die Allgemeinheit.

duesenwerni
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An die Korrekturleser der Kleinen Zeitung Online:

im Artikel steht: "... in Kürze werde eine zusätzliche Anlage im deutschen Marburg an der Glan eröffnet."

Es gibt ein Marburg an der Lahn (in Deutschland und hier wohl gemeint), ein Marburg an der Drau und ein St. Veit an der Glan.

Reipsi
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Es gibt keinen

Korrekturleser mehr , ist schon automatisiert.

logon 1
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Für Vorsichtige sollte der Vektorimpfstoff von..

.Astra/Zeneca empfehlenswerter sein ,da doch einige Skepsis gegenüber dem mRNA-Impfstoff besteht.

scionescio
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@Logon: Gerade bei AstraZeneca ist der Verlauf der Studie sehr seltsam und das Testdesign würde nicht einmal für eine Bachelorarbeit an der Uni Graz reichen...

... behauptet zumindest der Professor meiner Tochter, der diese Studie als schlechtes Beispiel seinen Studenten gebracht hat - und nein, er ist kein Impfgegner und kein Virologe, aber jemand, der weiß, wie man wissenschaftlich korrekt und nachvollziehbar handelt - bei AstraZeneca deutet alles darauf hin, dass man viel wissenschaftliche Vorgangsweisen über Bord geworfen hat, um im Rennen gegen die Zeit und um den wirtschaftlichen Erfolg nicht ins Hintertreffen zu gelangen.
Deshalb kann der Impfstoff trotzdem gleich gut oder sogar vielleicht sogar besser sein als der Impfstoff der Mitbewerber - es gibt halt dafür nur keinen wissenschaftlich abgesicherten und auf dem herkömmlichen Zulassungsverfahren basierenden Beweis, sondern letztendlich eine politisch (aus der Not) getriebene Zulassung der EU-Kommission.

feringo
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@scionescio : an Logon: Gerade bei ...

Ist denn der Impfstoff von AstraZeneka in der EU schon zugelassen?

Bereits
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.

Wie ist es möglich, dass in GB und den USA bereits Millionen Menschen geimpft wurden? Was ist dort anders? Anderer Impfstoff? Mehr bezahlt und bestellt? Weiß jemand genaueres?

erstdenkendannsprechen
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usa: notzulassung

gb - nicht mehr mit eu zusammen (für die eu macht die zulassung die ema), daher ging es dort schneller (auch auf politischen druck).
stand täglich in allen zeitungen.

Bereits
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.

Ja, aber die Zulassung war auch erst vor ein paar Wochen. Mit den Plänen der Regierung wird sich eine vergleichbare Durchimpfungsrate aber erst Monate später ausgehen.

Lodengrün
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Wenn man

sich fortlaufend informiert hat, dann hat man auch die Antwort. Wie wäre es mit Zulassung?

lombok
1
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Dort gab es eine Notfallzulassung.

In der EU war es erstmals eine echte Zulassung.

marcneum
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@Kleine Zeitung

Marburg an Glan?? Ernsthaft? Für solche Fehler zahle ich Abo-Beiträge?

knapp
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Ihre Sorgen möchten wir haben...

Wenn dieser Lapsus zuviel ist für Sie, dann kündigen Sie einfach das Abo, und abonnieren Heute oder Österreich. Besserwissende Raunzer gibt es hier eh schon genug. Xund bleiben!

Mein Graz
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@marcneum

Da ist wohl ein "G" zu viel...
😁

ichsags
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NMRA...?

... ich dachte mRNA ;-)

pensi2
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Impfung

Sehr viele Fernreisen sind nur mit Impfung möglich.
Da scheut keiner davor zurück - Hauptsache weit fort im Urlaub, damit man den Freunden und Kollegen eine Karte schreiben kann, dass sie sehen was man sich leisten kann.

Mein Graz
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@pensi2

Ich reise gern und - in Nicht-Corona-Zeiten - viel, Reisen ist mein Hobby.

Und ich hab während meines ganzen Lebens noch keine einzige Karte geschrieben um anzugeben, was ich mir leisten kann oder wo ich bin.

Ich reise für MICH und nicht für andere, um andere Kulturen und Menschen kennen zu lernen, um Landschaft, Leute und Kulinarik zu erkunden.

Vielleicht liegt der Unterschied daran, ob man sich mit Am-Strand-Liegen begnügt oder tatsächlich seinen Horizont erweitern will.

Trieblhe
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@Pensi

Es soll doch tatsächlich Leute geben, die Freude daran haben andere Kulturen kennenzulernen, andere Kontinente zu erforschen und nicht nur in Lignano am Strand zu liegen. Aber Achtung, könnte den Horizont erweitern ☝🏻

marcneum
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@pensi

Es gibt auch bei ihrem Teller einen Rand, über den sie vielleicht hinaus blicken könnten?

scionescio
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Mich würde interessieren, ob ich mir auch aussuchen kann, mit welchem Impfstoff ich mich impfen lassen kann ...

... da scheint es ja bei der Sorgfalt der Studien große Unterschiede zu geben und auch die Wirkungsweisen sind ja höchst unterschiedlich- was ich bisher zB über AstraZeneca gelesen habe, reicht mir, um mir ganz sicher nicht diesen Impfstoff verabreichen zulassen (nach den unverzeihlichen Pannen bei den Tests - sie haben während der Studie plötzlich das Testdesign geändert, um im Rennen zu bleiben - machen sie jetzt Vorwärtsverteidigung und fabulieren sehr unseriös von 100% Schutz!).
Der Erfinder des Biontech Impfstoff hält sich auch vornehm mit einer Impfung mit dem eigenen Impfstoff zurück und wartet ab, bis die anderen geimpft sind.
Wenn man sich die Studien anschaut, stellen sich mir einige Fragen: bei 44.000 Probanden wird die eine Hälfte geimpft und die Kontrollgruppe nicht. Bei AstraZeneca hat es dann insgesamt 170 Infektionen gegeben (162 in der Kontrollgruppe, 8 bei den Geimpften) - die Probanden waren alle im besten Alter und ohne bekannte Vorerkrankungen/Allergien und auch nicht schwanger. Mir stellt sich jetzt die Frage, wie aussagekräftig diese 170 Infizierten sein können (auch ohne die unbekannten Langzeitfolgen), wenn so ein Wirkstoff dann für alle eingesetzt wird: Europäer, Asiaten, Schwarzafrikaner, etc reagieren auf Medikamente unterschiedlich, dazu kommen Milliarden von unterschiedlichen Kombinationen aus Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen, Allergien, Lebensgewohnheiten, etc. - wie viele von diesen individuellen Kombinationen sind geprüft worden?

ed
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guter Beitrag

Nachdem die Impfung freiwillig ist, wird sich wohl auch der Anbieter nennen lassen und so ausgesucht werden können, da bin ich überzeugt davon, zumindest und spätestens dann beim Hausarzt.

Aktuell tendiere ich zu Totimpfstoff, da ist man wohl am wenigsten Versuchskaninchen. Letztendlich ist es eine nüchterne Risikoabwägung, Ungewißheit eines Covid-19- Krankheitsverlauf vs. erwartbare Impf-Nebenwirkungen.

Die Angstpornoadepten werden sich halt schwer tun, wenn sie sich da vorbeugend in was verrennen und dann nicht mehr rauskommen, da heisst es dann konsequent bleiben :)

Bis zum 2.Quartal fließt eh noch ein wenig Wasser die Mur runter.

Krautwickel
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Nicht aussuchen können

Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, daß man sich den Impfstoff nicht aussuchen wird können. Man muß den nehmen, der in der entsprechenden Phase für einen zur Verfügung steht.

ed
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ah geh...

....abwarten.

Dawoatn, darennt hot no kana wos.

Wenn die erste Euphorie vorbei ist, dann wird ausgesucht, und im nötigen Fall des Falles selbst bezahlt. Da mach ich mir gar kein Sörgelchen.

scionescio
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@ed: im gestrigen ZIB Interview wurde der Vorsitzenden der österreichischen Impfkommission genau diese Frage gestellt - und sie ist elegant ausgewichen und hat sich mit Logistik herausgeredet (durch die notwendige Kühlung wird der mRNA Impfstoff von Biontech eher nicht in den Arztpraxen landen und es wird für die breite Masse wohl das billigere Spaltvakzin von AstraZeneca werden - die Bundesregierung hat da ja schon vorab ordentlich bestellt...) ...

... letztendlich ist es für mich persönlich ein reine Risiko -Abwägung, weil zum aktuellen Zeitpunkt nur klar ist, dass ich mich selbst vor einem schweren Verlauf von COVID-19 schützen kann, aber noch keine Evidenz vorliegt, ob dabei auch die Virenlast so reduziert wird, dass ich nicht mehr als Übertrager in Frage komme (daher wird bis auf weiteres auch geimpftes systemrelevantes Personal weiter Masken tragen müssen).
Ich persönlich werde mir sehr genau anschauen, wann für mich das Risiko von Impffolgen geringer ist, als die Auswirkungen einer möglichen COVID-19 Erkrankung (Langzeitschäden, Tot, Inanspruchnahme eines Krankenbettes) - da ich versuche möglichst gesund zu leben, mich bewusst ernähre und es mir mittlerweile leisten kann, sehr viel Zeit für sportliche Betätigungen aufzuwenden und damit mein biologisches Alter unter das Risikogruppenalter drücke, vertraue ich mehr meinem Immunsystem und schaue mir das noch eine Zeitlang in Ruhe an. Meiner betagten Mutter werde ich raten, sich impfen zu lassen, weil ihre individuelle Situation ganz anders ist.

ed
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genau...

.....das wäre in der Tat was:

Die Hälfte des Budgets für den Babyelefanten und die "Schauhinweise" für stärkende Immunhinweise ausgeben.

Da brauchat ma dann ka Blechbrause mit Hörnern zum abheben :)

feringo
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@scionescio : .. im gestrigen ZIB ...

Ob man die Impfstofffirma auswählen kann wurde gestern in der ZiB sehr wohl beantwortet.
Solange nicht genug vorhanden ist, nein. Wenn genug vorhanden ist, ja.

Autschal
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Es wird der Tag kommen......



.....an dem jeder Österreicher die Theresia Hofer kennt. Warum nicht gleich eine Kalenderaktion analog zu Pirelli- und Jungbauernkalender. Jedes Monat ein Impffoto auf Hochglanzpapier. Ich bin nicht gegen das Impfen, jedoch das zur Schau stellen derselbigen.

Lamax2
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Zur Schau stellen

Ich bin auch absolut gegen diese Bilder. Nach dem Rachen- und Nasenstirln bis zum Erbrechen wird jetzt das Stechen ohne Ende folgen.

Autschal
37
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Es wird der Tag kommen......



.....an dem jeder Österreicher die Theresia Hofer kennt. Warum nicht gleich eine Kalenderaktion analog zu Pirelli- und Jungbauernkalender. Jedes Monat ein Impffoto auf Hochglanzpapier. Ich bin nicht gegen das Impfen, jedoch das zur Schau stellen derselbigen.

DannyHanny
11
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Wieso den Auschal?

Haben Sie eine Nadelphobie?
Die ältere Dame war ganz aufgeregt...nicht wegen der Impfung, die hat Die locker weggesteckt! Sondern weil Presse und Fernsehen da war und Sie ein Interview geben durfte. Wahrscheinlich ein grosser Tag für die Dame!
Habe auch nicht bemerkt, dass Sie in Handschellen vorgeführt wurde, also wird Sie damit so verstandenen gewesen sein!

bam313
10
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Stell dir vor es herrscht Lockdown

und die mediengeilsten Politiker wanderten ins Krankenhaus, um sich eine Showimpfung anzusehen.
Ich frage mich auch, wie sich der gestrige Zirkus mit dem Datenschutz vereinbaren lässt.
Wahrscheinlich mussten die Impflinge zuvor 50 DIN A4 Seiten ausfüllen ...

Autschal
8
20
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@DaHa....

.... Ich habe keine Phobie und werde mich zu gegebener Zeit auch impfen lassen. Ich kritisiere nur die Art und Weise dieser Impfung. Empfangskomitee von lediglich 10.000 Impfdosen durch Ludwig (W), Mikl-Leitner (NÖ), Tanner(?????) usw. usw. Und dann die erste Impfung. Mediengeiler konnte diese nicht inszeniert werden. Habe gestern in einem deutschen Sender ebensolche Bilder gesehen. Eine 94 jährige sagte nach dem Nadelstich "Und wegen solch einem Nadelstich machts ein so ein TamTam und einen Presseauflauf, wenn ich das gewusst hätte.....???" danach wurde ein Schnitt gemacht.

tim29tim
11
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Die ganze Zerrissenheit der SPÖ zeigt sich am Umgang der Roten Bundesländer mit der Corona-Impfung.

Während der Wiener Bürgermeister den Impfauftakt zu einem PR-Termin macht, kritisiert der Burgenländische LH die Impfung lauthals und Kärnten verweigert den gemeinsamen Impfstart der Bundesländer.

Hazel15
42
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Führender Fachleute aus der Medizin

Speziell ausgesuchte, die keine kritische Meinung zum Impfstoff haben. So wie es viele Mediziner bei Diskussionen in den öffentlichen TV-Sendern kundgetan haben. Denn nur dann hat eine Aufklärungskampagne einen Sinn. Denn ICH lasse mich impfen, ICH unterschreibe über die etwaiigen Risken, langzeitrisken (für die es keine Daten gibt) und verzichte mit meiner Unterschrift auf etwaiige Klagen, damit die Pharmafirma nicht haftbar gemacht werden kann. Der Staat sowieso nicht, ist ja freiwillig.

SANDOKAN13
46
17
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Ich warte erst ab

ob sich die Nebenwirkungen wie, Haarausfall, vorübergende Impotenz, Pusteln im GEsicht, Hämorrhiedenschwellung, trifendes Ohrenschmalz und Fusspilz als falsch erweisen.

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