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Pro & ContraIst das Parlament der richtige Ort für öffentliche Gebete?

Eine Gebetsfeier im Parlament in Wien, zu der Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) lud, lässt kurz vor Weihnachten die alte politische Debatte über die Trennung von Staat und Religion in Österreich neu aufflammen.

Nationalrat Sujet
Nationalrat Sujet © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Pro: Korrespondent Stephan Baier

Eine absolute Mehrheit der Bevölkerung im Land gehört einer der christlichen Kirchen an. Vor ihrem Gebet muss sich in diesen schweren Zeiten niemand fürchten. Auch nicht, wenn es im Hohen Haus stattfindet.

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Danke für Ihr Verständnis.

ilselampl
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Heide Schmidt

wurde vor langer Zeit, aus gutem Grund, abgewählt.
Und das ist gut so.

Lepus52
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Klare Trennung von Staat und Religion

Auch der konfessionelle Religionsunterricht sollte nicht vom Staat bezahlt werden und in einen verpflichtenden Ethikunterricht umgewandelt werden. Natürlich sind damit die konfessionellen Inspektoren und ihre Amtsstrukturen hinfällig und die Ausbildung der Lehrkräfte müssten auf Ethik umgestellt werden. Wie kommt der Steuerzahler dazu, mehr für Religionslehrer als für Geographie-, Biologie- oder Physiklehrer zu zahlen. In jeder Klasse ist nur ein z.B. Chemielehrer aber oft 3 oder mehr Religionslehrer (katholisch, muslim, orthodox, evangelisch, ...), ab 3 Schüler, besteht ein Rechtauf Unterricht.

wjs13
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Vollkommen richtig aber ich gehe einen Schritt weiter

Bei OG-Urteil über das Kopftuchverbot schrieb ich, dass sämtliche religiösen Symbole aus staatlichen öffentlichen Orten entfernt werden müßten und etliche rote Stricherl bekommen. Es gibt also genug Österreicher, die zustimmen, dass Religion das Privatleben aller bestimmen darf.

ed
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Nein..

...ist nicht der richtige Ort.

tupper10
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Wohin es führen kann,...

... wenn man Glaube und Politik vermengt und am Ende die Politik dem Glauben unterordnet, hat man in Europa vor ein paar hundert Jahren schon gesehen und kennt man heute aus anderen Regionen der Welt. Ist das womöglich eine Vorbereitungshandlung, eine erste Einstimmung auf einen "Glaubenskrieg", ein Signal, dass "wir Christen" uns - auch politisch - einen sollen gegen Andersgläubige? Ein weiterer Schritt zur Spaltung, zum Gegeneinander? Eine "Revierabgrenzung", die signalisieren soll, wer in diesem Lande nichts zu suchen hat?

strohscw
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Ist das Parlament der richtige Ort für öffentliche Gebete?

Ich dachte, dass wir es eigentlich schon verstanden hätten, dass die Vermischung von Kirche und Staat immer zu Problemen führt.
Wir sollten die Lehren aus den Kreuzzügen oder dem politischen Islam doch schon gezogen haben und wenn wir in die Türkei oder den Iran schauen, dann sollten wir es eigentlich besser wissen.
Es reicht schon, dass die Kirche mittels Staatsgesetzen von uns zwangsfinanziert wird!

tupper10
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So etwas darf man nicht dulden

Es ist ein Signal, für welche in Österreich lebenden Menschen die Politik in Österreich da ist und wen sie ausgrenzen will. Welches Gefühl, vom Rechtsstaat geschützt zu sein, haben hier lebende Menschen anderer Religionszugehörigkeit, wenn im Parlament christlich gebetet wird? Unfassbar.

reschal
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@lieschenmüller

Sorry, langer Kommentar - viele Vermischungen! Da kommen nur Missverständnisse heraus. Genau dafür wäre das Parlament da - für einen sauberen aber wertschätzenden Diskurs. Gibt es den im österreichischen Parlament?

lieschenmueller
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reschal, falls mein Kommentar angesprochen wird (bei mir zieht es sich meistens in die Länge),

dann will ich zusammenfassen:

1. Religion persönliche Angelegenheit
2. Parlament kein Ort dafür
3. das Beispiel mit der Lehrerin, dass - und bei ihr ging Religion schon in Fanatismus - Gebete niemals aufgedrängt werden sollen, und sie auch sehr heuchlerisch sein können, nämlich für die Einen zu beten und für die Anderen den Tod billigend in Kauf zu nehmen

FamDeutsch
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Entschuldigung,

aber wie viel Scheinheiligkeit steckt da drinnen. Private Mails im Parlament zu schreiben, private Telefonate zu führen, oder die Nutzung öffentlicher Gerätschaft für Filme jeglicher Art zu schauen ist alles gut und erlaubt.
Aber ja keinen Raum zu nutzen für private Gebete.
Seien wir froh, dass Menschen unterschiedlicher Parteizugehörigkeit gemeinsam beten. So haben wir die Hoffnung, dass es ihnen immer mehr erschwert wird, aufeinander einzuhauen.
Die Bibel fordert uns auch auf, FÜR die Politiker zu beten. Und das haben sie gerade in dieser Zeit not. Auch unser "auf sie Einhauen" hat dabei keinen Platz.

Mein Graz
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@FamDeutsch

Wie viel Scheinheiligkeit steckt dahinter, wenn man im Parlament betet und andererseits Menschen im Meer ersaufen lassen will, wenn man nicht bereit ist, Kinder aus überfüllten Lagern aufzunehmen, wenn man Helfer der "Schlepperei" bezichtigt?

Miteinander beten hat noch nie jemand daran gehindert, auf den anderen einzudreschen oder sogar zu töten.

Und die Bibel fordert auch auf "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", was gerade für die Türkisen ein Fremdwort ist.

heri13
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Scheinheilig ist alleine ihr Tweet.

Das Parlament ist nicht zum beten da,sondern zum arbeiten.
Jeglicher Glaube soll in seinen Gebetshäusern bleiben.
Dort gehört er hin ,nicht ins Parlament.

Buero
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Als Katholik sage ich

nein. Punkt.
Ich möchte den Herrn Sobotka sehen, wenn plötzlich alle auf einem kleinen Teppich uf die Kinie fallen und rufen "Allah ist groß!"
Allein um diesem EWettbewerb der Kirchen entgegenzutreten, muss das Tabu sein. Der Platz für die Reliigion und Glauben ist ohnedies nicht in Gebäuden, sondern im Herzen.

Civium
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.

Ich muss gar nicht sagen dass ich

Christ bin , schon dass man gegen das Vereinnahmen des Glaubens durch die Politik ist, beweist wie wichtig einen christliche Werte sind!

carpe diem
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DAS PARLAMENT IST KEINE KIRCHE. PUNKT.

Von der Scheinheiligkeit ganz zu schweigen. Aber da müsste ich zu weit ausholen. Sobotka ist schon lange rücktrittsreif. Wo bleiben da die anderen Parteien, Grüne eingeschlossen?

Mezgolits
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"Nach den atheistischen Tyranneien der Nazis und der Kommunisten

mögen selbst erklärte Atheisten bitte davon Abstand nehmen, Juden und Christen zu
sagen, zu welchen Zeiten und in welchen Ghettos sie beten dürfen", von Stephan Baier,
geboren 1965 nahe Regensburg, lebt seit 1994 in Graz. Seit 1999 ist er Korrespondent der
katholischen Zeitung "Die Tagespost" ... Vielen Dank und ich gratuliere allen scheinheili-
gen Personen = sich mit ihrem: Strafgesetzbuchwidrigen und verfassungswidrigen und
endlich verfassungsgerichtlich verbotenen: "Sterbehilfe-Verbot" - schön lächerlich - ge-
macht zu haben, von Stefan Mezgolits, geboren 1964 in Wiener Neustadt, lebt seit 2012
in Draßburg. Seit 2010 ist er Erfinder vom Zugmaschinenanhänger und gelegentlicher
Kommentarschreiber der steiermärkischen Zeitung "KLEINE ZEITUNG"

pescador
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"Nach den atheistischen Tyranneien der Nazis und der Kommunisten mögen selbst erklärte Atheisten bitte davon Abstand nehmen, Juden und Christen zu sagen, zu welchen Zeiten und in welchen Ghettos sie beten dürfen."

Atheisten mit der Tyrannei der Nazis und Kommunisten in in einem Satz in Zusammenhang zu bringen ist schon sehr gewagt, ja sogar höchst unangebracht.

pescador
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Je öfter ich diesen Satz lese....

....desto unerhörter finde ich ihn. Man liest die unverhohlene Unakzeptanz und Verachtung des Autors gegenüber Atheisten heraus. Toleranz und Respekt sieht anders aus.

jg4186
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Toleranz und Akzeptanz

Und wie schaut es mit der Toleranz und Akzeptanz den Christen, den Glaubenden gegenüber aus?

pescador
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.

Jetzt sag bloß, Christen hätten in Österreich ein Toleranzproblem?!

Mein Graz
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@pescador

Das weißt du gar nicht? Ich helf dir gern auf die Sprünge, wie so mancher denkt:

"Die Christen werden doch von den "traumatisierten Zuwanderern" nicht akzeptiert 🙄 und müssen um ihre "Werte" kämpfen 😁. Sogar das Kreuz musste in den Schulklassen "für DIE abgenommen" werden, und Christkindlmärkte 🎄 müssen "wegen DENEN" jetzt Weihnachtsmärkte heißen 😛. Aber sagen darf man das ja nicht, weil das ja nicht "politisch korrekt" wäre 🤐."

Sagen manche halt so.
Die sich so was einreden (lassen).

petera
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Dieses Pro und Contra hätte ich mir auch für das Thema

Sterbehilfe gewünscht.

Da gab es von Seiten der Kleinen Zeitung nur ein Contra.

KleineZeitung
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Pro und Contra: Tötung auf Verlangen?

Sehr geehrter Leser, darf ich Sie auf folgenden Artikel zu "Pro und Contra: Soll Tötung auf Verlangen legalisiert werden?" aufmerksam machen: www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5871816/Pro-und-Contra_Soll-Toetung-auf-Verlangen-legalisiert-werden

Civium
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Sie sind im falschen

Artikel, weiterblättern!

petera
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Nein, die "Scheinheilligkeit"

der kleinen Zeitung liegt beiden Artikeln zugrunde.

peso
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Ich weiß nicht, was die Medien hier wieder künstlich aufbauschen

wenn die beten wollen, dann sollen sie es tun und wenn jemand nicht beten möchte, dann soll er es lassen. Die Religion hat sich aus unserem politischen System Gott sei Dank ohnehin schon lange verabschiedet und wird auch nicht wieder zurückkehren.

 
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