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Sterbehilfe vor dem VFGHSchwer Kranke: "Ich will kein Hintertürchen, um sterben zu dürfen"

Antragsteller wollen Weg für "assistierten Suizid" in Österreich ebnen.

VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter und Vizepräsidentin Verena Madner © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Ein 54-Jähriger, der an unheilbarer Multipler Sklerose leidet – und selbst entscheiden will, wann er stirbt.

Kommentare (39)
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mejer
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Selbst erwünschtes würdiges Lebensende.

Ich bin der Meinung, dass es den Staat, die Kirche und schon gar nicht verschiedene Organisationen, Etwas angeht, auf welche Art ich mein Leben beenden will! Manche Menschen erleiden wirklich einen schmerzhaften und lange andauernden Todeskampf, bis sie erlöst sind. Da nehmen sich dann Einige noch das Recht heraus, mitbestimmen zu wollen, wenn dieser
Mensch von seinen Leiden erlöst wird. Schlimm ist die Not, des Betroffenen.

GordonKelz
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Es ist eine Ungeheuerlichkeit...

...was sich manche Institutionen gegen die Menschenrechte herausnimmt!!
Gordon Kelz

Mezgolits
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Sein Gegenüber am Donnerstag ist die Republik Österreich,

vertreten durch die Bundesregierung. - Vielen Dank - und mit Klarstellung:
... vertreten durch die: "Verbrechen-Unterschieber-Bundesregierung" =
diese "vollständige" Bezeichnung, hat sich unsere Bundesregierung, selbst
gegeben = keine Verleitung zur Selbsterlösung (hilfebedürftig) + keine
Nötigung zur Selbsterlösungshilfe (freiwillig) + keine Übertragung der
Verfügungsgewalt = von einer hilfebedürftigen, wahlberechtigten und
selbsterlösungswiligen - auf die wahlberechtigte und selbsterlösungs-
helfende Person, weil sich die selbsterlösungswillige Person SELBST
erlösen muß aber unsere Bundesregierung, will weiter 5 Jahre Haft,
unrechtlich androhen. Stefan Mezgolits, Erfinder + Erstantragsteller

hbratschi
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"...dass Menschen trotz schwerer Erkrankungen sehr gerne leben..."

das ist wahr und auch gut so, ABER um diese menschen geht es hier NICHT! hier geht es um menschen, die ihr leben nicht mehr ertragen und ihr leiden beenden wollen. und ihnen dieses recht zu verwehren ist zynisch und zeigt von völliger ahnungslosigkeit und fehlender empathie...

eleasar
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@hbratschi: Es geht sehr wohl auch um Menschen mit schwerer Erkrankung.

Wenn die Gesellschaft diesen Menschen unterschwellig mitteilt: "Eigentlich bist du eine Last für uns Gesunden. Warum tust du dir das an? Warum tust du uns das an? Schau nur, wieviel Zeit und Geld du uns kostest..." Dann werden diese Menschen sehr wohl eine Selbsttötung in Erwägung ziehen, auch wenn sie grundsätzlich gerne leben.

Die Covid-Suizidwelle in Italien bestand neben Gesundheitspersonal und finanziell Geschädigten vor allem auch aus Menschen, die selbst mit dem Virus infiziert waren und Angst hatten, andere anzustecken. Sie fühlten sich als Last. Gesellschaftlicher Druck ist nicht zu unterschätzen.

WASGIBTSNEUES
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Was haben Sie für eine Ahnung wie es einem Mensch geht...

bevor er sich zum Suizid entschließt - niemand teilt diesen Menschen unterschwellig mit das er nur eine Last ist.
Also reden Sie nicht von etwas das Sie nicht verstehen!

GordonKelz
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Interessant, dass solche " Argumente "...

...stets von der Kirchenzugewandten Seiten ins Spiel gebracht wird.
Gordon Kelz

feringo
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@eleasar : Belastungsdruck

eleasar, der Druck, wie Sie es meinen, ist in Ihrem Beispiel Italien sowieso auch ohne Selbsttötungshilfe vorhanden.

hbratschi
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da hast recht, eleasar,...

...aber dann hast meinen kommentar (bewusst) missverstanden. aber wenn man deine postings kennt, dann weiß man, dass du ein sehr "gottesfürchtiger" mensch bist, der alles als gottgegeben ansieht, das nicht in frage gestellt werden darf. auch gut, aber halt nicht meine vorstellung von leben und sterben...

eleasar
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@hbratschi: Danke für die (bewusst) abwertende Schubladisierung meiner Person.,

Das "gottesfürchtig" nehm ich mal als Kompliment! Aber gerade deshalb stelle ich vieles in Frage. Die Bibel fordert den Menschen ja gerade dazu auf: "Prüft alles (und behaltet das Gute.)" Ich glaube, Gott hat uns einen Kopf gegeben, damit wir ihn benutzen und nicht blind irgendwelchen sich ständig ändernden gesellschaftlichen Trends folgen. Selbständig denken ist ein Auftrag Gottes.

Ich bin gegen sinnlose medizinische Zwangsmaßnahmen, wenn sie nur das Leiden unnötig verlängern. Aber das ist etwas anderes, als aktive Sterbehilfe, wo ein Mensch durch die Hand eines anderen Menschen stirbt.

Aber geht es dir wirklich um die armen leidtragenden Menschen oder stehen eher deine Vorstellungen von Leben und Sterben im Vordergrund? Vielleicht hast du auch Angst, etwas tragen zu müssen, was du nicht tragen kannst, die Kontrolle zu verlieren? Das ist legitim.

@feringo: Ja, aber es ist etwas anderes, ob Selbsttötungshilfe strafbar ist oder "normal" und erlaubt und irgendwann sogar "gern gesehen".

feringo
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@eleasar : Belastungsdruck2


"Ja, aber es ist etwas anderes, ob Selbsttötungshilfe strafbar ist oder "normal" und erlaubt und irgendwann sogar "gern gesehe"
Ist es eben nicht in Ihrem Beispiel! Ich meine, Sie tun sich da schwer sich selbst zu widerlegen.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob Sie zwischen Selbsttötungshilfe und aktiver Sterbehilfe unterscheiden.

hbratschi
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ist schon okay, eleaser,...

...und auch wenn ich dich schubladisiert habe, dann aber nicht abwertend. gottesfürchtig zu sein, ist halt deine art dein leben zu führen. gibt bestimmt schlimmeres😇. meines ist es nicht, denn ich halte nichts von unterwürfigem gehorsam, nichts von kritiklosem anbeten und das ist aber genau das, das im "glauben" bis zum erbrechen gefordert und auch praktiziert wird. wie geschrieben, wenn du damit klarkommst und dir das halt, hilfe und trost gibt, dann passts's schon so. alles gut...👍😊

feringo
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Diskussion >>>

Diskussion bereits unter: > Meinung > "Selbsttötung braucht keine Unterstützung, sondern Vorbeugung"

feringo
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@feringe : rote Daumen

Ich kann mir die vielen negativen Daumen nicht ganz erklären. Ich vertrete nicht die Meinung von Gudrun Kattnig, ich wollte nur einen Hinweis geben, damit diese Diskussion nicht zersplittert wird.

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