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Warten auf Corona-TestsAnschober ermahnt Bundesländer

Nicht alle Landeshauptleute seien seinem "dringenden Appell" nachgekommen, schnellere Tests zu gewährleisten, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Ö1-"Mittagsjournal".

CORONAVIRUS: PK 'AKTUELLES ZUM CORONAVIRUS': ANSCHOBER
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht sich aktuell mit Kritik über lange Wartezeiten auf Corona-Tests und deren Ergebnisse konfrontiert. Dass die Regierung hier "geschlafen" habe, bestritt der Minister im Ö1-"Mittagsjournal" jedoch. Die Landeshauptleute haben ihm bereits im August, nachdem er dringend an sie appelliert habe, versprochen, Personal für Testungen aufzustellen. "Manche haben das gemacht, andere aber nicht."

In Wien sei die Lage derzeit besonders erst, hier müsse man handeln und "massiv Geld in die Hand nehmen". Tagelange Wartezeiten auf Tests und Ergebnisse dürfen "nicht passieren", so Anschober. Es sei nun an den Ländern, mehr Personal aufzustellen.

Zudem sei es nun das Ziel der Regierung, Abstriche bei Hausärzten zu ermöglichen. Daran sei man im Frühling gescheitert, weil es damals nicht ausreichend Schutzkleidung gegeben habe. Dies solle nun bundesweit ermöglicht werden.

"Gewinnen und verlieren gemeinsam"

Bei der Bevölkerung ortete Anschober in den vergangenen Tagen eine "umfassende Trendwende". Diese mache nun wieder immer stärker mit und übernehme wieder Mitverantwortung. Auch das Ausbruchsgeschehen am Samstag zeige, dass punktgenau die richtigen Maßnahmen gesetzt worden sein. Anschober: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Verantwortungsgefühl der Bevölkerung bald wieder wie im Frühling ist und wir damit die Pandemie weiter unter Kontrolle halten können."

ZIB 2 - Virologin über den Test-Stau

Angesprochen auf Kritik an Projekten wie der Corona-App und der -Ampel, die aus seinem Ministerium kamen, bestritt Anschober, dass der Koalitionspartner ÖVP sein Ministerium scheitern sehen wolle. "Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam."

 

Kommentare (13)
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ichbindermeinung
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Bundesheer einsetzen ohne Mehrkosten f.d. Steuerzahler

das Bundesheer könnte die ganzen Testungen in Ö abnehmen, die sind dafür ausgebildet bzw. könnten die Soldaten die hotline/das Virustelefon betreuen, ohne dass es den Steuerzahlern wieder zusätzlich ein Vermögen kostet.

Pelikan22
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Vorher aber ...

müss ma das Bundeheer kaputtsparen, sonst wird da nix!

harri156
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Die sind dafür ausgebildet?

Ich jedenfalls lass mir von keinem Bundesheerler ein Stäbchen in die Nase oder in den Rachen rammen!

checker43
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Es

gibt auch beim Bundesheer ausgebildete Sanitäter und Ärzte.

Amadeus005
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Wäre eine gute Idee

In jedem Fall fürs Telefonieren. Einmal für ein paar Wochen um dann schnell erweitern zu können.
Ob alle ABC können weiß ich jetzt nicht.

UHBP
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Auch das Ausbruchsgeschehen am Samstag zeige, dass punktgenau die richtigen Maßnahmen gesetzt worden sein.

Punktgenau! Der einfache Regierungstroll versteht sonst ja nichts! ;-))))

Super123
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Corona neu

Ich hoffe Herr und Frau Österreicher werden wach, denn die Regierung schläft . Österreicher dürfen nicht Reisen alle anderen mit Pendlernachweiß fahren rein und raus wie sie wollen.
Leute wach werden und nicht warten bis wir an die Eu Verkauft werden weil nichts mehr geht.
Ja und warum sind wir jetzt an der Spitzt denkt mal nach liebe Regierung man hört vondenanderen Ländern nichts mehr denn sie wissen bereits das wir das Virus haben und nicht mit Zahlen wegzaubern können ,da lieber die Bevölkerung richtig aufklären nicht Totquatschen.

gb355
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na ja..

.....MEINE REDE!!!

mejer
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Anschobers Ermahnungen!

Welche Länder meint denn Anschober mit seinen Mahnungen?
Da wird er doch hoffentlich nicht Kärnten mit seinen 72 infizierten meinen? Das Problem wird doch wohl eher in Wien zu finden sein mit seinen 4000 Infizierten. Ist dieses Problem dort überhaupt noch ohne Lockdown unter Kontrolle zu bringen?

Amadeus005
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Kärnten hat ja eh 15 Stellen ausgeschrieben

Und 15 Langzeitsarbeitslose eingestellt. Ob zusätzlich weiß ich jetzt nicht. Aber mit dem Personal stehen für jeden Fall täglich mehrere Personen zur Verfügung, die Kontakte ausfindig machen können. Das sollte sich ausgehen.
Blöd wäre nur, wenn die Ankündigungen nicht umgesetzt wurden.

helmutmayr
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Eines zeigt Corona auf,

der Föderalismus in dieser Form muß überdacht werden. In Zeiten, in denen alles wie geschmiert läuft, da spielt die bestehende Struktur eine untergeordnete Rolle und es wird lediglich nur Geld verbrannt.
In Krisenzeiten ist Arsch hoch und selbst der ruhige Job eines Bezirkshauptmanns wird spannend. Managen ist gefragt. Brav auf Anordnung verwalten war gestern.

hermannsteinacher
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Die Bundesländer in Deutschland und die Kantone der Schweiz

haben jeweils viel mehr Rechte gegenüber dem Gesamtstaat als die österreichischen Länder im Vergleich zu den Rechten und Kompetenzen der Republik.

2AO6Q9DI5PYH31MK
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Ich vermute jetzt mal, dass NICHT die Bundesregierung das Problem darstellt

sondern die stolzen Länder (mit ihren noch stolzeren Fürsten) die offenbar, wie die Kindlein fein, erst ermahnt werden müssen, damit sie mit den Hausaufgaben anfangen. Wer hätte das gedacht?