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In der ZiB2Anschober will Kommunikation wieder einfacher machen

Minister in der "ZiB2": "Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise ein bisschen zu viel".

Rudolf Anschober © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat Konfusionen im Zusammenhang mit der Corona-Ampel eingestanden und will wieder zu einer "einfacheren, klaren Kommunikation" kommen. "Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise ein bisschen zu viel", sagte er in der "ZiB2" am Dienstag. Er appellierte gleichzeitig eindringlich an die Bevölkerung, die Corona-Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Auf die Frage, ob die Ampel schlecht umgesetzt wurde, antwortete Anschober: "Wir versuchen in einer ernsten Situation, richtig zu reagieren." Die Ampel sei dabei eine umfangreiche, sehr qualitative Bewertung der Corona-Lage. Es sei immer so geplant gewesen, dass die Expertenkommission eine Einschätzung des Risikos mache und die Regierung "am Ende des Tages über Maßnahmen entscheidet".

"Aber wir müssen klarer und einfacher werden in der Kommunikation." Die Ampel werde künftig auch nicht jede Woche umgestellt.

"Zahlen sind drastisch gestiegen"

Anschober appellierte eindringlich an die Bevölkerung, "konsequent und verantwortungsvoll gemeinsam wieder zu den Grundmaßnahmen zurückzufinden." Denn die Zahlen "bei uns sind drastisch gestiegen". "Wir haben Prognosen, die uns sehr nachdenklich machen." Eines der berechneten Modelle gehe von bis zu 1.300 Neuansteckungen pro Tag aus.

Warnung vor zweiter Welle

Auch Simulationsforscher Niki Popper von der Technischen Uni (TU) warnte im ORF-"Report" vor einer zweiten Welle. Diese "ist dann da, wenn Testen, Tracen und Isolieren nicht mehr funktioniert". "Die Zahlen deuten darauf hin, dass wir schon ein Problem haben", bekräftigte Popper seine Aussagen in der "Presse", wonach "die Testen-Tracen-Isolieren-Strategie zusammenbricht".

Kommentare (23)

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duerni
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Merken wir immer noch nicht, dass es bei jedem Thema vorrangig nicht um das Thema selbst, ....

sondern um diese unfähigen Akteure = Politiker geht. Dass Angstschober und Kurz die falschen Fachberater haben, steht jetzt wohl fest - nach diesem Ampel-Desaster. Sie können es nicht - also weg mit dieser Form von Problem Bewältigung.
Ich rufe - sehr zum Ärger vieler Leser/innen - Herr vdBellen auf, diese Jux-Koalition mit Farbenspiel - Türkis mit Grün - abzusetzen und durch eine Expertenregierung zu ersetzen. Die permanenten Koalitionskämpfe sind der Untergang von Österreich. Und darunter leidet - entgegen anderer Meinung - keineswegs die Demokratie! Nehmt den Dilettanten die Entscheidungsfindung weg. Das vom Volk gewählte Parlament muss Entscheidungen durchführen, darf sie aber nicht treffen, denn sonst verkommt Entscheidungsfindung zum Parteienkampf.

altbayer
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Sorry

Ist zwar nicht ganz das Thema - aber wo sind die Poster, die sich immer über unschöne Politiker-Bilder aufregen?
Das Foto ist auch nicht sehr schmeichelhaft - Gott sein Dank nicht von PRW, sonst wäre das Forum schon vollgeschrieben.

scionescio
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""Aber wir müssen klarer und einfacher werden in der Kommunikation."

So viele Selbstinszenierungen (vulgo "Pressekonferenzen") - und dann gibt es ein angebliches Kommunikationsproblem?
In Wahrheit haben schlichte Wähler einen selbstverliebten Studienabbrecher an die Spitze der Bundesregierungung gewählt und sich damit das Schlamassel selbst eingebrockt: da der Ex-Geilomobilfahrer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, bestimmen seine 59 Medienvertreter täglich, mit welcher Wortspende er seine schlichten Wähler bei der Stange halten kann (und zusätzlich auch noch die Ewiggestrigen aus der blauen Ecke nach Türkis umpolen kann -> siehe Aussagen zu Asylanten, Flüchtlingslager, etc.)
Während Schweden von Anfang an eine klare, längerfristige und für die Bevölkerung auch nachvollziehbare Strategie hatte, die auch konsequent verfolgt und jetzt dafür auch belohnt wird (langfristig gesehen werden vermutlich auch die Gesamtopferzahlen in Schweden bei Einbeziehung der Kollateralopfer niedriger sein), springt der Kanzlerdarsteller im ZickZack: von Masken sind unnötig und bringen nichts bis zur Maskenpflicht, von 100.000 Toten bis zum Licht am Ende des Tunnel und baldigem Impfstoff, von objektiven und transparenten Kriterien für die Ampel und die Bewertung durch Experten zu "Die Bundesregierung trifft die Entscheidung" - denn sie wissen nicht was sie tun, haben keinen Masterplan und sind unfähig, Maßnahmen vorab zu durchdenken, die Konsequenzen abzuwägen und alles entsprechend vorzubereiten: Diese Bundesregierung ist an Diletanttismus nicht zu überbieten!

langsamdenker
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@scionescio Ich würde 5800 Tote nicht als "Belohnung" sehen, so wie du.

Schweden hat allerdings reagiert und weitaus strengere Maßnahmen als Österreich. Das einzige was Schweden lockerer sieht ist die Maskenpflicht.
Man muss aber auch sehen, dass die Menschen in Schweden ingesamt mehr zur Eigenverantwortung fähig sind als wir Österreicher - das ist eine Frage der Erziehung und auch des Selbstbewusstseins.

Sonst hast du in einem Punkt recht - die Bundesregierung hat nach dem Lockdown begonnen ein Tohuwabohu anzurichten - interessanterweise ist aber der Urheber dieses Zustands in erster Linie das Gesundheitsministerium.
Die Ampel ist das Kind von Anschober - die Idee ist richtig, hängt aber faktisch komplett von den Zahlen in Wien ab. Österreich ist zu klein um grün zu bleiben, wenn Wien orange ist. Wien hat da versagt - warum auch immer.

Und ja - ich bin für den Weg, den Schweden NACH dem Massensterben im Frühjahr eingeschlagen hat. Dann gäbs auch keine Parties, Rudeltanzorgien und ähnlichen Schwachfug - der ist in Schweden nicht erlaubt.
Die Maskenpflicht ist eine Folge der fehlenden Eigenverantwortung der Österreicher - da kannst auf die Regierung schimpfen, so viel zu willst, scionescio - dafür bist DU zuständig - Eigenverantwortung kann dir keiner abnehmen.

harri156
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Wenn der Satz über Schweden nicht wäre…

Könnte ich alles unterschreiben!

Mein Graz
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@scionescio

Ich könnte dir zustimmen, hättest du nicht über Schweden geschrieben.
Die Anzahl der Toten dort ist erschreckend, weshalb der "Schwedische Weg" für mich nicht zur Diskussion steht.

scionescio
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@harr1156, Mein Graz: Bei der Anzahl der Toten stellt sich immer die Frage, welchen Zeitraum man betrachtet ...

... und mittlerweile gibt es viele Stimmen in ausländischen Medien, die unter der Annahme, dass uns der Virus auch weiterhin erhalten bleibt (ähnlich den anderen Corona-Viren), weil selbst bei Vorliegen eines Impfstoffes keine bessere Impfrate als bei der Grippeimpfung erreicht werden wird (wenn nach der Panikmache das nächste Thema gehypt wird oder einfach wieder zur Tagesordnung übergegangen wird ... wer redet heute noch davon, dass wir alle durch Terroristen sterben werden?), davon ausgehen, dass unter Einbeziehung der Kollateralschäden (zB Krebstote durch ausgefallene oder verzögerte Vorsorgeuntersuchungen), die in Schweden verschwindet gering sind, Schweden längerfristig (ab 5 Jahren) in Summe weniger Tote zu beklagen haben wird als andere Staaten.
Die Schweden haben natürlich vermeidbare Fehler gemacht (Schutz der Altersheime), aber sie haben von Anfang an erkannt, dass der Virus ein Dauerthema sein wird und deshalb die Bevölkerung zielgerichtet dahingehend ausgerichtet. Andere Länder, die mehr auf Effekthascherei gesetzt haben (zB Israel) sind trotz strengster Maskenpflicht im neuerlichen Lockdown, die Schweden schaffen es mit Abstandhalten, Händewaschen und dem Verzicht auf größere Veranstaltungen ... bei uns gibt es diletanttische Ampeln, allgemeine Verwirrung, eine Inflation an Pressekonferenzen, Maskenpflicht ... und den Gady-Markt, Oktoberfeste, geduldete Privatparties in Nachtclubs - insgesamt ist das doch nur mehr lächerlich und hat weder Hand noch Fuß!

langsamdenker
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@scionescio Vor zwei Wochen hast du noch behauptet, es wäre von einer Pandemie

"weit und breit" nichts zu sehen. Und jetzt forderst du strenge Maßnahmen wie dem Verzicht auf "größere Veranstaltungen". (die Grenze in Schweden liegt bei 50 Personen).

Wie oft änderst du denn deine Meinung? Alle 14 Tage?
Warum beschimpfst du dann Menschen, die diese Maßnahmen immer gefordert haben, als "Parteitrolle" und "Hysteriker"?

fans61
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@scionescio: Ganz meine Meinung.

Diese Bundesregierung und deren Minister sind untragbar!

samro
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so

'''''Während Schweden von Anfang an eine klare, längerfristige und für die Bevölkerung auch nachvollziehbare Strategie hatte, die auch konsequent verfolgt und jetzt dafür auch belohnt wird''

kotz

Immerkritisch
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Und

er braucht für jede Entscheidung den Herrn Kurz......wir haben also zwei Gesundheitsminister?

samro
8
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sagen sie

ist es abwegig dass dinge besprochen werden?
soll man glaenzen in dem man sch ueber die medien ausrichtet was man entschieden hat?
ich finde das nur logisch dass sich koalitionspartner besprechen.

es ist etwas befremdlich und schon wie im nicht politischen leben. die menschen koennen icht mehr miteinander reden. stattdessen lassen sie sich etwas ausrichten von anderen.
in beziehungen fehlt die kommunnikation und der eine kann nicht mit dem andern reden. statt sich abzusprechen und zu besprechen sind ja alle so gescheit und super geworden und man teilt sich nur mehr entscheidungen mit. mit der kann man dann friss oder stirb machen.

fans61
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Das Foto sagt alles:

Rudi Ratlos.

UHBP
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@fan...

Sowas würden es vom Basti nicht geben. Da wäre seine "Pressepolizei" sofort da um das zu unterbinden.

fans61
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ja die Kleine ist da sehr linientreu....

letzte gab's ein Pam-Foto mit verzogenem face

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"Einfachere, klare Kommunikation"

Einfachere, klare Kommunikation ist schon notwendig damit der Herr Rudi versteht was andere meinen und er sagt. 
"Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise ein bisschen zu viel für mich", sagte er. 😉

langsamdenker
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@TK1407 Es sind eigentlich nur die Leugner und Verharmloser die von sich selber lauthals

behaupten, den totalen Durchblick in dieser Pandemie zu haben. Sagt über diese Sondertalente eh schon mehr aus, als denen lieb sein kann.

Jeder der sagt, es ist teilweise ein bisschen zu viel für mich, ist einfach nur ehrlich.

langsamdenker
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Ein Tipp von mir. Mit den Beamten sprechen, die nicht in der Lage dazu sind

Maßnahmen so zu formulieren, dass sie rechtlich einwandfrei und verständlich sind. Vielleicht sind es die richtigen Leute am falschen Ort - denn was da an Topfen produziert worden ist und weiterhin inflationär produziert wird, ist nicht mehr amtlich.

Wenn das geschafft ist, dann ist es notwendig, sich auch an die eigenen Vorgaben zu halten. Und sonst zurücktreten. Auch meine Geduld ist irgendwann am Ende.

Nihiltimeo
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Das Corona Virus

können wir leider nicht so schnell los werden. Bei Anschober wäre es einfach. Wir brauchen eine Profi als Gesundheitsminister und keinen bemühten Laien.
Dem würden sogar Volksschüler auf der Nase herumtanzen !

Mein Graz
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@Nihiltimeo

Ja, wechselt gleich alle aus, die in ihrem Fach keine Profis sind. Als ersten gleich einmal unseren Bundes-Kurz.

UHBP
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Anschober will Kommunikation wieder einfacher machen

Sehr lustig!
Es ist ja die Regierung die uns jeden Tag eine Pressekonferenz aufs Aug drückt und dabei heute nicht mehr weiß, was sie gestern gesagt hat.
Was haben wir jetzt gelernt: Ampelschaltungen sind nur Empfehlungen. Also bei Gelb fahren ist gleich wie bei Grün und bei ein bisschen Rot (Orange) ist es auch noch OK. Wir demnächst in den Fahrschulen so gelernt werden ;-))

Klgfter
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bei den Spö‘lern in wien ....

... da haben wir ein problem, okay es ist eine grosse stadt .... aber reagiert wurde gar nicht als sich die probleme angekündigt haben ...... wahlen haben halt priorität wenns um die macht geht .....

UHBP
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@klg...

Hast deinen Freund den Basti nicht gehört. Der hat gesagt: Entscheiden tut die Bundesregierung.
Experten der Regierung haben schon vor einem Monat gesagt, dass sich die Zahlen mitte September so entwickeln werden. Wie hat den die Bundesregierung reagiert?
Ein bisschen Denken würde nicht schaden und dir so manchen peinlichen Post ersparen.