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Homeoffice, aber wie?Betriebsmittel, Pendlerpauschale, Krankenstand: Neue Regeln geplant

Die Sozialpartner sollen im Auftrag des Kanzlers an einer Modernisierung des Arbeitsrechts arbeiten: Homeoffice erfordert Änderungen bei Ruhezeiten, Pendlerpauschale, Homeoffice-Kosten und Krankenstandsregeln.

© (c) Ilona - stock.adobe.com (TITOVA ILONA)
 

Die Sozialpartner sollen Vorschläge für neue, konkrete Regelungen betreffend Homeoffice erarbeiten. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im Rahmen seiner für Freitag geplanten Erklärung im Kanzleramt damit beauftragen. Ziel ist eine Modernisierung des Arbeitsrechts, etwa beim Thema Homeoffice-Ruhezeiten oder einer Reform der Pendlerpauschale.

Derzeit stelle sich unter anderem das Problem, dass eine generelle Anordnung von Telearbeit bzw. Homeoffice nicht möglich ist, hieß es dazu vorab aus dem Bundeskanzleramt. Außerdem bestünden keine Regelungen hinsichtlich des Umgangs mit Betriebsmitteln. "Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt sehr, die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch massiv beschleunigt. Wir brauchen ein modernes Arbeitsrecht, das auf die Erfordernisse des Homeoffice eingeht. Ich habe daher die Sozialpartner gebeten, in den kommenden Monaten konkrete gesetzliche Regelungen zum Homeoffice auszuarbeiten", sagte Kurz in einem Statement im Vorfeld seiner Rede.

Pendlerpauschale

Mögliche Änderungen könnten laut Kanzleramt etwa eine Weiterentwicklung der Pendlerpauschale zu einer Homeoffice-Pauschale sein, in der etwa der Umgang mit Internet-Kosten und Betriebsmittel berücksichtigt wird. Auch die Ruhezeiten nennt das Kanzleramt als eine der möglichen Reform-Punkte, diese sollen an das digitale Zeitalter angepasst werden. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) sagte dazu im "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe), es gehe hier um Flexibilität und mehr Eigenverantwortung, etwa beim Thema der (generell vorgeschriebenen) elf Stunden Nachtruhe "von Homeoffice Ende bis Homeoffice Beginn". Eine Änderung sei hier auch im Sinne der Arbeitnehmer, gab sie zu verstehen.

Unfallversicherung

Auch die Problematik der Unfallversicherung wird Thema der Überlegungen sein, hieß es aus dem Kanzleramt. Auch Krankenstände sollen "neu gedacht" werden, hier gehe es um eine Anpassung an die Gegebenheiten im Homeoffice.

Betriebsvereinbarungen

Weiters müsse es zu einer einheitlichen Definition von Telearbeit kommen, auch die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten festgeschrieben werden. Grundsätzlicher Zugang des Kanzleramtes ist es, dass die Regeln zur Telearbeit bevorzugt über Betriebsvereinbarungen festgelegt werden sollen.

Die Vorarbeiten in der Regierung zu diesem Thema sind laut Auskunft aus dem Büro des Bundeskanzlers schon länger am Laufen: Bereits im Juli wurde dazu eine entsprechende Arbeitsgruppe im Arbeitsministerium eingerichtet. Das Arbeitsministerium gab auch eine Studie in Auftrag, mittels derer 1.500 Dienstnehmer und 1.500 Dienstgeber befragt werden sollen.

Kommentare (6)

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petera
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3
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Ich befürchte die Überarbeitung

Des Arbeitsrechts für Homeoffice bedeutet für die Arbeitnehmer nichts Gutes:
* Kürzung/Wegfall der Pendlerpauschale
* weniger Möglichkeiten für Krankenstand bzw. Teilkrankenstand
* Weniger/keine Ruhezeiten
* ...

Amadeus005
1
7
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Ich denke an Krankenstand light

Mit Gipsfuss von Zuhause arbeiten. Aber halt nur etwas weniger, weil man halt für Alles länger braucht.

petera
0
4
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Sicher super mit Gipsfuß den ganzen Tag am Computer

zu sitzen.

rkobald
14
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Kurzes Geschwafel....

... wer braucht schon 11 Stunden Ruhezeit beim Home-Office? Man braucht sich ja auch keine Morgentoilette, kann während der Arbeitszeit essen und aufs WC gehen, hat keinen Weg zur und von der Arbeit.....

9956ebjo
6
12
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rkobald

Falsche Annahmen - Thema verfehlt

rkobald
12
8
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Kurz gesagt...

...wer braucht schon einen Krankenstand, wenn er eh zu Hause arbeiten kann