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ORF-SommergesprächRendi-Wagner: Habe Doskozil zurechtgewiesen - "öfter, als ihm lieb ist"

Die SPÖ-Chefin übte scharfe Kritik am türkis-grünen Coronakurs. Interne rote Querschüsse seien der falscher Weg, sie wolle bis zur nächsten Wahl Parteichefin bleiben.

SPÖ-Chefin Rendi-Wagner im Gespräch mit Moderatorin Stribl
SPÖ-Chefin Rendi-Wagner im Gespräch mit Moderatorin Stribl © APA/GEORG HOCHMUTH
 

SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner übte in ihrem ORF-„Sommergespräch“ scharfe Kritik am Coronakurs der Regierung. Als Gesundheitsexpertin betonte sie, dass diese nun alles dafür tun müsse, eine zweite Welle zu verhindern – „ohne jegliches parteitaktische Herumgetue“. Dass es hier klare Kommunikation brauche, hätten die Staus an der Kärntner Grenze gezeigt, die Rendi-Wagner als „fahrlässiges Chaos“ bezeichnete. „Die Rückkehrsaison aus den Urlaubsgebieten ist keine Überraschung gewesen“, die Regierung hätte klare Pläne ausarbeiten müssen. „Das ist keine Raketenwissenschaft.“

Rendi-Wagner bekräftigte ihre Forderungen nach einer Vier-Tage-Woche und einer Maskenpflicht in Innenräumen ab Herbst. Eine generelle Impfpflicht lehne sie ab, das medizinische Personal müsse jedoch geimpft werden. „Ich rate aber wirklich jedem heuer, sich gegen Grippe impfen zu lassen.“

Chefin bis zur nächsten Wahl

Angesprochen auf die parteiinterne Kritik an ihrer Person erklärte Rendi-Wagner, sich nicht für „Selbstbeschäftigung“ zu interessieren. „Wir werden nicht gewählt, um uns über Parteiinterna zu unterhalten – schon gar nicht öffentlich.“ Daran habe sie auch einen ihrer schärfsten internen Kritiker, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, erinnert – „sicher öfter, als ihm lieb ist“. Sie habe jedenfalls vor, weiterhin Parteichefin zu bleiben – auch bei der nächsten Nationalratswahl.

Von fehlender Abgrenzung zu den Grünen will Rendi-Wagner nichts hören. "Rot ist keine Farbe, die man sich einfach aufpinseln kann. Rot ist eine Haltung."

Wenige Stunden vor ihrem „Sommergespräch“ hatte sich die SPÖ-Chefin mit dem deutschen Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) getroffen, um sich über die Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen von Corona auszutauschen. Beide betonten die wichtige Rolle, die hier der EU zukomme.

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beneathome
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Typisch

SPÖ, Rendi, Frau Politikerin. Viel Bla Bla und wenig greifbares und damit natürlich auch wenig angreifbares. Na was hat die Dame jetzt aber wirklich gesagt?

rouge
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Auf alle Fälle

keine so ausgeprägte Selbsterhöhung wie unser PR-BK Kurz.

Church-Hill
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Durch Selbsterhöhung

wird keiner Bundeskanzler.

Lodengrün
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Ist das Bla, Bla,Bla nicht eine

Aufnahmebedingung um in einer Partei die Karriereleiter hochzusteigen. Nennen Sie mir einen Politiker der nicht Meister in dieser Disziplin ist.

pescador
17
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Habe Doskozil zurechtgewiesen

Ach Pamela, das glaubst du doch selbst nicht. Ein Doskozil lässt sich nicht zurechtweisen.

Kommentare 26-30 von 30