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Stärkung der WirtschaftLehren aus Corona: SPÖ für mehr "Made in Austria"

Rendi-Wagner fordert, Österreich von globalem Markt unabhängiger machen.

Parteichefin Pamela Rendi-Wagner
Parteichefin Pamela Rendi-Wagner © (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die SPÖ verlangt als Konsequenz aus der Coronakrise, Österreich und Europa unabhängiger vom globalen Markt zu machen und die Produktion diverser Güter wieder ins Land zu verlagern. Die Coronakrise habe deutlich vor Augen geführt, "wie verletzlich unser Land durch die Abhängigkeit vom globalen Wirtschaftssystem ist", sagt Parteichefin Pamela Rendi-Wagner im Gespräch mit der APA.

Als Beispiele nennt sie Schutzkleidung und Gesichtsmasken, die in der Krise gefehlt hätten, und den drohenden Engpass bei Medikamenten und Impfstoffen gegen Corona, weil es keine Produktion in Österreich und Europa gibt. "Wir brauchen wieder mehr Made in Austria oder Made in Europa und müssen uns wieder unabhängiger vom globalen Markt machen. Produktion sollte mit staatlicher Unterstützung wieder verstärkt nach Österreich und Europa zurückgeholt werden. Kein Mensch kann verstehen, warum wir monatelang auf Schutzmasken und andere medizinische Produkte aus China warten müssen. Diese Abhängigkeit macht uns verletzlich. Davon müssen wir uns befreien. Damit werden die Wirtschaft angekurbelt, Arbeitsplätze geschaffen und die Versorgung in Krisenzeiten gesichert", so Rendi-Wagner.

Kein Mensch kann verstehen, warum wir monatelang auf Schutzmasken und andere medizinische Produkte aus China warten müssen.

Pamela Rendi-Wagner

Um das zu erreichen, solle einerseits das Vergaberecht geändert werden. Öffentliche Aufträge in Europa sollen nur jene Unternehmen erhalten, die auch in Europa produzieren und hier Wertschöpfung generieren und nicht mit Subfirmen aus Billiglohnländern operieren, um den Preiswettbewerb zu gewinnen. Anderseits solle die Produktion nach Europa und Österreich zurückgeholt werden. Die Coronakrise habe gezeigt, dass globale Lieferketten ein Versorgungsproblem verursachen. Darüber hinaus sei es klimaschädlich, Produkte um die ganze Welt zu verschiffen. "Die Produktion soll - wo möglich und sinnvoll - wieder nach Europa bzw. Österreich verlagert werden", fordert Rendi-Wagner.

Vor allem kritische Produkte für die Versorgung der Bevölkerung wie Lebensmittel, Strom und Energie und Arzneien sollten in ausreichendem Ausmaß in Europa produziert werden. "Dafür hat der Staat regulativ zu sorgen mit entsprechenden Förderungen und Subventionen, wenn das nicht möglich ist auch über staatliche Betriebe."

"Produktionsstandorte müssen wieder zurück nach Europa bzw. Österreich geholt werden, um den Grad der Abhängigkeit zu reduzieren: durch entsprechende Förderung von Forschung und Entwicklung und Koppelung dieser Fördergelder an Produktionsstandorte in Europa bzw. Österreich."

80 Prozent der Antibiotika werden heute in China produziert. "In kaum einen anderen Bereich der kritischen Infrastruktur würde man eine derart hohe Abhängigkeit vom Ausland in Kauf nehmen." Pharmariesen müssten stärker zur Versorgungssicherheit verpflichtet werden. Dies könnte beispielsweise bereits im Rahmen der Zulassung (durch die EMA auf europäischer Ebene) durch strengere Auflagen erfolgen, indem eine Produktionsgarantie abgegeben wird (gewisser Anteil des Volumens muss in Europa produziert werden), schlägt Rendi-Wagner vor.

Kommentare (24)

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Miraculix11
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Kein Mensch kann verstehen,

warum wir monatelang auf Schutzmasken und andere medizinische Produkte aus China warten müssen?
===================
Da vergißt die gute Dame: Unter anderem weil sie keine eingelagert hat. Weder in den 7 Jahren als zuständige Sektionschefin für öffentliche Gesundheit noch in ihrer Zeit als Gesundheitsministerin.
Die anderen Zuständigen auch nicht und deswegen kaufen wir jetzt wo auch die ganz Welt kauft und wir müssen warten.

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tenke
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Ein wenig traurig ist auch,

wir viele Wochen es dauern kann, bis solche Behauptungen aus ihrem Mund zu hören sind. Nachplappern kann ich auch.

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schteirischprovessa
2
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Frau Rendi Wagner,

wie es ein ehemaliger Goalgetter formuliert hat:
Sie sind eine Blitzgneisserin!

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wildkraut
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Dann soll die gute Frau...

den Konsumenten auch dazu raten, zu Produkten made in Austria zu greifen und den etwas höheren Preis verteidigen

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SoundofThunder
3
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Jetzt haben wir eine Regierung die das ändern wird.

Oder?

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satiricus
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Multitalent & Multifunktionär Harald Mahrer wird's schon richten :-)

Und wenn dann die Produktion von Arzneimittel, Schutzkleidung uä. von staatlicher Seite gefördert wird, so ist für die Zuteilung dieser Förderungen selbstverständlich wieder Harald Mahrer mit seiner WKO zuständig......

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umo10
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Ich vermisste Hr Tolar

Made in Austria, war eine tolle Sendung im ORF

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Geerdeter Steirer
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Fr. PRW, ..............

jeder der nur ein bisserl Grips in seinen Synapsen hat weiß dies ohnehin, jedoch werden die doch hohen Lohnkosten es in vielen Bereichen als nicht konkurenzfähig erscheinen lassen !

Es will ja jeder Österreicher viel Gehalt am Konto überwiesen wissen, die schlecht bezahltere, lästigere und unangenehmere Arbeit sollen die so benannten "Ausländer" machen da sich viele Einheimische dafür aus übertriebenen Stolz, Egoismus gepaart mit Eventgeilheit, protziger Angeberei, fehlendes solidarisches Verhalten Emphatielosigkeit zu schade sind, da kommt wieder mal das obligate "Weniger ist Mehr" zur wichtigen Geltung !

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schadstoffarm
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Prediger des ideals

Wie schaut mit dir aus? Schichtarbeit beim magna?

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Geerdeter Steirer
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Ach, @schadstoffarm......

irgendwie klingt dein Posting wie ein Kompliment, andererseits hast ein ernsthaftes "Problemchen" mit realistischen normalen Auffassungen....... 😉🤔

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sunny1981
9
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Made in Austria

Warum hat die SPÖ nicht das in Zeiten als sie noch in der Regierung waren umgesetzt das ist kein kurzfristiges Manko das geändert gehört.
Jetzt aufzeigen und verlangen ist nur wichtigmache

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47er
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Es gibt aber auch ein Sprichwort: Wer billig kauft, kauft teuer, oder gar doppelt.

Wenn ich 20 bis 50 Paar Schuhe brauche, werden diese sicher nicht von einem einheimischen Schuster sein, die übrigens leider nicht zur übrigen notwendigen Bekleidung passen würden. Auch die teuersten Modeketten haben ihre Produkte in Billiglohnländer ausgelagert, und wir dummen Konsumenten zahlen gegenüber den anderen Ramsch das x-fache. Europa hat dadurch viele seiner ehemaligen Produktionsstätten verloren, sich unbewusst von Übersee abängig gemacht, abgesehen vom Verlust der einstigen Arbeitsplätze.

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fwf
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Erfolg der internationalen Handelsabkommen !

Hätten wir noch Zölle wie in guten alten Zeiten, könnten Billigländer mit Kinderarbeit und nicht vorhandenen Umweltauflagen ihre Billigsdorferprodukte nicht so leicht bei uns anbieten und den internationalen Handelsketten nicht so fette Spannen ermöglichen.
Zurück zum Ursprung wäre Gebot der Stunde.

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schadstoffarm
11
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Sie arbeiten eh an zeitreisen

Aber solange das nicht möglich ist wird Gegenwart und Zukunft verändert.

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vandiemen
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Sorry...

...Daumen rauf!

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minerva
9
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Warum hat die SPÖ nicht das in Zeiten als sie noch in der Regierung waren umgesetzt...

weil der Koalitionspartner dagegen war @sunny

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walterkaernten
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@sunny1981

Kann nur VOLL zustimmen.
Zusatzfrage an SPÖ, GEWERKSCHAFT und AK

Wie soll das in ÖSTERREICH bzw in EUROPA gehen, wenn die
30 stunden woche gefordert wird ?
Bitte um eine GENAUE KALKULATION wie teuer dann die in EU erzeugten produkte sein würden.

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Hildegard11
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Ginge schon,...

....wenn manche nicht dauernd billig shoppen wollten. Meine handgemachtrn Schuhe vom örtlichen Schuster sind jetzt 15 Jahre und noch top. Nur 2x die Sohle erneuert. Ordentliche Trachtenkleidung geht auch. Teuer, aber haltbar und kein Asiatenramsch.

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Edlwer
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Kostenwahreit ist das Zauberwort

und das bedeutet auch, das Leben wird teurer werden, wenn die Umweltschäden durch den Transport aufs Produkt eingerechnet werden, wenn die Zerstörung von Regenwaldes mit Strafzöllen auf die Produktimporte belegt werden, Steuern auf Kerosin, Diesel, Benzin, Plastikverpackungen, Obst aus dem Süden oder dem Glashaus ....
Das ist die Wahrheit!
Es will nur keiner hören, denn dann bleibt kein Geld zum Shoppen von Ramsch-Kleidung, unnötigen Handys, Billigmöbel die einen Umzug nicht überstehen, ....
Luxus muss wieder was kosten, und so hart es klingt, wer in den Urlaub fliegt muss dafür zahlen.
Auch wenn jetzt die Negativbewertungen in die Höhe schnellen werden (weil alle die gestern Schlange vor den Einkaufszentren gestanden sind, heute zeit haben), das ist der Spiegel der den Leuten wieder vorgehalten werden musss.

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Trieblhe
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Das Wirtschaftskonzept

Der SPÖ, 30 Stunden Woche bei 1700 Euro Nettolohn, alles wieder Made in Austria und die Preise müssen natürlich gleich bleiben. Sollte klappen, ich sehe da kein Problem 🤔

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schteirischprovessa
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Klappt garantiert!

Die Unternehmen gehen in Konkurs, ausländische Produzenten freuen sich, dass die österreichische Konkurrenz wegfällt.
Schafft auch überall Arbeitsplätze!
Mit Ausnahme von Österreich, dort gehen sie verlorenen.

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orbil
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Da redet die Richtige von Wirtschaft!


Nach Konsum, BAWAG und AKH haben die Sozialisten ihre Wirtschaftskompetenz schon in Nicht-Krisen-Zeiten ausreichend demonstrieren können. Ohne die Zwangsbeiträge der Arbeiterkammer könnten die sich nicht einmal Wahlen leisten!

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Amadeus005
6
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Geht ganz leicht

CO2-Steuer auf Transport (und auch Herstellung) Hilft sogar auch der Umwelt.

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schteirischprovessa
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Wenn dafür die Steuern auf Arbeit gesenkt werden,

dann ja. Sonst ruiniert erst Wirtschaft und Arbeitsplätze.

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