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Plan präsentiertSchule ab 4. Mai für Abschlussklassen, ab 15. Mai für die 6- bis 14-Jährigen

Bildungsminister Faßmann stellt den Fahrplan für eine Wiederöffnung der Schulen vor: Zuerst kommen die Abschlussklassen dran, dann die Jüngeren, zum Schluss die Älteren. Klassen werden in zwei Gruppen geteilt.

Bildungsminister Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz Faßmann © APA/Helmut Fohringer
 

"Unser Ziel war und ist es, die Schüler zurück an die Schulen zu bringen", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann zu Beginn der Pressekonferenz. "Gerade auch in der lange Phase des Homeschooling, die Kindern und Eltern viel abverlangt hat." Die Entscheidung sei sehr schwer gewesen. "Schulen werden nicht für alle gleichzeitig geöffnet." Zuerst kommen die Älteren dran, sagte der Minister: Ab 4. Mai öffnen die Schulen für die Abschlussklassen und Maturanten, ab 15. Mai für alle 6- bis 14-Jährigen, ab 29. Mai - also nach Pfingsten - für die Älteren.

Das bedeutet konkret: Am 4. Mai kehren Maturanten sowie die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an den BMS, Handelsschulen, 3-Jährigen technischen Schulen und Lehrlinge im letzten Berufsschuljahr an ihre Schulen zurück. Das betrifft laut Faßmann etwa 100.000 Kinder und Jugendliche. In einer zweiten Etappe - "wenn alles gut geht", so Faßmann - ab 15. Mai gehen wieder die  Schüler der Volksschulen, Neuen Mittelschulen, AHS-Unterstufen Sonderschulen sowie der Deutschförderklassen in die Schule. Und ab 29. Mai sind die insgesamt rund 300.000 Schüler in den  Berufsschulen und Polytechnischen Schulen und in der Sekundarstufe 2 an der Reihe.

Am 15. Mai und am 29. Mai soll noch kein regulärer Unterricht stattfinden - beides sind Freitage. Lehrer sollen an diesen Tagen die Konferenzen abhalten und auch Schüler, die bisher nur schwer oder gar nicht an den Schulen waren, sollen bereits kommen. Für alle anderen startet der Unterricht dann am Montag, den 18. Mai bzw. am 3. Juni.

Nach erster Etappe wird erst einmal geprüft

Der Grund für den Etappenplan: Nicht alle Schüler sollen wieder gleichzeitig an die Schulen zurückkehren, um eine weitere Ausbreitungswelle des Coronavirus zu verhindern. Die Abschlussklassen  seien als erste an der Reihe, damit diese einen Abschluss erlangen und ins Berufsleben starten können. Dann werde man sich die Infektionszahlen sowie die Erfahrungen etwa aus Dänemark und Norwegen anschauen, die ihre Schulen bereits geöffnet haben.

Dass die jüngeren Schüler bereits in einer zweiten Etappe an die Schulen zurückkehren liege daran, dass die Festigung der Grundkompetenzen extrem wichtig sei. Zudem sei das "Distance Learning" nicht so erfolgreich möglich wie bei den älteren Schülern, so Faßmann.

Klassen werden in zwei Gruppen geteilt

Schichtbetrieb: Damit nicht alle Schüler gleichzeitig anwesend sind, müssen die Klassen jeweils in zwei Gruppen zu rund 11 Schülern geteilt werden (außer in Klein- und Kleinstschulen). Diese Gruppen werden abwechselnd unterrichtet: "Gruppe A" von Montag bis Mittwoch, "Gruppe B" am Donnerstag und Freitag. In der Folgewoche wechseln die Gruppen, sodass alle auf die gleiche Unterrichtszeit kommen. Die freien Tage sind "Hausübungstage". Lerntempo und Umfang des zu Lernstoffes müssten auf jeden Fall reduziert werden. Sport- und Musikunterricht entfällt.

Um die Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit der Eltern zu sichern, gibt es an für Schüler freien Tagen weiterhin eine Betreuung an den Schulen, etwa in Turnsälen. Diese sollen etwa Supplierlehrer oder Stützlehrer durchführen. "Ich bitte aber Eltern, wenn es möglich ist, ihre Kinder an den Tagen, an denen sich nicht in die Schule müssen, zu Hause zu lassen", so Faßmann.

Das Schuljahr wird nicht verlängert, für jene Schüler, die es benötigen, soll es aber eine "Summerschool" geben. Diese sei allerdings lernorientiert, und keine Freizeitgestaltung. Details dazu seien in Ausarbeitung. Für Eltern in Betreuungsnöten im Sommer seien Gemeinden und Länder zuständig.

So soll die Notengebung ausschauen

Für die Leistungsbeurteilung sollen die Leistungen der Schüler bis 16. März als Basis gelten. Dazu kommen noch die Leistungen im "Distance Learning" und im nun wieder erfolgenden Präsenzunterricht. Schularbeiten finden keine mehr statt, wenn jemand zwischen zwei Noten steht, kann er aber zu einer mündlichen Prüfung antreten.

In den Volksschulen gibt es heuer kein Sitzenbleiben. Für alle anderen Schüler gilt: Mit einem Fünfer kann in die nächsthöhere Schulstufe aufgestiegen werden - ein Beschluss der Klassenkonferenz ist dafür nicht nötig.

Eltern müssen für Nasen-Mund-Schutz sorgen

Für ihre eigenen Kinder erwartet Faßmann, dass Eltern Nasen-Mundschutzmasken zur Verfügung stellen. Diese müssten auf jeden Fall in den Pausen getragen werden, und zwar von den über 10-Jährigen. "bei Jüngeren kann ich mir das Tragen von Masken nur schwer vorstellen", so der Minister. Lehrer würden mit Masken und Desinfektionsmitteln versorgt, wenn sie diese benötigen.

Ältere Lehrer müssen nicht in die Schule

Lehrer, die zu Risikogruppen zählen - also Ältere und Personen mit Vorerkrankungen - müssen nicht in den Schulen unterrichten. "Sie müssen sich aber für das "Distance Learning" zur Verfügung stellen", so Faßmann. Und auch Schüler, die sich psychisch oder körperlich nicht in der Lage sehen bzw. Sorge haben, Angehörige anzustecken, sind entschuldigt vom Schulbesuch.

Kindergärten sollen verstärkt Kinder aufnehmen

Die Kindergärten lägen zwar nicht wirklich in seinem Kompetenzbereich, sagte der Minister. "Ich ersuche jedoch die Betreiber von Kinderbetreuungseinrichtungen, alle Kinder aufzunehmen, die Betreuung brauchen." Und zwar, ohne eine Bestätigung der Arbeitgeber zu verlangen.

Faßmman betont: "In der Coronakrise sollten Kindergärten nicht auf reine Betreuungseinrichtungen reduziert werden." Es handle sich um  Bildungseinrichtungen, das betreffe insbesondere auch die Fünfjährigen um letzten Kindergartenjahr. Diese, sowie Kinder mit Sprachförderbedarf sollen nach Wunsch des Bildungsministeriums ab 18. Mai wieder in die Kindergärten kommen.

Zu den Kindergärten wird es eine neue Verordnung des Gesundheitsministers geben.

"Möglichst kleine Gruppen"

Damit die Wiederöffnung der Schulen und Kindergärten nicht zu einem Treiber der Coronavirus-Infektionszahlen wird, sollte man dort laut Simulationsexperten Niki Popper von der Technischen Universität (TU) Wien nicht nur für möglichst kleine Gruppen auf möglichst viel Raum sorgen. Bei Auftreten positiv getesteter Fälle müsse man auch lokal schnell reagieren und Schulen auf Zeit sperren können.

Wo es technisch und organisatorisch möglich sei, sollte an Schulen die Dichte soweit wie möglich reduziert werden. Klassen sollten nicht voll besetzt sein, zwischen den Gruppen soll es zur Sicherheit zu wenig Vermischung kommen und die Hygienemaßnahmen müssten eingehalten werden.

Regierung stellt Fahrplan für Öffnung der Schulen vor

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) stellt am Freitag den Fahrplan für eine Wiederöffnung der Schulen vor. Bekannt ist, dass als erste ab 4. Mai die Maturanten bzw. die Abschlussklassen an den berufsbildenden mittleren Schulen und Berufsschulen zurückkehren werden. Die anderen Schulstufen sollen gestaffelt ab 15. Mai wieder unterrichtet werden. Laut "Presse" und "Kurier" werden die Klassen geteilt - die eine Hälfte soll von Montag bis Mittwoch Unterricht haben, die andere Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf ist es umgekehrt.

Livestream ab 10 Uhr!

"Zur Frage des Einflusses der Schulen auf die Ausbreitung von Covid-19 gibt es gerade eine intensive internationale Diskussion und noch viele Unklarheiten. Aber wir sehen in den Simulationsrechnungen, dass die genannten Punkte viel an möglichen Ausbreitungen reduzieren", so Popper. Die Berechnungen seines Teams an der TU Wien dienen der Regierung mit jenen des Complexity Science Hub (CSH) Vienna als Entscheidungsgrundlage bei den Corona-Maßnahmen.

In den Berechnungen sehe man auch, dass positiv getestete Fälle möglichst schnell und konsequent aus dem System geholt werden müssen. "Es ist wichtig, dass man jetzt schon einen Modus mitdenkt, wie man dann einen Teil einer Schule oder eine Schule lokal für ein, zwei Wochen zumacht. Das muss man jetzt schon mitdenken, damit die Menschen wissen: Deswegen bricht jetzt nicht die Welt zusammen."

Es ist wichtig, dass man jetzt schon einen Modus mitdenkt, wie man dann einen Teil einer Schule oder eine Schule lokal für ein, zwei Wochen zumacht. Das muss man jetzt schon mitdenken, damit die Menschen wissen: Deswegen bricht jetzt nicht die Welt zusammen

Niki Popper

Schaden eingrenzbar

Der Schaden sei in diesem Fall viel überschaubarer, als wenn alle Schulen zugemacht würden. Die Berechnungen zeigten aber, dass das sehr effektiv sei. "Man kann wahrscheinlich viel hochfahren, wenn man beim Auftreten von Infektions-Clustern lokal schnell und schlau reagiert. Dann können wir sehr viel an negativen Ausbreitungseffekten abfangen."

Eine Schließung nur jener Schulen mit Krankheitsfällen könnte laut Popper fast genauso gut wirken wie eine Schließung aller Schulen. "Allerdings nur, wenn man gescheit und intensiv testet und die infizierten Knotenpunkte schnell rausholt. Wir sehen in unsere qualitativen Rechnungen, dass das gut funktioniert."

Anders als vor vier Wochen habe man heute mehr Testkapazitäten und Popper hofft, dass diese Maßnahmen jetzt besser umsetzbar sind. Außerdem sei man schneller im Rausholen von positiv getesteten Personen aus dem System, indem etwa Schulen oder Arbeitsstätten geschlossen werden.

Wie sich die Öffnungen der Schulen quantitativ auf die Infektionszahlen in der Gesamtbevölkerung auswirken könnten, ist laut Popper wegen der Verkettung mit verschiedenen anderen Maßnahmen sehr schwierig einzuschätzen. Die Rückkehr der Maturaklassen und der Abschlussklassen der Berufsschulen ab 4. Mai seien allerdings sicher kein Problem, weil es sich nur um wenige Menschen handle.

Eine spezielle Herausforderung seien sicher die Kindergärten. "Dort ist es völlig illusorisch, Abstand zu halten. Wenn ein Kind in einer Gruppe das Coronavirus hat, muss ich in der Simulation davon ausgehen, dass es die anderen fünf bis zehn ebenfalls haben." Deshalb plädiert das Team um Popper auch hier für möglichst kleine Gruppen. Zusätzlich sollte man überlegen, die Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen möglichst regelmäßig zu testen. "Da kann ich relativ schnell sehen, wenn wo etwas passiert."

Kommentare (45)

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hermannsteinacher
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Zum Thema "Kindergärten" ist zu sagen,

dass dafür nicht die Bundesregierung zuständig ist, sondern nach der Bundesverfassung die jeweiligen Landesregierungen in ihrem Wirkungsbereich.

Österreich ist kein "Einheitsstaat" wie Frankreich oder Ungarn sondern ein föderaler Staat wie Deutschland oder die Schweiz, in welchen beiden Staaten die Länder/Kantone gegenüber dem Gesamtstaat noch deutlich mehr Rechte haben.

Aus diesen Gründen sind auch viele "Gleichberechtigungsforderungen", gerade Kinder und Jugendliche betreffend, oft müßig und zeugen von Unwissen.

posmotrim
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apropos "verblöden"

machen wir einen einfachen test und fragen heute unser kind, sofern fortgeschrittener gymnasiast, z.b. nach einem werk von goethe oder mozart, wann caesar oder napoleon gelebt haben, nach einem gebirge in russland, wieviel liter wasser auf einen kubikmeter kommen oder ähnliches. ich wünsche Ihnen und uns allen viele richtige antworten!

olgaharler
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Da fehlt was

Leider kann ich aus dem Artikel den Schulbeginn für Oberstufen-Schüler (ausgenommen den Abschlußklassen) nicht entnehmen? Brauchen die gar nimmer in die Schule gehen?

michael787
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Lesen sollte man können

Steht klar da: "Und ab 29. Mai sind die insgesamt rund 300.000 Schüler in den  Berufsschulen und Polytechnischen Schulen und in der Sekundarstufe 2 an der Reihe."

reisi1974
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Doch,

am 3.Juni

Gedankenspiele
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Warum bitte...

...schickt man die Oberstufenschüler Anfang Juni nochmal in die Schulen? Noch dazu 2-3 Tage in der Woche. Was soll das bringen?

Da wird doch kaum Stoff durchgenommen. Dafür steigt erneut das Ansteckunsrisiko für viele erheblich!

Herr Fassmann, toller Plan!
Respekt!

reisi1974
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Es geht ja in Schulen

auch nicht immer nur vorrangig um Wissensvermittlung, da spielen ja auch soziale Komponenten eine wichtige Rolle!
Ich würde auch nicht gerne monatelang auf meine Kollegen bzw. Freunde verzichten wollen, gerade in der sensiblen Phase des Erwachsenwerdens spielen Freunde eine immense Rolle...

CGCG
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reisi1974

Im digitalen Zeitalter kann man zumindest teilweise seine sozialen Kontakte pflegen. Vor allem unsere Jugend, die mit diesen Medien aufwachsen und für die es "normal" ist. Die "Großeltern"Generation hat es da schon schwieriger.
Ich vermisse auch meine Freunde, Verwandten, Kollegen....
Aber ganz ehrlich: was sind schon ein paar Wochen für die Gesundheit?
Für manche ist es auch ein Chance mal inne zu halten und über das Leben nachzudenken und zu "entschleunigen". Natürlich gibt es viele negative Begleiterscheinungen, wie Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen, usw. Das ist mir schon klar.

Gedankenspiele
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@reisi1974

Da gebe ich Ihnen schon recht. An das hatte ich jetzt nicht vorrangig gedacht.
Trotzdem stellt sich halt auch die Frage, ob das mit Blick auf die Gefahr sich anzustecken vertretbar ist. Wir sprechen hier von maximal 10 Schultagen.

reisi1974
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Am Beispiel meiner Tochter:

Sie geht in die 4. Klasse Gymnasium, wechselt im Herbst an eine BHS und würde weder ihre jetzigen Lehrer, noch einen Großteil ihrer SchulkollegInnen jemals wiedersehen.
Für sie ist es momentan sehr, sehr wichtig, dass die Schulen zumindest im Minimalbetrieb wieder hochfahren...
Und von Halbwüchsigen kann ich mir schon erwarten, dass sie die einfachsten Hygienevorschriften und Abstandsregeln einhalten können, aufs Busseln müssen sie halt strikt verzichten 😉

erstdenkendannsprechen
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das ist schon richtig.

aber meine kinder gehen noch in die vs bzw. erstes gymnasium, und trotzdem können sie kontakt halten mit gleichaltrigen, auch mit lehrern. halt über medien. und online-konferenzen sind sogar lustig. es ist ein schlechter ersatz, das stimmt. aber es ist ein ersatz.

CGCG
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Gedankenspiele

Ich bin ganz ihrer Meinung. Was soll das jetzt noch bringen? Klar waren wir am Anfang der Ausgangsbeschränkungen mit allem etwas überfordert. Jetzt hat sich aber vieles so halbwegs eingependelt. Die paar Wochen "Schulentzug" macht aus den Schülern noch lange keine " Versager".
Mir ist schon klar, dass bei vielen Eltern ein Betreuungsproblem herrscht. Das ist aber ein anderes Thema. Dort, wo es irgendwie möglich ist, sollten die Kinder zu Hause bleiben.

Morioka
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Schichtbetrieb

Der Schichtbetrieb könnte noch wesentlich effektiver umgesetzt werden.

Wenn die Schüler von Montag bis Donnerstag jeweils Vor- und Nachmittags 4 Stunden die Schule besuchen, an denen bereits gelerntes wiederholt, oder Grundkompetenzen gefestigt werden kann. Am Freitag können im weiteren die Schüler die es besonders nötig haben noch intensiver betreut werden.

Um das Optimum aus der Sache herauszuholen, da ohnehin kein neuer Stoff vermittelt werden soll, käme auch die Modularisierung in Betracht.

2 Wochen Mathematik (Mo-Do)
2 Wochen Deutsch (Mo-Do)
2 Wochen Englisch (Mo-Do)
...

Eine andere Variante könnte so aussehen:

2 Wochen Vormittag Mathematik / Nachmittag Deutsch
2 Wochen Vormittag Fremdsprache(n) / ...

Am Ende eines Blocks kann jeweils freitags ein Test stattfinden (ohne Benotung!) um zu sehen wie sich die Leistung verbessert hat.

So können die Schüler nicht nur nach Zahlen in Kleingruppen aufgeteilt werden, sondern auch effektiv nach Schwächen die Module besuchen, in denen intensiv wiederholt wird. Überall wird es sich nicht umsetzen lassen, könnte jedoch dort in Betracht gezogen werden wo es möglich ist; Die Zeit bis zu den Ferien optimal zu verwenden um Schwächen weitestgehend zu beseitigen und die Schüler auf das nächste Jahr vorzubereiten.

erstdenkendannsprechen
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raus aus dem forum -

ab ins ministerium zu herrn faßmann mit ihnen...

CGCG
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Schichtbetrieb

Da werden die Lehrer aber nicht mitmachen

Ifrogmi
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bitte äussern sie nur dort etwas, wo sie fachlich versiert sind!

kaum ein kind schafft eine doppelstunde deutsch / englisch / mathematik. die meisten haben eine aufmerksamkeitsspanne von maximal 20 minuten. nachmittags kann man sowieso nichts neues lernen, da bleibt so gut wie nichts hängen, ausserdem muss diese zeit zum festigen des am vormittag gelernten genutzt werden.
die stoffmenge, die in so vielen stunden entsteht, kann kein mensch aufnehmen.
vor 30 jahren hätte sie ein direktor / schulinspektor gefragt ob sie noch bei trost sind, wenn sie von D/M/E doppelstunden gesprochen hätten.
seien sie mir nicht bös': sie haben genau null ahnung.

Atlantis
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Doppelstunden

Also so ist es nicht ganz richtig @ifrogmi.
Beide meiner Kinder Unterstufe und Oberstufe haben bzw hatten im regulären Unterricht Doppelstunden!! Und sie schaffen bzw schafften es!
Das ist heutzutsge in vielen Schulen so. In zwei Stunden kann man einfach besser arbeiten.

Ifrogmi
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dass es vereinzelt doppelstunden gab, dass ...

... habe ich selbst erlebt. dennoch waren das nur einzelne "fortschrittliche" und in den "normalen" schulen und bei den vorgesetzten stellenhiess es stets, dass doppelstunden nur wegen der schöneren stundenpläne für die lehrerInnen gemacht werden. ähnlich wie manche täglich um 12 ohne lochstunden, andere täglich um 14 -16 uhr mit massenhaft lochstunden nach hause gingen. hier hiess es, dass der stundenplan für alle lehrer immer automatisch gleich wird, wenn man ihn nur für die schüler und deren bedürfnisse "baut".
dass schüler eine doppelstunde schaffen setzt voraus, dass sie zumindest dem besseren durchschnitt angehören.
wie macht man das in klassen mit einer leistungsmässig völlig heterogenen zusammensetzung? wie trägt man schwächere sinnvoll durch eine doppelstunde in der die besten auch ihr niveau geboten kriegen sollen?
man kann kinder noch viel weiter treiben - siehe z.b. südkorea. die schaffen das auch noch, haben dafür aber die höchste selbstmordrate unter jugendlichen.
nur: was wollen wir für "unsere" kinder? lauter akademiker mit einem hohen prozentsatz an depressionen und anderen störungen? oder doch besser ausgeglichene arbeiter? wer wird glücklicher sein?

roberdor
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zahlen

in kärnten gibt es aktuell 44 covid kranke, das sind rund 0,01 promille der kärntner bevölkerung. auch inkl dunkelziffer sind es gott sei dank nicht wesentlich mehr. die 12 verstorbenen waren alle alt mit teils massiven vorerkrankungen.
ich will nix beschönigen, die massnahmen bisher waren gut und richtig, aber angesichts der kollateralschäden ist es absolut richtig, die schulen wieder zu öffnen. ich würde sogar turnen hinzu nehmen, auch hier können übungen mit abstand gemacht werden...

roberdor
1
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sorry

0,1 promille meinte ich

carpe diem
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Ich als Steirer wäre froh...

...dass so wenige erkrankt sind und würde ALLE Schutzmaßnahmen ergreifen, um diesen Zustand zu erhalten. Stattdessen werden Schulen eröffnet und Risiken erhöht. Als ob diese paar Wochen noch etwas ändern. Und jene, die arbeiten, hatten und haben die Möglichkeit der Beaufsichtigung sowieso. Aber wenn dann die Zahlen steigen, dann bitte nicht jammern.

CGCG
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Carpe diem

👍

hermannsteinacher
1
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Genieße, nutze, nütze,

pflücke den Tag!

jost4513
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Unglaublich

Also es ist doch wirklich unglaublich wie viele Menschen es gibt, denen rein gar nichts passt. Ganz egal wie und wann die Regierung entschieden hätte, es wäre ohnehin sowieso falsch gewesen.. Das finde ich am nervigsten im Moment... Wie kann man nur mit allem soo unzufrieden sein? Was ist richtig oder falsch in der noch nie dagewesen Situation? Es scheint im Moment alles gut im Griff zu sein. Ich bin dankbar, dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Das ist für mich das Wichtigste.

pressnitzgeorg
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Österreich

Wir sind einfach Weltmeister im Jammern!

erstdenkendannsprechen
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tatsächlich ist das in fast allen ländern so

sogar in schweden wird sehr gejammert, obwohl hier bei uns ja viele meinen, dass dort - weil alles besser gemacht wird - die leute weniger jammern.

 
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