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Gesundheitsminister in "Konkret" Anschober: "Bei Schutzkleidung ist der Markt leergefegt"

China, Singapur und Japan als gute Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

CORONAVIRUS: SOZIALPARTNER-GIPFEL ZU MASSNAHMEN IM KAMPF GEGEN CORONA: ANSCHOBER
Gesundheitsminister Rudolf Anschober © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will die Zuwachskurve von derzeit 36 Prozent Neuansteckungen pro Tag auf "20, auf 15 auf zehn Prozent" herunterbringen. Das sagte er in der ORF-TV-Sendung "Konkret" am Montagabend. China, Singapur und Japan seien "gute Beispiele", was drastische Maßnahmen bringen können im Kampf gegen das Coronavirus. Ende der Woche will die Regierung evaluieren, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen.

"Wir müssen uns schützen, unsere Infrastruktur, unsere Spitäler", bekräftigte Anschober. Die Maßnahmen seien deshalb getroffen worden: "25 Prozent weniger soziale Kontakte bedeuten eine Halbierung des Ansteckungsrisikos", betonte der Minister erneut.

"Je mehr mitmachen, je mehr jeder Einzelne ein Teil der Lösung ist, umso eher können wir die Maßnahmen zurückfahren", sagte Anschober. Der Gesundheitsminister bezeichnete die Versorgung auf dem Lebensmittelsektor als gut. "Wo wir ein Problem haben, ist die Schutzkleidung in Spitälern. Da ist der Markt leer gefegt", so Anschober. Er begrüßte diesbezügliche Initiativen auf EU-Ebene.

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Danke für Ihr Verständnis.

ichbindermeinung
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künftighin verstaatlichte Produktionen in Österr. für sensible Bereiche

deshalb sollten Tabletten/Arzneien, medizin. Geräte, Desinfektionsmittel, Hygiene, Masken oder dgl. im Land Österr. verstaatlicht produziert werden, damit so was nicht mehr vorkommt und sodass man nicht von irgendwelchen Privatfirmen aus dem In-/Ausland abhängig ist in einer solchen Notlage wo es um alles geht

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uomo23
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Umdenken ist angesagt !!

Vielleicht sollten wir wieder regional denken und wichtige Dinge im Land produzieren und nicht alles billig im Ausland fertigen lassen, nur um viel Profit zu erzielen.

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spwolfg
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@schulzebauer.

Mag sein was sie da schreiben, ich verstehe ihre aktuelle Sorge, aber hätten sie nicht in den letzten Wochen auch selbst Vorsorge treffen können.
Ich als Privatperson habe es jedenfalls getan, man wird sehen ob es reicht.
Für mich stellt sich die Frage, warum gerade Ärzte benachteiligt sein sollten!
Wo liegt der Sinn, wer hat da einen Vorteil? Mein Rat, gehen sie in eine ihrer öffentlichen Apotheken und besorgen sie sich ausreichend Desinfektionsmittel. Hochwertige Schutzmasken hat es vor kurzem beim OBI gegeben (knapp 20.-), vielleicht ist noch etwas auf Lager. Ich halte ihnen die Daumen!

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zyni
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Am 4.3. hat Deutschland

den Export von med. Schutzausrüstungen verboten.
Der Regierung die Schuld dafür zu geben, ist nicht gerecht. Mit der extremen Nachfrage hat niemand rechnen können. Zudem hat China Schiffe, auf denen Schutzausrüstungen unterwegs nach Europa waren, zurückgeholt. Diese Krise öffnet uns die Augen, wie sehr wir von China abhängig sind.
Mit der Fertigstellung der neuen Seidenstraße wird Europa noch mehr mit chinesischen Produkten überflutet. Hoffe es gibt ein Umdenken, bevor es zu spät ist.

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wintis_kleine
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Für die Abhängigkeit von China

gibt es aber nur einem einzigen Grund: Profitmaximierung!
Hauptsache billig und in Massen hergestellt und Hauptsache man kann die Sachen zum gleichen Preis verkaufen, als ob sie in Europa hergestellt worden wären.
Nun den Chinesen dafür die Schuld zu geben, wäre wohl viel zu einfach. Schuld sind die Konzerne, deren einziges Bestreben die Profitmaximierung ist.
Es wird nur die Frage sein, ob man daraus etwas gelernt hat und bestimmte Grundversorgungsartikel (auch medizinischer Natur), wenn auch zu höheren Preisen in Europa herstellt.
Wenn die Konzerne und die Politik weiterhin auf die "Geiz ist Geil" Welle setzen und wir als Konsumenten nicht bereit sind, für Produkte aus unserem Land (oder aus Europa) etwas mehr zu zahlen wird der COVID 19 Fall sich immer wieder wiederholen. Denn das Virus ist schneller, sich an veränderte Bedingungen anzupassen, als es die Menschen sind.

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antipasti
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Wenn die Konzerne und die Politik weiterhin auf die "Geiz ist Geil" Welle setzen und wir als Konsumenten nicht bereit sind, für Produkte aus unserem Land (oder aus Europa) etwas mehr zu zahlen wird der COVID 19 Fall sich immer wieder wiederholen ...


Irrtum, die "Geiz-ist-geil" - Welle wurde und wird einzig und allein von den Konsumenten befeuert!

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uomo23
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@wintis

Absolut richtig 👍🏻

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schulzebaue
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Leider

Sind die niedergelassenen Ärzte offenbar nicht Teil dieser kritischen Infrastruktur. Zwar gehen bei uns täglich Österreich weit Tausende Menschen ein und aus jedoch besteht keine Möglichkeit das Personal in den Ordinationen zu schützen. Wir niedergelassenen Ärzte stehe nun vor der spannende Frage ob wir Teil der Lösung sind in dem wir die Bevölkerung vor Ort versorgen oder viel mehr zum Teil des Problems werden weil wir nicht in der Lage sind uns adäquat zu schützen und somit schon allein aufgrund der Anzahl und der notwendigen Intimität in unseren zwischenmenschlichen Kontakten Über kurz oder lang Menschen anstecken werden die sich uns anvertrauen. Wir brauchen vor Ort Schutzmasken Schutzbrillen und Desinfektionsmittel. Nachdem diese am Markt nicht mehr verfügbar sind ist die öffentliche Hand gefordert. Leider lässt sie uns vollkommen alleine. Krisenmanagement schaut anders aus.

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medikus60
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@schulzebaue, ja es sieht so aus! Aber jetzt ist es zu spät!

Man hat den Italienern fast ein Monat zugesehen, wie die immer mehr im Chaos versinken und einfach NICHT für den "worst case" vorgesorgt. Jetzt ist der Markt geschlossen. Gestern in der Sendung "Im Zentrum" musste Anschober zugeben, dass Österreich nicht über genügend Beatmungsgeräte verfügt, sollte der "worst case" eintreten. Das kann doch nicht wahr sein! Genau gleich bei der Schutzbekleidung. Dr. Rendi-Wagner, ob die nun eine gute Politikerin ist oder nicht, ist in diesem Fall egal, war während der Sars Epidemie Ärztin im Kaiser Franz Josef Spital. Die Ansteckung beim Personal erfolgte überwiegend beim An-und ausziehen der Schutzkleidung, da dies explizit geschult gehört. Das ist nicht geschehen, ist ja auch nicht erforderlich, da ohnehin zu wenig Schutzbekleidung vorhanden ist. Zeit hätten wir genug gehabt, besser wir haben tausende Gesichtsmasken nach China geschickt und jetzt haben wir selbst keine! Sich jetzt hinzustellen und zu jammern, dass keine Schutzbekleidung mehr zu bekommen ist, ist eine Frechheit sondergleichen. Sendung ORF TVThek "Im Zentrum" bitte ansehen. Sehr informativ.

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